Dritter Lockdown

Die Regeln bis 7. Februar

Der dritte CoV-Lockdown läuft bis einschließlich 7. Februar. Es gelten Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr. Schulen befinden sich im Distanzbetrieb. Fast alle Geschäfte und körpernahen Dienstleister müssen geschlossen halten.

Dauer

Der Lockdown begann am 26. Dezember und gilt bis einschließlich 7. Februar.

Ausgangsbeschränkungen

Die Ausgangsbeschränkungen gelten bis 7. Februar rund um die Uhr, der eigene private Wohnbereich darf auch tagsüber nur aus bestimmten Gründen verlassen werden. Gestattet sind die Fahrt in die Arbeit, das Erledigen notwendiger Grundbedürfnisse des täglichen Lebens (etwa der Einkauf) und die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen. Auch der Aufenthalt im Freien zur „körperlichen und psychischen Erholung“ ist erlaubt (etwa für Spaziergänge und Individualsport). Die Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen fällt ebenfalls unter die Ausnahmen.

Illustration zeigt leere Stadt
QuickHoney/ORF.at

Kontaktbeschränkungen

Kontakte bleiben vorerst stark eingeschränkt. Bis einschließlich 7. Februar sind weiterhin nur Treffen zwischen einem Haushalt (eine oder mehrere Personen) und einer Einzelperson eines anderen Haushalts gestattet. Das gilt explizit auch für Privatbereiche außerhalb des Wohnbereichs wie Gärten, Scheunen, Schuppen und Garagen.

Grundsätzlich ausgenommen von den Beschränkungen sind u. a. das Treffen mit dem Lebenspartner und Aufsichtspflichten über minderjährige Kinder. So können etwa beide Großeltern mehrere Geschwisterkinder gleichzeitig beaufsichtigen. Die Aufsichtspflicht über minderjährige Kinder kann auch durch Personen wahrgenommen werden, die nicht dem Familienkreis zuzurechnen sind – etwa Babysitter, Tageseltern, Nachbarn.

Abstandsregeln und Maskenpflicht

Generell soll ein Zweimeterabstand gehalten werden, zu allen Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben. Im Handel und in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen seit 25. Jänner höherwertige FFP2-Masken getragen werden.Einkommensschwachen sollen sie gratis zur Verfügung gestellt werden.

Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind wie bisher vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ausgenommen. Ab dem Alter von 14 muss eine FFP2-Maske getragen werden. Wer aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann, muss ein Attest mitführen – und darf dann einen Gesichtsschild tragen. Personen, denen auch das aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann, sind von der Pflicht ausgenommen. Ausnahmen gibt es auch für Schwangere und Menschen mit Hörbehinderungen.

Handel und Dienstleistungen

Alle Geschäfte bis auf die Grundversorger (u. a. Lebensmittelhandel, Drogerien, Apotheken, Post, Banken, Trafiken, Tankstellen) bleiben bis 7. Februar geschlossen. In den derzeit von den Schließungen ausgenommen Geschäften ist eine FFP2-Maske zu tragen. Überdies müssen pro Kunde zehn Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.

Bei den derzeit geschlossenen Geschäften können Waren bestellt und abgeholt werden, dabei dürfen geschlossene Räumlichkeiten aber nicht betreten werden.

Geöffnet sind weiterhin Dienstleister, die keine „körnpernahen“ Dienstleistungen anbieten. Darunter fallen etwa Werkstätten oder Schneidereien. „Körpernahe“ Dienstleistungen, sie etwa Friseure, Kosmetiksalons oder Tätowierer dürfen bis einschließlich 7. Februar nicht in Anspruch genommen werden.

Schulen, Kindergärten und Unis

Die Schulen bleiben noch bis einschließlich 7. Februar im Distanzbetrieb. In Kindergärten ist die Besuchspflicht im letzten Kindergartenjahr vorerst aufgehoben. Auch die Universitäten befinden sich im Distance-Learning.

Homeoffice und Arbeitsplatz

Homeoffice wird Unternehmen zwar empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Für den Arbeitsplatz gilt vorerst weiterhin eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, sobald sich in einem Raum ohne Schutzvorrichtungen (z. B. Trennwand) mehr als eine Person gleichzeitig aufhält. Ausnahmen gibt es, sofern die Arbeit mit Maske nicht möglich ist (z. B. Schauspielproben). In solchen Fällen müssen „organisatorische Maßnahmen“ getroffen werden (etwa die Bildung von festen Teams).

Darüber hinaus gelten Sonderregeln für

  • Angestellte in Kindergärten, die in unmittelbarem Kontakt mit Kindern stehen,
  • Lehrerinnen und Lehrer,
  • Menschen, die im Bereich der Lagerlogistik arbeiten,
  • Personen mit Kundenkontakt sowie
  • Personen, die in einem Dienstverhältnis zu einer Gebietskörperschaft stehen und im Parteienverkehr tätig sind, gelten.

Sie müssen einmal pro Woche einen Nachweis über einen negativen Antigen-Test oder einen negativen PCR-Test vorweisen. Liegt ein solcher Nachweis nicht vor, ist am Arbeitsort durchgehend eine FFP2-Maske zu tragen.

Gastronomie und Tourismus

Die gesamte Gastronomie ist geschlossen. Die Abholung von Speisen und Getränken ist im Zeitraum von 6.00 bis 19.00 Uhr weiterhin gestattet. Dabei dürfen weiterhin keine offenen alkoholischen Getränke verkauft werden. Lieferservices bleiben ohne zeitliche Beschränkung erlaubt. Von der Schließung sind neben Restaurants auch Bars und sämtliche Nachtlokale betroffen. Auch der Tourismus steht still.

