COV Inland

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich auf verlängerte Öffnungszeiten an den wichtigsten Einkaufstagen vor Weihnachten geeignet: Am 8. Dezember, dem katholischen Feiertag Mariä Empfängnis, können die Geschäfte demzufolge von 9.00 bis 19.00 Uhr offenhalten.

Bisher waren die Öffnungszeiten am 8. Dezember auf 10.00 bis 18.00 Uhr begrenzt. An den zwei verbleibenden Einkaufssamstagen vor Weihnachten, 12. und 19. Dezember, können die Händler eine Stunde länger als üblich bis 19.00 Uhr offen halten, teilten die Sozialpartner heute Abend mit.

Damit die Erweiterung der Öffnungszeiten möglich ist, haben sich die Gewerkschaft GPA und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) auf eine Ergänzung zum bestehenden Kollektivvertrag für die Angestellten und Lehrlinge im Handel geeinigt – für die Samstag-Öffnung bedarf es noch einer entsprechenden Verordnung des Arbeitsministeriums. Die Arbeitszeit von 18.00 bis 19.00 Uhr am 8., 12., und 19. Dezember ist jeweils eine Überstunde für die Angestellten, dafür erhalten sie einen 100-prozentigen Gehaltszuschlag.

In Annaberg-Lungötz (Salzburg) ist heute der zweitägige Massentest zu Ende gegangen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung nahm daran teil. Dabei wurden insgesamt zwei Infektionen festgetellt. Unabhängig von den Massentests gibt es in Annaberg allerdings sechs Neuinfektionen.

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Die neuen Beschränkungen für die Wiedereinreise nach Österreich rund um die Weihnachtsfeiertage werden ab 19. Dezember gelten. Das teilte das Innenministerium heute Nachmittag mit. In Kraft sein sollen sie bis 10. Jänner.

Die Beschränkungen gelten für Einreisende, die aus Staaten mit einer 14-Tages-Inzidenz von mehr als 100 (pro 100.000 Einwohner) nach Österreich kommen. Sie müssen ab 19. Dezember zehn Tage in Quarantäne und können sich nach fünf Tagen freitesten.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nun bei 311 (Stand: heute, 14.00 Uhr). Das ist wie schon in den vergangenen Tagen ein weiterer Rückgang. Weiter über einem Wert von über 400 liegt die 7-Tage-Inzidenz in Salzburg (479) und Kärnten (453). Den niedrigsten Wert hat Wien mit 209.

Landesweit starben laut AGES bisher 3.329 Personen an den Folgen von Covid-19. Derzeit befinden sich 4.482 Erkrankte in Spitalsbehandlung, 691 davon auf der Intensivstation.

Die AGES hatte vor einiger Zeit auf ein neues Berichtsschema umgestellt. Damit zeigen alle Werte die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In einer neuen Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien: 3.972 Neuinfektionen

Die Zuordnungen machen die Kurve des Epidemieverlaufs genauer. Die Zahlen unterscheiden sich aber von den bisher gern als Kennwert verwendeten Zahlen der neu gemeldeten Infektionen, die vom Innen- und Gesundheitsministerium jedoch weiterhin kommuniziert werden. Das waren 3.972 neu Infizierte (Stand: heute, 9.30 Uhr).

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung für die Umstellung und die neue, genauere Zählweise in ORF.at/corona

Die Verlängerung der Schließungen von Gastronomie und Hotellerie wird von finanziellen Hilfen seitens des Staates begleitet. Konkret kündigte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) heute eine Verlängerung des Umsatzersatzes bis Jahresende an. Auch für die Kultur, die großteils geschlossen bleibt, soll es weiter Unterstützung geben.

„Für den Zeitraum der verlängerten Schließung im Dezember 2020 werden den betroffenen österreichischen Unternehmen 50 Prozent ihres Umsatzes ersetzt“, teilte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Nachmittag bei einer Pressekonferenz mit.

