COV Inland

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 1.920 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet (Stand: heute, 9.30 Uhr).

Bisher gab es in Österreich 462.769 positive Testergebnisse. 8.605 Menschen verstarben an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 1.427 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 296 auf Intensivstationen.

7-Tage-Inzidenz bei 161

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, ist erneut gestiegen und liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) weiterhin bei 161,2 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung für die Umstellung und die neue, genauere Zählweise in ORF.at/corona

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat vor seiner Israel-Reise eine Kursänderung in der Coronavirus-Strategie angekündigt. Österreich, Dänemark und die Mitglieder der „First Mover“-Gruppe „werden sich in Zukunft nicht mehr auf die EU verlassen und gemeinsam mit Israel in den kommenden Jahren Impfdosen der zweiten Generation für weitere Mutationen des Coronavirus produzieren sowie gemeinsam an Behandlungsmöglichkeiten forschen“, kündigte Kurz im Vorfeld der Reise an.

„Der Bedarf alleine für Österreich wird auf rund 30 Millionen Impfdosen geschätzt“, so Kurz in einem der APA übermittelten Statement. Im Vorfeld der Israel-Reise trifft der Bundeskanzler heute mit Vertretern führender heimischer Pharmaunternehmen zusammen.

„EMA zu langsam“

Kurz sagte, der Zugang über die EU „war zwar grundsätzlich richtig, die EMA (Europäische Arzneimittelbehörde, Anm.) ist aber zu langsam bei den Zulassungen für Impfstoffe, und es kommt zu Lieferengpässen von Pharmaunternehmen. Wir müssen uns daher auf weitere Mutationen vorbereiten und sollten nicht mehr nur von der EU abhängig sein bei der Produktion von Impfungen der zweiten Generation.“

Experten zufolge müssten auch in den kommenden Jahren jeweils zwei Drittel der Bevölkerung, also über sechs Millionen Menschen in Österreich, jährlich geimpft werden.

Gespräche mit Netanjahu

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte laut Reuters gestern, er werde mit Kurz und der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen „eine Zusammenarbeit zur Impfstoffproduktion“ besprechen. Israel begann mit der CoV-Impfung bereits am 19. Dezember 2020. Mittlerweile ist rund die Hälfte der Israelis mindestens einmal geimpft.

Frauen leiden mehr unter den Folgen der CoV-Pandemie als Männer. Sie sind länger arbeitslos, was fatale Folgen für die seelische Gesundheit hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter anderem des Instituts für Wirtschaftssoziologie der Uni Wien.

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Heute ist in der Steiermark die CoV-Impfung bei Menschen ab dem 85. Lebensjahr, die nicht in einem Heim wohnen, angelaufen. Geimpft wird mobil und in Impfstraßen. Mit dem vorhandenen Impfstoff können aber vorerst deutlich weniger Impfwillige geimpft werden, als sich angemeldet haben.

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Die Salzburger Ärztekammer weist Rufe nach CoV-Impfungen in Apotheken scharf zurück. Den Apothekerinnen und Apothekern fehle dafür die fachliche Qualifikation, so der Sprecher der niedergelassenen Ärzte, Christoph Fürthauer. Gleichzeitig unterstellt die Kammer den Apotheken vor allem eines: Gewinnstreben.

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Die wegen der Verbreitung der „südafrikanischen“ Coronavirus-Variante in Mayrhofen am Samstag gestarteten Ausreisekontrollen verlaufen weiterhin problemlos. Seit gestern gab es keine einzige Zurückweisung mehr, sagte ein Sprecher der Polizei heute.

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Bald alle Älteren im Bezirk Schwaz geimpft

Im Bezirk Schwaz (Tirol) steht indes die CoV-Impfung für über 80-Jährige vor dem Abschluss. Laut Land Tirol wurden die Impfungen dort wegen der zuerst in Südafrika nachgewiesenen Mutation B.1.351 intensiviert, die meisten Impfwilligen über 80 Jahre sollen die Erstimpfung bereits erhalten haben.

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COV Ausland

Deutschland könnte auf eine Teillockerung der Kontaktbeschränkungen und eine schrittweise Öffnung verschiedener Bereiche wie Handel, Kultur und Sport zusteuern. Wo es keine Ausnahmen gebe, sollten die Lockdown-Beschränkungen aber bis zum 28. März verlängert werden, heißt es in einem aktuellen Entwurf für die morgigen Beratungen zwischen Bund und Ländern.

„Die Möglichkeit zu privaten Zusammenkünften mit Freunden, Verwandten und Bekannten wird ab 8. März wieder erweitert: Es sind nunmehr private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt“, heißt es in dem Entwurf des deutschen Kanzleramts.

