COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 243,6 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Salzburg (361,3), gefolgt von Oberösterreich (345,1). Am niedrigsten ist der Wert im Burgenland (143,9) und in Vorarlberg (148,8).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 3.756 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 3.756 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

11.245 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 1.036 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 227 auf Intensivstationen.

Daten des Krisenstabs in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Müdigkeit, Belastungsintoleranz, Schmerzzustände oder verminderte Muskelkraft können Kennzeichen eines „Long Covid“-Syndroms sein. Das Immunsystem und eine Schädigung der Blutgefäße durch die CoV-Infektion sind offenbar die Ursache. Auch viele junge Patienten leiden daran.

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Seit Mitternacht dürfen die Bezirke Melk und Scheibbs nur mit einem „3-G“-Nachweis verlassen werden. Die Polizei kontrolliert stichprobenartig, gestraft wird in den ersten Tagen nicht. Wer keinen gültigen Nachweis mitführt, wird zurückgeschickt.

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Im Tourismus, in der Kulturbranche, für Freizeitbetriebe und bald auch für den Arbeitsplatz gilt in Österreich die „3-G“-Regel. Die lückenlose Kontrolle mit Identitätsnachweis verursacht immer wieder Staus und Wartezeiten. Ein neues Datenüberprüfungsprogramm aus dem Burgenland soll Abhilfe schaffen.

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Inland

Der Richtungswechsel in Graz ist so gut wie fix: Nachdem die SPÖ als künftige Mehrheitsbeschafferin beschlossen hat, in finale Koalitionsverhandlungen einzusteigen, dürfte Elke Kahr die erste kommunistische Bürgermeisterin der Stadt werden.

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Die in der Inseraten- und Umfragen-Affäre beschuldigte Ex-Familienministerin Sophie Karmasin wird vorerst nicht mehr für das Institut für Höhere Studien (IHS) tätig sein. „Wir haben die Zusammenarbeit ruhend gestellt, bis alle Vorwürfe geklärt sind“, erklärte IHS-Sprecher Paul Glück gegenüber „profil“.

Karmasin fungierte kurz nach dem Ende ihrer Laufbahn als Ministerin als Mitbegründerin eines IHS-eigenen Kompetenzzentrums für Verhaltensökonomik, des Insight Austria. Das Zentrum wurde im Jahr 2018 vom damaligen IHS-Chef und nunmehrigen ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher ins Leben gerufen. Bis vor wenigen Tagen schien Karmasin noch auf der Website von Insight Austria als Konsulentin auf.

Karmasin ist Mitbeschuldigte in der Korruptionsaffäre um Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) – es gilt die Unschuldsvermutung. Die Chat-Enthüllungen deuten darauf hin, dass eine Gruppe von Vertrauten um Kurz bei Karmasins Engagement bei Insight Austria mitgemischt haben könnte.

Die Kommunalpolitikerin Petra Saleh-Agha von der der Impf- und Maßnahmengegner-Partei MFG steht nach einem kontroversen Facebook-Posting in der Kritik. Mit dem Satz „Schämt euch !!!!!! alles Verbrecher“ protestierte sie gegen eine CoV-Impfkampagne oberösterreichischer Spitalsmitarbeiter.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Karl-Heinz Grasser, ehemaliger Finanzminister in Diensten von FPÖ und ÖVP, möchte, dass das gegen ihn ergangene Urteil im BUWOG-Prozess flotter ausformuliert wird, wie der „Standard“ berichtet. Seine Anwälte haben bereits vor einigen Wochen einen entsprechenden Antrag eingebracht. Zuständig ist das Wiener Oberlandesgericht, dessen Entscheidung noch aussteht.

Tatsächlich ist der mündliche Schuldspruch, der Grasser in erster Instanz eine Strafe von acht Jahren zuwies, bereits fast elf Monate her. Der ehemalige Spitzenpolitiker war vom Schöffensenat unter Marion Hohenecker wegen Untreue, Fälschung von Beweismitteln und Geschenkannahme durch Beamte verurteilt worden.