Die Entspannung bei den Infektionszahlen erfolge „nicht schnell genug“. Daher gibt es laut Kogler für Veranstaltungen „bis 7. Jänner keine Perspektive. Danach werden wir schauen und in zwei Wochen bekanntgeben, wie es weitergehen kann.“ Der harte Lockdown habe Wirkung gezeigt, aber die Infektionszahlen seien noch immer hoch, sodass man nur „sehr behutsam Öffnungsschritte setzen“ könne, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Die von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen ab 7. Dezember bedeuten das Aus für Punschstände und Christkindlmärkte. Es dürfen keine offenen alkoholischen Getränke per Abholung verkauft werden, hieß es heute in der Pressekonferenz der Regierung. Die bereits aufgebauten Märkte werden nun wieder abgebaut, allen voran der Christkindlmarkt auf dem Wiener Rathausplatz.

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Inland

Nicht nur ausländische Behörden sollen das Bundesamt für Verfassungsschutz vor dem späteren Attentäter von Wien gewarnt haben, sondern auch das österreichische Heeresnachrichtenamt. Das Innenministerium dementierte allerdings den Bericht der Rechercheplattform Zackzack.

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COV Ausland

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Frankreich hat scharfe Kritik am Coronavirus-Krisenmanagement im Land geübt. Die Regierung habe das „Risiko unterschätzt“ und „schwach durch die Krise geführt“, erklärten Ausschussmitglieder heute nach rund sechsmonatigen Anhörungen von Verantwortlichen in Paris.

Mit insgesamt mehr als 53.000 Coronavirus-Todesfällen sei das rund 67 Millionen Einwohner und Einwohnerinnen zählende Frankreich „auf dem vierten Platz der am stärksten betroffenen Länder Europas“, sagte der Berichterstatter Eric Ciotti von der konservativen Oppositionspartei Les Republicains von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy.

Der U-Ausschuss der Nationalversammlung rügte insbesondere die „widersprüchlichen Aussagen“ zur Wirksamkeit von Masken während der ersten CoV-Welle im Frühjahr und „Fehler bei der Teststrategie“. Zudem habe die Zentralregierung in Paris ihre Maßnahmen nicht ausreichend mit lokalen oder regionalen Vertretern abgestimmt.

Klage vor Menschenrechtsgericht

Die Ausschussmitglieder verabschiedeten ihren Bericht gegen die Stimmen der Regierungspartei La Republique en Marche (LREM) von Präsident Emmanuel Macron. Ein Regierungssprecher verwies darauf, dass die Pandemie nicht nur Frankreich, sondern „Länder in der gesamten Welt“ vor große Schwierigkeiten gestellt habe.

Zum Umgang Frankreichs mit der CoV-Krise wird morgen unterdessen eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg erwartet. Ein Franzose hat wegen der aus seiner Sicht mangelhaften Ausstattung von Ärzten und Pflegern mit Schutzmasken geklagt.

Zudem wirft er der Regierung vor, den umstrittenen Wirkstoff Hydroxychloroquin nicht zur generellen Behandlung freigegeben zu haben. Wissenschaftliche Studien kamen überwiegend zu dem Schluss, das Mittel sei gegen CoV nicht geeignet.

Als erstes westeuropäisches Land erlaubt Großbritannien die Impfungen gegen das neuartige Coronavirus. Die britische Gesundheitsbehörde MHRA erteilte am Mittwoch die weltweit erste Notfallzulassung für den Coronavirus-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer. Der Impfstoff stehe ab der kommenden Woche zur Verfügung, teilte das Gesundheitsministerium in London mit.

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Russland will Ende nächster Woche mit ersten Massenimpfungen gegen das Coronavirus beginnen. Dafür sollten zwei Millionen Dosen des russischen Vakzins Sputnik V eingesetzt werden, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin heute bei einer Onlinekonferenz der Staatsagentur TASS zufolge. „Das gibt uns die Möglichkeit, mit großangelegten Impfungen zu starten.“ Das reicht für eine Million Menschen, weil jeweils zwei Impfungen nötig sind.

Sputnik V war Mitte August trotz Bedenken internationaler Forscher als weltweit erster Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden. Die Freigabe erfolgte vor der wichtigen Testphase III, bei der an vielen Freiwilligen Wirksamkeit und Nebenwirkungen getestet werden. Diese Testreihe läuft seit gut dreieinhalb Monaten. Daran beteiligen sich auch Länder außerhalb Russlands wie Weißrussland und Venezuela.