In Gebieten mit besonders niedrigen Zahlen sollten weitere Lockerungen möglich sein. Begleitet werden sollen die Öffnungsschritte von einer starken Ausweitung der Impfkampagne und der Testkapazitäten.

Mögliches Abgehen von 7-Tage-Grenzwert

Man wolle „erproben“, ob durch die deutliche Ausweitung von Tests in Verbindung mit einer besseren Nachvollziehbarkeit der Kontakte Öffnungsschritte auch bei höheren 7-Tage-Inzidenzen mit mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner möglich würden, heißt es in dem Entwurf weiter. Allen würden ein oder zwei kostenlose Schnelltests pro Woche angeboten.

Als weitere Öffnungsschritte werden zunächst Teile des Einzelhandels und Fahrschulen genannt. In dem Papier des Kanzleramtes wird dann die weitere Öffnung von Bereichen wieder an die Einhaltung einer Inzidenz von 35 geknüpft. Das betrifft etwa Bereiche wie Museen und Individualsport.

Erst als weiterer Öffnungsschritt wird die Öffnung der Außengastronomie genannt, wenn die Inzidenz von 35 weiter eingehalten wird. Das gilt nach Angaben aus Verhandlungskreisen als umstritten. Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten sollten am 24. März erneut beraten, heißt es in dem Entwurf.

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat den Epidemiologen Roman Prymula, der vor eineinhalb Wochen als Berater von Regierungschef Andrej Babis gefeuert worden war, zu seinem Berater berufen.

Prymula, der wegen seines persönlichen Verhaltens in der Coronavirus-Pandemie mehrmals für Empörung in der tschechischen Öffentlichkeit gesorgt hat, soll mit dem Staatsoberhaupt auf freiwilliger, unbezahlter Basis zusammenarbeiten, berichteten tschechische Medien heute.

Zeman bezeichnete Prymula als „den besten tschechischen Epidemiologen“. Im Herbst hatte er ihn bereits für seine Leistungen bei der Bewältigung der ersten Welle der Pandemie im vergangenen Frühjahr als damaligen Vizegesundheitsminister mit dem höchsten tschechischen Staatsorden, dem Orden des Weißen Löwen, ausgezeichnet. Zu dieser Zeit stand der anerkannte Epidemiologe bereits wegen eines persönlichen Fehltritts schwer in der Kritik.

Nach Besuch von Fußballspiel entlassen

Nur einen Monat nach seinem Amtsantritt als Gesundheitsminister musste Prymula im Oktober seinen Posten wieder räumen, weil er gegen seine eigenen strengen CoV-Maßnahmen verstieß. Der Minister wurde trotz strenger Ausgangsbeschränkungen und geschlossener Gastronomie beim Besuch eines Luxusrestaurant in Prag erwischt.

Vor eineinhalb Wochen wurde Prymula dann von Regierungschef Babis als Berater entlassen, weil er mitten in der außer Kontrolle geratenen Pandemie ein Europa-League-Spiel besuchte. Der Besuch des Fußballspiels in Prag war zwar aufgrund einer Ausnahmegenehmigung des Gesundheitsministeriums erlaubt, sorgte aber für Empörung, weil sich Prymula nur einige Stunden zuvor im Fernsehen für einen erneuten harten Lockdown ausgesprochen hatte.

Die Infektionszahlen im rund elf Millonen Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Tschechien steigen unterdessen weiter. Für gestern wurden 12.150 zusätzliche Coronavirus-Fälle gemeldet, fast 800 mehr im Wochenvergleich. Die 14-Tage-Inzidenz ist mit 1.120 Infektionen pro 100.000 Einwohner weitaus die höchste innerhalb der EU.

Über zwei Monate nach Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus haben in Deutschland rund fünf Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten.

Laut Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute wurden bisher etwa 6,4 Millionen Dosen des Impfstoffs verabreicht. Davon haben rund 4,2 Millionen Menschen eine Erstimpfung und fast 2,2 Millionen bereits die Zweitimpfung bekommen. Deutschland hat rund 83 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um alte Menschen, Personal in Krankenhäusern und Altersheimen sowie Pflegeheimbewohner.

China will nach Angaben eines Regierungsberaters bis Ende Juli 40 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 impfen. Dabei gehe es um die Impfung mit zumindest einer Dosis, sagte Coronavirus-Experte Zhong Nanshan, der an der Behördenstrategie im Kampf gegen die Pandemie mitarbeitet, zu Reuters.

Die Menschen, die eine Impfung ablehnen, seien bei dieser Berechnung berücksichtigt, die eine erhebliche Beschleunigung bei den Impfungen erfordert.

