Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Landsleute auf einen harten Winter mit heftigen russischen Angriffen eingestellt. „Solange sie Raketen haben, werden sie nicht ruhen“, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache gestern Abend über die russischen Soldaten. Die ukrainische Armee bereite sich auf die Abwehr von weiterem Beschuss vor.

„Russland versucht in diesem Winter, die Kälte gegen die Menschen einzusetzen“, sagte Selenskyj zudem mit Blick auf die gezielten Angriffe Moskaus auf ukrainische Strom- und Wärmekraftwerke. Er rief die Ukrainerinnen und Ukrainer auf, hilfsbedürftige Mitmenschen in der kalten Jahreszeit besonders zu unterstützen. Nun sei Zusammenhalt gefragt. „Zusammen werden wir alles überstehen“, betonte der Staatschef.

Die russische Armee hat das von ukrainischen Truppen zurückeroberte Gebiet Cherson nach Angaben der regionalen Militärverwaltung gestern mindestens 50-mal beschossen. Militärgouverneur Jaroslaw Januschewitsch warf Russland Terror und gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung vor.

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Ausland

Bewaffnete Angreifer haben gestern in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ein Hotel nahe des Präsidentenpalastes gestürmt und mindestens zehn Menschen getötet. Darunter seien auch zwei Personen mit einer doppelten somalisch-britischen Staatsbürgerschaft, sagte Mohamed Dahir von der somalischen Polizei laut dpa.

Unter den Verletzten war den Angaben nach der somalische Sicherheitsminister Ahmed Mohamed Doodishe. Das Hotel ist bei Politikern beliebt. Die mit Al-Kaida in Verbindung stehende Terrormiliz Al-Shabaab sprach in ihrem Propaganda-Radioprogramm von Kämpfen innerhalb des Hotels.

Der Angriff in Mogadischu erfolgte zwei Tage nach einer großangelegten Militäraktion der somalischen Regierungstruppen im Zentrum des Landes, bei der nach Regierungsangaben 100 Al-Shabaab-Mitglieder getötet wurden.

Somalia, ein Land am Horn von Afrika mit etwa 16 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern, wird seit Jahren von Anschlägen und Gewalt erschüttert. Seit mehreren Monaten geht die Regierung in Mogadischu mit einer militärischen Offensive gegen Al-Shabaab vor.

Kanada will seine Beziehungen zu pazifischen Staaten ausbauen und damit seine einseitige Ausrichtung auf den Handel mit den USA lockern. Das sieht die gestern beschlossene Indopazifik-Strategie vor, für die Mittel im Umfang von 2,3 Milliarden kanadischer Dollar (rund 1,7 Mrd. Euro) vorgesehen sind, die unter anderem in Rüstung und Cybersicherheit fließen sollen. Geplant ist, die Beziehungen zu über 40 Ländern im Pazifik zu vertiefen.

Hintergrund der Neuausrichtung ist ein zunehmend restriktiver Kurs der USA in Wirtschaftsbeziehungen und wachsende Kritik am Freihandel. Erklärtes Ziel der Regierung des liberalen Ministerpräsidenten Justin Trudeau ist die Diversifizierung der Handelsbeziehungen. Laut offiziellen Daten für September entfallen 68 Prozent des kanadischen Außenhandels auf die USA, während China nur sieben Prozent einnimmt.

China eine „disruptive Macht“

China wird allerdings in der neuen Strategie auch als problematisch wahrgenommen. Mit Blick auf die Volksrepublik heißt es in dem 26-seitigen Strategiepapier, die Regeln für Auslandsinvestitionen würden verschärft, um geistiges Eigentum zu schützen und zu verhindern, dass chinesische Unternehmen Zugriff auf heimische Bodenschätze bekämen.

China sei eine „disruptive Macht“, heißt es in dem Konzept. Dennoch sei die Zusammenarbeit mit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt notwendig, um Probleme wie den Klimawandel oder die Beschränkung von Atomwaffen anzugehen.

Kanadas Vorstoß reiht sich ein in Bemühungen westlicher Staaten, dem wachsenden Einfluss Chinas in der Region etwas entgegenzusetzen. Die USA haben im Sommer einen informellen Staatenbund ins Leben gerufen, der die Beziehungen zu den pazifischen Inselstaaten stärken soll. Zu den Partners in the Blue Pacific (PBP) gehörten auch Australien, Japan, Neuseeland und Großbritannien.