„Außerordentlich große Datenmengen“

Die Richterin arbeite intensiv an der Ausfertigung des Urteils, sagte eine Sprecherin des Straflandesgerichts gegenüber dem „Standard“, es handle sich aber um „außerordentlich große Datenmengen“, wird die Dauer des Urteilschreibens erklärt.

Ein Dreiersenat beim OLG muss nun entscheiden, ob er der Erstrichterin eine vierwöchige Frist setzt. Grassers Anwälte hatten bereits angekündigt, sich wegen der langen Verfahrensdauer auch an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wenden. Alleine die Gerichtsverhandlung hatte fast drei Jahre gedauert.

COV Ausland

Mit neuen Lockdown-Maßnahmen will die rumänische Regierung die jüngste Welle eindämmen. Ab Montag gilt landesweit eine nächtliche Ausgangssperre. Zudem ist für die meisten öffentlichen Veranstaltungen ein Gesundheitspass erforderlich. Schulkinder haben zwei Wochen Ferien. Rumänien hat in diesem Monat Rekordzahlen bei den Infektionen und Todesfällen gemeldet. Die Krankenhäuser arbeiten an der Kapazitätsgrenze. Das Land hat die zweitniedrigste Impfquote in der EU.

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche heute Früh mit exakt 100,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag war der Wert bei 95,1 gelegen, vor einer Woche bei 70,8.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15.145 CoV-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.31 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche war der Wert bei 10.949 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 86 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 75 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.452.425 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl in dem Land mit rund 83 Millionen Einwohnern dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat zum ersten Mal die Sicherheit und Wirksamkeit des Coronavirus-Impfstoffs von Pfizer und Biontech für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren bewertet und festgestellt, dass die Vorteile die Risiken in dieser Altersgruppe überwiegen.

Die FDA veröffentlichte auch Daten von Pfizer, die zeigten, dass der Impfstoff in einer klinischen Studie mit Fünf- bis Elfjährigen eine 90,7-prozentige Wirksamkeit gegen Covid-19 aufwies.

Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, dass die FDA das Vakzin für Kinder genehmigt. Ein Expertenausschuss der Behörde will am Dienstag darüber abstimmen, ob er die Zulassung empfiehlt.

Ausland

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat einen Angriff auf eine Stromleitung für sich reklamiert, der seit Donnerstagabend zu Stromausfällen in der afghanischen Hauptstadt Kabul sowie mehreren Provinzen geführt hat. IS-Kämpfer hätten einen Sprengsatz an einem Strommast im Bezirk Shakardara in der Provinz Kabul gezündet, teilten die Dschihadisten heute via Telegram mit.

Der von den Taliban ernannte Chef des Stromversorgungsunternehmens besichtigte heute den Tatort und forderte die rasche Wiederherstellung der Leitung. Afghanistan deckt große Teile seines Strombedarfs durch Importe aus seinen Nachbarländern, vor allem aus Usbekistan.

Die militant-islamistischen Taliban haben die Sunnitenmiliz IS seit ihrem Auftauchen in Afghanistan Anfang 2015 bekämpft. Seit der Machtübernahme der Taliban im August hat der IS zahlreiche tödliche Anschläge verübt, vor allem auf Sicherheitskräfte der ebenfalls sunnitischen Taliban und Religionsstätten der Schiiten.

In diesem Monat bekannte sich der IS auch zu zwei großen Bombenanschlägen im Norden und Süden des Landes, bei denen mindestens hundert Zivilisten getötet wurden. Angriffe auf die Stromversorgung nennt der IS Teil seines „Wirtschaftskrieges“.

Hollywood-Star Richard Gere wird als Zeuge bei einem in Palermo laufenden Prozess gegen Italiens Ex-Innenminister Matteo Salvini aussagen. Das wurde heute von einem Gericht in der sizilianischen Hauptstadt beschlossen.

