Inland

Die Regierung will weiter an Maßnahmen zur Stärkung der von der CoV-Krise gebeutelten Wirtschaft feilen und begibt sich heute und morgen in Klausur. Im Rahmen der Arbeitssitzungen sollen die ersten konkreten Projekte des „Comebackpakets“ beschlossen werden. Kurz nach seiner Angelobung Vormittag wird Wolfgang Mückstein (Grüne) als Gesundheitsminister erstmals in der Regierungsrunde vertreten sein.

Lesen Sie mehr …

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich diese Woche in einem Schreiben an den bayrischen Europaabgeordneten Markus Ferber (CSU) hinter die Tiroler Verkehrspolitik gestellt. Das berichteten gestern Tiroler Medien unter Berufung auf den „Münchner Merkur“. „Es ist an der Zeit, dass sich die Länder und Regionen entlang des Korridors zusammensetzen und sich offen über mögliche gemeinsame Maßnahmen austauschen“, schrieb von der Leyen.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Die geplante Reform des Amtsgeheimnisses wird zum Tauziehen zwischen Befürwortern und Gegnern strenger Transparenzregeln. Während Transparenz- und Menschenrechtsaktivisten eine Nachschärfung der Pläne fordern, lehnen die Länder das ab. Die Justiz hegt zudem Bedenken gegen Sondervoten. Die Begutachtung des Pakets endet heute.

Lesen Sie mehr …

Ausland

Der Prozess um den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis geht in die Schlussphase: Im Verfahren gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin halten Verteidigung und Anklage heute ihre Schlussplädoyers. Dann werden sich die Geschworenen zu ihren Beratungen zurückziehen, ein Urteil könnte im Verlauf der Woche fallen.

Der nach Floyds Tod aus dem Polizeidienst entlassene Chauvin ist unter anderem wegen Mordes zweiten Grades angeklagt, was mit bis zu 40 Jahren Haft bestraft werden kann.

Der weiße Polizist hatte dem wegen Falschgeldvorwürfen festgenommenen Floyd am 25. Mai 2020 minutenlang das Knie in den Nacken gedrückt, obwohl der Afroamerikaner wiederholt klagte, er bekomme keine Luft mehr. Floyds auf einem Handyvideo festgehaltener Tod löste landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus.

Der seit Tagen festgefahrene Machtkampf zwischen dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur für die deutschen Unionsparteien hat sich gestern zugespitzt. Die von beiden genannte Frist für eine Einigung endete am Wochenende.

Nach knapp dreieinhalb Stunden ging in der Nacht ein Treffen von Laschet und Söder ergebnislos zu Ende, wie die dpa meldete. Die beiden Parteivorsitzenden hatten einander im Bundestagsgebäude in Berlin getroffen. Über das weitere Vorgehen in dem seit einer Woche andauernden Machtkampf war nichts zu erfahren.

Sollten sich die Rivalen nicht bald einigen, könnte es auf eine Entscheidung morgen in der Bundestagsfraktion der Schwesterparteien hinauslaufen.

Lesen Sie mehr …

Angesichts der Gesundheitsprobleme des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny drohen die USA der Regierung in Moskau mit „Konsequenzen, falls Nawalny stirbt“. Es gebe verschiedene mögliche Maßnahmen, warnte der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, gestern im Fernsehsender CNN.

Neue Proteste formieren sich

Zuvor hatten Unterstützer und Unterstützerinnen des inhaftierten Nawalny für Mittwochabend zu neuen Massenprotesten aufgerufen. „Es ist Zeit zu handeln“, schrieb der Nawalny-Vertraute Leonid Wolkow auf Facebook. Es gehe nicht mehr nur um die Freiheit des Oppositionellen, sondern „um sein Leben“.

Zuletzt hatte Nawalnys Ärzteteam angesichts seines sich verschlechternden Gesundheitszustandes vor einem Herzstillstand gewarnt.

