Ukraine-Krieg

Die russischen Luftstreitkräfte versuchen ukrainischen Geheimdienstangaben zufolge, nach mehreren Explosionen Kampfflugzeuge und Hubschrauber auf der Krim in Sicherheit zu bringen. Teils würden die Flugzeuge ins Innere der 2014 annektierten Halbinsel überführt, teils auf russisches Festland abgezogen. Das teilte der ukrainische Militärgeheimdienst gestern auf Facebook mit. Beobachtet worden sei die Verlegung von mindestens 24 Flugzeugen und 14 Hubschraubern.

Vergangene Woche hatten am 9. August Explosionen den russischen Luftwaffenstützpunkt Saki an der Westküste der Krim erschüttert. Satellitenbilder zeigten später, dass mindestens sieben Kampfjets zerstört worden waren. Am Dienstag wurden schwere Detonationen in einem Munitionsdepot und eine kleinere Explosion auf einem Fliegerhorst nahe Simferopol beobachtet.

Die Ukraine hat offiziell keine Verantwortung übernommen. Allerdings lassen die Schäden auf gezielte Aktionen gegen die Militäranlagen schließen. Überprüft werden konnten die Angaben aus Kiew nicht.

In Donezk ist eine russische Influencerin durch eine Mine getötet worden. In prorussischen Telegram-Gruppen wurden Bilder der demnach 25 Jahre alten Semfira Suleimanowa veröffentlicht, dort wird sie als „Friedensaktivistin“ gefeiert, berichtete der „Spiegel“ gestern in seiner Onlineausgabe.

Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete, sei Suleimanowa eine Reporterin des russischen Staatssenders RT gewesen. Sie sei durch die Explosion einer Landmine gestorben. RT dementierte aber laut Interfax später die Berichte, wonach Suleimanowa für den Sender gearbeitet habe. RT nannte sie in seiner Stellungnahme eine „Freiwillige und Journalistin“.

Anhängerin umstrittener Partei

Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti bezeichnete Suleimanowa als Aktivistin der nationalbolschewistischen Bewegung und Partei „Anderes Russland“ des 2020 verstorbenen Schriftstellers Eduard Limonow. Die – von den Behörden nicht zugelassene – Partei veröffentlichte bei Instagram einen Nachruf. Diesem zufolge sei Suleimanowa durch TikTok-Videos bekannt geworden, im Donbas habe sie unter anderem Videos gedreht und geschnitten.

Laut der Nachrichtenagentur Nexta argumentiert „Anderes Russland“, dass russischsprachige Gebiete an Russland zurückgegeben werden sollten. Die Bewegung bezeichnet sich selbst gelegentlich als faschistisch, auf ihrem Logo ist eine Handgranate zu sehen.

Die Ukraine hat zur „Demontage“ der für Russland strategisch äußerst wichtigen Brücke zur Krim über die Straße von Kertsch aufgerufen.

Die Brücke sei ein „illegales Objekt“ und müsse abgebaut werden – „egal wie: freiwillig oder nicht“, so der Berater des ukrainischen Präsidenten, Mychailo Podoljak, gestern auf Telegram. Er drohte damit indirekt mit einem militärischen Angriff auf die Brücke, die der russische Präsident Wladimir Putin 2018 persönlich eingeweiht hatte.

Der Aufruf Podoljaks erfolgte nach mehreren Explosionen auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim, die Moskau als logistische Basis für seine am 24. Februar begonnene Invasion der Ukraine nutzt.

Estland hat seine Visa-Regelungen für Menschen aus Russland verschärft und deren Einreise beschränkt. Russische Staatsbürger dürfen von heute an nicht mehr mit einem von Estland ausgestellten Schengen-Visum in das baltische EU- und NATO-Land einreisen. Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums in Tallinn sollen daher an den drei Grenzübergängen zu Russland in Narva, Luhamaa und Koidula zusätzliche Visakontrollen stattfinden.

Estland hatte als eine Reaktion auf Russlands Angriffskrieg in der Ukraine die Vergabe von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen an Russen bereits weitgehend ausgesetzt. Mit einem gültigen Visum war es aber weiterhin möglich, per Bus oder Auto über die estnische Grenze in den Schengenraum einzureisen. Dies ist künftig nicht mehr möglich. Bestimmte Ausnahmen gelten jedoch etwa für Russen mit Wohnsitz, Aufenthaltsrecht oder Verwandten in Estland.

Weiter einreisen dürfen auch russische Bürger mit von anderen EU-Mitgliedern ausgestellten Visa, die für den gesamten Schengen-Raum mit seinen 26 europäischen Ländern gilt. Zusammen mit seinen ebenfalls an Russland grenzenden Nachbarländern Finnland und Lettland macht sich Estland daher für einen grundsätzlichen Stopp von Touristenvisa stark. Die EU-Kommission in Brüssel lehnt das ab.