„Erster Schritt“

Putin sagte anlässlich der Eröffnung neuer medizinischer Zentren des Verteidigungsministeriums, die Produzenten des Wirkstoffes und die medizinischen Einrichtungen seien bereit für die Impfungen. „Machen wir diesen ersten Schritt.“ Russland hat bereits einen zweiten Impfstoff registriert, ein dritter ist in der Entwicklung.

Das flächenmäßig größte Land der Erde mit seinen rund 345 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern kämpft seit Monaten mit dramatisch steigenden Neuinfektionen. Zuletzt kamen der offiziellen Statistik zufolge 25.345 neue Fälle hinzu. Die Behörden meldeten zudem mit 589 Toten einen neuen Tageshöchstwert. Demzufolge sind bisher mehr als 41.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

ZIB2

Die Regierung hat heute Regeln für die Zeit nach dem Lockdown präsentiert. Der Handel sperrt wieder auf, die Unterstufen haben Präsenzunterricht, Hotels und Gastronomie bleiben aber zu. Zu den Lockerungen ist Bundeskanzler Kurz live zu Gast in der ZIB2.

Quarantänepflicht bei Einreise aus Corona-Risikogebieten

Personen, die aus Risikogebieten nach Österreich reisen, müssen sich zehn Tage in Quarantäne begeben. Derzeit sind alle Nachbarländer betroffen. Was das für die Weihnachtsferien bedeutet, recherchieren Stefanie Leodolter und Katja Winkler.

Hongkonger Aktivist Joshua Wong zu Haftstrafe verurteilt

Der prominente Demokratie-Aktivist Joshua Wong und zwei seiner Mitstreiter in Hongkong sind für das Organisieren eines Protests zu monatelangen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Claudia Lind berichtet.

ZIB2 mit Armin Wolf, 22.00 Uhr, ORF2

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Textfassung: Zeit im Bild

Ausland

Der ungarische Politiker und EU-Abgeordnete Jozsef Szajer ist aus der regierenden rechtsnationeln FIDESZ-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban ausgetreten, nachdem er von einer verbotenen Lockdown-Party in Brüssel geflohen war. Das teilte Orban heute Nachmittag in einer offiziellen Stellungnahme der Regierung mit. „Die Handlungen unseres Stellvertreters, Jozsef Szajer, sind mit den Werten unserer politischen Familie unvereinbar“, sagte Orban.

Szajer hatte am Freitag an einer verbotenen Party in einem Club in Brüssel teilgenommen. Das gab der langjährige enge Vertraute Orbans gestern in einer Aussendung zu. Nachdem die belgische Polizei laut Medienberichten die verbotene Orgie mit Drogen, Sex und Alkohol in einer bekannten Bar der Brüsseler Schwulenszene sprengte, versuchte Szajer über eine Dachrinne zu fliehen, wurde jedoch gefasst. Die Staatsanwaltschaft wolle nach Aufhebung der parlamentarischen Immunität ein Verfahren gegen den Politiker einleiten.

Orban würdigt Szajer

Orban würdigte Szajer, bezeichnete seine Tat aber als inakzeptabel: „Wir werden seine dreißigjährige Arbeit weder vergessen noch ablehnen, aber seine Tat ist inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen. Danach traf er die einzig angemessene Entscheidung, als er sich entschuldigte und von seiner Position als Mitglied des Europäischen Parlaments zurücktrat und FIDESZ verließ.“

Der Druck auf Orban und seine Regierung, sich zu äußern, war offenbar im Lauf des Tages gestiegen. Zuvor hatte die Regierung noch mit einem knappen „kein Kommentar“ versucht, die Sache auf sich beruhen zu lassen.

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Auch Diplomat aus Estland bei Party

An der illegalen Party hatte auch ein Diplomat aus Estland teilgenommen. Das Außenamt in Tallinn bestätigte estnischen Medien, dass der Staatsvertreter nach eigenen Angaben bei der Feier am Freitagabend gewesen war und wegen eines Verstoßes gegen Coronavirus-Auflagen festgenommen worden war.

