Illustration zweier spielender Kinder
QuickHoney/ORF.at
Was darf ich?

Kinderfragen zum Coronavirus

Gerade an den Jüngsten sind die Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus nicht spurlos vorübergegangen. Vieles könnte sich bald lockern. Umso mehr steht im Raum: Was darf man jetzt, was soll man vermeiden? Zentrale Fragen aus Kindersicht.

Von den sehr radikalen „Shut-down“-Maßnahmen waren gerade Kinder besonders betroffen: Wann darf man seine Freunde wiedersehen? Wie soll man sich verhalten in Kindergarten und in der Schule?

Speziell für Kinder wurden eigene Anlaufstellen eingerichtet, so auch vom Sozialministerium. Seit die Schulen wieder mit Sonderbetrieb aufgesperrt haben, sind die Fragen nicht kleiner geworden.

Weitere Lockerungen

Mittlerweile gibt es im Bereich Schule einige Lockerungen, die Maskenpflicht ist gefallen, auch Sport ist wieder möglich. Der Schichtbetrieb an den Schulen bleibt, Abschlussfeste werden dafür erlaubt sein, „wenn die Regeln des Gesundheitsministeriums eingehalten werden“. Im kommenden Herbst will man die Schule jedenfalls so „normal als möglich“ wieder beginnen, so ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßman.

Das Gesundheitsministerium zog im Rahmen einer „Kindersprechstunde“, die es weiterhin auch über E-Mail und in Sozialen Netzwerken gibt, Bilanz, welche Fragen Kinder am häufigsten gestellt haben.

Die Themen der Kinder

Zu diesen Themen habe man die häufigsten Fragen der Kinder in den letzten Wochen gestellt bekommen, so das Gesundheitsministerium gegenüber ORF.at:

  • Kann ein Turnunterricht noch in diesem Semester stattfinden?
  • Die Angst vor Spritzen und die Frage, ob eine Impfpflicht kommt
  • Gibt es das Virus im Sommer/Herbst auch noch?
  • Kann Schule im Herbst wieder in normalen Klassen stattfinden?
  • Was passiert, wenn die Infektionszahlen wieder steigen?
  • Ist das Virus für Kinder gefährlich?
  • Darf ich meinen Papa, der schwer erkrankt ist, besuchen?
  • Können wir im Juli eine Geburtstagsparty mit all den Freundinnen und Freunden machen?
  • Kann das Ferienlager wieder stattfinden?

Was passiert, wenn …?

  • Zur zentralen Frage, was passiere, wenn die Zahl der Infektionen wieder ansteige, sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne): „Dann müssen wir Gegenmaßnahmen setzen“ und vielleicht die eine oder andere Öffnung verschieben.
  • Eine Impfpflicht werde es nicht geben, verspricht Anschober, aber wenn eine Impfung entwickelt würde, könne diese schützen. „Das ist nur ein Pikser und gleich wieder vorbei“, erklärt dazu auch die Allgemeinmedizinerin Susanne Rabady.
  • Wie sich der Umgang mit dem Coronavirus im Herbst entwickeln wird, ist noch sehr offen: „Fast alle Fragen sind ganz schwer zu beantworten, das Virus ist nicht berechenbar“, sagt Gesundheitsminister Anschober.
  • Zwei Buben, die wissen wollen, ob sie im Juli ihren Geburtstag beim Kegeln feiern können, richtet der Gesundheitsminister aus: „Ein paar Freunde zu einer Geburtstagsfeier einzuladen wird nicht die Tragödie sein.“
  • Wichtige Botschaft, auch wenn jetzt in der Schule Maßnahmen gelockert werden: Hygienemaßnahmen und Mindestabstand einhalten!

Kinder, die Fragen zu den Coronavirus-Schutzmaßnahmen haben, können diese beim Gesundheitsministerium über sprechstunde@sozialministerium.at stellen.