Ausland

Israelische Streitkräfte haben nach Angaben von Rettungskräften bei Zusammenstößen in der von Israel besetzten Stadt Nablus im Westjordanland einen palästinensischen Jugendlichen getötet und mindestens 30 weitere Palästinenser verletzt. Drei von ihnen befinden sich nach schweren Schussverletzungen in einem kritischem Zustand, teilte der palästinensische Rote Halbmond heute mit. Es wurden keine israelischen Opfer gemeldet.

Augenzeugen berichteten, dass es zu den Auseinandersetzungen kam, als israelischen Streitkräfte eintrafen, um jüdische Gläubige zu schützen, die das Josefsgrab besuchten – eine Stätte, die immer wieder zum Brennpunkt wird. Nach Angaben israelischer Medien lieferten sich bewaffnete Palästinenser in der Nähe der Stätte einen Schusswechsel mit israelischen Soldaten. Das israelische Militär teilte Reuters mit, es prüfe den Vorfall.

Vor etwa einer Woche war zudem im Gazastreifen die Gewalt wieder aufgeflammt. Israel bombardierte palästinensische Ziele, militante Islamisten feuerten im Gegenzug hunderte Raketen auf Israel.

Liz Cheney, die wichtigste innerparteiliche Kritikerin des früheren US-Präsidenten Donald Trump, erwägt nach ihrer Niederlage bei den Vorwahlen für den US-Kongress eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024. Sie machte gestern deutlich, dass sie sich keinesfalls geschlagen gebe und eine Kandidatur ernsthaft überlege. „Das ist etwas, worüber ich nachdenke. Und ich werde in den kommenden Monaten eine Entscheidung treffen“, sagte Cheney dem Sender NBC News.

Cheney verlor ihren Sitz im Repräsentantenhaus. Die von Trump unterstützte Harriet Hageman hatte sich gegen sie durchgesetzt.

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Der Anwalt des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, Rudy Giuliani, ist wegen strafrechtlicher Ermittlungen im Zusammenhang mit der Wahl 2020 vor einer Geschworenenjury im US-Bundesstaat Georgia erschienen. US-Medienberichten zufolge verbrachte er mehr als sechs Stunden in einem Gerichtsgebäude in Atlanta. Dort sei er von einer sogenannten Grand Jury befragt worden. Eine Grand Jury wird eingeschaltet, um Beweise in möglichen Verbrechensfällen zu prüfen und zu entscheiden, ob Anklage erhoben werden soll.

Bei den Ermittlungen geht es um eine mögliche Beeinflussung der Präsidentenwahl 2020 durch Trump und sein Lager. Staatsanwältin Fani Willis in Fulton County in Georgia hatte im vergangenen Jahr eine Untersuchung eingeleitet. Hintergrund ist ein Telefonat zwischen Trump und dem obersten Wahlaufseher in Georgia, Brad Raffensperger.

Trump hatte Raffensperger in dem Gespräch aufgefordert, die fehlenden Stimmen zu „finden“, um den knappen Wahlsieg seines Kontrahenten Joe Biden in dem Bundesstaat zu kippen. Mehrere Trump-Verbündete sind aufgefordert, vor einer inzwischen eingesetzten Jury auszusagen. Willis schloss im Juli im Sender NBC nicht aus, auch Ex-Präsident Trump vorzuladen.

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen wollen die Staats- und Regierungschefs von Serbien und dem Kosovo unter EU-Vermittlung heute erneut einen Ausweg aus der Krise suchen. Die Spannungen flammten diesen Sommer wegen eines Streits über Kfz-Nummernschilder und Einreisedokumente erneut auf. Serbien erkennt Autokennzeichen und Ausweise aus dem Kosovo nicht an, und Kosovaren müssen sich bei Einreise nach Serbien Ersatzpapiere ausstellen lassen.

Ende Juni 2022 kündete auch die Regierung in Prishtina an, die Serben würden nach Anreise in die Region dasselbe machen müssen. Die Lage beruhigte sich, nachdem Albin Kurti, Premierminister des Kosovo, auf Druck der USA und der Europäischen Union zugestimmt hatte, die Kennzeichenregelung bis zum 1. September zu verschieben.