Obgleich der Diplomat als Privatperson an der Versammlung teilgenommen habe, sei es „bedauerlich“, dass die Person nicht die geltenden Beschränkungen in Belgien eingehalten habe, sagte Ministeriumssprecherin Aari Lemmik. Nähere Angaben zu dem Vorfall machte sie nicht.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat seinen Willen zu einer Rückkehr zum internationalen Atomabkommen mit dem Iran als Startpunkt für neue Verhandlungen bekräftigt. „Es wird schwierig werden, aber ja“, sagte Biden der „New York Times“ („NYT“) in einem heute veröffentlichten Interview.

Nach einer Rückkehr zu dem 2015 vereinbarten Abkommen solle es Verhandlungen über Folgeabkommen geben, um die Atombeschränkungen gegen den Iran zu „verschärfen und zu verlängern“, sagte Biden, der das Präsidentenamt am 20. Jänner antreten wird. Dabei solle es dann auch um das iranische Raketenprogramm gehen.

Biden hatte im Wahlkampf angekündigt, die USA in das Atomabkommen zurückzuführen, sobald Teheran sich wieder an die Vereinbarung hält. Dann sollten auch Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Unter Präsident Donald Trump waren die USA im Mai 2018 einseitig aus dem Vertrag ausgetreten und hatten neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Teheran rückte in der Folge schrittweise von dem Abkommen ab und fuhr die Urananreicherung hoch.

„Das verdammt noch mal Letzte, was wir brauchen“

Biden sagte nun der „NYT“, es gebe zwar auch Probleme mit dem iranischen Raketenprogramm und weiteren Aktivitäten des Landes, „die die Region destabilisieren“. Der „beste Weg, um etwas Stabilität in der Region zu erreichen“, sei es aber, sich zunächst mit dem Atomprogramm zu befassen.

Sollte der Iran an Atomwaffen gelangen, würde das auch Saudi-Arabien, die Türkei und Ägypten unter Druck setzen, sich solche Waffen zu beschaffen, warnte der frühere Vizepräsident. „Und das verdammt noch mal Letzte, was wir in diesem Teil der Welt brauchen, ist ein Aufbau atomarer Fähigkeiten.“

In Trumps Amtsjahren hatten sich die Spannungen zwischen Washington und Teheran stark verschärft. Biden hofft nun auf eine Rückkehr zu mehr Diplomatie und internationale Kooperation. Zuletzt gab es allerdings Sorgen, die gezielte Tötung des hochrangigen iranischen Atomphysikers Mohsen Fachrizadeh könnte das erschweren.

Strafzölle gegen China sollen vorerst bleiben

Der Iran beschuldigte Israel und die Exiloppositionsgruppe Volksmudschaheddin, hinter dem Attentat zu stecken. Der iranische Präsident Hassan Rouhani machte auch die USA verantwortlich.

Mit Blick auf China sagte Biden der „NYT“, er werde zunächst nicht die von Trump verhängten Strafzölle abschaffen. „Ich werde keine sofortigen Schritte unternehmen, und das betrifft auch die Zölle“, sagte der 78-Jährige. „Ich werde nicht meine Optionen einschränken.“

Er wolle zunächst das von Trump mit China ausgehandelte Teilhandelsabkommen genau prüfen und mit den Verbündeten der USA in Europa und Asien beraten, sagte Biden. Dann könne eine „schlüssige Strategie“ zum Umgang mit Peking entwickelt werden.

Die monatelangen Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den radikalislamischen Taliban sind einen zentralen Schritt vorangekommen. Erstmals seit dem Ausbruch des Krieges vor 19 Jahren unterzeichneten beide Seiten nach eigenen Angaben ein schriftliches Abkommen.

In der vorläufigen Vereinbarung wird der Weg für weitere Gespräche festgeschrieben, in denen es um konkretere Themen gehen soll, etwa eine Waffenruhe. „Dieser Durchbruch sollte ein Sprungbrett sein, um den von allen Afghanen gewünschten Frieden zu erreichen“, schrieb die Afghanistan-Gesandte der Vereinten Nationen, Deborah Lyons, heute auf Twitter.

Beide Seiten haben monatelang in Katars Hauptstadt Doha Gespräche geführt. Die Taliban lehnten es ab, bereits in dieser Vorbereitungsphase der Verhandlungen einer Feuerpause zuzustimmen. Sie wollten das Thema erst angehen, wenn klar sei, wie die nächste Phase der Gespräche aussehen solle.