Protest am Tag der „Rede zur Lage der Nation“

Die Demonstrationen sollen am Mittwoch um 19.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) stattfinden. Das ist der Tag, an dem Präsident Wladimir Putin eine Rede zur Lage der Nation halten will. Wolkow schrieb, es könne zu einer entscheidenden Auseinandersetzung gegen das „absolut Böse“ kommen. Möglicherweise sei es eine der letzten Demonstrationen in den kommenden Jahren.

„Denken Sie nicht, dass es auf uns nicht ankommt“, heißt es in dem Aufruf weiter. Bei landesweiten Solidaritätsdemonstrationen für den Oppositionellen waren im Jänner und Februar mehr als 11.000 Menschen festgenommen worden.

Hungerstreik im Straflager

Nawalny will mit einem Hungerstreik erreichen, dass ihm eine angemessene medizinische Versorgung gewährt wird. Zuletzt klagte er über heftige Rückenschmerzen und Taubheitsgefühle in Armen und Beinen.

Seine persönliche Ärztin Anastasia Wasiljewa und drei ihrer Kollegen, darunter ein Herzspezialist, forderten Zugang zu dem Inhaftierten. Wegen kritischer Kaliumwerte drohten dem 44-Jährigen „jede Minute“ eine eingeschränkte Nierenfunktion sowie ernsthafte Herzrhythmusprobleme, erklärten sie.

Nawalny hatte im vergangenen August einen Anschlag mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok überlebt. Nach dem Anschlag, für den er den Kreml verantwortlich macht, wurde er nach Deutschland geflogen und in der Berliner Charite behandelt. Nach seiner Rückkehr nach Russland wurde er festgenommen und zu Straflager verurteilt.

In Europa sind zwischen 2018 und 2020 18.292 unbegleitete Flüchtlingskinder und Jugendliche, die in staatlicher Obhut gewesen sind, als verschwunden gemeldet worden. Das berichtete der Sender RBB gestern unter Berufung auf eine gemeinsame Datenanalyse unter anderem mit dem „Guardian“ und dem niederländischen Rundfunk VPRO. Die meisten der verschwundenen Minderjährigen stammten aus Marokko, Algerien und Eritrea.

Die europaweite Analyse des Rechercheverbunds offenbart RBB zufolge deutliche Unterschiede der nationalen Statistiken: Frankreich, Dänemark und Rumänien erheben gar keine Daten zu unbegleiteten Flüchtlingskindern, Bulgarien unterscheidet nicht zwischen begleiteten und allein reisenden Minderjährigen.

Die Führung des Bürgerkriegslandes Syrien plant Ende Mai eine Präsidentschaftswahl. Bewerber und Bewerberinnen könnten sich ab heute zehn Tage lang als Kandidatinnen bzw. Kandidaten eintragen lassen, sagte Parlamentspräsident Hamuda Sabagh laut einem Bericht der Staatsagentur Sana heute. Gewählt werden soll am 26. Mai, die im Ausland lebenden Syrer und Syrerinnen sollen schon am 20. Mai ihre Stimme abgeben.

Es wird erwartet, dass Präsident Baschar al-Assad sich um eine vierte Amtszeit bewirbt. Eine Wiederwahl dürfte ihm sicher sein. Der 55-Jährige regiert Syrien seit dem Jahr 2000.

Wahl 2014 laut EU unrechtmäßig

Zuletzt wurde Assad 2014 mit einer Mehrheit von 88,7 Prozent der Stimmen für weitere sieben Jahre im Amt bestätigt. Die Wahl wurde nur in Regionen abgehalten, die von der Regierung kontrolliert wurden. Prominente Oppositionelle waren faktisch ausgeschlossen, da die meisten von ihnen im Kampf gegen die Regierung standen oder im Exil lebten. Die EU und andere westliche Staaten stuften die Wahl daher als unrechtmäßig und undemokratisch ein.

In Syrien tobt seit zehn Jahren ein Bürgerkrieg. Im März 2011 war es dort zu regierungskritischen Protesten gekommen, die sich zu einem landesweiten Konflikt mit internationaler Beteiligung entwickelten. Vor allem mit der Hilfe Russlands haben Regierungstruppen viele wichtige Gebiete wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

COV Ausland

Junge Mütter, die gegen CoV geimpft wurden und ihre Kinder stillen, dürften ihre Säuglinge via Muttermilch vor CoV-Infektionen schützen. Das ist das Ergebnis einer neuen israelischen Studie, die jetzt im „Journal of the American Medical Association“ („JAMA“) erschienen ist.