Bisher kaum Fortschritte

In der Vergangenheit war es im Grenzgebiet zu Blockaden und Zusammenstößen zwischen der serbischen Minderheit und Sicherheitskräften gekommen. Rund fünf Prozent der 1,8 Millionen Kosovaren sind Serben. Der muslimisch geprägte Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Während Serbien den Kosovo unverändert als seinen Landesteil betrachtet, erkennen Deutschland und eine Mehrheit der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Republik Kosovo an. Serbien steht auch wegen seiner Nähe zu Russland in der Kritik westlicher Staaten. Die Vermittlung der Europäischen Union zwischen den einstigen Kriegsgegnern brachte in den vergangenen Jahren bisher kaum Fortschritte.

NATO ruft zu Zurückhaltung auf

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte indes bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic, das Militärbündnis sei im Falle einer Eskalation zu einer Intervention bereit. Vucic erwartete ein schwieriges Gespräch mit Kurti: „Wir sind uns in fast allen Punkten nicht einig.“

Sollten die Spannungen eskalieren, werde die Allianz ihre Kräfte zur Friedenssicherung im Kosovo aufstocken, kündigte Stoltenberg an. Die aktuell knapp 4.000 NATO-Soldaten seien bei Bedarf bereit zum Einschreiten. „Die Lage vor Ort hat sich zwar verbessert, aber es liegt in der Verantwortung aller Parteien – insbesondere der Verantwortlichen in Belgrad und Prishtina –, eine erneute Eskalation zu verhindern.“ Stoltenberg rief alle Seiten zu Zurückhaltung auf. Der seit 1999 im Kosovo stationierten Schutztruppe gehören auch Bundesheersoldaten aus Österreich an.

Nach dem Jubel folgt der Spott: Mit der Ernennung eines Mannes zum ersten Beauftragten für Menstruationsartikel hat die schottische Region Tayside sich hämische und empörte Reaktionen eingehandelt. Der Regionalrat beauftragte Jason Grant aus Dundee damit, den Zugang zu kostenfreien Hygieneartikeln in den Schulen und Universitäten voranzutreiben.

Die Ernennung von Grant zum „period dignity officer“ erfolgte kurz nachdem Schottland international gefeiert wurde als erstes Land der Welt mit einem Recht auf den Zugang zu kostenlosen Hygieneartikeln. Seit Montag sind Stadtverwaltungen und Bildungseinrichtungen gesetzlich verpflichtet, Menstruationsartikel wie Tampons und Binden umsonst zur Verfügung zu stellen.

„Einfach nur lächerlich“

„Das ist einfach nur lächerlich“, kommentierte Ex-Tennisstar Martina Navratilova auf Twitter die Ernennung. „Haben wir jemals versucht, Männern zu erklären, wie sie sich rasieren sollen, oder wie sie auf ihre Prostata zu achten haben?“, fragte sie. „Das ist absurd.“

Gina Davidson vom schottischen Radiosender LBC sagte, die Besetzung dieses Amtes mit einem Mann sei der „Inbegriff des Mansplaining“ – damit sind Situationen gemeint, in denen Männer trotz geringerer Kenntnisse der Annahme sind, Frauen etwas erklären zu müssen. Davidson reagierte damit auf ein Foto, das Grant im Gespräch mit einer Frau und deren Tochter über Menstruationsartikel zeigt.

Die Zeitungskolumnistin und Frauenrechtlerin Susan Dalgety erklärte auf Twitter: „Ich weiß nicht, warum irgendjemand dachte, es sei eine gute Idee, einen Kerl zu ernennen.“ Grant erklärte anlässlich seiner Ernennung, er könne dazu beitragen, „Barrieren abzubauen“ und offenere Gespräche zu ermöglichen. „Auch wenn Frauen direkt von der Periode betroffen sind, geht das Thema alle an.“

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, wirft der Weltgemeinschaft mit Blick auf die Tigray-Krise in Äthiopien Rassismus vor. Die schlimmste humanitäre Krise in der Welt erhalte nicht dieselbe internationale Aufmerksamkeit wie der Ukraine-Krieg. „Vielleicht ist der Grund die Hautfarbe der Menschen“, sagte Tedros, der aus der Tigray-Region stammt, gestern bei einem virtuellen Medienbriefing.

Bereits im April hatte er gesagt, er wisse nicht, ob die Welt dem Leben von Schwarzen und Weißen wirklich die gleiche Aufmerksamkeit schenke. WHO-Notfalldirektor Mike Ryan äußerte sich ähnlich. Niemand scheine sich dafür zu interessieren, was am Horn von Afrika passiere, sagte Ryan.

Die WHO fordert über 123 Millionen Dollar von der Weltgemeinschaft, um die Gesundheitsprobleme in Äthiopien zu lösen. Ein bewaffneter Konflikt zwischen Aufständischen und Armee hatte eine schwere humanitäre Krise in der Tigray-Region ausgelöst. Tausende Menschen sind nach UNO-Angaben getötet worden, über sechs Millionen Menschen benötigen Hilfe.