In Slowenien haben die Wähler alle drei Gesetzesnovellen unterstützt, über die gestern bei den Volksabstimmungen entschieden wurde. Sie haben damit den Versuch der Opposition, diese Gesetze zu kippen, abgelehnt. Nach Auszählung von fast allen Stimmen haben die Wähler eindeutig für das Inkrafttreten der Änderungen des Rundfunkgesetzes, des Regierungsgesetzes und des Langzeitpflegegesetzes gestimmt, geht aus den Daten der staatlichen Wahlkommission hervor.

Alle drei Referenden wurden von der SDS des im April abgewählten rechtskonservativen Ex-Ministerpräsidenten Janez Jansa initiiert. Die größte Oppositionspartei hatte damit versucht, die drei Novellen der neuen linksliberalen Regierung von Premier Robert Golob, die seit Juni im Amt ist, zu kippen. Die Abstimmung galt daher als Kraftprobe zwischen der neuen Regierung und der konservativen Opposition. Das klare Ergebnis wird als Zeichen der Unterstützung für Golobs Regierung gedeutet.

Die Regierungskoalition bezeichnete das Ergebnis als Zeichen der Unterstützung und Vertrauensvotum für sie. Es habe sich gezeigt, „dass die Regierung eine starke und solide Unterstützung genießt“, sagte die Vizeregierungschefin und Außenministerin Tanja Fajon laut Nachrichtenagentur STA am Abend. Es sei für die Opposition an der Zeit die Botschaft der Wähler, die sich gegen Blockaden ausgesprochen haben, zu akzeptieren, fügte sie hinzu. Der Arbeits-und Sozialminister und Vizeregierungschef Luka Mesec sprach im slowenischen Radio vom „dreifachen Sieg“.

Premier Golob sieht das Resultat als eine klare Botschaft der Wähler an die Politiker: dass sie nicht dafür gewählt worden seien, die Arbeit des Staates zu behindern und zu blockieren, sondern um zum Wohle der Menschen zu arbeiten. Er hofft, dass die Opposition die Gesetze, die mit den Referenden nun bestätigt wurden, nicht weiter aufhalten werde.

In der Oppositionspartei SDS zeigte sich laut Medienberichten die Enttäuschung über ihre gescheiterte Referendumsinitiative. „Es gibt keine Sieger, weil Menschen durch die Ergebnisse nichts gewinnen werden. Viele werden aber aufgrund von schlechten Gesetzen ihre Rechte verlieren“, sagte der SDS-Abgeordnete Zoran Černač. Sein Parteikollege Branko Grims bezweifelte, ob sich die Wähler „des Inhalts ihrer Entscheidungen voll bewusst waren“. Mit der Zustimmung für die Gesetze haben sie laut Grims für höhere Steuern, einen höheren Rundfunkbeitrag und einen „ideologischen Monolithen“ beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk gestimmt und gaben das Recht auf Langzeitpflege für mindestens ein Jahr auf. Er beklagte Medienmanipulationen und Irreführungen in der Referendumskampagne, die das Ergebnis beeinflusst hätten.

Die Novelle des Rundfunkgesetzes bekam die größte Unterstützung. Das Ergebnis stand bei 62,8 Prozent Zustimmung für die neue Regelung, die den Einfluss der Politik auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTV Slovenija (RTVS) abschaffen soll. Das Inkrafttreten der Novelle dürfte sich weiter verzögern. Der Chef des Programmrates Peter Gregorčič kündigte im slowenischen Radio nämlich an, das Gesetz dem Verfassungsgericht zur Prüfung vorlegen zu wollen.

Die Novelle des Regierungsgesetzes wurde mit 56,6 Prozent unterstützt. Mit dem Referendum über dieses Gesetz blockiert die SDS in einem beispiellosen Zug die neue Regierung dabei, sich die Ressortverteilung nach eigenen Plänen zu organisieren. Nun wird sie wie ursprünglich geplant u. a. drei neue Ministerien, darunter ein Klimaministerium, schaffen können.

Die Änderungen des Langzeitpflegegesetzes wurden von 62,2 Prozent unterstützt. Bei diesem Gesetz geht es darum, dass die neue Regierung sein Inkrafttreten um ein Jahr verschieben möchte.

Die Beteiligung lag am Sonntag bei knapp 42 Prozent bei jeder der drei Volksabstimmungen.

Im Kampf gegen die Bandenkriminalität hat die Regierung in Honduras mehr als 600 Polizisten zur Verstärkung des Grenzschutzes mobilisiert. Einheiten der Militärpolizei wurden gestern an die Grenzen zu Guatemala, El Salvador und Nicaragua entsandt. Ihre Aufgabe sei es, „die Einreise von Mitgliedern krimineller Strukturen“ aus den Nachbarländern und insbesondere aus El Salvador zu verhindern, sagte ein Sprecher der Militärpolizei laut AFP.