Die spanische NGO Open Arms will Gere als Zeuge befragen, weil er im August 2019 das von Salvini mit rund 150 Migrantinnen und Migranten an Bord auf dem Mittelmeer blockierte Rettungsschiff „Open Arms“ besucht und dabei zur Unterstützung für die Seenotretter aufgerufen hatte.

Vor Gericht werden als Zeugen auch Ex-Premier Giuseppe Conte, Innenministerin Luciana Lamorgese, Außenminister Luigi Di Maio sowie zwei Ex-Minister und Maltas Ex-Premier Joseph Muscat aussagen, beschloss das Gericht. Das Verfahren wurde auf den 17. Dezember vertagt.

Dem Chef der rechten Regierungspartei Lega wird vorgeworfen, der „Open Arms“ im August 2019 einen sicheren Hafen verwehrt zu haben. Salvini muss sich wegen Amtsmissbrauchs und Freiheitsberaubung verantworten. Bei einer Verurteilung könnten ihm bis zu 15 Jahre Haft drohen.

Umwelt & Klima

Der britische Konferenzpräsident Alok Sharma erwartet für den Weltklimagipfel COP26 „definitiv schwierigere“ Gespräche als beim bahnbrechenden Abkommen von Paris 2015. „Es war brillant, was sie in Paris gemacht haben“, sagte er dem „Guardian“ (Samstag-Ausgabe) – aber „viele der detaillierten Regeln wurden für die Zukunft aufgeschoben“.

Sharma verglich die Situation mit dem Ende einer Prüfungsarbeit: „Die schwierigsten Fragen sind noch übrig, und die Zeit läuft uns davon.“

Im schottischen Glasgow werden vom 31. Oktober an mehr als 120 Staats- und Regierungschefs sowie rund 25.000 Delegierte erwartet. Es handelt sich um die größte Klimakonferenz seit dem Pariser Treffen, sie wird als entscheidend für die Festlegung weltweiter Emissionsziele zur Verlangsamung der Erderwärmung angesehen.

Im Zuge des Pariser Abkommens haben sich 197 Länder darauf geeinigt, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen. Dafür sollen die Regierungen nationale Klimaschutzpläne vorlegen.

Maßnahmen reichen nicht

Die bisher angekündigten Maßnahmen reichen nach Einschätzung der UNO allerdings nicht, um das Ziel von Paris zu erreichen. Die Verschärfung der nationalen Klimaschutzpläne wird ein wichtiger Bestandteil der Verhandlungen in Glasgow sein.

Sharma wies darauf hin, dass der weltgrößte Verursacher von Treibhausgasen, China, noch keinen verbesserten Plan vorgelegt habe. Das Land habe aber im Juli versprochen, dies bis zur Konferenz zu tun. Der chinesische Präsident Xi Jinping sowie der russische Staatschef Wladimir Putin wollen nicht persönlich nach Glasgow kommen. Sie lassen sich von Diplomaten vertreten.

Wirtschaft

Bei der Antidiskriminierungsstelle Steiermark häufen sich Beschwerden über Kfz-Haftpflichtversicherungen. Diese würden für Seniorinnen und Senioren oft spürbar teurer werden. Die Versicherungen rechtfertigen das mit der steigenden Unfallhäufigkeit älterer Verkehrsteilnehmer, für die Antidiskriminierungsstelle liegt Altersdiskriminierung vor.

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Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit der Republik Österreich erneut auf der zweitbesten Note „AA+“ mit stabilem Ausblick belassen. Zuletzt hatte die Agentur im Mai das Österreich-Rating bestätigt.

Österreich profitiere „von einer geringen Verschuldung des Privatsektors und soliden Außenfinanzen“ sowie „starken politischen und sozialen Institutionen“, heißt es in der gestern Abend veröffentlichten Begründung von Fitch.