Die nun getroffene Vereinbarung macht dafür den Weg frei. In dem dreiseitigen Abkommen hätten beide Seiten „Regeln und Verfahren für ihre Verhandlungen über eine politische Roadmap und einen umfassenden Waffenstillstand“ festgelegt, sagte der Sonderbeauftragte der USA, Zalmay Khalilzad.

Griechenlands älteste Holocaust-Überlebende ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Esther Cohen sei aufgrund ihres „hohen Alters“ gestorben, sagte ein Vertreter der jüdischen Gemeinde von Cohens Heimatstadt Ioannina im Nordwesten Griechenlands heute. Cohen war 20 Jahre alt, als sie und andere Juden der Stadt 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau in Polen gebracht wurden.

Von den rund 2.000 aus Ioannina deportierten Juden überlebten nur 110 den Holocaust. Cohen sah ihre Eltern und andere Familienmitglieder an den Toren von Auschwitz zum letzten Mal.

2014 traf sie mit dem damaligen deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck während dessen Besuch in Ioannina zusammen. Gauck bat die Holocaust-Überlebende unter Tränen um Vergebung für die Gräueltaten der Nazis. Das Foto des Treffens ging um die Welt.

Knapp sieben Monate nach ihrer Bildung steuert die Regierung in Israel auf ihr Aus zu. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte heute in Jerusalem in einer vorläufigen Abstimmung für ein Gesetz zur Auflösung der Knesset. Vertreter des an der Regierung beteiligten Mitte-Bündnisses Blau-Weiß von Verteidigungsminister Benni Ganz votierten dabei mit der Opposition.

Das könnte das Ende der Koalition von Blau-Weiß mit dem rechtskonservativen Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einläuten und Neuwahlen nötig machen – inmitten der Coronavirus-Krise und neuer Spannungen mit dem Iran.

Es handelte sich nur um eine vorläufige Abstimmung, für die endgültige Auflösung der Knesset wären drei weitere Lesungen des von der Opposition initiierten Gesetzes notwendig. Es bliebe also noch Zeit, koalitionsinterne Konflikte wie den Haushaltsstreit beizulegen.

Ganz hat gesagt, dass nur die Billigung des Budgets in drei Lesungen bis zum 23. Dezember eine Neuwahl verhindern kann. Bis zu dem Tag muss der Haushalt stehen, andernfalls löst sich die Knesset automatisch auf. Eine Neuwahl müsste 90 Tage später stattfinden.

Das oberste Gericht der Slowakei hat den Mörder des slowakischen Investigativjournalisten Jan Kuciak heute zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.

Wie Gerichtssprecherin Alexandra Vazanova laut dpa bestätigte, ist dieses Urteil der Berufungsinstanz gegen den Ex-Soldaten Miroslav Marcek rechtskräftig und kann nicht mehr angefochten werden. Er hatte im Jänner 2020 gestanden, Kuciak und dessen Verlobte Martina Kusnirova im Februar 2018 durch Schüsse in Kopf und Brust getötet zu haben.

Das Höchstgericht korrigierte mit seiner Entscheidung ein milderes Urteil des für organisierte Kriminalität zuständigen Sondergerichts in Pezinok bei Bratislava. Die dortigen Richter hatten Marcek im April zu 23 Jahren verurteilt, weil sie ihm als mildernd anrechneten, dass er geständig war und den Ermittlern wertvolle Informationen zu vermutlichen Auftraggebern lieferte.

Die Staatsanwaltschaft beharrte hingegen wegen der Schwere des Verbrechens auf der Höchststrafe und setzte diese nun im Berufungsverfahren durch.

EU

Die von der EU geplanten Coronavirus-Hilfen könnten nach Einschätzung der zuständigen Experten auch dann fließen, wenn Ungarn und Polen an der Blockade von EU-Haushaltsentscheidungen festhalten. Wie ein ranghoher EU-Beamter heute in Brüssel erklärte, wäre es möglich, die für die Hilfen veranschlagten 750 Milliarden Euro ohne Beteiligung der beiden Länder an den Finanzmärkten aufzunehmen.

Eine solche Lösung könnte zum Beispiel über das in den EU-Verträgen vorgesehene Verfahren der „Verstärkten Zusammenarbeit“ organisiert werden. Mit ihm kann eine Gruppe von mindestens neun EU-Staaten eine erweiterte Zusammenarbeit vereinbaren, ohne dass sich die anderen EU-Staaten daran beteiligen müssen.