El Salvadors Staatschef Nayib Bukele hatte nach einem deutlichen Anstieg der Morde in dem Land der Bandenkriminalität im März den „Krieg“ erklärt. Seitdem wurden mehr als 58.000 mutmaßliche Bandenmitglieder festgenommen.

Die honduranische Präsidentin Xiomara Castro hatte am Donnerstag einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt, um die von ihrer Regierung angekündigte „Rückgewinnung rechtsfreier Gebiete“ in Honduras umzusetzen. Nach Angaben von Polizeichef Gustavo Sanchez wurden zu diesem Zweck mindestens 20.000 Beamte mobilisiert.

Busfahrerprotest in Tegucigalpa

Vor einigen Tagen hatten in der Hauptstadt Tegucigalpa Hunderte Busfahrer gegen die Erpressung durch kriminelle Banden protestiert. Nach Gewerkschaftsangaben wurden seit Jahresbeginn rund 400 Beschäftigte im Transportwesen durch Erpresser getötet.

Honduras leidet wie die Nachbarländer Guatemala und El Salvador unter Gewalt, Armut und Korruption. Zu den gewalttätigsten Gangs in der Region gehören die Mara Salvatrucha und Barrio 18. Gemeinsam mit den Drogenkartellen terrorisieren sie in den drei zentralamerikanischen Ländern große Teile der Bevölkerung und machen diese damit zu den gefährlichsten Staaten weltweit.

Im Iran ist eine Nichte des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei festgenommen worden, offenbar weil sie scharfe Kritik an der Führung in Teheran geäußert hat. Wie der Bruder von Farideh Moradchani, Mahmud Moradchani, am Wochenende auf Twitter schrieb, war seine Schwester bereits am Mittwoch festgenommen worden. In einem Video, das ihr Bruder auf YouTube teilte, bezeichnete sie die iranische Führung als „mörderisches und kindertötendes Regime“.

Moradchani ist die Tochter von Chameneis Schwester Badri, die sich in den 1980er Jahren mit ihrer Familie überwarf und in den Irak floh. Ihre Tochter, die sich einen Namen als Gegnerin der Todesstrafe gemacht hat, saß bereits mehrfach im Iran im Gefängnis.

Kritik auch an mangelnder internationaler Reaktion

In ihrem jüngsten Video kritisiert Moradchani auch eine mangelnde internationale Reaktion auf die Niederschlagung der derzeitigen Proteste im Iran. Die gegen Teheran verhängten Sanktionen nannte sie „lächerlich“ und beklagte, die Iraner würden in ihrem Kampf für Freiheit „alleine“ gelassen.

Der Iran wird seit Mitte September von einer landesweiten Protestwelle erschüttert. Auslöser war der Tod der 22-jährigen Kurdin Mahsa Amini im Polizeigewahrsam – sie war von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie ihr Kopftuch nicht ordnungsgemäß getragen haben soll. Die Behörden gehen mit zunehmender Härte gegen die Demonstrierenden vor. Der UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk spricht von über 300 Toten und 14.000 Festnahmen.

Coronavirus

In China ist es bei Demonstrationen gegen die strikten Coronavirus-Maßnahmen und damit auch gegen die Regierung zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften gekommen. Die seit drei Tagen immer wieder aufflackernden Proteste weiteten sich gestern auf mehrere Städte aus. „Nieder mit der Kommunistischen Partei Chinas, nieder mit Xi Jinping“, rief in der Finanzmetropole Schanghai Augenzeugen zufolge und wie auch auf Videos zu sehen war eine Gruppe mit Blick auf den Präsidenten.

Das Filmmaterial war zunächst nicht unabhängig überprüfbar. Öffentliche Proteste gegen die Regierung und Präsident Xi sind selten in China, und die jüngste Welle des zivilen Ungehorsams ist beispiellos.

Am Abend hielten Demonstranten in Schanghai als Zeichen gegen Zensur weiße Blätter hoch. Bereits am Samstag waren Menschen auf die Straßen gegangen, um ihrem Unmut Luft zu machen. Zunächst handelte es sich um eine Mahnwache für zehn Menschen, die bei einem Hochhausbrand in Ürümqi ums Leben gekommen sind. Doch im Laufe der Nacht wandelte sich dies in Proteste.

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Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 328,5 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Laut AGES wurden 3.470 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. 21.187 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Da nicht mehr alle Bundesländer ihre Spitalszahlen an Wochenenden aktualisieren, ist eine bundesweite Angabe der im Spital behandelten Personen an Wochenenden nicht möglich.