Inland

Rudolf Striedinger wird neuer Generalstabschef des Bundesheeres. Das gab Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) gestern bekannt. Striedinger ist derzeit stellvertretender Generalstabschef und galt als Favorit für die Nachfolge von Robert Brieger.

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Nach den innerparteilichen Turbulenzen der vergangenen Wochen hat sich die FPÖ-Spitze gestern Nachmittag zu einer Präsidiumssitzung in Wien getroffen und einträchtig Geschlossenheit demonstriert. Herbert Kickl wurde einstimmig und ohne Enthaltungen als Bundesparteiobmannkandidat für den Parteitag am 17. September gewählt. Gesprächsbedarf gab es offenbar dennoch einigen, dauerte die Sitzung doch rund fünf Stunden.

Der Fokus des „arbeitsreichen Präsidiums“ sei auf der Bundespräsidentenwahl, der Tirol-Wahl und dem kommenden Parteitag gelegen, wie Generalsekretär Michael Schnedlitz im Anschluss vor Journalisten beteuerte. Freilich sei auch die Causa rund um eine auf dem Handy des ehemaligen FPÖ-Abgeordneten Hans-Jörg Jenewein gefundene anonyme Anzeige gegen die Wiener FPÖ besprochen worden.

Die Anzeige sei aber inhaltlich „haltlos“, betonte Schnedlitz. Alle Präsidiumsmitglieder seien jedenfalls auf den aktuellen Stand gebracht worden. Erklärungsbedarf hätte aber nicht die FPÖ, sondern jene Medien, die „frei erfundene“ Details wie einen Abschiedsbrief Jeneweins ventiliert hätten.

„Es war einiges abzuklären“

Der Wiener Landesparteiobmann Dominik Nepp, der sich schon beim Eintreffen wortkarg gegeben hatte, verließ die Sitzung etwas früher und gab sich zugeknöpft. Auf die Frage, wie die Sitzung verlaufen sei, meinte er lediglich: „Konstruktiv.“ Und wie sein Verhältnis zu Kickl sei? „Ausgezeichnet“, so Nepp, der für alles Weitere auf die Bundespartei verwies. Schnedlitz meinte danach auf Nepp angesprochen, dass dieser Wohl „unter Zeitdruck gestanden“ sei.

Der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer räumte ein, dass es einigen Gesprächsbedarf gegeben habe: „Es war einiges abzuklären.“ Selbstverständlich auch die Causa Jenewein. Wer besonderen Gesprächsbedarf gehabt habe, wollte er nicht verraten: „Das sind Interna.“ Hofer hielt aber fest, dass es eine „positive Debatte“ war: „Streit gab es keinen.“

Auch beim Eintreffen am frühen Nachmittag war man bemüht, Geschlossenheit zu zeigen. Vordringlich gehe es darum, „die Weichen für einen erfolgreichen politischen Herbst“ zu stellen, hieß es von Parteichef Kickl abwärts. Zugeknöpft gaben sich jedoch Nepp und sein oberösterreichischer Kollege Manfred Haimbuchner. „Wir sind eine loyale Landespartei – immer gewesen“, sagte Haimbuchner. Davor hatten etwa der niederösterreichische Landesparteiobmann Udo Landbauer und Generalsekretär Schnedlitz die Stimmung in der Partei als „sehr gut“ beschrieben und von „Business as usual“ gesprochen.

Kickl rügt Medien

Kickl selbst, der gemeinsam mit Bundespräsidentschaftskandidat Walter Rosenkranz kam, hielt bei seiner Ankunft abermals fest, dass er nichts von der Anzeige Jeneweins gewusst habe. Das müssten auch die Medien zur Kenntnis nehmen und nicht immer Gerüchten hinterherlaufen.

Zuletzt rumorte es innerhalb der Freiheitlichen kräftig, weil bei dem früheren Abgeordneten und späteren FPÖ-Mitarbeiter Jenewein von der Staatsanwaltschaft – zufällig – der Entwurf einer Anzeige mit Vorwürfen von Fördermittelmissbrauch gegen Vertreter der Wiener FPÖ gefunden wurde. Die Ermittler gehen laut Medienberichten davon aus, dass Jenewein, ein Vertrauter von Kickl, der Verfasser ist. Mediale Spekulationen, Kickl selbst hätte etwas von dieser Anzeige wissen müssen oder stehe sogar dahinter, wies dieser zurück. Jenewein trat jedenfalls aus der Partei aus, auch dienstrechtliche Maßnahmen wurden gesetzt. Einige Tage später wurde ein Suizidversuch Jeneweins bekannt.

COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 402,8 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 5.930 registrierte Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 5.930 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab. Aufgrund verminderter Testmöglichkeiten und -bereitschaft vermuten Expertinnen und Experten eine höhere Dunkelziffer.

19.296 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 1.281 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 69 auf Intensivstationen. Eine Unterscheidung in Haupt- und Nebendiagnose ist bundesweit nicht möglich.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Umwelt & Klima

Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) sieht den „Pandemieeffekt“ bei Treibhausgasemissionen in Österreich als vergangen an. Das Ministerium verwies heute auf eine neue Prognose des Umweltbundesamts („Nowcast“), sie liefert eine Einschätzung und vorläufige Trends für das Jahr 2021. Ausgewiesen wurde ein Anstieg der Emissionen um rund 4,8 Prozent.

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Auf der Suche nach der Ursache für das massenhafte Fischsterben in der Oder haben die Forscher weiter eine giftige Algenart im Blick, die sich im Fluss rasant entwickelt hat.

Mittlerweile sei die Mikroalge mit dem Namen Prymnesium parvum identifiziert worden, sagte der Gewässerökologe Christian Wolter der dpa gestern. „Die Art ist bekannt dafür, dass es gelegentlich zu Fischsterben kommt.“

Unklar sei aber nach wie vor, ob das Toxin der Alge der Grund für das Fischsterben in der Oder sei. Ob sie in diesem Fall Giftstoffe produziert hat, müsse noch nachgewiesen werden, betonte der Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei.

Er sprach von einer starken Algenblüte mit 200 Mikrogramm pro Liter und mehr als 100.000 Zellen pro Milliliter Wasser. Für den Menschen sei das Toxin der Alge aber ungefährlich.

Im Rahmen der Ermittlungen zu den Ursachen hörte die polnische Staatsanwaltschaft bisher 228 Zeugen an. Das deutsche Umweltministerium schätzt die Menge der bisher in Deutschland gefundenen toten Fische auf etwa 36 Tonnen.

Sport

Vorstieg-Vizeeuropameisterin Jessica Pilz hat bei der Kletter-EM in München ihre zweite Medaille gewonnen. Die Niederösterreicherin holte sich gestern im Kombi-Bewerb aus Bouldern und Vorstieg (Lead) mit 180,6 Punkten Bronze. Ihr drittes Gold räumte die Slowenin Janja Garnbret ab, die sich mit 199,9 vor ihrer Landsfrau Mia Krampl (180,9) durchsetzte. Für Österreichs Kletterer war es die dritte Medaille in München, Nicolai Uznik war Boulder-Europameister geworden.

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Daniel Habesohn und Robert Gardos haben im Doppel-Bewerb der Tischtennis-EM in München eine Medaille fix. Das ÖTTV-Duo besiegte gestern im Viertelfinale die Deutschen Qiu Dang/Benedikt Duda mit 3:2 (8, 10, -5, -9, 11) und steht damit im Semifinale. Auch Sofia Polcanova erreichte im Damen-Doppel mit Bernadette Szöcs (ROU) das Halbfinale und damit fix eine Medaille.

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Mit dem Grand Prix von Österreich steigt am Sonntag in Spielberg für KTM wieder einmal das große Heimspiel. Österreichs Motorradhersteller blickt auf dem Red Bull Ring auf erfolgreiche Auftritte mit Siegen für Miguel Oliveira und Brad Binder bei den Covid-19-Doppeln 2020 und 2021 zurück, kämpft vor dem Heimspiel-GP allerdings mit Problemen im Qualifying. Für das Heimspiel benötigt KTM jedenfalls neue Angriffslust.

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Wirtschaft

Bei vielen Haushalten mit wenig Einkommen reichen die von der Bundesregierung geschnürten Antiteuerungspakete nicht aus. Zu diesem Schluss kommt das Momentum Institut, obwohl die Hilfen für die einkommensschwachen Haushalte im Schnitt durchaus reichen würden, wie die gewerkschaftsnahe Denkfabrik heute mitteilte.

Grund dafür, dass die Hilfen für viele nicht reichen würden, ist laut Momentum Institut, dass Teuerung individuell sehr unterschiedlich wirke, „womit die Hilfszahlungen für viele Haushalte nicht ausreichen werden“. Mit der durchschnittlichen Höhe der Hilfszahlungen würden im unteren Einkommensviertel zwischen 25 und 47 Prozent der Haushalte ihre inflationsbedingten Mehrausgaben heuer nicht decken können. Das ärmste Zehntel der Haushalte koste die Inflation heuer im Durchschnitt 1,25 Monatseinkommen. In der unteren Mittelschicht koste sie immerhin noch fast ein gesamtes Monatseinkommen.