An sich gibt es für viele Impfungen – wie auch für überstandene Infektionen – den Nachweis, dass von jungen Müttern gebildete Antikörper in die Muttermilch übergehen. Das macht das Stillen so wertvoll für Neugeborene. Für SARS-CoV-2 bzw. Covid-19-Impfungen gab es dazu bisher keine Daten.

Effekt rasch feststellbar

Israelische Wissenschaftler um Sivan Haia Perl vom Pneumologieinstitut des Shamir Medical Center in Zerifin nützten die international sehr früh begonnene Impfkampagne in dem Land mit dem Pfizer-Biontech-Impfstoff aus. Eine der priorisierten Gruppen war Gesundheitspersonal, darunter auch Schwangere. Insgesamt wurden 84 Stillende in die Studie aufgenommen. Muttermilchproben wurden vorher, nach der ersten und nach der zweiten Teilimpfung genommen und analysiert.

Der Effekt der Covid-19-Impfung zeigte sich schnell. „Der mittlere Wert der Anti-SARS-CoV-2-spezifischen Immunglobulin-A-Antikörper in der Muttermilch stieg schnell an und zeigte sich bereits zwei Wochen nach der ersten Vakzindosis signifikant erhöht. Da waren 61,8 Prozent der Proben positiv. Das stieg bis zur vierten Woche (eine Woche nach der zweiten Dosis) auf 86,1 Prozent an“, stellten die Wissenschaftler fest.

Nach sechs Wochen waren immerhin noch knapp zwei Drittel der Muttermilchproben IgA-positiv. Immunglobulin-A-Antikörper sind die schnellste Reaktion des Immunsystems auf eine Infektion bzw. Impfung. Diese Antikörper verschwinden aber wieder.

Schützende Antikörper ab Woche vier

Ganz ähnlich war das bei den längerfristig schützenden Immunglobulin-G-Antikörpern (IgG), die man eigentlich mit einer Schutzimpfung – zusammen mit der Bildung von spezifischen Abwehrzellen – hervorrufen will. „Die Konzentration von Anti-SARS-CoV-2-spezifischen IgG-Antikörpern blieb in den ersten drei Wochen niedrig – allerdings mit einem Anstieg in Woche vier. Da waren dann 91,7 Prozent der MuttermilchpProben positiv, nach fünf bis sechs Wochen fielen 97 Prozent der Untersuchungen positiv aus“, schrieben Perl und die Koautoren.

Das wichtigste Ergebnis laut der Studie: Antikörper, die man in der Muttermilch dieser Frauen fand, hätten eine starke virusneutralisierende Wirkung gezeigt. „Das deutet auf einen möglichen schützenden Effekt gegen eine Infektion von gestillten Babys hin“, heißt es in der Studie.

Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci rechnet spätestens Anfang kommenden Jahres mit Coronavirus-Impfungen für Kinder aller Altersstufen. „Ich glaube, bis zum ersten Quartal 2022 werden wir in der Lage sein, Kinder praktisch jeden Alters zu impfen“, sagte der CoV-Berater von US-Präsident Joe Biden dem Sender CNN gestern. „Hoffentlich schon vorher, aber ich glaube, das wird der späteste Zeitpunkt sein.“

Für Kinder und Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren gehe er davon aus, dass Impfungen schon zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung stünden. Derzeit können in den USA Jugendliche erst ab 16 Jahren geimpft werden.

Laut der Gesundheitsbehörde CDC wurden bereits rund 130 Millionen Bürger (50,4 Prozent) über 18 Jahre mit mindestens einer Dosis geimpft. Rund 84 Millionen Erwachsene haben bereits den vollen Impfschutz, das sind 32,5 Prozent aller Erwachsenen.

Beratungen über Johnson & Johnson

Der Immunologe sagte mit Blick auf die ausgesetzten Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA, er wolle der Entscheidung der Gesundheitsbehörde CDC und der Arzneimittelbehörde FDA nicht vorgreifen.