Im Berichtsschema der AGES werden die Daten nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Inland

Der derzeitige Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Andreas Huss, rüttelt weiter am Wahlarztsystem. Der Privatkostenanteil betrage mittlerweile 25 Prozent, „das ist unerträglich für mich“, sagte er gestern in der ORF-„Pressestunde“. Es brauche eine Reform, mit Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) gebe es hier gute Gespräche. Weniger zufrieden mit dem Ressortchef ist Huss, der Vertreter der Arbeitnehmer in der ÖGK ist, bezüglich der Reform des Mutter-Kind-Passes. Dessen geplanter Inhalt sei „mangelhaft“.

Huss: Österreichische Besonderheit

Die Wahlärzte seien international gesehen eine österreichische Besonderheit. Geschaffen 1955 habe das System 2012 Auftrieb erhalten, als die Arbeitszeit der Spitalsärzte limitiert wurde, so Huss. Wahlärzte ordinieren privat und können sich Patienten und Ordinationszeiten aussuchen. Die Patienten müssen die Wahlarztrechnungen selbst bezahlen und bekommen höchstens 80 Prozent der Rechnungssumme von der Kasse refundiert, allerdings nur, wenn es sich tatsächlich um eine Kassenleistung gehandelt hat.

Digitalisierung und Modernisierung des Wahlarztsystems

Mit Rauch sei er in guten Gesprächen, dieses System zu ändern, sagte Huss, auf der Bremse stehe eher dessen Koalitionspartner ÖVP. Der ÖGK-Chef will die Wahlärzte zumindest in das ELGA-System und eine elektronische Abrechnung hineinbringen. Die Ärzte müssten auch „versorgungswirksam“ sein, also etwa eine gewisse Mindestzeit an Stunden ordinieren.

Huss sieht „Korruptionspotenzial“

Huss befürchtet unter Berufung auf Transparency International auch „ein gewisses Korruptionspotenzial“, wenn ein hauptberuflicher Spitalsarzt zusätzlich als Wahlarzt arbeitet. Wenn jemand nebenbei noch arbeiten wolle, „dann bitte nicht in der Privatpraxis, sondern im öffentlichen Gesundheitssystem“. Anstellungen von Ärzten bei anderen Ärzten mit Kassenvertrag seien jetzt ja möglich. Das wäre besser als die Abwanderung in eine Privatmedizin, die sich die Menschen nicht leisten könnten.

Huss hielt auch ein Plädoyer für die Kassenstellen. Kassenärzte hätten eigentlich keine Einkommensprobleme: Mit 400.000 Euro Jahresumsatz von der ÖGK plus weiteren 20 Prozent von den anderen Kassen komme ein Vertragsarzt auf netto 7.000 bis 8.000 Euro 14-mal pro Jahr. „Unter allen Ärzten, das hat auch der Rechnungshof festgestellt, verdient der Kassenarzt am allermeisten“, sagte er: „Er muss aber auch arbeiten dafür.“

Reform des Mutter-Kind-Passes und Kritik an der Regierung

„Nicht eingebunden“

Unzufrieden zeigte sich Huss beim Thema Mutter-Kind-Pass, hier sei „absolut nicht“ alles okay. Der Regierungsbeschluss dazu sei überraschend gekommen, die Sozialversicherung sei nicht eingebunden gewesen. „Der Inhalt des Mutter-Kind-Passes ist für mich mangelhaft“, unter anderem sei Zahnmedizin oder Ergo- und Logotherapie unverständlicherweise unberücksichtigt geblieben.

Nun sei man beauftragt worden, „gefälligst“ mit den Ärzten zu verhandeln. Dabei kämen zwei Drittel der Honorare vom Bund, der sei bei den Verhandlungen aber gar nicht dabei. Gerüchteweise seien den Ärzten 17 Mio. Euro an Honorarerhöhungen versprochen worden, direkt informiert worden sei man aber nicht. Das Fazit von Huss: „Wir fühlen uns nicht ernst genommen, wir fühlen uns vor allem nicht eingebunden.“

Kucher sieht „Skandal“

Von SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher erhielt Huss Unterstützung. Kucher warf der Regierung breites Versagen vor und nannte als Stichworte Pflegenotstand, Ärztemangel im öffentlichen System und Zwei-Klassen-Medizin. Zudem befand Kucher, es sei ein Skandal, wenn die Regierung Änderungen beim Mutter-Kind-Pass plane, ohne die ÖGK einzubinden.