Belastet werde das Rating von der gegenüber vergleichbaren Ländern hohen Verschuldung Österreichs. „Der stabile Ausblick spiegelt unsere Erwartung wider, dass die Staatsverschuldung nach dem starken Anstieg im letzten Jahr bereits in diesem Jahr wieder einen allmählichen Abwärtstrend aufweist“, so die Ratingagentur.

Risikofaktor Neuwahlen

Auch der Rücktritt von Sebastian Kurz (ÖVP) als Bundeskanzler ist Thema für Fitch. Die rasche Ernennung von Alexander Schallenberg zum Bundeskanzler verringere zwar die Wahrscheinlichkeit von vorgezogenen Neuwahlen, doch die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft könnten die Spannungen innerhalb der Koalition erhöhen.

„Vorgezogene Wahlen würden Unsicherheit über die Zusammensetzung einer künftigen Koalitionsregierung bringen und könnten Risiken für den finanzpolitischen Ausblick und die Umsetzung des kürzlich angekündigten Steuerreformplans darstellen“, schreibt die Ratingagentur.

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) zeigte sich über die Bestätigung von Fitch erfreut. „Mit diesem Rating ist der budgetäre Kurs Österreichs heuer von den wichtigsten Ratingagenturen bestätigt worden“, sagte Blümel heute. Vor dem Hintergrund der Krise und der damit verbundenen gestiegenen Schuldenquote sei das „nicht selbstverständlich“.

Sport

In den ersten Trainings für den Grand Prix der USA in Austin am Sonntag (21.00 Uhr, live in ORF1) ist es nicht nur aufgrund der Temperaturen in Texas heiß hergegangen. Denn die Rivalen um den WM-Titel, Max Verstappen und Lewis Hamilton, kamen sich bereits im zweiten Freien Training auf der Start-Ziel-Geraden gefährlich nahe. Ein Umstand, der vor allem den Niederländer auf die Palme brachte und seinen Mittelfinger zum Hauptdarsteller des Tages machte.

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Österreichs Fußballerinnen haben auch im dritten Spiel der WM-Qualifikation ihre Pflicht als Favoritinnen erfüllt. Nach klaren Siegen in Lettland und Nordmazedonien setzte sich die Auswahl von Teamchefin Irene Fuhrmann gestern Abend in Wiener Neustadt auch gegen Luxemburg klar mit 5:0 (2:0) durch. Nach Anlaufschwierigkeiten brachte einmal mehr Torjägerin Nicole Billa kurz vor der Pause die österreichische Torlawine ins Rollen.

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Chronik

Ein junger Drogenlenker ist gestern Abend durch Wien gerast. Bei der Verfolgungsjagd mit der Polizei verursachte der 26-Jährige schließlich im Bezirk Penzing einen Unfall, bei dem die Lenkerin eines anderen Pkw leicht verletzt wurde.

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Eine 57-jährige Villacherin wurde um Tausende Euro betrogen. Eine angebliche Microsoft-Mitarbeiterin rief die Frau am Donnerstag an und gab an, dass ihr Laptop von Viren befallen sei. Die Frau gewährte der Anruferin daraufhin Fernzugriff auf ihren Laptop.

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Fahrgäste sowie Lenkerinnen und Lenker haben zuletzt über eine zunehmende Zahl an Taxis geklagt, deren Legalität nicht eindeutig zu erkennen gewesen sei. Die Taxiinnung ruft zur Vorsicht auf, Fahrgäste in einem illegalen Taxi sind nicht versichert.

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Auf Sizilien ist der Vulkan Ätna erneut ausgebrochen. In den frühen Morgenstunden sei eine erhöhte Aktivität gemessen worden, teilte das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie heute mit. Auf Fotos war zu sehen, wie Lava und Asche aus dem Krater auf der Südostseite drangen. Die graue Rauchsäule stieg weit in den Himmel auf. Meldungen über größere Schäden gab es zunächst nicht, stellenweise wurde über herabregnende Asche berichtet.