Ausland

Die Neuregelung zur Besetzung von Richterstellen an Polens oberstem Gericht kann gegen EU-Recht verstoßen. Ob das im konkreten Fall so ist, muss das nationale Gericht beurteilen, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) heute in Luxemburg entschied. In dem Verfahren ging es um die Unabhängigkeit der Justiz und die umstrittenen Reformen in Polen.

Hohe Richter und Richterinnen werden in Polen vom Landesjustizrat bestimmt, dessen Mitglieder wiederum werden seit 2017 vom Parlament gewählt. Fünf in einem Verfahren von 2018 erfolglose Bewerber bzw. Bewerberinnen klagten vor dem obersten Verwaltungsgericht des Landes. Dieses setzte das Verfahren aus und legte dem EuGH Fragen vor.

Nach einer weiteren Gesetzesänderung vom April 2019 kann die Richterauswahl nicht mehr durch ein unabhängiges Gericht überprüft werden. Damit wurde de facto auch dem obersten Verwaltungsgericht die Zuständigkeit entzogen und die Möglichkeit genommen, eine Antwort auf die Fragen an den EuGH zu erhalten. Darum fragte es ergänzend, ob das mit EU-Recht zu vereinbaren sei.

Nationales Gericht muss entscheiden

Sollten die Reformen die Wirkung haben, dass ein polnisches Gericht dem EuGH keine Fragen mehr vorlegen könne und der EuGH solche Fragen nicht mehr beantworten könne, verstoße das gegen Unionsrecht, entschied der EuGH. Das polnische Gericht müsse unter Berücksichtigung des Kontexts beurteilen, ob das der Fall sei.

Gesetzesänderungen dürften wirksamen Rechtsschutz nicht verhindern. Dies sei der Fall, wenn bei Bürgern und Bürgerinnen berechtigte Zweifel an der Neutralität der Justiz aufkommen könnten. Auch das müsse im aktuellen Fall das polnische Gericht entscheiden. Sollte es dabei zu dem Schluss kommen, dass ein Verstoß vorliege, habe das EU-Recht Vorrang. In dem Fall dürfe das Gericht die neuen Regeln nicht anwenden.

Bereits im April 2018 hatte der EuGH die Arbeit der 2018 neu aufgestellten polnischen Disziplinarkammer für Richter und Richterinnen bis auf Weiteres ausgesetzt. Die EU-Kommission droht Polen hier mit einer weiteren Klage.

In Myanmar reißen die Proteste gegen die Militärjunta nicht ab. Heute gingen Sicherheitskräfte wieder in verschiedenen Landesteilen mit Gewalt gegen Demonstrierende vor, wie Augenzeugen in Sozialen Netzwerken und lokale Medien berichteten.

Unter anderem habe die Polizei Tränengas, Blendgranaten, Wasserwerfer und Gummigeschoße eingesetzt, hieß es. Dabei soll es auch Verletzte gegeben haben, so unter anderem in der nördlichen Kleinstadt Kalay.

Kundgebungen gab es zudem erneut in der größten Stadt Yangon und in der nördlichen Stadt Mandalay. „Egal wie hart sie gegen uns vorgehen, wir werden kämpfen. Wir werden einen Weg finden, wieder auf die Straße zu gehen“, sagte ein Teilnehmer dem Portal Frontier Myanmar. Das sei der einzige Weg, um zu zeigen, dass die Menschen keine Diktatur mehr wollten.

Massenproteste seit Hausarrest

Anfang Februar hatte das Militär gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung gewonnen. Sie sitzt im Hausarrest und muss sich wegen verschiedener Vorwürfe vor Gericht verantworten. Seit dem Umsturz gibt es immer wieder Massenproteste. Die Demonstrierenden fordern die Wiedereinsetzung der früheren Freiheitsikone.

Am Sonntag waren bei landesweiten Protesten mindestens 18 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden, wie die Vereinten Nationen mitgeteilt hatten. Insgesamt sind bereits mehr als 20 Demonstrierende gestorben. Die Außenminister der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (ASEAN) wollten am Dienstag bei einem Onlinesondertreffen über die Krise beraten.

Im Atomstreit mit Teheran hat die US-Regierung ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit der iranischen Seite bekräftigt. Washington sei weiterhin bereit, in einen „bedeutenden“ diplomatischen Austausch zu treten, um die beidseitige Rückkehr zu den Verpflichtungen aus dem Atomabkommen von 2015 zu ermöglichen, sagte US-Außenamtssprecher Ned Price gestern. „Wir sind nicht dogmatisch mit Blick auf die Form und das Format dieser Gespräche“, fügte er hinzu.