Kaniak fordert Systemänderung

Kritischer äußerte sich FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak. „Mehr Kassenärzte im Gesundheitssystem gibt es nur mit einer Systemänderung, an der kein Weg vorbeiführt, und nicht mit bloßem Wahlärzte-Bashing“, meinte er. Kaniak plädiert für „‚halbe‘ oder ‚viertel‘ Verträge“, dass Ärzte also ein oder zwei Tage die Woche auch als Kassenärzte tätig sind. Das aktuelle System gefährde die Versorgungssicherheit der Menschen. Kaniak betonte zugleich, „dass Kassenverträge für niedergelassene Ärzte attraktiver gemacht werden müssen“.

Die Rheindelta-Gemeinde Höchst (Vorarlberg) hat gestern in einer Stichwahl ihr neues Gemeindeoberhaupt gewählt. Dabei setzte sich Stefan Übelhör von der Liste „Höchste Zeit und die Grünen“ gegen Heidi Schuster-Burda (ÖVP) mit 53,58 Prozent durch.

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Die niederösterreichischen Grünen sind früh in den offiziellen Landtagswahlkampf gestartet – einmal mehr mit dem Thema Klimaschutz im Fokus. Beim Landeskongress in Horn wetterte Spitzenkandidatin Helga Krismer gestern gegen „fossile Dinosaurier“.

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Die Vorgänge auf dem Dach der russischen UNO-Botschaft in Wien-Donaustadt geschehen nicht unbeobachtet: Von der UNO-Vertretung der USA im EY-Tower in Kaisermühlen besteht direkte Sicht auf den russischen Antennenpark. Das haben Messungen mit dem Geoinformationssystem der Stadt Wien ergeben. Wie in jeder US-Botschaft ist dort der Central Security Service (NSA/CSS) stationiert, eine Abteilung der NSA. Der CSS betreibt auch Richtfunkantennen auf dem Dach der US-Botschaft. Ein Video, das ORF.at zugespielt wurde, zeigt auf der russischen Vertretung ein geradezu baugleiches Gegenstück.

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Sport

Katharina Truppe hat für den ersten Podestplatz der österreichischen Ski-Damen in der jungen Weltcup-Saison gesorgt. Die Kärntnerin beendete gestern den Slalom in Killington nach kuriosem Rennverlauf als Dritte mit 0,22 Sekunden Rückstand auf Wendy Holdener (SUI) und Anna Swenn-Larsson (SWE), die ex aequo ihren jeweils ersten Weltcup-Sieg feierten.

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Kroatien hat gestern Kanadas Traum vom WM-Achtelfinale beendet. Der Vizeweltmeister setzte sich im Khalifa International Stadium von al-Rajjan trotz eines Blitzrückstandes in der zweiten Minute mit 4:1 (2:1) durch. Die Kroaten übernahmen mit nun vier Punkten die Führung in Gruppe F vor Marokko. Da die Afrikaner ebenfalls bei vier Zählern halten, hat Kanada vor dem letzten Spieltag keine Chance mehr auf den Aufstieg.

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In Brüssel ist es gestern nach der 0:2-Niederlage des belgischen Nationalteams gegen Marokko im zweiten Gruppenspiel der Fußball-WM in Katar zu Ausschreitungen gekommen. Rund 100 Polizisten mit Wasserwerfern mussten gegen Randalierer vorgehen, die Stadtmobiliar zerstörten und die Beamten mit Gegenständen bewarfen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

Die Polizei forderte die Menschen via Twitter dazu auf, den Boulevard du Midi und angrenzende Straßen im Zentrum der Stadt zu meiden. „Die Polizei hat bereits energisch eingegriffen. Ich rate daher allen Fans davon ab, ins Stadtzentrum zu kommen“, schrieb Brüssels Bürgermeister Philippe Close auf Twitter. Er habe angewiesen, Unruhestifter festzunehmen.

Polizist neben brennenden E-Scootern auf einer Straße in Brüssel
APA/AFP/Belga/Nicolas Maeterlinck

Auf einigen Bildern waren brennende Scooter und beschädigte Autos zu sehen. Auf Verlangen der Polizei wurde der Nahverkehr in Brüssel teilweise eingestellt, wie der örtliche Verkehrsbetrieb über die sozialen Netzwerke mitteilte. In Belgien leben mehr als 500.000 Menschen marokkanischer Abstammung. Es ist die größte außereuropäische Einwanderergruppe im Land.

Wasserwerfer in Lüttich

Im ostbelgischen Lüttich attackierten rund 50 Menschen eine Polizeiwache, schlugen Fenster ein und beschädigten zwei Polizeifahrzeuge. Die Sicherheitskräfte setzten daraufhin einen Wasserwerfer ein. Auch Schaufenster von Geschäften und eine Bushaltestelle wurden zerstört. In Antwerpen wurden rund zehn Menschen nach ähnlichen Zwischenfällen festgenommen.