Selbst die Rückzahlung der 750 Milliarden Euro über den Gemeinschaftshaushalt wäre möglich, hieß es dazu weiter. Für nicht an dem Hilfsprogramm teilnehmende Staaten müsste es dann nur entsprechende Korrekturen ihrer Beitragszahlungen geben.

Blockierter EU-Haushalt

Ungarn und Polen blockieren derzeit aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Rechtsstaatsverstößen notwendige Entscheidungen für die milliardenschwere Konjunkturhilfen und den nächsten langfristigen Haushalt der EU. Eine Lösung des Konflikts war bis zuletzt nicht absehbar. Für die EU könnte das bedeuten, dass ihr ab Jänner nur noch eine Art Notbudget zur Verfügung steht. Zahlreiche Programme aus Bereichen wie Forschung, Gesundheit, Bildung und Jugend könnten dann nicht starten.

Wirtschaft

Keine Weihnachtsfeiern im privaten Umfeld, keine Vereinsweihnachtsfeiern, keine Firmenweihnachtsfeiern. Die Pandemie lässt das wegen zu hohem Ansteckungsrisiko nicht zu. Statt Weihnachtsfeiern gibt es Alternativen – meist Gutscheine oder Boni.

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Der Reisekonzern TUI erhält ein drittes Rettungspaket mit milliardenschweren Finanzhilfen auch vom deutschen Staat. Man habe sich mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket von insgesamt 1,8 Milliarden Euro geeinigt, teilte der Tourismuskonzern heute mit.

Dazu gehörten neben einer Bezugsrechtskapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro eine wandelbare stille Einlage des Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes über 420 Millionen Euro und zusätzliche Kreditlinien der staatlichen Bankengruppe KfW über 200 Millionen Euro.

Die Coronavirus-Krise mit ihren Einschränkungen und Reisewarnungen trifft TUI hart. Deutschland stützt den Hannoveraner Reisekonzern bereits mit drei Milliarden Euro. TUI-Chef Fritz Joussen hatte jüngst weitere Staatshilfen nicht ausgeschlossen.

Die Coronavirus-Pandemie hat heuer auch die Wahl zum Unwort an der Börse dominiert. Auf Platz eins landete „coronabedingt“ gefolgt von „Lockdown“ und „Dividendenverbot“. Für die Auswahl befragte die Wiener Börse 4.000 Vertreter der Finanzcommunity. In den drei Jahren davor hatten „Brexit“, „Strafzölle“ und „Negativzinsen“ das Rennen gemacht.

Sport

Für seine Aktion zu Ehren seines verstorbenen Landsmanns Diego Maradona am vorigen Sonntag im Ligaspiel gegen Osasuna muss Lionel Messi 600 Euro zahlen. Neben dem argentinischen Fußballstar bekomme auch der FC Barcelona eine Strafe von 180 Euro, teilte das Disziplinarkomitee des Spanischen Fußballverbands (RFEF) am Mittwochabend mit.

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LASK-Trainer Dominik Thalhammer hat heute Kritik an seinem langjährigen Arbeitgeber, dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB), wegen der Verletzung von Husein Balic geübt. Der Offensivspieler debütierte am 11. November beim 3:0 in Luxemburg für das Nationalteam, kam danach in der Nations League gegen Nordirland und Norwegen nicht zum Einsatz und kehrte laut Thalhammer mit einer Sprunggelenksverletzung zu den Linzern zurück. Seither habe sich die Blessur verschlimmert, und das hat nun Folgen.

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Die Formel 1 hat wieder einen Schumacher. Gut acht Jahre nach dem endgültigen Karriereende von Rekordchampion Michael Schumacher hat sein Sohn Mick den Aufstieg in die Königsklasse des Motorsports geschafft. Der 21-jährige Deutsche wird im kommenden Jahr für das amerikanische Haas-Team als Stammpilot an den Start gehen und erhält einen Vertrag „für mehrere Jahre“. Das gab der Rennstall heute bekannt.

