Illustration zum Thema Impfung mit Spritze und Impfstoff
QuickHoney/ORF.at
Impfung

So planen die Länder die Impfungen

Die CoV-Impfaktion nimmt in Österreich schrittweise Fahrt auf: Nach der Bestätigung der Verantwortlichkeiten – der Bund ist für den Impfstoff zuständig, die Länder organisieren die Impfungen – ist die Phase eins des Nationalen Impfplans angelaufen.

Dabei ist vorgesehen, dass bis Ende Jänner die erste Runde der Impfung in allen Alters- und Pflegeheimen abgeschlossen wird. Sie sind als Erstes dran, dann geht es – idealerweise – nach Altersgruppen und Stufen der Gefährdung weiter. Die Reihenfolge, in der geimpft wird, gilt österreichweit und wurde vom Gesundheitsministerium festgelegt. Pflege- und Gesundheitspersonal wird etwa ebenfalls priorisiert. Die Impfungen sind in allen Fällen freiwillig. Derzeit sind Bund und Länder noch dabei, die nächsten Phasen der Impfung vorzubereiten – etwa Websites, um sich für eine Impfung vorzumerken.

Die Stadt Wien, die bei den Pflegeheimen schon vergleichsweise weit mit den Impfungen ist, führt von Freitag bis Montag eine große Impfaktion durch. Dabei werden in 14 Impfstraßen in der Messe Wien niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und Ordinationshilfen geimpft. Begonnen hat bereits das Impfen der Belegschaft in den Wiener Spitälern. Allein im AKH werden pro Tag bis zu 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft.

Vorbehalt bei Schätzungen

Alle Zahlenschätzungen, auch jene der Behörden, sind vorläufig. Sie hängen von der Menge des verfügbaren Serums, der Impfbereitschaft und dem nötigen Personal ab.

Kärntner Regierung sieht Umdenken

Auch in Kärnten beginnen am Wochenende die Impfungen außerhalb von Pflegeheimen und Covid-19-Stationen. In acht Servicestellen der Gesundheitskasse können sich über 80-Jährige impfen lassen. Die Landesregierung sieht ein Umdenken der Bevölkerung und eine größere Bereitschaft, zur Impfung zu gehen. Bis Ende März sollen 40.000 Menschen im südlichen Bundesland geimpft sein, so die Landesregierung.

Eigenes Vormerksystem im Burgenland

Auch die burgenländische Landesregierung präsentierte zuletzt ihre Impfstrategie. Vorgesehen ist – entsprechend der Vorgabe des Gesundheitsministeriums – die rasche Impfung von Hochrisikogruppen und von Mitarbeitern im Gesundheitsbereich. Geplant ist ein eigenes Vormerksystem, bei dem sich alle zur Impfung anmelden sollen. Dieses soll nächste Woche präsentiert werden.

Anmeldung in Oberösterreich seit Freitag

In Oberösterreich startete am Freitag die Anmeldung über 80-Jähriger – online und telefonisch. 48.000 durchgeführte Impfungen ist das Ziel bis Ende Jänner aus derzeitiger Sicht. In jedem Bezirk wird es mindestens einen Impfstandort geben, der jeweils von den Behörden festgelegt wird.

Salzburg weitet Anfang Februar aus

Anfang Februar will auch Salzburg beginnen, über 80-Jährige, die zu Hause leben, zu impfen. Derzeit läuft die Impfung von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern sowie von besonders exponiertem Gesundheitspersonal. Bis Ende März will Salzburg damit alle zu Impfung bereiten Personen der Priorität eins (über 80-Jährige, spezifisches Gesundheitspersonal) durchgeimpft haben. Das sind rund 30.000 Personen.

Corona Impfung in Wien
Reuters/Lisi Niesner
Die Impfung des Spitalspersonals läuft mittlerweile österreichweit

So wie in allen anderen Bundesländern läuft auch in Niederösterreich, der Steiermark und Tirol derzeit die Impfung in den Alters- und Pflegeheimen sowie für besonders exponiertes Gesundheitspersonal. In Niederösterreich soll die Zahl der verabreichten Impfdosen gegen das Coronavirus bis Ende Jänner die 60.000er-Marke erreichen.

Andrang in Steiermark

In der Steiermark melden offenbar zahlreiche Gruppen ihren Bedarf für eine frühzeitige Impfung an. Der Impfkoordinator des Landes, Michael Koren, sagte aber, man könne nur anbieten, was absehbar vorhanden sein wird. Es sei eine Frage der Seriosität, ob man jetzt eine Impfung beispielsweise für die über 80-Jährigen anbietet, obwohl man nur einen kleinen Bruchteil der nötigen Impfungen für die gesamte Zielgruppe zur Verfügung hat.

Es dürfe nicht sein, dass jene, die dann als Erstes anrufen und durchkommen, die Impfung bekommen, und andere wochenlang auf Wartelisten stehen. Derzeit kann Koren noch nicht sagen, wann die zu Hause lebenden über 80-Jährigen geimpft werden können. Das hänge davon ab, wie viele Impfdosen und von welchen Herstellern in den kommenden Wochen noch zu Verfügung stehen, so Koren.

Anmeldung ab Montag in Vorarlberg

Auch in Vorarlberg laufen derzeit noch die Impfungen in den Pflegeheimen, auch das Krankenhauspersonal wird geimpft. Zudem gab es bereits erste Impfungen für niedergelassene Ärzte und deren Personal. Am Montag startet eine eigene Onlineplattform, um sich für eine Impfung vormerken zu lassen.