Price äußerte sich einen Tag, nachdem die iranische Regierung einem EU-Vorschlag für ein informelles Treffen zwischen Teheran und Washington zur Wiederbelebung des Wiener Atomabkommens von 2015 eine Absage erteilt hatte. Die USA müssten zuerst ihre Sanktionen gegen den Iran aufheben, so das Außenministerium in Teheran am Sonntag. Die US-Regierung reagierte „enttäuscht“.

USA: Atomwaffenverbot für Iran

Price betonte, dass sich an der Bereitschaft Washingtons, mit iranischen Vertretern zusammenzukommen, nichts geändert habe. „Dogmatisch“ sei die US-Regierung lediglich mit Blick auf das Ziel, dass es „dem Iran nicht erlaubt werden darf, in den Besitz einer Atomwaffe zu kommen“.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte die Vereinbarung 2018 aufgekündigt und neue Sanktionen gegen den Iran verhängt, unter denen die Wirtschaft des Landes schwer leidet. Teheran hat sich seinerseits seither schrittweise von seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen zurückgezogen.

Inland

Österreich hat heute im Vorfeld des Frauentags seinen Umsetzungsbericht zur Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen gegen Gewalt an den Europarat übermittelt. Darin führt Österreich aus, welche Gewaltschutzempfehlungen es seit 2018 umgesetzt hat.

Dazu zählen die „substanzielle Erhöhung des Frauenbudgets“ 2020 und 2021 mit einer Gesamtsteigerung von 43 Prozent seit 2019 und die Erhöhung der Förderung für Frauen- und Mädchenberatungsstellen 2020 um zwölf Prozent.

Österreich hatte die Istanbul-Konvention des Europarates 2011 unterzeichnet, am 1. August 2014 trat sie in Kraft. In allen Vertragsstaaten wird die Umsetzung der Konvention geprüft, im Jahr 2018 wurden im Rahmen der österreichischen Staatenprüfung elf Empfehlungen an Österreich ausgesprochen.

An deren Umsetzung habe Österreich seither intensiv gearbeitet, den dazugehörigen Umsetzungsbericht übermittle Österreich nun als erster Vertragsstaat an den Europarat, teilte das Frauenministerium mit.

Verweis auf Reihe von Maßnahmen

Die wichtigsten auf Basis der Empfehlungen umgesetzten Maßnahmen sind laut dem Ressort an erster Stelle „die substanzielle Erhöhung des Frauenbudgets“ 2020 und 2021, die Erhöhung der Förderung für Frauen- und Mädchenberatungsstellen, der österreichweite Ausbau der Frauenberatungsstellen zu sexueller Gewalt und die Förderung der Präventionsarbeit zur Stärkung und zum Schutz von Frauen und Mädchen in Höhe von 3,25 Mio. Euro.

Dazu kämen der Ausbau des rechtlichen Rahmens und der Strafbarkeit von Gewalt gegen Frauen durch das umfassende Gewaltschutzgesetz 2019 und das neue Gesetzespaket zu Hass im Netz.

Auch im Zuge der Coronavirus-Pandemie habe Österreich zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass von Gewalt betroffene Frauen auch während Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen Unterstützung, Hilfe und einen sicheren Zufluchtsort hatten. Hierfür wurde auch eine umfassende Informationskampagne gestartet.

„Wichtiger Schritt“

„Die Istanbul-Konvention ist die weitreichendste Konvention zum Thema Gewalt gegen Frauen und ein wichtiger Schritt, den Gewaltschutz international voranzutreiben. Österreich hat die Empfehlungen des Europarates ernst genommen und zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Frauen umgesetzt“, sagte Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) in einer Stellungnahme.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bezeichnete den Gewaltschutz für Frauen als „wesentlichen Teil der Arbeit der Polizei“.

Nachdem eine Sammelbeschwerde der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen klimaschädliche Gesetze im vergangenen Jahr vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) abgewiesen worden ist, zieht einer der Beschwerdeführer nun mit einer Klimaklage vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR).

Der an Multipler Sklerose erkrankte Mex M. vertritt die Meinung, dass der österreichische Staat seine Grundrechte auf Leben und Gesundheit nicht adäquat schützt. Unterstützt wird M. dabei von „Fridays for Future“.

„Beispielhaft für Millionen von Menschen“

M. ist an einer temperaturabhängigen Form von Multipler Sklerose erkrankt: Ab einer Temperatur von 25 Grad ist er auf den Rollstuhl angewiesen. M. will nun gemeinsam mit seiner Anwältin Michaela Krömer Ende März eine Klimaklage beim EGMR einbringen, denn die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verleihe das Recht auf eine wirksame Beschwerde, wenn das Recht eines Menschen auf Leben oder Gesundheit bedroht wird.