Ausschreitungen auch in den Niederlanden

Zu Ausschreitungen kam es auch in den Niederlanden. Dort setzte die Bereitschaftspolizei in drei Städten Schlagstöcke ein, um randalierende marokkanische Fußballfans auseinanderzutreiben. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, musste sie in Rotterdam einschreiten, wo sich rund 500 Menschen in der Nähe des Zentrums versammelt hatten, sowie in Den Haag, Amsterdam und Utrecht.

Die Polizei in Rotterdam teilte mit, die Fußballfans hätten mit Feuerwerkskörpern und Glas nach Polizisten geworfen. Videobilder zeigten mit Schlagstöcken und Schilden ausgerüstete Polizisten in den Straßen des Stadtzentrums. Wie in Belgien hatte die große marokkanische Gemeinschaft in den Niederlanden den 2:0-Sieg Marokkos gegen Belgien mit Jubel, Feuerwerk und Hupkonzerten gefeiert.

Umwelt & Klima

In Uruguay verhandeln ab heute Vertreter von Regierungen und Organisationen erstmals über ein global verbindliches Abkommen gegen Plastikverschmutzung. Im Ferienort Punta del Este findet bis Freitag die erste Verhandlungsrunde der UNO-organisierten Konferenz statt, bei der ein zwischenstaatlicher Verhandlungsausschuss einen Vertrag zur Eindämmung der Verschmutzung durch Einwegplastik, Geisternetze oder Mikroplastik aushandeln soll.

Eine Resolution, die den Verhandlungen den Weg ebnete, war im März bei der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA) in Nairobi verabschiedet worden. Das Komitee solle bis Ende 2024 eine Konvention erarbeiten, in der rechtsverbindliche Regeln und Maßnahmen festgelegt werden, die den gesamten Lebenszyklus von Plastik betreffen. Nach einem vorgeschlagenen Zeitplan sind im kommenden Jahr weitere Treffen in Frankreich und Kenia vorgesehen.

UNO warnt vor schwerwiegenden Folgen

Nach der UNEA formierte sich eine Koalition hochambitionierter Länder unter der Führung von Norwegen und Ruanda, die bei den Verhandlungen ein Ende der Plastikverschmutzung bis 2040 erreichen wollen. Ihr gehören inzwischen mehr als 35 Staaten an.

UNO-Angaben zufolge nimmt die Kunststoffverschmutzung rapide zu. Das stelle ein ernstes globales Umweltproblem dar. Ergreife man nicht die notwendigen Maßnahmen, könne sich die Menge an Kunststoffabfällen, die in Meere und andere Gewässer gelangen, von etwa neun bis 14 Millionen Tonnen pro Jahr im Jahr 2016 auf voraussichtlich 23 bis 37 Millionen Tonnen pro Jahr im Jahr 2040 mehr als verdoppeln.

Chronik

Die Opferzahl des Erdrutsches auf der italienischen Insel Ischia erhöht sich. Sieben Tote wurden gestern von den Rettungseinheiten geborgen, nach fünf Vermissten wird noch gesucht. Zu den Toten zählen eine auf Ischia lebende Bulgarin und zwei Kinder. Das jüngste Opfer ist ein 21 Tage alter Bub.

Weitere Tote sind eine 31-jährige Frau, ein fünfjähriges Mädchen, eine Pensionistin sowie eine weitere Person, die noch identifiziert werden muss, teilten die Behörden mit. Zu den Vermissten zählen zwei Eltern und ihr fünf Jahre altes Kind. Die Suche nach Verschütteten wird über die ganze Nacht fortgesetzt, teilten die Behörden mit.

Ein Mann konnte gerettet werden, während er bis zum Hals im Schlamm steckte. Schlechtes Wetter und starker Wind erschwerten die Bergungsarbeiten in der hauptbetroffenen Region. Mehrere in ihren Häusern isolierte Personen, die ohne Strom und Wasser ausharren mussten, konnten von den Rettungsteams zunächst nicht erreicht werden. Die Zahl der Verletzten sank von 13 auf vier, wobei ein Mensch schwer verletzt sei. 167 obdachlos gewordene Personen mussten die Nacht in Hotels der Insel verbringen.

Notstand ausgerufen

Der Ministerrat in Rom tagte gestern und rief den Notstand auf Ischia aus. Damit sollen Finanzierungen für die Obdachlosen und den Wiederaufbau rascher locker gemacht werden. Zwei Millionen Euro will die Regierung laut Medienangaben für Wiederaufbauarbeiten zur Verfügung stellen.

