Grafische Darstellung eines Kalenders
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Aktueller Stand

Überblick über die Lockerungen

Nach dem weitgehenden Herunterfahren von Wirtschaft und Gesellschaft im Zuge der Coronavirus-Gefahr ist seit Ende Mai schrittweise Lockerung angesagt. Nach sehr vorsichtigem Start ist mit den Stichtagen 29. Mai und 15.Juni wieder ein Schub hin zu einem gewohnten Alltag erfolgt. Nachfolgend ein Überblick, was mittlerweile wieder möglich und erlaubt ist.

Von Einkaufen und Fortgehen über das Besuchen von Veranstaltungen und Baden bis zu Urlauben und Reisen ist mittlerweile vieles wieder möglich, wenn auch meist mit Beschränkungen. Die Maskenpflicht ist seit 15. Juni weitgehend aufgehoben. Sie gilt seither nur noch in öffentlichen Transportmitteln, in Spitälern, beim Arzt, in der Apotheke und bei Dienstleistungen, etwa Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Frisören und Lokalen.

Generell gilt weiter, dass im öffentlichen Raum ein Mindestabstand von einem Meter von haushaltsfremden Personen zu halten ist. Wichtig ist auch, die Hygieneregeln wie gründliches und häufiges Händewaschen einzuhalten.

Sich vorab informieren sinnvoll

In vielen Fällen empfiehlt es sich jedenfalls, vorher im Internet oder telefonisch zu klären, ob eine Veranstaltung tatsächlich stattfindet oder ein Museum, Lokal oder Hotel in Betrieb ist.

Denn nicht alle haben ab dem Moment geöffnet, ab dem es wieder erlaubt wurde. Und bei Lokalen müssen Tische zwar nicht reserviert werden, es erleichtert Betreibern aber die Planung. Auch Tickets für Veranstaltungen gibt es teils nur gegen Vorbestellung – das erleichtert den Veranstaltern den Überblick, und Besucher müssen nicht wegen Überfüllung abgewiesen werden.

Wesentliche Lockerungen

  • Zwei wichtige Erleichterungen sind seit 15. Juni für die Gastronomie in Kraft: Die Sperrstunde ist von 23.00 auf 1.00 Uhr ausgeweitet. Und auch die Limitierung, dass maximal vier Erwachsene an einem Tisch sitzen dürfen, ist aufgehoben.
  • Hotels, Pensionen, Campingplätze und Schutzhütten dürfen seit Freitag, 29. Mai, wieder aufsperren.
  • Auch die Bäder haben mit fast einem Monat Verspätung Ende Mai geöffnet. Um den nötigen Abstand zu garantieren, gibt es eine an der Liegefläche orientierte Begrenzung der Besucherinnen und Besucher. Wegen der begrenzten Besucherzahl ist die Benützung teils auf die Ortsbevölkerung beschränkt. Unterschiedlich ist vor allem die Handhabung von Saisonkarten. Auch hier empfiehlt es sich, vorher telefonisch abzuklären, ob oder wie ein Besuch möglich ist. Vielfach gibt es Vereinfachungen bei den Tickets, um Menschenschlangen am Eingang möglichst zu vermeiden.
  • Thermen: Sie haben zusätzliche Auflagen vor allem für die Sauna – kein Aufguss, nur mit Familienangehörigen. Manche Thermen, etwa jene in Wien, lassen Saunen daher noch geschlossen.
  • Auch Fitness- und Yogastudios sind wieder offen. Dort gilt grundsätzlich ein Zweimeterabstand. Geräte müssen öfter desinfiziert werden.
  • Auch Vergnügungsparks und Casinos dürfen wieder öffnen.
  • Theater, Kabaretts, Konzertsäle und Kinos haben ebenfalls grünes Licht. Sie können – wegen der Auflagen für Mindestabstände – deutlich weniger Tickets verkaufen. Bis zu vier Erwachsene, die gemeinsam die Veranstaltung besuchen, können aber nebeneinandersitzen – auch wenn sie nicht im gemeinsamen Haushalt leben. Das ist etwa für viele Kabarettbühnen und kleinere Musikclubs relevant.
  • Ebenfalls wieder möglich sind Hochzeiten und Begräbnisse in größerem Rahmen. Konkret sind bis zu 100 Personen erlaubt. Zusammenkünfte im privatem Rahmen und im privaten Raum sind grundsätzlich nicht geregelt. Hier appelliert die Regierung an die Eigenverantwortung der Betroffenen.

Meiste Einschränkungen beim Reisen

  • Der Flugverkehr ist in Österreich derzeit noch stark eingeschränkt. Die Lufthansa-Tochter AUA nahm am 15. Juni ihren Flugbetrieb aber wieder auf.
  • In das Gros der europäischen Länder kann man mittlerweile ohne Auflagen einreisen. Auch bei der Rückkehr wurden die Bestimmungen (freiwillige Quarantäne oder aktuelles negatives Testergebnis) für viele Länder aufgehoben. Einen Überblick dazu bieteen das Außenministerium und die Website Re-open EUder EU-Kommission mit allen Regeln in den EU-Ländern
  • Die Geschäfte sind nicht nur wieder offen – auch die zunächst eingeschränkten Öffnungszeiten sind wieder weitgehend so, wie sie vor der Ausbruch der Pandemie waren.
Grafik zu Hygieneregeln in Schulen
Grafik: QuickHoney/ORF.at
  • Die Schulen haben mittlerweile Erfahrung mit geteilten Klassen, die wechselweise in der Schule und im Homeschooling unterrichtet werden, gesammelt. Seit Pfingsten ist „Vollbetrieb“, wenn auch die Nichtschulpflichtigen an die Schulen zurückkehren. Gleichzeitig fiel die Maskenpflicht, auch wenn manche Schulen an die Schülerinnen und Schüler appellieren, sie (außerhalb der Klasse) trotzdem weiterhin zu tragen.
  • An den Unis und Fachhochschulen geht der Remote-Betrieb weiter, erst im Herbst ist eine Rückkehr zum Studieren an Ort und Stelle geplant. Prüfungen finden aber teils an Ort und Stelle statt.
  • Auch in der Büroarbeitswelt hat längst eine schrittweise Rückkehr zu Vor-CoV-Zuständen begonnen. Allerdings ist in vielen Unternehmen weiterhin ein großer Teil der Belegschaft – zumindest zeitweise – im Homeoffice. Eigene Regeln gelten weiterhin für Angehörige einer Risikogruppe. Wer entsprechend von der Sozialversicherung eingestuft wurde, muss entweder von zu Hause aus arbeiten oder dienstfrei gestellt werden.