Er glaube aber, dass der Wirkstoff wieder zum Einsatz kommen werde – möglicherweise mit bestimmten Warnungen und Einschränkungen. Er hoffe darauf, dass am Freitag eine Entscheidung gefällt und diese nicht weiter verzögert werde.

Am Freitag will ein CDC-Beratergremium über das weitere Vorgehen beraten. Vor einer Empfehlung des Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) wird keine Entscheidung über eine mögliche Fortsetzung, Aufhebung oder Teilaufhebung des Impfstopps mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA erwartet.

CDC und FDA hatten am Dienstag eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit diesem Wirkstoff empfohlen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögerte daraufhin den Marktstart seines Impfstoffs in Europa und setzte auch alle derzeit laufenden Studien mit Impfungen mit dem Wirkstoff vorübergehend aus.

In Italien sind wegen verbesserter Coronavirus-Zahlen heute an nur noch drei Regionen als rote Zonen ausgewiesen. Das süditalienische Kampanien mit der Hafenstadt Neapel dagegen wechselt nach einem Erlass von Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Wochenstart in die mittlere Risikozone (orange Zone). Rote Zonen mit strengen Sperren bleiben Apulien, Sardinien und das Aostatal.

Viele Menschen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land freuen sich schon jetzt auf die Woche ab 26. April: Die Regierung von Premier Mario Draghi hat dann Öffnungsschritte wie den Start der Außengastronomie in bestimmten Regionen angekündigt. Vorgesehen ist ein Stufenplan mit Lockerungen von April bis Juli.

COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 196,8 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum.

In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien meldeten 2.076 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 2.076 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern, 9.30 Uhr). Diese Zahlen nannten die Bundesländer dem nationalen Krisenstab.

9.898 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 2.011 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 546 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

In einem Garten in Linz-Urfahr in Oberösterreich haben sich am Wochenende entgegen der Coronavirus-Bestimmungen wieder viele Menschen getroffen. Eine Woche zuvor musste dort eine Gartenparty mit 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgelöst werden.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

EU

Die Außenminister der EU-Staaten wollen heute in einer Videokonferenz über die jüngste Zuspitzung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland beraten. Zu den Gesprächen soll zeitweise auch der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba zugeschaltet werden.

Sein Land fordert von der EU eine stärkere Unterstützung zum Beispiel durch neue Sanktionen gegen Russland. Bisher ist die EU dem allerdings nicht nachgekommen, um die Spannungen nicht weiter anzuheizen.

Österreich gegen weitere Sanktionen gegen Moskau

Angesichts eines starken russischen Truppenaufmarschs entlang der Grenze zur Ukraine gibt es derzeit große Sorgen, dass der Konflikt erneut eskalieren könnte. Nach Schätzungen der USA hat Russland zuletzt 15.000 bis 25.000 Soldaten auf die annektierte Halbinsel Krim und in Richtung der ukrainischen Grenze bewegt.

Der Truppenaufmarsch gilt als der größte seit der Annexion der Halbinsel Krim 2014. Österreich ist, das machte ÖVP-Außenminister Alexander Schallenberg vor Start des EU-Treffens gegenüber der deutschen „Welt“ klar, gegen weitere Sanktionen gegen Russland. Nun müsse Deeskalation Vorrang haben.

„Besorgniserregende Entwicklung“

Ende der vergangenen Woche hatten Berichte für Aufregung gesorgt, laut denen Russland im Schwarzen Meer ein Manöver abhalten und dafür bis zum 31. Oktober bestimmte Seegebiete absperren will. Ein ranghoher EU-Beamter sprach am Freitag von einer „äußerst besorgniserregenden Entwicklung“. Seinen Worten zufolge ist davon auszugehen, dass die im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verankerten Durchfahrtsrechte eingeschränkt und die internationale Schifffahrt behindert werde.