Illustration zeigt Grenzübergang
QuickHoney/ORF.at

Sport und Skibetrieb

Sport im Freien alleine ist wie seit Beginn der Pandemie weiter erlaubt. Sportstätten (etwa Loipen und Eislaufplätze) bleiben geöffnet, es muss der Mindestabstand eingehalten werden, und es müssen zehn Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen. Auch der Skibetrieb ist möglich.

Bei der Liftbenützung sowie in den Wartebereichen ist das Tragen einer FFP2-Maske (ohne Ausatemventil) für Personen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr verpflichtend, jüngere Kinder brauchen keine Maske zu tragen. Geschlossene oder abdeckbare Lifte (Gondeln, Kabinen, abdeckbare Sessellifte) dürfen nur zur Hälfte belegt werden – das gilt nicht, wenn ausschließlich Personen aus demselben Haushalt befördert werden.

Alle Kontaktsportarten (z. B. Fußball) bleiben untersagt. Sportstätten im Inneren sind für Hobbysportler weiterhin geschlossen.

Veranstaltungen und Kultur

Veranstaltungen sind nahezu komplett untersagt. Darunter fallen etwa Kulturevents, Hochzeits-, Geburtstags- und Jubiläumsfeiern sowie Gelegenheitsmärkte. Ausnahmen gibt es nur für Sportveranstaltungen, aber ohne Publikum.

Auch Theater und Oper sind geschlossen. Museen und Ausstellungshäuser müssen ihre Tore bis einschließlich 7. Februar ebenfalls geschlossen halten. Das gilt auch Bibliotheken und Büchereien, die zurzeit aber „Click & Collect“ anbieten dürfen.

Freizeiteinrichtungen

Das Betreten von Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios und Hallenbädern bleibt untersagt. Betroffen von den Schließungen sind vorerst weiterhin auch Vergnügungsparks, Tanzschulen, Wettbüros und Casinos, Prostitutionslokale, Indoor-Spielplätze und Paintballanlagen. Zoos bleiben bis einschließlich 7. Februar geschlossen.

Illustration zeigt Großeltern mit Kindern
QuickHoney/ORF.at

Öffentliche Verkehrsmittel

In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in U-Bahn-Stationen, an Bushaltestellen, und Flughäfen ist eine FFP2-Maske zu tragen. Auch hier gilt die Abstandspflicht von zwei Metern. Fahrgemeinschaften und Taxifahrten sind nur zulässig, wenn pro Sitzreihe (inkl. Lenker) maximal zwei Personen sitzen. Ausnahmen gibt es für Transporte von Kindergartenkindern und für Transporte von Menschen mit Behinderungen.

Einreisebeschränkungen

Weiterhin aufrecht sind die seit 19. Dezember geltenden Einreisebeschränkungen nach Österreich, es sollen aber Verschärfungen kommen. Alle Personen, die nach Österreich einreisen, müssen sofort eine zehntägige Quarantäne antreten. Die Quarantäne kann durch einen negativen PCR- oder Antigen-Test früher beendet werden, der frühestens am fünften Tag möglich ist. Ausgenommen sind lediglich Einreisen aus Staaten, deren CoV-Belastung noch immer gering ist (Australien, Finnland, Griechenland, Island, Japan, Neuseeland, Norwegen, Singapur, Südkorea und Vatikan).

Ebenfalls ohne Restriktionen einreisen dürfen etwa regelmäßige Pendler und Personen, die in die Enklaven Mittelberg (Kleinwalsertal), Vomp-Hinterriss oder Jungholz einreisen. Ohne Test kommen können auch jene, die mindestens einmal pro Monat zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners einreisen – oder bei schweren Krankheitsfällen, Todesfällen, Begräbnissen, Geburten im Familienkreis.

Alters- und Pflegeheime

In Alters-, Pflege- und Behindertenheimen ist weiterhin nur ein Besuch pro Patient und Woche möglich. Minderjährige Bewohner von Behindertenheimen und unterstützungsbedürftige Bewohnerinnen und Bewohner dürfen allerdings von zwei Personen besucht werden (z. B. den Eltern). Ausgenommen von der Besuchsbeschränkung ist die Palliativ- und Hospizbegleitung.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen mindestens einmal wöchentlich einen Test machen und durchgehend eine FFP2-Maske tragen. Stehen Tests nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung, sind vorrangig Mitarbeiter mit Bewohnerkontakt zu testen. Neu aufgenommene Bewohner müssen ein negatives Ergebnis eines CoV-Tests vorweisen, dasselbe gilt für Besucher. In Spitälern gelten dieselben Regeln. Ausnahmen bei den Besuchsregeln gibt es für die Begleitung bei Schwangerschaftsuntersuchungen, bei und nach der Entbindung sowie bei der Palliativ- und Hospizbegleitung.

Eheschließungen, Begräbnisse und Gottesdienste

Eheschließungen am Standesamt sind weiterhin nur in Ausnahmefällen möglich. Hochzeitsfeiern sind untersagt. An Begräbnissen dürfen wie bisher maximal 50 Personen teilnehmen, dabei gilt die Mindestabstandsregel und Maskenpflicht. In Innenräumen von Religionsgemeinschaften muss jedenfalls ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.