Grafische Darstellung eines Kalenders
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Aktueller Stand

Überblick über die Maßnahmen

Nach dem weitgehenden Herunterfahren von Wirtschaft und Gesellschaft im Zuge der Coronavirus-Gefahr gab es zuerst eine Reihe von Lockerungen. Nach steigenden Infektionszahlen kam es im Juli dann wieder zu ersten Verschärfungen. Nachfolgend ein Überblick über die aktuellen Maßnahmen.

Von Einkaufen und Fortgehen über das Besuchen von Veranstaltungen und Baden bis zu Urlauben und Reisen ist mittlerweile vieles wieder möglich, wenn auch meist mit Beschränkungen. Mit 24. Juli wurde die Maskenpflicht aber wieder verschärft – ein Mund-Nasen-Schutz muss nun wieder in Supermärkten, im Lebensmitteleinzelhandel in Post- und Bankfilialen getragen werden. Das Gleiche gilt für Tankstellenshops und Bäckereien. Auch in Gottesdiensten soll eine Maske getragen werden. Ebenso gilt die Maskenpflicht nun wieder für Besucherinnen und Besucher von Pflegeheimen, Krankenanstalten und Kuranstalten.

Grafik zur Maskenpflicht ab dem 24. Juli 2020
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA

Die Maskenpflicht gilt zudem weiterhin in öffentlichen Transportmitteln und Taxis, bei Veranstaltung in geschlossenen Räumen (ausgenommen zugewiesener Sitzplatz), Seil- und Zahnradbahnen, in Reisebussen und Innenräumen von Ausflugsschiffen, in der Apotheke, bei Demonstrationen ohne Möglichkeit eines Mindestabstands und bei Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann und keine andere Schutzmaßnahme wie eine Plexiglasscheibe vorhanden ist, etwa Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Friseuren und Lokalen.

Der Mindestabstand von einem Meter von haushaltsfremden Personen „beim Betreten öffentlicher Orte“ gilt nach der Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs zumindest bundesweit seit Ende Juli nicht mehr. Als Reaktion auf steigende Infektionszahlen verschärften einige Bundesländer allerdings lokal die Maßnahmen und führten etwa eine weitergehende Maskenpflicht ein, darunter Oberösterreich, Kärnten und Salzburg. Wichtig ist weiterhin, die Hygieneregeln wie gründliches und häufiges Händewaschen einzuhalten.

Sich vorab informieren sinnvoll

In vielen Fällen empfiehlt es sich jedenfalls, vorher im Internet oder telefonisch zu klären, ob eine Veranstaltung tatsächlich stattfindet oder ein Museum, Lokal oder Hotel in Betrieb ist. Viele haben weiterhin etwa eingeschränkte Öffnungszeiten, zudem müssen Besucherströme gezielt gelenkt werden.

Bei Lokalen müssen Tische zwar nicht immer reserviert werden, es erleichtert Betreibern aber die Planung. Auch Tickets für Veranstaltungen gibt es teils nur gegen Vorbestellung – das erleichtert den Veranstaltern den Überblick, und Besucher müssen nicht wegen Überfüllung abgewiesen werden.

Wesentliche Lockerungen

  • Zwei wichtige Erleichterungen sind seit 15. Juni für die Gastronomie in Kraft: Die Sperrstunde ist von 23.00 auf 1.00 Uhr ausgeweitet. Und auch die Limitierung, dass maximal vier Erwachsene an einem Tisch sitzen dürfen, ist aufgehoben.
  • Hotels, Pensionen, Campingplätze und Schutzhütten dürfen wieder aufsperren.
  • Um in Bädern den nötigen Abstand zu garantieren, gibt es eine an der Liegefläche orientierte Begrenzung der Besucherinnen und Besucher. Wegen der begrenzten Besucherzahl ist die Benützung teils auf die Ortsbevölkerung beschränkt. Unterschiedlich ist vor allem die Handhabung von Saisonkarten. Auch hier empfiehlt es sich, vorher telefonisch abzuklären, ob oder wie ein Besuch möglich ist. Vielfach gibt es Vereinfachungen bei den Tickets, um Menschenschlangen am Eingang möglichst zu vermeiden.
  • Thermen: Sie haben zusätzliche Auflagen vor allem für die Sauna – kein Aufguss, nur mit Familienangehörigen. Manche Thermen, etwa jene in Wien, lassen Saunen daher noch geschlossen.
  • Auch Fitness- und Yogastudios sind wieder offen. Dort gilt grundsätzlich ein Zweimeterabstand. Geräte müssen öfter desinfiziert werden.
  • Auch Vergnügungsparks und Casinos dürfen wieder öffnen.
  • Theater, Kabaretts, Konzertsäle und Kinos haben ebenfalls grünes Licht. Sie können – wegen der Auflagen für Mindestabstände – deutlich weniger Tickets verkaufen. Bis zu vier Erwachsene, die gemeinsam die Veranstaltung besuchen, können aber nebeneinandersitzen – auch wenn sie nicht im gemeinsamen Haushalt leben. Das ist etwa für viele Kabarettbühnen und kleinere Musikclubs relevant.
  • Ebenfalls wieder möglich sind Hochzeiten und Begräbnisse in größerem Rahmen. Konkret sind bis zu 100 Personen erlaubt. Zusammenkünfte im privatem Rahmen und im privaten Raum sind grundsätzlich nicht geregelt. Hier appelliert die Regierung an die Eigenverantwortung der Betroffenen.

Meiste Einschränkungen beim Reisen

  • Der Flugverkehr ist in Österreich derzeit noch stark eingeschränkt. Die Lufthansa-Tochter AUA nahm am 15. Juni ihren Flugbetrieb aber wieder auf.
  • Etwaige Beschränkungen bei Reisen in andere Länder hängen auch mittlerweile nicht nur von der Entwicklung in den jeweiligen Ländern ab, sondern auch von den Infektionszahlen in Österreich. Einen Überblick dazu bieten das Außenministerium und die Website Re-open EU der EU-Kommission mit allen Regeln in den EU-Ländern.