Weitere Themen bei der Videokonferenz werden die Bemühungen um die Rettung des Wiener Atomabkommens mit dem Iran sowie die jüngsten Entwicklungen in den Ländern Georgien, Indien, Myanmar, Mosambik und Äthiopien sein. Zudem geht es um den Gesundheitszustand des inhaftierten russischen Regimekritikers Alexej Nawalny, der sich seit mehr als zwei Wochen in einem Hungerstreik befindet.

Sport

Max Verstappen hat sich gestern beim Grand Prix der Emilia-Romagna für seine knappe Niederlage beim Saisonauftakt in Bahrain revanchiert. Der Niederländer holte in Imola in einem chaotischen Rennen seinen elften Grand-Prix-Sieg. Rang zwei ging an Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes, der sich nach einem Ausrutscher doch noch auf das Podest kämpfte. Dritter wurde Hamiltons britischer Landsmann Lando Norris.

Lesen Sie mehr …

Der KAC steht in der Finalserie der bet-at-home ICE Hockey League nur noch einen Sieg von der erfolgreichen Titelverteidigung entfernt. Die Klagenfurter bezwangen gestern Abend im vierten Spiel der „Best of seven“-Serie daheim den HCB Südtirol nach Verlängerung mit 2:1. Blaz Greborc sorgte in der Overtime dafür, dass die Kärntner nun den ersten „Matchpuck“ haben.

Lesen Sie mehr …

Der Schlager des dritten Spieltags der Meistergruppe der tipico-Bundesliga hat gestern einen 2:0-Erfolg von Red Bull Salzburg über den LASK gebracht. Späte Tore von Mergim Berisha (87.) und Noah Okafor (93.) entschieden eine lange offene und von den Abwehrreihen geprägte Partie zugunsten des Tabellenführers, der nun bereits elf Punkte vor den Linzern liegt.

Lesen Sie mehr …

Wirtschaft

Das Ringen um das MAN-Werk Steyr in Oberösterreich ist auch für Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), nicht zu Ende. Der Standort sei nicht nur für Steyr „sehr wichtig“, sondern auch für Österreich. „Ich bin zuversichtlich, dass es noch eine Lösung geben wird“, sagte Knill gestern – und erwähnte das Konzept von Investor Siegfried Wolf, das von den Beschäftigten bereits abgelehnt wurde.

Lesen Sie mehr …

Die aktuelle „Bedrohungsanalyse durch schwere Verbrechen und organisierte Kriminalität 2021“ von Europol, die am Dienstag erschienen ist, zeichnet ein unerfreuliches Bild des EU-Raums. Das organisierte Verbrechen formiert sich zu Kartellen und ist dabei, die Realwirtschaft zu unterwandern. Als Topbedrohung listet Europol Cybercrime.

Von Korruption bis Verschlüsselungserpressung spielt Geldwäsche eine zentrale Rolle – und hier setzen die Strafverfolger an. Die dabei eingesetzten Vorgangsweisen und Methoden bleiben im Bericht zwar systematisch ausgespart. Zwischen den Zeilen ist aber herauszulesen, dass Bitcoin-Börsen unter permanenter Beobachtung stehen.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Chronik

In Ägypten hat sich gestern erneut ein schweres Zugsunglück ereignet – diesmal mit mindestens neun Toten und rund 100 Verletzten. In der Provinz al-Kaljubija nahe Kairo seien mehrere Waggons entgleist, teilten der Gouverneur der Provinz und die Eisenbahnbehörde mit.

Auf Videos von der Unglücksstelle waren umgekippte Waggons zu sehen, zudem waren Sirenen von Rettungswagen zu hören. Neun Menschen seien ums Leben gekommen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Eine Ermittlung soll nun die Ursache für das Unglück klären.

Zugsunglück in Ägypten
Reuters/Mohamed Abd El Ghany

Erst Ende März waren in der Ortschaft al-Samaa Gharb 460 Kilometer südlich von Kairo zwei Züge zusammengestoßen, mindestens 20 Menschen kamen ums Leben, 199 wurden verletzt.

Zugsunglück in Ägypten
Reuters/Mohamed Abd El Ghany

In Ägypten gab es in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von schweren Zugsunglücken. Beim schwersten derartigen Unglück in der Geschichte des Landes wurden 2002 mehr als 360 Menschen getötet, als in einem Zug südlich von Kairo Feuer ausbrach.