„Die Klimakrise ist auch eine Krise der Grund-und Menschenrechte. Unsere Grundrechte müssen einen Schutz vor der größten Bedrohung der Menschheit bieten, andernfalls werden sie an ihrer Bedeutung verlieren“, sagte Krömer laut APA: „Mex M. steht beispielhaft für die Millionen von Menschen, die durch die Klimakrise sowohl heute als auch in Zukunft konkret betroffen sind.“

Die Erfordernis eines Nachweises von Deutschkenntnissen für den Bezug von Wohnbeihilfe in Oberösterreich durch Nicht-EU-Bürger verstößt nach Auffassung des EuGH-Generalanwalts gegen EU-Recht. In dem Rechtsstreit (C-94/20) geht es um einen türkischen Staatsangehörigen, der zwar Deutsch auf dem verlangten Niveau beherrscht, aber ohne Sprachprüfung über keinen Nachweis darüber verfügt und keine Wohnbeihilfe mehr bekommt.

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Das Tierschutzvolksbegehren hat im Jänner mit über 416.000 Unterschriften geendet, die parlamentarische Behandlung wird voraussichtlich im April beginnen. Doch damit die Initiative möglichst in konkrete gesetzliche Änderungen mündet, haben sich die Initiatoren und Initiatorinnen, wie sie heute mitteilten, mit allen Parteien auf einen unabhängigen außerparlamentarischen Konsultationsprozess verständigt.

Der Prozess wird zwischen März und Mai stattfinden. Als Ergebnis wird ein internes Dokument für die Parlamentsfraktionen erstellt. Beauftragt wurde oekoreich, das die Arbeit des Tierschutzvolksbegehrens fortführt und die parlamentarische Bearbeitung des Volksbegehrens begleitet.

16 Fachleute werden einbezogen

Bei dem Konsultationsprozess werden 16 Fachleute aus Wissenschaft und Praxis in die Erarbeitung von konkreten Ansatzpunkten zur gesetzlichen Änderung einbezogen. Ergänzt werden diese Gespräche durch den Einbezug zur Verfügung stehender Studien und Daten sowie von Best-Practice-Beispielen.

Als Koordinatorin wird Sarah Siemers fungieren, die u. a. an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig war. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, mit der Durchführung der Konsultationen eine Person zu beauftragen, die viel internationale Erfahrung im Bereich der Gestaltung von Kommunikationsprozessen und der Ausarbeitung von politischen Positionen hat, aber selbst nicht aus einem der Fachbereiche stammt“, so Sebastian Bohrn Mena, Bundessprecher der Initiative oekoreich.

An der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt (Niederösterreich) gibt es ab 2022 einen neuen Fachhochschullehrgang. Die Offiziersausbildung soll Soldatinnen und Soldaten künftig auf neue Bedrohungsszenarien im Bereich der elektronischen Kampfführung vorbereiten.

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Wirtschaft

Erstmals seit Weihnachten 2020 ist die Zahl der Menschen in Österreich ohne Arbeit unter die 500.000er-Marke gesunken. Das gaben die ÖVP-Minister Martin Kocher, Gernot Blümel und Margarete Schramböck heute in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt bekannt.

Aktuell seien rund 490.000 Personen arbeitslos gemeldet oder in einer AMS-Schulung. Das Arbeitsmarktservice (AMS) selbst vermeldete mit Stichtag 28. Februar noch 509.000 Arbeitslose.

Den Regierungsangaben zufolge sank auch die Zahl der Personen in Kurzarbeit. Derzeit seien rund 478.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet, 7.000 weniger als in der Vorwoche. Die Minister sprachen von einem positiven Trend.

So liege die vom WIFO geschätzte Wirtschaftsleistung aktuell nur noch acht Prozent hinter dem Vorjahreswert und nicht mehr bei einem Minus von 13 Prozent wie am Ende des harten Lockdowns. Allerdings falle die Erholung schwächer aus als nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020.

Laut Finanzminister Blümel wurden beim Ausfallsbonus von den bisher beantragten 204 Mio. Euro 84 Mio. Euro ausbezahlt. Insgesamt gibt es bis dato 29.299 Anträge. Laut den Angaben beträgt die durchschnittliche Summe pro Antrag knapp 7.000 Euro.

Spielzeug, Elektrogeräte, Gesichtsmasken: Europäische Staaten haben einander im vergangenen Jahr 2.253-mal vor gefährlichen Produkten gewarnt. Mehr als jeder vierte Fall betraf Spielzeug, wie aus einem heute in Brüssel vorgestellten Bericht der EU-Kommission hervorgeht: Verletzungen hätten gedroht oder Teile verschluckt werden können. Zugleich habe es 2020 viele Fälle gegeben, die in Verbindung mit der Coronavirus-Pandemie stehen.