Der mehr als 3.350 Meter hohe Ätna ist in diesem Jahr bisher sehr aktiv gewesen. Seit Mitte Februar brach er regelmäßig und teils spektakulär aus. Für die Menschen in der Umgebung ist die herabregnende Asche oft ein Problem, auch der Flughafen in der Stadt Catania am Fuße des Ätna musste in der Vergangenheit schon den Betrieb zeitweise einstellen, weil die Start- und Landebahn verschmutzt war. Die Regierung Siziliens sicherte den Kommunen im September zwei Millionen Euro Hilfsgelder für die Ascheschäden zu.

Der Landwirtschaftsverband Coldiretti sprach heute davon, dass der „Alptraum“ auf die sizilianischen Äcker zurückkehre. Die Asche sorge für Schäden auf den Anbauflächen. Es brauche Normen, die die Landwirte schützten. Die Reinigung der Äcker brauche Zeit, Wasser und dadurch enormen Arbeitseinsatz zu nicht tragbaren Kosten.

Bei der Arbeit an einem Western hat Hauptdarsteller Alec Baldwin die Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer Requisitenwaffe am Donnerstag offenbar versehentlich erschossen. Der 42-Jährigen war eine große Zukunft in einer männerdominierten Branche vorausgesagt worden.

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Der steirische Schauspieler Swen Temmel war in unmittelbarer Nähe, als der Unfall passierte.

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Beim Brand in einem Wohnhaus in der nordbosnischen Stadt Brcko sind heute Früh sechs Menschen ums Leben gekommen. Eine nicht näher genannte Zahl von Bewohnerinnen und Bewohnern erlitt Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht, wie der lokale Fernsehsender Hit TV berichtete.

Die Feuerwehren konnten vier Kinder im Obergeschoß des Hauses retten. Die Brandursache ist bisher nicht bekannt. Ersten Erkenntnissen der Behörden zufolge starben die Opfer an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Brcko übernahm die weiteren Ermittlungen.

Kultur

Die österreichische Hardrockszene trauert um ein Urgestein: Hannes „Fusel“ Bartsch, Gründungsmitglied und Gitarrist der Wiener Hardrockband Blind Petition, ist tot. Er starb am Donnerstag 64-jährig, wie die Band auf Facebook bekanntgab. Todesursache wurde keine bekannt.

Bartsch gründete die Band 1974, doch es sollte bis in die 1980er Jahre dauern, bis sich so etwas wie Erfolg einstellte. Gemeinsam mit der Tiroler Band No Bros, mit der man in durchaus offener Feindschaft verbunden war, galten Blind Petition als Vorreiter der heimischen Hardrockszene. Die Band war fortan mit Genregrößen auf gemeinsamer Bühne zu sehen, Tourneen führten auch nach Deutschland sowie in die damalige Sowjetunion.

Zwar setzte Ende der 80er Jahre der große Exodus bei der Band ein, ein Gründungsmitglied nach dem anderen – außer Bartsch – verließ die Band, aktiv blieb man trotzdem: Trotz hoher Fluktuation der Mitglieder spielte die Band regelmäßig Konzerte und veröffentlichte in loser Reihenfolge auch Alben, zuletzt 2017 eine Unplugged-CD. Ein für November angekündigtes Konzert soll trotz des Todesfalls stattfinden.

Die norwegische Hauptstadt Oslo ist um eine Attraktion reicher: Gestern Abend wurde in Nachbarschaft zur Oper das neue Munch-Museum eröffnet, in dem die Meisterwerke des bedeutenden norwegischen Malers Edvard Munch (1863–1944) präsentiert werden.

Munch Museum in Oslo
Reuters/Ntb

„Edvard Munch gehört uns allen“, sagte König Harald, der das Gebäude offiziell eröffnete. „In der ganzen Welt haben die Menschen eine Beziehung zu Munchs Kunst. In seinen Bildern erkennen wir uns selbst, unsere eigenen Licht- und Schattenseiten“, sagte der 84-Jährige. Das Durchschneiden des roten Bandes überließ er der Kunstkennerin Königin Sonja.