Ein Ex-Polizist soll in Austin im US-Bundesstaat auf mehrere Menschen geschossen und drei von ihnen getötet haben. Austins Polizeichef Joseph Chacon sagte, nach dem 41 Jahre alten mutmaßlichen Schützen werde gefahndet. Der Tatverdächtige habe die drei erwachsenen Opfer gekannt, es scheine sich um einen „häuslichen Vorfall“ zu handeln. Man gehe daher nicht davon aus, dass der Mann wahllos auf Menschen schießen werde. „Das heißt nicht, dass er nicht gefährlich ist.“

Der Sender KXAN berichtete, der Verdächtige sei im vergangenen Jahr vom Polizeidienst freigestellt und unter dem Verdacht der sexuellen Nötigung eines Kindes festgenommen worden. Danach sei er auf Kaution freigekommen und habe seinen Job gekündigt.

Das Verbrechen reiht sich ein in die lange Liste tödlicher Zwischenfälle mit Schusswaffen in den USA. Bei Schüssen in einer Bar im US-Bundesstaat Wisconsin waren erst in der Nacht zu Sonntag drei Menschen ums Leben gekommen. Am Donnerstag tötete ein Bewaffneter in einem Paketzentrum im Bundesstaat Indiana acht Menschen und beging dann Suizid. Am 22. März hatte ein Schütze im Bundesstaat Colorado zehn Menschen in einem Supermarkt getötet. Wenige Tage zuvor waren in drei Massage-Salons in und um Atlanta im US-Bundesstaat Georgia acht Menschen erschossen worden. Nach den Schussattacken ist die politische Debatte über schärfere Gesetzgebung neu aufgeflammt.

Ein Großfeuer in Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt hat erhebliche Flächen des berühmten Tafelbergs in Mitleidenschaft gezogen. Die Hänge über dem Stadtteil Newlands standen gestern in Flammen, diese zerstörten einen Teil des beliebten Rhodes Memorial Restaurants und breiteten sich weiter in Richtung Universität aus. Das teilte die Stadt auf Twitter mit.

Buschfeuer bei Kapstadt
Reuters/Mike Hutchings

Behörden riefen dazu auf, das bei der Bevölkerung zum Wandern beliebte Gebiet umgehend zu evakuieren. Es seien keine Verletzten gemeldet worden, die Ursache des Brandes müsse noch ermittelt werden, hieß es. Der Tafelberg ist das Wahrzeichen Kapstadts, er steht unter Naturschutz. In Südafrikas Trockenzeit kommt es häufig zu schlimmen Bränden.

Ein 38-jähriger Pizzalieferant ist gestern Abend in einem Klagenfurter Park ausgeraubt worden. Er sollte eine bestellte Pizza in den Park liefern, dort warteten zwei Männer und eine Frau mit einem Messer. Sie erbeuteten rund 1.000 Euro, das Opfer wurde nicht verletzt. Eine detaillierte Beschreibung der Täter gestaltete sich schwierig, da alle FFP2-Masken trugen.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Niemand hat bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ die richtigen Zahlen getippt. Im Topf liegen zusätzlich zum ersten Rang der nächsten Runde 789.170,25 Euro.

Die aktuellen Gewinnzahlen:

3 15 21 22 29 32/Zusatzzahl 17

Die richtigen LottoPlus-Zahlen:

21 32 33 37 39 40

Die richtige Joker-Zahl:

3 2 0 4 0 3

Alle Angaben ohne Gewähr

Umwelt & Klima

Der rätselhafte Rückgang des Bestands der Bachforelle in der Großache bei Kössen in Tirol könnte zumindest teilweise erklärbar sein. Im Rahmen einer Studie wurde festgestellt, dass knapp ein Viertel der Fische an einer parasitären Nierenerkrankung leidet. Das Screening wird nun auf ganz Tirol ausgeweitet.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

IT

Die abhörsichere Kommunikation im Quanteninternet rückt näher: Forscher und Forscherinnen haben ein lokales Quantennetzwerk mit drei Teilnehmern entwickelt, das beliebig erweiterbar wäre – auch über große Distanzen.

