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Gratistests in allen Bundesländern

Coronavirus-Tests gelten als eine Säule des „3-G“-Nachweises, gelten also für viele Branchen als Eintrittsticket – unter anderem für Gastronomie, Kultur und Co. In ganz Österreich gibt es Gratistestmöglichkeiten.

Seit 1. Juli gelten in ganz Österreich gelockerte Regeln – der „3-G“-Nachweis, also dass man geimpft, getestet oder genesen ist, spielt aber eine wesentliche Rolle im öffentlichen Leben. Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr sind von der Nachweispflicht ausgenommen. Eine Ausnahme bildet Wien, wo auch alle Kinder ab sechs Jahren einen Testnachweis benötigen.

Seit 22. Juli gibt es verschärfte Regeln für die Nachtgastronomie. Diese kann nur noch genutzt werden, wenn ein negativer PCR-Test vorliegt oder eine Impfung vorgewiesen werden kann. Eine Genesung reicht ebenso wenig wie ein Antigen-Test. Wien verschärfte überdies die Regeln für Antigen-Tests. Sie gelten nur noch als „Eintrittstest“, wenn sie unter Aufsicht einer behördlich befugten Stelle durchgeführt werden. Die „Wohnzimmertests“ sind somit in der Bundeshauptstadt nicht mehr gültig.

Außerhalb der Nachtgastronomie – und von Wien – gelten negative Selbsttests mit einer Erfassung des Ergebnisses in einem behördlichen Datenerfassungssystem als Zutrittstest. Sie sind dann 24 Stunden gültig. Antigen-Tests gelten 48 Stunden, PCR-Tests 72 Stunden. Für die Selbsttests haben mehrere Bundesländer eigene Portale eingerichtet.

Tests weiterhin auch in Apotheken

Auch Apotheken bieten weiterhin Antigen-Tests und demnächst vielfach auch PCR-Tests gratis an. Eine telefonische Voranmeldung bzw. die Anmeldung per Internet für die Tests ist notwendig. Kostenlose PCR-Tests soll es künftig zudem auch bei niedergelassenen Ärzten geben.

Die Kosten des Tests werden derzeit allerdings nur für Versicherte des Dachverbands der Sozialversicherung (darunter ÖGK) sowie für Versicherte der KFA Wien, KFA Graz, KFA Salzburg und der OÖ. Kranken- und Unfallfürsorgen direkt verrechnet und übernommen. An einer Lösung für die Versicherten anderer Krankenkassen wird laut Ministerium gearbeitet.

Angebote der Bundesländer

Zusätzlich bieten alle Bundesländer gratis Testmöglichkeiten an, darunter auch PCR-Tests. Eine Vorabregistrierung sowie eine Anmeldung wird überall empfohlen, um Wartezeiten oder eventuelle Staus zu vermeiden. Mitzubringen sind die E-Card sowie ein Lichtbildausweis.

Gurgeltests ausgeweitet

Wien bietet seit Ende März Gratis-PCR-Tests für zu Hause an. Unter dem Slogan „Alles Gurgelt“ können sich alle Menschen, die in Wien wohnen oder arbeiten, oder auch nur zu Besuch sind, in allen BIPA-Filialen Gratistestkits für zu Hause holen. Gegurgelt wird dann vor laufender Handy- oder Webcam. Die Probe kann man schließlich wieder in allen REWE-Filialen und Billa-Tankstellenshops abgeben. Innerhalb von 24 Stunden sollte ein Testergebnis vorliegen. Angeboten werden die Gurgeltests überdies in mehreren über die ganze Stadt verteilten „Gurgelboxen“.

Standorte aller Gurgeltest-Abgabestellen und Gurgelboxen in Wien, sowie Gurgeltest-Abgabestellen in Linz

Mit 19. Juli wurde das Testangebot von „Alles Gurgelt“ auch auf die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz ausgeweitet. Am 2. August sollen dann die Bezirke Gmunden und Vöcklabruck folgen. Bei guter Resonanz sei eine Ausrollung auf das gesamte Bundesland möglich, informierte das Land Oberösterreich.

Auch in Tirol und Vorarlberg soll es demnächst ein kostenloses PCR-Testangebot geben. Grund dafür ist die ab 22. Juli geltende Regel, nach der ein Besuch der Nachtgastronomie nur mehr mit einem Impfnachweis oder einem maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test möglich ist. In Tirol soll man sich bald für einen Test in den PCR-Teststraßen anmelden können

„Nasenbohrertests“ für zu Hause

Seit 1. März werden in den Apotheken auch zehn kostenlose Selbsttests pro Person und Monat abgegeben. Die Testkits sind für alle versicherten Personen ab 15 Jahren gedacht. Auch für Bekannte und Verwandte können einmal im Monat die kostenlosen Selbsttests – gegen Vorweisen der E-Card der betroffenen Person – aus der Apotheke geholt werden.

Versicherte, die von ELGA abgemeldet sind, können einen Antrag zur Ausstellung eines Bestätigungsschreibens für den Erhalt von Gratistests stellen. Der Antrag kann online gestellte werden unter sozialversicherung.at, sozialministerium.at, gesundheit.gv.at oder elga.gv.at oder telefonisch bei der ELGA-Ombudsstelle im jeweiligen Bundesland. Die Bewilligung wird dann nicht nur für die telefonisch, sondern auch für die online gestellten Anträge per Post zugesandt. Betroffenen müssen den Antrag proaktiv stellen müssen, weil sie bei ELGA nicht registriert sind.

Es handelt sich dabei um „Nasenbohrertests“, die einen einfachen Abstrich aus dem vorderen Nasenbereich ermöglichen und nach wenigen Minuten ein Ergebnis liefern. Im Gegensatz zu den direkt in den Apotheken durchgeführten Tests ermöglichen negative Selbsttests keinen Zugang – sie gelten nur bei Eintrag in ein behördliches Datenerfassungssystem.

Mit Symptomen: Anruf bei 1450

Für Personen mit Krankheitssymptomen gilt die Regelung wie auch bisher: Bitte zu Hause bleiben, und durch einen Anruf bei 1450 oder beim Hausarzt bzw. der Hausärztin kann eine kostenlose Testung in Anspruch genommen werden.