Agenda Austria gegen „Gießkanne“

Die wirtschaftsnahe Denkfabrik Agenda Austria hielt dagegen: Es gebe bereits genügend Hilfen, es dürfe nicht mehr „Gießkanne“ geben. Die Bundesregierung habe fürs laufende Jahr bereits Antiteuerungspakete im Ausmaß von 4,7 Mrd. Euro beschlossen. Damit würden alle Haushalte in Österreich entlastet. 90 Prozent der Haushalte bekämen mehr als 1.000 Euro an staatlicher Unterstützung durch die drei Hilfspakete.

Für die einkommensschwächsten 15 Prozent übersteige die Entlastung derzeit den Anstieg der Konsumausgaben durch die Inflation (angenommen bei 7,9 Prozent fürs heurige Jahr), wird auf eigene Berechnungen verwiesen. Für den Herbst wurde zusätzlich eine „Stromrechnungsbremse“ angekündigt, erinnerte die Agenda Austria zudem. „Die Schaffung eines weiteren Antiteuerungswerkzeugs braucht es angesichts der milliardenschweren Entlastungen vorerst nicht“, so die Agenda-Austria-Ökonomen Hanno Lorenz und Jan Kluge.

Chronik

Im Raum Wörthersee ist es gestern Abend zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Ursache waren Schäden an zwei Umspannwerken beim Kraftwerk Forstsee in Techelsberg, hieß es von der KELAG. 9.000 Haushalte rund um den Wörthersee waren betroffen.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

In Biedermannsdorf (Niederösterreich) sind gestern zwei Pkw und ein Linienbus kollidiert. Bei dem Unfall wurden vier Personen verletzt, sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner auf APA-Anfrage.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Kein Spielteilnehmer hat gestern die sechs Richtigen bei Lotto „6 aus 45“ erraten. Im Dreifachackpot werden 2,8 Millionen erwartet.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

1 3 7 30 34 36 / Zusatzzahl: 14

Die Zahlen bei Lotto plus waren:

13 17 23 24 27 31

Zwei Spielteilnehmer hatten den richtigen Joker auf der Quittung, sie erhalten je rund 168.000 Euro.

Der richtige Joker lautet:

0 2 1 9 1 6

Alle Angaben ohne Gewähr

In Marokko sind bei einem der schwersten Busunglücke der vergangenen Jahre mindestens 23 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden weitere 36 Menschen verletzt, als der Bus gestern Früh in einer Autobahnkurve umkippte. Der Unfall ereignete sich östlich der marokkanischen Stadt Casablanca in der Provinz Chouribga. Die Behörden hatten zunächst von 15 Toten gesprochen.

Der Bus war auf dem Weg von Casablanca in die ländliche Region von Ait Attab nahe der Stadt Beni Mellal am Fuße der Gebirgskette Hoher Atlas. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein.

In Marokko und anderen nordafrikanischen Ländern kommt es häufig zu Verkehrsunfällen, oft mit tödlichem Ausgang. Nach Angaben der nationalen Verkehrssicherheitsbehörde gibt es in Marokko im Jahr durchschnittlich 3.500 Tote und 12.000 Verletzte, was im Durchschnitt zehn Toten pro Tag entspricht.

Gesundheit

Der Nutri-Score hilft einer Studie zufolge beim Erkennen von zuckerhaltigen Lebensmitteln und trägt so zu einer gesünderen Ernährung bei. Das berichten Wissenschaftlerinnen der Universität Göttingen. Das Produktlabel wirke irreführenden Angaben zu Zucker entgegen.

Mehr dazu in help.ORF.at

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt nach Meldungen von Impfdurchbrüchen bei Affenpocken davor, das Impfen als Allheilmittel zu betrachten.

Sie betonte, dass noch keine randomisierten, kontrollierten Studien vorliegen, aber die Meldungen legten nahe, dass man sich nicht auf den Impfschutz alleine verlassen sollte, sagte die WHO-Affenpockenexpertin Rosamund Lewis gestern in Genf.

Impfdurchbrüche gemeldet

Impfdurchbrüche würden sowohl bei Menschen gemeldet, die nach einem möglichen Kontakt mit einem Infizierten geimpft wurden, als auch bei jenen, die sich vorsorglich hatten impfen lassen.

Lewis betonte, dass Geimpfte mindestens zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis warten müssten, damit der Stoff seine volle Wirksamkeit entfalten könne, ehe sie sich riskantem Verhalten aussetzen.