Im EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Nichtlebensmittel tauschen 31 europäische Staaten und die EU-Kommission Informationen über Produkte aus. So können andere Länder schnell überprüfen, ob diese Produkte auch auf dem heimischen Markt kursieren, und zum Beispiel Rückrufe einleiten. Die Anzahl gemeldeter Fälle lag 2020 auf dem Niveau des Jahres davor. Allerdings haben die nationalen Behörden gut 20 Prozent häufiger (5.377-mal) auf die gemeldeten Fälle reagiert, etwa mit Rückrufen.

Neun Prozent der gemeldeten Fälle betrafen den Angaben zufolge Produkte in Verbindung mit der Coronavirus-Krise. So sei 161-mal vor unwirksamen Gesichtsmasken gewarnt worden, 13-mal vor Handdesinfektionsmittel mit giftigen Chemikalien.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Audi heißen künftig „Audianer_innen“: Wie die deutsche „Augsburger Allgemeine“ heute berichtete, setzt der Ingolstädter Autohersteller ab sofort auf gendergerechte Sprache. Entsprechende Richtlinien seien ein Jahr lang von einer Projektgruppe ausgearbeitet worden und gelten seit dem 1. März in der internen und externen Kommunikation.

„Wertschätzung, Offenheit, Verantwortung und Integrität sind die Basis unserer Unternehmenskultur, dies machen wir auch in unserer Sprache deutlich“, sagte Personalchefin Sabine Maaßen vom Audi-Vorstand der „Augsburger Allgemeinen“.

Um alle Geschlechter bewusst sichtbar zu machen, wird den Audi-Mitarbeitern und -Mitarbeiterinnen empfohlen, den „Gendergap“ zu nutzen – und etwa „Audianer_innen“ zu schreiben. „Der Gendergap schafft Raum für alle nicht binären Geschlechtsidentitäten“, begründete Antonia Wade aus der Projektgruppe die Empfehlung.

Der Flugzeugausrüster FACC mit Sitz in Ried im Innkreis (Oberösterreich) arbeitet seit drei Jahren an einem Elektrolufttaxi und sieht den Markt dafür in den kommenden Jahrzehnten stark wachsen. Lufttaxis sollen zur vierten Division des Unternehmens werden.

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Sport

Für Sasa Kalajdzic läuft es derzeit in der deutschen Fußball-Bundesliga wie am Schnürchen. Der ÖFB-Teamspieler steuerte am Samstag zum 5:1-Heimsieg des VfB Stuttgart über den FC Schalke 04 ein Tor bei und hat damit in den jüngsten fünf Runden immer zumindest einmal gescort. Seine bisher elf Ligasaisontreffer bedeuten Platz sechs in der Torschützenliste.

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Nach ihrem überraschenden vierten Rang im Skiathlon befindet sich Teresa Stadlober bei der nordischen Ski-WM im Hoch und will ihre Form auch in den weiteren Bewerben unter Beweis stellen. Zwar rechnet sich die 28-jährige Salzburgerin für das Klassik-Rennen über 30 km am Samstag mehr aus, dennoch peilt sie auch in der heutigen 10-km-Konkurrenz (13.15 Uhr, jeweils live in ORF1) im Skating eine Überraschung an.

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Chronik

In den vergangenen fünf Wochen hat es in Steinbach am Attersee und in Ebensee (Oberösterreich) zwei große Steinschläge gegeben. Ein Geologe erklärt diese ungewöhnliche Häufung mit den raschen Frost-Tau-Wechseln, die heuer zu beobachten sind.

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In Vietnam ist ein zweijähriges Mädchen aus dem zwölften Stock eines Hochhauses gestürzt – und durch den beherzten Einsatz eines Lastwagenfahrers gerettet worden. Das Kind überlebte leicht verletzt.

Der 31-jährige Nguyen Ngoc Manh wird seither von Medien in dem südostasiatischen Land als Held gefeiert. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in der Hauptstadt Hanoi, wie die Zeitung „VnExpress“ berichtete.

Das Mädchen war über das Geländer des Balkons geklettert und drohte, 50 Meter in die Tiefe zu fallen. Der Mann hielt sich in der Nähe auf, als er durch laute Schreie von Bewohnern auf die Gefahr für das Kleinkind aufmerksam wurde. Er habe versucht auszumachen, wo das Kind landen könnte, und sei dorthin gerannt, erzählte er lokalen Medien.