Die Regierung will noch bis Ende dieses Jahres einen umfangreichen Plan zur Bekämpfung der negativen Auswirkungen des Klimawandels verabschieden, teilte der Ministerrat mit. Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni entsandte Soldaten zur Unterstützung der Rettungskräfte. Sie kündigte an, sie werde die Insel bald besuchen.

Am frühen Samstag war das Unwetter über die Insel mit etwas mehr als 60.000 Einwohnern hereingebrochen. Besonders betroffen war der Küstenort Casamicciola im Norden. Schlammmassen beschädigten Häuser, in denen auch einige der Vermissten vermutet wurden.

Ein Mann sollte in Ottakring in der Nacht auf Samstag auf der Straße ausgeraubt werden. Augenzeugen schlugen die beiden vermummten Täter jedoch in die Flucht. Ein Tatverdächtiger konnte festgenommen werden. Das Opfer wurde ins Spital gebracht.

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Festnahme nach Bauchstich am Donaukanal

Ein 20-jähriger Mann ist in der Nacht auf Samstag am Donaukanal mit einem Jagdmesser schwer verletzt worden. Ein 16-Jähriger steht unter Tatverdacht, dem Opfer den Bauchstich versetzt zu haben.

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Nach der gestrigen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ gibt es keinen Lottoschein mit den sechs Richtigen. Das bedeutet Doppeljackpot – im Topf liegen 1.407.989,46 Euro.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

7 13 18 37 39 45/Zusatzzahl: 40

Die aktuellen LottoPlus Zahlen lauten:

19 29 30 32 33 35

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

2 2 4 1 7 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Wirtschaft

Nicht nur bei den Eisenbahnern, die heute streiken, sondern auch im Handel spitzen sich die Verhandlungen um den neuen Kollektivvertrag zu. So erteilte der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) seiner Teilgewerkschaft GPA eine Streikfreigabe für den Handel. Dort drohen Ausstände am nächsten vorweihnachtlichen Einkaufswochenende, hieß es aus der GPA.

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Die Heizrechnung steigt, die Temperaturen sinken. Die Konsumentinnen und Konsumenten bereiten sich auf den Winter vor, indem sie auf altbewährte und neue Wärmespender zurückgreifen. Der Handel verzeichnet einen Ansturm auf alles, was Wärme erzeugt: Heizdecken und Infrarotheizungen sind teilweise längst vergriffen.

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Religion

Der Innsbrucker Dom zu St. Jakob ist gestern nach einer Sanierung der Innenräume wieder eröffnet worden. Zuvor war er sieben Monate lang geschlossen gewesen. Fresken waren gereinigt, der Steinboden saniert und die Erneuerung der Beleuchtung vervollständigt worden.

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Kultur

Wie viel Spiel, wie viel Ernst steckt in Bert Brechts, Elisabeth Hauptmanns und Kurt Weils „Dreigroschenoper“ aus dem Jahr 1928? Die Volksoper in Wien beantwortet diese Frage seit gestern in der neuen Inszenierung von Maurice Lenhard mit dem Mut zur Revue auf der Drehbühne – der bunten Kostümen und einem dezenten Crossdressing.

Sona Mac Donald gibt den Macheath, während die Spelunkenjenny von Oliver Liebl auf die gelbe Drehbühne gebracht wird. Das Publikum reagierte mit viel Beifall auf diese Umsetzung. Zugleich blieb die Frage, wie viel das mit Brecht und Weil zu tun habe (wie viel es mit Elisabeth Hauptmann zu tun habe, wird ohnedies unter den Tisch gekehrt, wenngleich ihr Name rechtskonform wieder als „Mitarbeit“ im Programmheft steht).

Szene der „Dreigroschenoper“ in der Volksoper in Wien
APA/Volksoper Wien/Barbara Palffy
Polly, Lucy und Macheath: Sogar im Gefängnis geht es einigermaßen burlesk zu in dieser Ausdeutung der „Dreigroschenoper“

Viele Buntes, aber auch viel Länge

Nun verlangen die Erben (noch) eine Texttreue – und damit ein Verbot von Kürzungen. Zugleich merkte man dem jungen Regieteam, das ja in der „Manifesto-Reihe“ des Hauses, das jungen Künstlerinnen und Künstlern die Rampe überlässt, an: Man hätte daraus durchaus gern einen zweistündigen Abend gemacht.