Sammlung zählt 42.000 Objekte

Munch, der vor allem mit seinem Motiv „Der Schrei“ weltberühmt wurde, hat der Stadt Oslo während des Zweiten Weltkriegs rund 27.000 Kunstwerke vermacht. Insgesamt verwaltet das Museum eine Sammlung von 42.000 Objekten, darunter neben Munchs Gemälden auch Zeichnungen, Drucke, Skulpturen und Fotografien.

Ausstellungsansicht des Munch Museums in Oslo
Reuters/Ntb

Im alten und weitaus kleineren Munch-Museum im Stadtteil Töyen konnte nur ein Bruchteil davon gezeigt werden, weshalb sich die Norweger zum Bau des neuen Museums entschlossen. Ursprünglich sollte das Haus schon vor einem Jahr eröffnet werden, doch die Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung.

13 Etagen, 26.000 Quadratmeter

Nun ist das unmittelbar neben der spektakulären Osloer Oper liegende Museum offen – und bietet für das Werk von Munch ausreichend Platz: Es hat 13 Etagen und eine Bruttofläche von 26.000 Quadratmetern. Sieben Etagen mit 4.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind dabei der Kunst vorbehalten.

Auch architektonisch ist das 58 Meter hohe Bauwerk etwas Besonderes: Der obere Teil des 300 Millionen Euro teuren Hauses hat einen Knick – „eine respektvolle Verbeugung vor der Oper, der Stadt und der Kunst an sich“, wie Museumsdirektor Stein Olav Henrichsen vorab erklärte. Die Form ähnelt dem elften Buchstaben des griechischen Alphabets, die Architekten haben dem Projekt deshalb den Namen Lambda gegeben.

Nach mehr als eineinhalb Jahren pandemiebedingter Schließung wird am 2. November 2021 die Schatzkammer im Wiener Deutschordenshaus ihre Kunstwerke der breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich machen. Darin sind etwa gotische Altarbilder, liturgische Gegenstände und Insignien des auf die Ritterzeit zurückgehenden Deutschen Ordens zu sehen.

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Science

Mindestens 90.000 Menschen haben die Nationalsozialisten im KZ Mauthausen ermordet. Eine bisher noch wenig erforschte Gefangenengruppe sind afroeuropäische Menschen. Eine neue Studie zeigt nun, dass es 405 von ihnen gab – manchen von ihnen könnte die Hautfarbe sogar das Leben gerettet haben.

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Leute

US-Schauspieler Harrison Ford im Glück: Auf der italienischen Insel Sizilien hat ein Anrainer die verloren gegangene Kreditkarte des 79-Jährigen gefunden und bei der Polizei abgegeben. Der Hollywood-Star sei derzeit wegen Dreharbeiten auf der beliebten Urlaubsinsel, teilte die italienische Polizei heute auf Facebook mit. Dem Fernsehsender RAI zufolge handelt es sich um Arbeiten für den neuen „Indiana-Jones“-Film.

Zum Fund der Karte kam es laut Nachrichtenagentur ANSA bereits am Donnerstagnachmittag. Die Beamten im Badeort Mondello, einem Vorort der sizilianischen Hauptstadt Palermo, machten Ford nach eigenen Angaben rasch ausfindig und gaben ihm die Karte zurück. Er sei überrascht und erleichtert gewesen. Auf einem Foto war der US-Amerikaner mit drei Beamten zu sehen, in der Hand hielt er seine schwarze Kreditkarte.

Lifestyle

Ihre „Magic Moments“ haben die sieben Tanzpaare gestern Abend mit Jury und Publikum geteilt – und damit für viele zauberhafte Augenblicke gesorgt. Zur Halbzeit der heurigen „Dancing Stars“-Staffel konnten sechs Paare überzeugen, für Austropop-Legende Boris Bukowski und Julia Burghardt reichte es am Ende aber nicht.

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