Illustration zum falschen Verhalten bei Coronavirus
QuickHoney/ORF.at
Coronavirus

So kann sich jeder schützen

Das Coronavirus verbreitet sich weltweit und auch in Europa. Zur Einschätzung der Lage auch für jede und jeden selbst und das persönliche Umfeld sind im Folgenden die Antworten der Fachleute auf die derzeit wohl wichtigsten Fragen zusammengefasst.

Gesundheitsministerium, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und natürlich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben auf ihren Websites jeweils ausführliche Informationspakete zu dem Virus zusammengestellt. Der offizielle Name des Virus lautet SARS-CoV-2. Die Krankheit, die von diesem Virus ausgelöst wird, heißt Covid-19.

Mit Symptomen, die potenziell auf eine Infektion hindeuten, soll man zu Hause bleiben und für medizinische Auskünfte die Telefonnummer 1450 wählen, mit Fragen und Sorgen allgemein die Hotline 0800 555 621 .

Grafik zu Coronavirus-Schutzmaßnahmen
Grafik: QuickHoney/ORF.at

Wie kann man sich und andere schützen?

Es werden die gleichen Maßnahmen empfohlen, die auch für die saisonale Grippe gelten: mehrmals täglich die Hände mit Wasser und Seife waschen. Zusätzlich kann man ein alkoholhaltiges Desinfektionsmittel verwenden. Wenn man hustet oder niest, Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bedecken. Direkten Kontakt mit kranken Menschen möglichst vermeiden, zumindest aber einen Mindestabstand von einem, zwei Metern von krankheitsverdächtigen Personen halten.

Was bringen Masken?

Einmal-Mundschutzmasken sind kein wirksamer Schutz gegen Viren und Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Sie helfen aber, die Ausbreitung zu verhindern, wenn sie von Menschen getragen werden, die selbst infiziert sind und es möglicherweise noch gar nicht wissen.

Seit Mitte April ist das Tragen von Masken in geöffneten Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorisch. Bei der Maßnahme geht es nicht um den Eigenschutz, vielmehr soll das Anniesen oder Anhusten vermieden werden – und damit die Ansteckung anderer. Auch Kinder müssen Masken tragen.

Was tun bei Reisen und Rückkehr?

Nach der Rückkehr bei den heimischen Gesundheitsbehörden sollte sich melden, wer in einer Region war, die von dem Virus stark betroffen ist, ebenso bei typischen Symptomen (Fieber, Atembeschwerden, Husten). Betroffene bittet das Ministerium, beim Gesundheitstelefon 1450 anzurufen.

Reisen sollen – bis auf unbedingt nötige – vermieden werden. Längere und weitere Reisen sind derzeit aufgrund der Einschränkungen im internationalen Reise- und Grenzverkehr ohnehin kaum möglich.

Infokampagne zum Coroanvirus
APA/Hans Punz
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen

Wie wird das Virus übertragen?

Die häufigste Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch, vor allem über Speichel und Lungensekrete. Aber auch Harn, Stuhl, Blut und andere Körperflüssigkeiten wie Gelenkspunktate können infektiös sein.

Wie ansteckend ist das Virus?

SARS-CoV-2 ist in etwa so ansteckend wie das Virus der saisonalen Grippe. Es dauert meist drei bis fünf Tage, bis die Krankheit ausbricht, in seltenen Fällen bis zu 14 Tage.

Wie zeigt sich die Erkrankung?

Die Infektionen sind in der Regel mild. Meist äußert sich eine Erkrankung durch Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. Bei schweren Fällen kann das Virus zu Lungenentzündung, einem schweren Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar zum Tod führen.

Wie wird eine Erkrankung behandelt?

Weil dieses Virus erstmals beim Menschen auftritt, gibt es noch keinen Impfstoff. An diesem wird derzeit weltweit mit Hochdruck geforscht. Es wird aber zumindest noch Monate dauern, bis ein solcher zum Einsatz kommen kann. Derzeit werden die Krankheitssymptome behandelt. Das heißt, Erkrankte bekommen etwa fiebersenkende Mittel.

Wie gefährlich ist das Virus?

Fachleute gehen aufgrund des bisherigen Verlaufs der Epidemie davon aus, dass die Sterblichkeit bei SARS-CoV2 deutlich niedriger ist als bei anderen Coronaviren wie dem MERS- und dem SARS-Virus. Bei SARS-CoV2 geht man von einer Sterblichkeit von bis zu drei Prozent aus. Bei MERS liegt sie dagegen bei 30 Prozent, bei SARS bei etwa zehn Prozent. Bei der saisonalen Grippe liegt die Sterblichkeit unter einem Prozent. Grundsätzlich gilt wie bei der saisonalen Grippe: Alte Menschen und immungeschwächte Personen sind besonders betroffen.