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Chronik

Eine Einladung zum Essen vom Uniprofessor, ein Arzt, der einen anzüglichen Kommentar macht – es ist nicht immer die Hand auf dem Hintern, die Betroffene sexueller Belästigung mit einem Gefühl der Machtlosigkeit zurücklässt. Um gerade dieser Machtlosigkeit die Stirn zu bieten, haben Sara Hassan und Juliette Sanchez-Lambert den Ratgeber „Grauzonen gibt es nicht“ verfasst, einen Leitfaden, der darauf pocht, dem eigenen Gefühl zu vertrauen.

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Nach der Amokfahrt gestern in Trier im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz mit fünf Toten ist gegen den 51-jährigen Tatverdächtigen Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Das entschied der Haftrichter heute, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Das Motiv des Mannes blieb laut Staatsanwaltschaft unklar, die Ermittler beauftragten ein psychiatrisches Gutachten.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Mann mit einem PS-starken Geländewagen gestern Nachmittag gezielt Menschen in der Trierer Fußgängerzone überfahren. Fünf Menschen starben, darunter ein neun Wochen altes Baby und dessen Vater. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich zuletzt auf 18. Zunächst war von 14 Verletzten die Rede gewesen. Inzwischen habe es noch Nachmeldungen gegeben. „18 Verletzte ist der aktuellste Stand“, sagte dazu der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen.

Die Tat wird von der Staatsanwaltschaft Trier als mehrfacher Mord, Mordversuch und gefährliche Körperverletzung eingestuft. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegen Polizeiangaben zufolge keine Hinweise auf politische oder religiöse Motive des in Trier geborenen Mannes vor. Der Verdächtige ist Deutscher, er war zur Tatzeit betrunken, bei ihm wurden 1,4 Promille festgestellt.

Sechs Motocrossfahrer sind am Wochenende im alpinen Gelände der Kärntner Saualpe unterwegs gewesen. Dabei verschreckten die vorerst Unbekannten mehrere Wanderer und ein Rudel Gämsen. Sie verstießen damit unter anderem gegen das Naturschutzgesetz. Die Bergwacht wird Ermittlungen einleiten.

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Kultur

Sie freue sich sehr, „dass die Öffnung der Museen, Bibliotheken, Büchereien und Archive wieder unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen möglich ist“, erklärte die grüne Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer heute am Nachmittag zu den ab Montag teils gelockerten Lockdown-Bestimmungen im Kulturbereich.

Freude bei Bibliotheken und Museen

„Ich freue mich sehr, dass die Österreichische Nationalbibliothek ihre Lesesäle und Museen wieder öffnen darf“, sagte Generaldirektorin Johanna Rachinger gegenüber APA . „Und ich denke, dass die kulturinteressierte Öffentlichkeit ebenso erfreut ist. Gerade in einer für viele belastenden Zeit sind Orte wie Bibliotheken und Museen eine große Bereicherung für viele Menschen.“

Reaktionen aus der Kulturwelt

Zum Kulturbereich sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), dass Museen, Bibliotheken und Büchereien wieder öffnen. Konzert- und Theaterhäuser sowie Kinos bleiben geschlossen.

Für ICOM Österreich, das Österreichische Nationalkomitee des UNESCO-assoziierten International Council of Museums, freute sich Präsidentin Bettina Leidl: „Gerade jetzt bieten Museen die Gelegenheit, sich während der Weihnachtsfeiertage sinnliche, emotionale und ästhetische Erlebnisse zu holen.“

„Keine Kulturveranstaltungen mit Publikum“

Da die epidemiologische Situation aber nach wie vor besorgniserregend sei, seien „leider weiterhin keine Kulturveranstaltungen mit Publikum möglich. Ich bedaure das sehr, es sind aber nach wie vor leider notwendige Maßnahmen. Die Bundesregierung wird alles daran setzen, möglichst bald einen weiteren Ausblick geben zu können, um auch den Veranstaltern, den Theater, Opern- und Konzerthäusern einen Planungshorizont für 2021 geben zu können“, so Mayer in einer Aussendung.

Die Theater, die erst am 7. Jänner wieder aufsperren dürfen, zeigten sich enttäuscht: „Angesichts der Infektionszahlen, die noch immer sehr hoch sind, ist die Verlängerung für uns voraussehbar gewesen. (…) Wir wollen auf keinen Fall in einer Wellenbewegung von einem Lockdown zum nächsten schlittern. Das will sowieso niemand, und unsere Regierung muss das jetzt verlässlich in den Griff bekommen“, meinte Burgtheater-Direktor Martin Kusej zur APA.