Als Held gefeiert

In nur wenigen Sekunden kletterte er auf ein Vordach aus Metall – rutschte dort aber just in dem Moment aus, in dem das Mädchen abstürzte. Dennoch konnte er mit seinen Armen den Sturz abfangen. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht. Es habe sich die Hüfte ausgerenkt, sonst aber keine Verletzungen davongetragen, hieß es.

Der Retter verletzte sich ebenfalls leicht. „Alles ist innerhalb einer Minute passiert“, sagte Manh. „Ich kann nicht glauben, dass ich das Leben des Mädchens gerettet habe.“ Vietnams Premierminister Nguyen Xuan Phuc feierte ihn als Helden und sagte, er sei tief bewegt gewesen, als er von der Rettung erfahren habe. Er schlug vor, den Mann für seinen Mut und seinen Einsatz auszuzeichnen.

In Indonesien sind zwei Vulkane ausgebrochen. Auf der Insel Sumatra stieß der Sinabung eine etwa fünf Kilometer hohe Aschesäule aus, wie der geologische Dienst des südostasiatischen Landes heute mitteilte. Zudem sei ein pyroklastischer Strom – ein Gemisch aus heißer Asche, Gasen und Gesteinsstücken – die Hänge des Vulkans heruntergeflossen. Verletzte oder Schäden gab es nach ersten Berichten nicht.

Aschewolke über dem Vulkan Sinabung
AP/Mukhsil Lubis

Der etwa 2.460 Meter hohe Sinabung liegt rund 50 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Medan. Nachdem er jahrhundertelang ruhig gewesen war, gab es seit 2010 immer wieder Ausbrüche. Zehntausende Menschen mussten dabei in Sicherheit gebracht werden. Bei besonders schweren Eruptionen 2014 und 2016 kamen mehr als 20 Menschen ums Leben.

Auch der Vulkan Merapi auf der Insel Java habe erneut glühende Asche und Gestein herausgeschleudert, berichteten die Behörden. Das Gemisch sei zwei Kilometer weit die Hänge auf der Südwestseite des Berges heruntergelaufen. Der knapp 3.000 Meter hohe Merapi liegt etwa 35 Kilometer nördlich der Großstadt Yogyakarta. Bei einem schweren Ausbruch 2010 waren mehr als 340 Menschen getötet worden, Zehntausende flohen.

Science

Rückstände von insgesamt 32 verschiedenen Pestiziden hat ein internationales Forscherteam auf 19 Kinderspielplätzen, vier Schulhöfen und einem Marktplatz in Südtirol nachgewiesen. Die Konzentrationen waren zwar gering, dafür haben viele der gefundenen Substanzen hormonelle Wirkung und waren teils sogar ganzjährig nachweisbar.

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Nach einem Jahr Pandemie gelangen die Kollateralschäden der Lockdown-Maßnahmen zunehmend in den Fokus der Wissenschaft. Die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sind beträchtlich, ein britischer Krebsforscher vermutet gar: Der Schaden war größer als der Nutzen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings: So einfach ist die Rechnung nicht.

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Religion

Der Strafrechtler Björn Gercke, der für den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ein neues Missbrauchsgutachten erarbeitet, hat Pflichtverletzungen „noch lebender Amtsträger“ der katholischen Kirche festgestellt. Ein erstes Gutachten wurde nicht veröffentlicht, das zweite soll am 18. März präsentiert werden.

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Kultur

Der italienische DJ und Produzent Claudio Coccoluto ist tot. Er starb heute in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in Cassino im Alter von 59 Jahren an den Folgen einer schweren Erkrankung.

In den 1980er Jahren wurde Coccoluto durch Auftritte in italienischen Clubs und im Radio auch einem internationalen Publikum bekannt. Er war der erste europäische DJ, der in der New Yorker Sound Factory Bar auflegte. Der Goa Club in Rom war jedoch sein Stammclub.

1997 gründete er das Label The Dub, das für seinen typischen Tribal-House-Sound steht. Seine Musik bezeichnete er selber als „Underground“. Der Italiener hinterlässt zahlreiche Platten, darunter die 1996 erschienene Grundlage für den Welthit „Samba De Janeiro“, die er zusammen mit seinem damaligen Partner Sabino Martinez unter dem Projektnamen The Heartists veröffentlichte.

Darüber hinaus schrieb Coccoluto ein Buch, in dem er über sich und seine gesamte Karriere spricht. Das Werk trägt den Titel „Io, DJ“. 2018 gehörte er zu den Protagonisten eines Dokumentarfilms über die Vinylschallplatte.

