Schärfere Maßnahmen

Regeln für den Osten

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gelten seit 1. April verschärfte Coronavirus-Maßnahmen. So ist etwa wieder rund um die Uhr eine Ausgangsbeschränkung in Kraft. Wien und Niederösterreich kündigten die Verlängerung eines Teils der Maßnahmen bis 2. Mai an. Im Burgenland sollen sie nach dem 18. April enden.

Als Grund für die Verlängerung der Maßnahmen nannten Wien und Niederösterreich das weiterhin angespannte Infektionsgeschehen und vor allem die Lage auf den Intensivstationen. Im restlichen Teil Österreichs gelten weiterhin die zuletzt Mitte März gelockerten Maßnahmen. Ausnahme ist hier Vorarlberg, wo aufgrund der niedrigen Inzidenz auch die Gastronomie unter Auflagen öffnen durfte und Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen möglich sind – mehr dazu in Welche Regeln zurzeit in Österreich gelten.

Die wesentlichen Punkte

  • Handel und körpernahe Dienstleister: Mit 1. April haben in Ostösterreich Handel und körpernahe Dienstleister – mit Ausnahme der Grundversorgung – wieder geschlossen. Auch Museen und Zoos müssen ihre Türen geschlossen halten. „Click & Collect“ ist weiterhin für alle Geschäfte möglich. Die Warenübergabe muss aber im Freien erfolgen. Wien und Niederösterreich kündigten bereits an, die Regeln bis 2. Mai zu verlängern. Das Burgenland lässt sie nach dem 18. April enden.
  • Ausgangsbeschränkungen: Seit 1. April gelten in Ostösterreich auch wieder die Ausgangssperren wie beim letzten harten Lockdown ganztags. Die bisherigen Ausnahmen bleiben gültig. Wien und Niederösterreich kündigten auch hier eine Verlängerung bis 2. Mai an. Im Burgenland enden die Ausgangsbeschränkungen nach dem 18. April.
  • Treffen: Im Zuge der Ausgangsbeschränkungen gelten auch Einschränkungen bei Treffen – diese sind nur noch zwischen den Personen eines Haushalts und einer einzelnen Person eines weiteren Haushalts gestattet. Davon ausgenommen bleibt weiterhin die Wahrnehmung der Aufsicht über minderjährige Kinder.
  • Maskenpflicht: Anders als angekündigt kommt die FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen momentan doch nicht. Zumindest in Wien muss während des Lockdowns aber auf bestimmten stark frequentierten Plätzen auch im Freien eine FFP2-Maske getragen werden.
  • Schule: Nach den Osterferien sind alle Schülerinnen und Schüler ins Distance-Learning gewechselt. Nach einer ersten Verlängerung war geplant, dass mit 19. April wieder in den Schichtbetrieb bzw. in den Volksschulen in den Regelbetrieb gewechselt werden soll. Wien und Niederösterreich werden das Distance-Learning aber um eine weitere Woche bis 25. April verlängern. Ausnahmen gibt es für die Abschlussklassen. An den vierten Klassen der Volksschulen gibt es an allen fünf Wochentagen Unterricht im Klassenzimmer. Die vierten Klassen in der Mittelschule und AHS sowie die letzten Klasse an AHS und BMHS werden im Schichtbetrieb unterrichtet. Für alle Schulstufen gilt, dass Schularbeiten in der Klasse stattfinden können.
  • Sport und Jugend: Zusammenkünfte im Bereich Jugendsport und Jugendarbeit sind während der Osterruhe untersagt. Sportstätten im Freien dürfen weiterhin auch von Hobbysportlerinnen und Hobbysportlern betreten werden. Es gilt aber auch hier die Regel, dass maximal ein Haushalt mit einer weiteren Person zusammentreffen darf.
  • Gastronomie: Die Regeln für die Gastronomie werden nicht weiter verschärft. Das heißt: Take-away zwischen 6.00 und 19.00 Uhr bleibt erlaubt.

Einschränkungen auch bei Reise über Bundeslandgrenzen

Was die Ausgangsbeschränkungen anbelangt, gelten die schon bisher üblichen Ausnahmen – nur eben ganztags. Das bedeutet, dass die eigenen vier Wände nur aus dringenden, unaufschiebbaren Gründen verlassen werden dürfen. Dazu zählen unter anderem die Fahrt zur Arbeit, Spaziergänge und Individualsport, Treffen mit einzelnen Angehörigen bzw. einzelnen wichtigen Bezugspersonen, die Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und die Abwendung von Gefahren. Auch die Abholung von Waren per „Click & Collect“ und die Inanspruchnahme nicht körpernaher Dienstleistungen ist für die Ostregion als Ausnahme definiert.

Auch für Ein- und Ausreisen aus der Ostregion braucht es diese Begründungen. Das bedeutet, ein Grenzübertritt in ein Bundesland außerhalb der Ostregion etwa zum Kleidungskauf ist laut dem Verordnungsentwurf nicht gestattet. Wenn ein Niederösterreicher seine Schwester in Tirol besuchen will, ist das hingegen erlaubt. Wenn eine Studentin aus Wien ihren Eltern in Kärnten einen Besuch abstatten will, darf sie das ebenfalls. Den Freund oder die Freundin mitnehmen darf sie aber nicht.