Der neue Volkstheater-Direktor Kay Voges, der seinen Auftakt im frisch sanierten Haus für den 8. Jänner angesetzt hat, zeigt sich gegenüber der APA vorsichtig optimistisch: „Für uns wäre der 7. Jänner natürlich eine Punktlandung. Wir müssen jedoch die endgültige Entscheidung und die damit verbundenen Maßnahmen abwarten. Bis dahin arbeiten wir weiterhin an unseren geplanten Projekten und freuen uns auf unser Eröffnungsprogramm.“

„Schäden im Kunst- und Kulturbereich“

Deutlich kritischere Worte fand Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren: „Weiter zu, wieder offen – das Szenario für die Kunst und Kultur beginnt sich zu wiederholen.“ Für alle weiterhin geschlossenen Institutionen im Kunst- und Kulturbereich zeichne sich eine „wenig erfreuliche Perspektive für viele kommende weitere Wochen ab“.

Es sei zu befürchten, dass die Zahlen aufgrund der Handels- und Schulöffnungen hoch bleiben und nach einiger Zeit eher wieder steigen werden. So verständlich es sei, dass man nicht tatenlos zusehen könne, wie das Weihnachtsgeschäft ruiniert wird, so unverständlich sei es aber andererseits auch, dass nichts geschehe, um Schäden im Kunst- und Kulturbetrieb abzuwenden. Eine Öffnung der Kunst- und Kulturbetriebe sei wohl kein größeres Gesundheitsrisiko als die Öffnung des Handels für das Weihnachtsgeschäft, so Ruiss.

B wie Bonn: Das ist der zweite Buchstabe im Beethoven-ABC von ORF.at, das täglich die Schlüsselbegriffe zum Werk von Ludwig van Beethoven gemeinsam mit dem Pianisten Michael Korstick eröffnet.

Für die Wiener ist ja Beethoven längst eingemeindet und als Wiener Klassiker verklärt. Daran ist nichts verkehrt. Nur vergisst man gerne, dass der Rheinländer Beethoven länger in seiner Geburtsstadt Bonn gelebt hat als Mozart in Salzburg. Und überall in der Welt bezeichnet man heute Salzburg als Mozartstadt. Aber Bonn? Selten wird sie die Beethoven-Stadt genannt.

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Gesundheit

Forscher haben im Labor einen neuen virushemmenden Wirkstoff gegen SARS-CoV-2 entdeckt. Der Weg zu einem Medikament ist allerdings noch weit. Weltweit suchen Wissenschaftler nach einem Heilmittel gegen Covid-19. Der große Durchbruch blieb bisher aus.

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Leute

Der immer wieder als „Detox-Guru“ bezeichnete Henri Chenot ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Der gebürtige Katalane und französische Staatsbürger, der im Nobelhotel Palace Meran in der Südtiroler Stadt Meran VIPs aus der ganzen Welt mit seiner Detox-Methode behandelte, ist laut Medienberichten von heute an einer Krebserkrankung in einer Privatklinik im Schweizer Lugano gestorben.

Zu Chenots Patienten zählten Prominente wie Silvio Berlusconi, Luciano Pavarotti und der vor wenigen Tagen verstorbene argentinische Fußballer Diego Maradona. Auch Stars wie Cristiano Ronaldo und Naomi Campbell zählten zu seinen Kunden.

Chenot und seine Frau kamen in den 1980er Jahren nach Südtirol und verwandelten das Hotel Palace in Meran in ein „Entgiftungszentrum“ für Wohlhabende. Die dort praktizierte „Chenot-Methode“ vereint Grundsätze der traditionellen chinesischen Heilkunst mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der westlichen Medizin sowie einem eigenen Ernährungskonzept.

Religion

In der südspanischen Küstenstadt Alicante steht laut dem Guinness-„Buch der Rekorde“ die größte Weihnachtskrippe der Welt. Die Josef-Figur ist 18,5 Meter hoch, berichtete Kathpress heute. Maria misst rund 10,5 Meter, das Jesuskind ist drei Meter groß.

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