Schärfere Maßnahmen

Regeln für den Osten

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gelten seit 1. April verschärfte Coronavirus-Maßnahmen. So ist etwa wieder rund um die Uhr eine Ausgangsbeschränkung in Kraft. Die Regeln gelten nunmehr bis 18. April.

Wegen des angespannten Infektiongsgeschehens in Ostösterreich haben sich die Bundesregierung und die Landeshauptleute des Burgenlands, Niederösterreichs und Wiens auf eine Verlängerung der bereits über Ostern geltenden verschärften Regeln geeinigt.

Im restlichen Teil Österreichs gelten weiterhin die zuletzt Mitte März gelockerten Maßnahmen. Ausnahme ist hier Vorarlberg, wo aufgrund der niedrigen Inzidenz auch die Gastronomie unter Auflagen öffnen durfte und Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen möglich sind – mehr dazu in Welche Regeln zurzeit in Österreich gelten.

Die wesentlichen Punkte

  • Handel und körpernahe Dienstleister: Mit 1. April haben in Ostösterreich Handel und körpernahe Dienstleister – mit Ausnahme der Grundversorgung – wieder geschlossen. Auch Museen und Zoos müssen bis 18. April ihre Türen schließen. „Click & Collect“ ist weiterhin für alle Geschäfte möglich. Die Warenübergabe muss aber im Freien erfolgen.
  • Ausgangsbeschränkungen: Seit 1. April gelten in Ostösterreich auch wieder die Ausgangssperren wie beim letzten harten Lockdown ganztags. Die bisherigen Ausnahmen bleiben gültig. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland enden die strengen Ausgangsregeln nach derzeitigem Plan am 18. April.
  • Treffen: Im Zuge der Ausgangsbeschränkungen gelten auch Einschränkungen bei Treffen – diese sind nur noch zwischen den Personen eines Haushalts und einer einzelnen Person eines weiteren Haushalts gestattet. Davon ausgenommen bleibt weiterhin die Wahrnehmung der Aufsicht über minderjährige Kinder.
  • Maskenpflicht: Anders als angekündigt kommt die FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen momentan doch nicht. Zumindest in Wien muss während des Lockdowns aber auf bestimmten stark frequentierten Plätzen auch im Freien eine FFP2-Maske getragen werden.
  • Schule: Nach den Osterferien sind alle Schülerinnen und Schüler ins Distance-Learning gewechselt. Erst mit 18. April soll nach derzeitigem Stand wieder in den Schichtbetrieb bzw. in den Volksschulen in den Regelbetrieb gewechselt werden. Ausnahmen gibt es für die Abschlussklassen. An den vierten Klassen der Volksschulen gibt es an allen fünf Wochentagen Unterricht im Klassenzimmer. Die vierten Klassen in der Mittelschule und AHS sowie die letzten Klasse an AHS und BMHS werden im Schichtbetrieb unterrichtet. Für alle Schulstufen gilt, dass Schularbeiten in der Klasse stattfinden können.
  • Sport und Jugend: Zusammenkünfte im Bereich Jugendsport und Jugendarbeit sind während der Osterruhe untersagt. Sportstätten im Freien dürfen weiterhin auch von Hobbysportlerinnen und Hobbysportlern betreten werden. Es gilt aber auch hier die Regel, dass maximal ein Haushalt mit einer weiteren Person zusammentreffen darf.
  • Gastronomie: Die Regeln für die Gastronomie werden nicht weiter verschärft. Das heißt: Take-away zwischen 6.00 und 19.00 Uhr bleibt erlaubt.

Einschränkungen auch bei Reise über Bundeslandgrenzen

Was die Ausgangsbeschränkungen anbelangt, gelten die schon bisher üblichen Ausnahmen – nur eben ganztags. Das bedeutet, dass die eigenen vier Wände nur aus dringenden, unaufschiebbaren Gründen verlassen werden dürfen. Dazu zählen unter anderem die Fahrt zur Arbeit, Spaziergänge und Individualsport, Treffen mit einzelnen Angehörigen bzw. einzelnen wichtigen Bezugspersonen, die Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und die Abwendung von Gefahren. Auch die Abholung von Waren per „Click & Collect“ und die Inanspruchnahme nicht körpernaher Dienstleistungen ist für die Ostregion als Ausnahme definiert.

Auch für Ein- und Ausreisen aus der Ostregion braucht es diese Begründungen. Das bedeutet, ein Grenzübertritt in ein Bundesland außerhalb der Ostregion etwa zum Kleidungskauf ist laut dem Verordnungsentwurf nicht gestattet. Wenn ein Niederösterreicher seine Schwester in Tirol besuchen will, ist das hingegen erlaubt. Wenn eine Studentin aus Wien ihren Eltern in Kärnten einen Besuch abstatten will, darf sie das ebenfalls. Den Freund oder die Freundin mitnehmen darf sie aber nicht.