So furios sich Sona Mac Donald bei ihrem Debüt an der Volksoper um einen überzeugenden Mackie Messer bemühte und diesem fast die Gestalt einer Annie Lennox auf Abwegen verlieh, so hatte man just bei diesem (auch in der Moral) kurzweiligen Klassiker mit Längen zu kämpfen. Unter den bunten Kostümen aus dem House of Gucci (oder Tlapa) lauerte eben nicht der Geist des Kapitalismus, der auch die Welt der vorgeblich Ärmsten regierte. Es dominierte meist das sehr Ordinäre eines menschlichen Fortwurstelns unter dem rosa Lack oder dem grellen Gelb der Kostümwelt.

Szene der „Dreigroschenoper“ in der Volksoper in Wien
APA/Volksoper Wien/Barbara Palffy
Marco di Sapia als „Tiger“ Brown vom Scotland Yard bekommt Macheath (Sona Mac Donald) nicht mehr frei – das erledigt am Schluss die Regie

Eine Dreigroschenoperette

Der Kosmos des Bettlerkönigs Peachum (Carsten Süss) war sehr schnell dechiffriert. Ihn als Anführer einer mit Eliteproblemen kämpfenden Vorstandsvorsitzenden einer Bettlermafia zu machen, zog ihm dann doch auch den Zahn. Seine Tochter Polly (Johanna Arrouas) und „Tiger“-Brown-Tochter Lucy (Julia Koci) sangen bravourös und mit großer Rampenwirkung auf der runden Bühne im dunklen Schwarz: Alleine Bravour ist nicht die Aufgabe der „Dreigroschenoper“, die mitunter zur „Dreigroschenoperette“ mit Luft zwischen den Auftritten mutierte.

Ist die Welt ein Schäbigkeitswettbewerb und das Theater darin doch keine Anstalt im Schillerschen Sinn zur Besserung der Menschen? „Wovon lebt der Mensch“, die große Frage aus dem zweiten Akt der „Dreigroschenoper“, wird ja bekanntlich von Macheath, genannt Mackie Messer mit dem Fressen vor der Moral beantwortet. Hier gerieten die Fragen in den Hintergrund, das Spiel sehr in den Vordergrund, ohne dass der Antrieb genauer sichtbar wurde.

Muss man also einen Klassiker bunt beleben? Vielleicht, werden die einen sagen – auch Brecht vertrage eine Umakzentuierung. Andere werden den Abend ratlos mit einem Warum verlassen. Oder sich damit trösten, dass das wahre epische Theater im Grunde mit Heiner Müller beginnt. Und bei Müller hilft auch der Steppmantel in Gelb nicht.

Leute

Der frühere Starkoch Werner Matt ist 80-jährig gestorben, schreibt der „falstaff“ online. Geboren 1942 in Kematen in Tirol startete er die Karriere in der Schweiz. Von dort zog es Matt mit der Hilton-Gruppe über die Türkei, England, Kanada und Deutschland nach Wien, wo er Mitbegründer der „neuen Wiener Küche“ war. 1985 war er „Koch des Jahres“. Auch war Matt Vizepräsident des „Club des Chefs des Chefs“ (CCC), der Vereinigung der Hausköche gekrönter und ungekrönter Staatschefs.

Die britische Königsgemahlin Camilla hat mit einer royalen Tradition gebrochen und anstelle von Hofdamen eine Reihe von informelleren Begleiterinnen ernannt. Die sechs „Queen’s Companions“ – also Begleiterinnen der Königsgemahlin – sind langjährige Vertraute der 75-Jährigen. Dazu gehören nach Angaben des Buckingham-Palastes unter anderem die Innendesignerin Marchioness of Lansdowne und Carlyn Chisholm, die im britischen Oberhaus sitzt.

Die Frauen sollen Camilla abwechselnd bei öffentlichen Terminen begleiten, aber anders als Hofdamen weniger regelmäßig an ihrer Seite sein und sich auch nicht um ihre Korrespondenz oder Terminplanung kümmern. Der BBC zufolge erhalten sie kein Gehalt, bekommen aber Ausgaben erstattet. Zudem hat Camilla einen neuen persönlichen Assistenten in Vollzeit namens Ollie Plunket eingestellt.

„Ladies-in-waiting“ werden zu „Ladies of the household“

Die ehemaligen Hofdamen von Queen Elizabeth II., deren Originalbezeichnung „Ladies-in-waiting“ war, dürfen jedoch weiter für den Palast arbeiten: Als „Ladies of the household“ werden sie König Charles III. bei formellen Anlässen im Buckingham-Palast unterstützen.

Der BBC zufolge endet mit der Ära der „Ladies-in-waiting“ eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückgeht. Oft kamen die Hofdamen selbst aus aristokratischen Familien.