Mehr dazu in science.ORF.at

Charles Geschke, Mitbegründer des Softwareunternehmens Adobe Inc., ist tot. Der 81-Jährige sei am Freitag gestorben, teilte das Unternehmen mit.

Dr. Charles M. Geschke, Miterfinder des PDF-Formats
AP/Richard Drew

„Das ist ein riesiger Verlust für die gesamte Adobe-Gemeinde und die Technologieindustrie, für die er jahrzehntelang ein Held gewesen ist“, schrieb Adobe-Geschäftsführer Shantanu Narayen in einer E-Mail an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

1982 gründete Geschke mit John E. Warnock das Softwareunternehmen Adobe Inc. Der Forscher gilt unter anderem als Miterfinder des Portable Document Format (PDF), das 1993 von Adobe Inc. entwickelt und vorgestellt wurde.

In die Schlagzeilen geriet Geschke 1992, als er Opfer einer Entführung wurde. Eines Morgens sei er von zwei Männern mit vorgehaltener Waffe verschleppt worden. Vier Tage lang wurde Geschke festgehalten. Das FBI nahm einen Verdächtigen fest, der dann auch gestand.

Kultur

Ein Seerosenwerk des französischen Malers Claude Monet (1840–1926) könnte bei einer New Yorker Auktion einen Preis von rund 40 Millionen Dollar (etwa 33 Mio. Euro) erzielen.

Das zwischen 1917 und 1919 angefertigte, ein mal zwei Meter große Werk sei eines der qualitativ herausragenden der berühmten Seerosenbilder Monets, das je zur Versteigerung gekommen sei, teilte das Auktionshaus Sotheby’s gestern mit.

Ähnliche Seerosenbilder des französischen Malers hängen in zahlreichen renommierten Museen weltweit. Die Auktion ist für den 12. Mai angesetzt.

Ohne Masken und Abstand dürfen bis zu 5.000 Zuschauer und Zuschauerinnen ein Konzert in Liverpool besuchen. Die Veranstaltung mit der Rockband Blossoms am 2. Mai ist Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung. Voraussetzung für den Eintritt ist ein aktueller, negativer Coronavirus-Test. Auch nach dem Event sollen die Zuschauer und Zuschauerinnen einen Test machen.

„Wir sind einem Sommer voller Liveevents einen Schritt näher gekommen, jetzt läuft unser wissenschaftlich geführtes Programm“, sagte Kulturminister Oliver Dowden einer Mitteilung zufolge. Das Veranstaltungsgelände bietet normalerweise 7.500 Plätze. Tests seien der Schlüssel für die Wiederaufnahme von Massenveranstaltungen, so Dowden. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, die Ergebnisse des Pilotprojekts spielten eine wichtige Rolle beim Sicherheitskonzept.

Panorama

Der älteste Mensch der USA ist mit 116 Jahren gestorben. Die Afroamerikanerin Hester Ford starb zu Hause im Bundesstaat North Carolina, wie ihre Familie am Wochenende auf Facebook mitteilte. Sie habe 288 Nachfahren: zwölf Kinder, 48 Enkel, 108 Urenkel und 120 Ururenkel.

Das genaue Geburtsdatum von Ford ist nicht bekannt. Sie war aber von der in Kalifornien ansässigen Gerontology Research Group, die eine Liste der über 110 Jahre alten Menschen führt, als älteste Frau in den USA bestätigt worden.

Ford wuchs in South Carolina auf, wo sie Baumwolle erntete, wie der Sender WBTV aus ihrem Wohnort Charlotte berichtete. Später arbeitete sie jahrelang als Kindermädchen. Ihr Ehemann, mit dem sie 45 Jahre verheiratet war, starb 1963. In ihren letzten Jahren litt Ford an Demenz, dennoch zitierte sie an ihrem 112. Geburtstag noch Bibelverse.

Nach dem Tod von Ford ist die 114-jährige Thelma Sutcliffe aus Omaha in Nebraska die älteste US-Bürgerin. Der älteste Mensch weltweit soll die 118-jährige Japanerin Kane Tanaka sein.