Fast 8,3 Mio. Pfund (rund 9,6 Mio. Euro) war jemandem das Ölgemälde einer marokkanischen Landschaft wert – freilich mit einer besonderen Geschichte. Gemalt hatte „Turm der Koutoubia-Moschee“ während des Zweiten Weltkriegs Winston Churchill. Es ist das einzige Werk, das der damalige britische Premier während des Kriegsjahre fertigstellte. Das Bild befand sich zuletzt im Besitz von Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie.

Mit dem nunmehrigen Auktionsergebnis von 8.285.000 Pfund brach das Gemälde den bisherigen Rekord für ein Werk des ehemaligen britischen Premiers, der bei knapp 1,8 Mio. Pfund lag. Der Preis lag auch weit über der Schätzung vor dem Verkauf. Das Auktionshaus Christie’s war von einem Erlös von rund 1,5 bis 2,5 Mio. Pfund ausgegangen.

 ‚’Tower of Koutoubia Mosque’‘ von Winston Churchill
APA/AFP/Tolga Akmen

Das Gemälde zeigt die titelgebende Moschee aus dem 12. Jahrhundert in Marrakesch bei Sonnenuntergang sowie im Hintergrund das Atlasgebirge. Es ist sowohl ein Stück Politik- als auch Hollywood-Geschichte.

Von Roosevelt zu Jolie

Churchill vollendete es nach der Casablanca-Konferenz im Jänner 1943, auf der er und US-Präsident Franklin D. Roosevelt das weitere Vorgehen der Alliierten planten. Die beiden Politiker besuchten Marrakesch nach der Konferenz, weil der britische Premier dem US-Präsidenten die Schönheit der Stadt zeigen wollte. Churchill schenkte Roosevelt das Gemälde als Andenken an diese Reise.

Nach dem Tod des US-Präsidenten 1945 wurde das Gemälde von Roosevelts Sohn verkauft. Es hatte mehrere Besitzer, bevor Jolie und Partner Brad Pitt es 2011 kauften. Das Paar trennte sich 2016 und war jahrelang in ein Scheidungsverfahren verwickelt. Darin ging es auch um die Aufteilung ihrer umfangreichen Kunstsammlung.

Verkauft wurde das Gemälde nun offiziell von der Jolie Family Collection. Wer die über acht Mio. Pfund dafür zahlte, ist noch nicht bekannt.

US-Sängerin Taylor Swift hat die Serie „Ginny & Georgia“ für einen abfälligen Scherz kritisiert.

Die 31-Jährige postete gestern auf Twitter ein Foto mit einem Zitat aus der Netflix-Serie, in dem es heißt: „Was kümmert es dich? Du wechselst die Männer schneller als Taylor Swift“ – und schrieb dazu: „Hey, Ginny & Georgia, 2010 hat angerufen und will seinen faulen, sehr sexistischen Witz zurück.“ Mit derartigen Scherzen setze man hart arbeitende Frauen herab, so Swift weiter.

Die Sängerin hatte sich bereits vor Jahren gegen abfällige Bemerkungen über ihre vermeintlich häufigen Partnerwechsel gewehrt. In ihrem Song „Shake It Off“ sang sie 2014 darüber, wie sie Beschimpfungen und Hasskommentare abschüttelt – unter anderem den Vorwurf, dass sie „auf zu viele Dates“ gehe.

Leute

Der Hundesitter von Lady Gaga hat sich nach einem brutalen Überfall, bei dem zwei Hunde der Sängerin geraubt worden waren, aus dem Krankenhaus zu Wort gemeldet. Er sei knapp dem Tod entronnen, schrieb Ryan Fischer gestern in einem emotionalen Post auf Instagram zu Fotos aus dem Krankenbett. In einem der Bilder hat er Schläuche im Mund.

Überfallen und angeschossen

Fischer war am Mittwoch mit drei Französischen Bulldoggen der Sängerin unterwegs, als er in Hollywood überfallen und angeschossen wurde. Zwei Männer entkamen mit den Hunden Koji und Gustav. Der dritte Hund, Asia, sei zum ihm gelaufen, als er blutend auf der Straße lag, schrieb Fischer auf Instagram.

Die Polizei fahndet weiterhin nach zwei Tatverdächtigen im Alter von 20 bis 25 Jahren. Die Suche nach den Hunden nahm dagegen am Freitag ein gutes Ende. Eine Frau habe die Tiere auf der Straße gefunden und abgegeben, teilte die Polizei mit.

„Deine Babys sind zurück und deine Familie ist wieder komplett“, schrieb Fischer an Lady Gaga gerichtet. Er bedankte sich bei dem Popstar und bei Freunden und Familie für deren Unterstützung. Die Sängerin hatte ihren Dogwalker zuvor als „Helden“ gelobt, der sein Leben riskiert habe, als er um die Hunde kämpfte.