Mehr als 90 Prozent der Affenpockenfälle werden bei Männern gemeldet, die häufigen Sex mit wechselnden Partnern haben. Sie rief diese Männer auf, die Zahl ihrer Sexualpartner zu reduzieren und Gruppensex zu vermeiden.

Zwei Dosen

Nach Angaben des deutschen Robert Koch-Instituts (RK) erfolgt eine Grundimmunisierung für Erwachsene, die in der Vergangenheit keine Pockenimpfung erhalten haben, mit zwei Impfstoffdosen Imvanex im Abstand von mindestens 28 Tagen. Bei Menschen, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft worden seien, reiche eine Impfstoffgabe aus.

Der WHO wurden bis heute mehr als 35.000 Affenpockennachweise aus 92 Ländern gemeldet. Zwölf Menschen kamen uns Leben. Innerhalb einer Woche waren es 7.500 Fälle, 20 Prozent mehr als in der Vorwoche.

IT

Der Wohnungsvermittler Airbnb testet in den USA und Kanada den Einsatz eines „Anti-Party-Tools“. Damit soll vermieden werden, dass Personen entgegen der Unternehmensregeln Unterkünfte für Hauspartys mieten und womöglich Schäden hinterlassen.

Airbnb hatte mit Beginn der Pandemie ein weltweites Verbot von Partys und Veranstaltungen in inserierten Unterkünften verhängt und dieses mit Beginn des Jahres aufgrund guter Erfahrungen „bis auf Weiteres“ permanent gemacht. Zwischendurch waren auch Buchungen für mehr als 16 Personen ausgesetzt worden.

Präventives Buchungsverbot

Das System soll laut dem Unternehmen „Hochrisikobuchungen herausfiltern“, die sehr wahrscheinlich für Partys erfolgen. Dabei werden Faktoren wie Bewertungen der Gäste, das Erstellungsdatum von Accounts, die Aufenthaltsdauer, der Wochentag und die Entfernung vom Wohnort berücksichtigt. Sollte das System eine Buchung verweigern, sollen die abgelehnten Gäste stattdessen Unterkünfte mit einem anwesenden Gastgeber oder Hotelzimmer vorgeschlagen bekommen.

Ein ähnliches Filterverfahren werde bereits seit Oktober 2013 in Australien getestet und habe die Zahl der illegalen Partys um mehr als ein Drittel verringert, so die Plattform. Bereits seit 2020 werden Gäste unter 25 gesondert beurteilt.

„FT“ sieht Ähnlichkeiten zu „Minority Report“

Die „Financial Times“ („FT“) verglich die neuen Regeln mit dem Film „Minority Report“, in dem eine „Precrime“-Abteilung durch Visionen präventiv Verbrechen verhindern soll. Airbnb betonte hingegen, man wolle die Plattform „für alle sicher machen“.

Kultur

Zum ersten Mal seit dem Angriff, der den Autor Salman Rushdie beinahe das Leben gekostet hätte, hat sich sein Angreifer Hadi Matar über seine Motive zu Wort gemeldet. In einem gestern veröffentlichten exklusiven Videointerview mit der „New York Post" aus dem Gefängnis äußerte er auch seine Bewunderung für den verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ruhollah Chomeini: „Ich habe Salman Rushdie angegriffen, weil er den Islam und sein Wertesystem hasste.“

Der in New Jersey geborene 24-Jährige erläuterte seinen libanesischen Eltern die Gründe, die ihn dazu veranlassten, Rushdie anzugreifen. „Er hat den Islam, den islamischen Glauben, das Wertesystem angegriffen. Er ist kein guter Mensch. Ich mag ihn überhaupt nicht“, sagte der junge Mann, der am vergangenen Freitag zehnmal auf den Schriftsteller eingestochen hatte, bevor dieser auf einer Veranstaltung in Chautauqua im US-Staat New York zu sprechen begann.

„Satanische Verse“ nicht gelesen

Matar betonte, dass er keinen Kontakt zu den iranischen Revolutionsgarden habe, wie einige Medien in den letzten Tagen behaupteten. Aber er gab zu, Ajatollah Chomeini zu „respektieren“, der 1989 die Fatwa gegen Rushdie erließ: „Ich finde, er ist ein toller Mensch“, sagte Matar bezüglich Chomeini und ließ durchblicken, dass sein Anwalt ihn davor gewarnt hatte, sich in dieser Angelegenheit weiter zu äußern.

Was jedoch aus seinen ersten Worten hervorgeht, ist vor allem das Porträt eines einsamen jungen Mannes, der sich in seinem Schlafzimmer in New Jersey über das Internet und die sozialen Netzwerke radikalisiert hatte, so die „New York Post“. Er sei eher „zufällig“ als aus Überzeugung zum Terroristen geworden. Zumindest wollten er und sein Anwalt den Ermittlern das wahrscheinlich glauben machen, um eine mildere Strafe zu bekommen, so die Meinung von Beobachtern. Matar gab auch zu, dass er mit Rushdies Büchern nicht vertraut war, aber viele Videos von ihm auf YouTube gesehen hatte. „Ich habe nur ein paar Seiten“ der „Satanischen Verse“ gelesen, erklärte er.

Mutter distanziert sich

Die Mutter des mutmaßlichen Angreifers von Autor Salman Rushdie will ihren Sohn einem Bericht der „New York Times“ zufolge nicht unterstützen. „Ich will mit ihm nichts zu tun haben“, sagte die Mutter des 24-jährigen Matar zu der Zeitung, wie es in einem gestern veröffentlichten Artikel hieß.

Diesem zufolge hatte das Blatt die Frau im US-Bundesstaat New Jersey auf der Straße vor ihrem Haus gesprochen. Sie habe ihrem Kind auch nichts zu sagen, wurde die Mutter weiter zitiert. Sie habe aber bestätigt, dass Matar 2018 von einer Reise in den Nahen Osten wesensverändert zurückgekehrt sei und sich zunehmend auf den islamischen Glauben fokussiert habe. Zu der Reise äußerte sich ihr Sohn bei dem Interview mit der „New York Post“ nicht.

Am Wochenende gastiert das Pittsburgh Symphony Orchestra unter seinem Chefdirigenten Manfred Honeck beim Grafenegg Festival. Als Solisten treten mit dem US-amerikanischen Orchester Helene Grimaud und Gautier Capucon im Wolkenturm auf.

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Im Alter von 96 Jahren ist die berühmte japanische Modeschöpferin Hanae Mori gestorben. Die Designerin mit dem Spitznamen „Madame Butterfly“ verstarb vergangene Woche in ihrem Haus in Tokio, wie japanische Medien heute berichteten. Demnach wurde Mori bereits im Kreise ihrer Familie bestattet. Als Todesursache nannten japanischen Medien das „hohen Alter“ der Designerin.

Mori hatte es mit ihren Entwürfen, in denen sie häufig Schmetterlinge und andere japanische Motive verwendete, in den elitären Zirkel der Pariser Haute Couture geschafft. Zu ihren Kundinnen gehörten US-First-Lady Nancy Reagan und Schauspiel-Legende Grace Kelly.

Mori hatte ihre Karriere in der japanischen Hauptstadt Tokio mit Filmkostümen begonnen, bevor sie zunächst nach New York übersiedelte. Ihre erste Kollektion in der US-Metropole nannte sie 1965 „East Meets West“. Mori zog schließlich nach Paris weiter. In der französischen Hauptstadt wurde ihr Modehaus 1977 das erste aus Asien stammende Label, das in den erlesenen Kreis der Haute-Couture-Schneider aufgenommen wurde. 2004 schloss Mori dann ihr Atelier in Paris. Ihre Geschäfte in Tokio blieben aber offen, ihre Parfüms werden nach wie vor weltweit verkauft.

Panorama

Wer den Kilimandscharo besteigt und ein Smartphone mithat, kann seine Abenteuer auf dem höchsten Berg Afrikas fortan auf Twitter, Instagram, WhatsApp und in anderen Internetdiensten teilen: Tansania hat an den Hängen des Kilimandscharo in 3.720 Meter Höhe ein Breitbandnetz eingerichtet. Informationsminister Nape Nnauye bezeichnete die Entwicklung als historisch.

Ohne Internet sei es für Besucher bisher „etwas gefährlich“ gewesen, sagte Nnauye bei der Einweihung des neuen Dienstes am Dienstag , bei der Regierungsbeamte und Touristen anwesend waren. Doch nun würden „alle Besucher (…) bis zu diesem Punkt des Berges mit dem Internet verbunden sein“, erklärte er bei den Horombo-Hütten, einem der Lager auf dem Weg zum Gipfel.

Umstrittener Seilbahnplan

Bis Ende des Jahres werde auch der Gipfel des 5.895 Meter hohen Bergs mit einer Internetverbindung ausgestattet sein, fügte er hinzu.

Im vergangenen Jahr hatte die tansanische Regierung Pläne zum Bau einer Seilbahn auf der Südseite des Kilimandscharo angekündigt und damit für einen Aufschrei bei Bergsteigern, Expeditionsanbietern und Umweltschützern gesorgt.

Der Kilimandscharo ist eine wichtige Einnahmequelle für den Tourismus in Tansania und im Nachbarland Kenia. Jedes Jahr brechen rund 35.000 Menschen zu einer Bergbesteigung auf.