Personen mit FFP2-Maske stehen in einer Schlange
APA/AFP/Alex Halada
Seit 11. Jänner

Neue Maßnahmen wegen Omikron

Mit dem verstärkten Aufkommen der Omikron-Variante gilt seit 11. Jänner im Handel erstmals eine Kontrollpflicht. Außerdem muss auch im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn ein Abstand von zwei Metern nicht möglich ist. Die Kontaktpersonenregelung ist bereits seit 8. Jänner neu. Der Lockdown für Ungeimpfte fällt mit 31. Jänner.

Seit 11. Jänner gibt es im Handel eine Kontrollpflicht der 2-G-Regel, etwa beim Eingang oder spätestens beim Bezahlen. Bei groben Vergehen gegen die Maßnahmen soll es ab 3. Februar auch temporäre Betretungsverbote geben.

Geschäfte zur Grundversorgung – etwa Lebensmittelmärkte, Apotheken, Drogerien, Banken und Tankstellen – sind für alle zugänglich. Darüber hinaus sind Einkäufe aber nur für Geimpfte und Genesene möglich.

FFP2-Maskenpflicht nun auch draußen

Die Maskenpflicht wird verschärft: Wo draußen kein Mindestabstand von zwei Metern möglich ist, etwa in Fußgängerzonen, Warteschlagen und Gruppen, muss ebenfalls eine FFP2-Maske getragen werden. Die Bundesländer können auch auf stark frequentierten Plätzen zusätzlich eine Maskenpflicht verordnen.

In allen geschlossenen Räumen muss weiterhin eine FFP2-Maske getragen werden. In allen öffentlichen Verkehrsmitteln gilt ebenfalls nach wie vor eine FFP2-Maskenpflicht. In Seil- und Zahnradbahnen, bei Busreisen und auf Ausflugsschiffen besteht 2-G-Pflicht.

Als Kundin bzw. Kunde für körpernahe Dienstleistungen braucht man zudem überall eine FFP2-Maske und einen gültigen 2-G-Nachweis. Der „Grüne Pass“ für die zweite Impfung soll außerdem ab 1. Februar nur noch sechs Monate gültig sein. Die Gültigkeit nach dem dritten Stich bleibt bei neun Monaten.

Keine Unterscheidung mehr bei Kontaktpersonen

Seit 8. Jänner schon gibt es keine Unterscheidung mehr nach K1 oder K2, es gibt nur noch Kontaktpersonen. Keine Kontaktperson ist künftig, wer dreimal immunisiert (dreimal geimpft bzw. zweimal geimpft plus einmal genesen) ist oder wenn alle Beteiligten eine FFP2-Maske getragen haben. Das gilt auch für Kinder, die noch keine dritte Impfung erhalten.

Für alle, die als Kontaktpersonen eingestuft werden, gilt: Freitesten ist ab dem fünften Tag mit einem PCR-Test möglich. Bei positiv getesteten Personen gilt die Absonderungsdauer künftig einheitlich für zehn Tage, ein Freitesten ist nach fünf Tagen möglich. Hier wird nicht mehr nach Virusvarianten unterschieden.

Ausnahmen für kritische Infrastruktur

Kontaktpersonen in der kritischen Infrastruktur können mit einem täglich gültigen negativen Test und FFP2-Maske auch weiterhin arbeiten gehen. Dazu zählen insbesondere Gesundheitspersonal, Personal von Einsatzorganisationen, Beschäftigte in der Energieversorgung und Personal zur Aufrechterhaltung der Grundbedürfnisse des öffentlichen Lebens.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen sowie Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe gilt außerdem 2,5-G (geimpft bzw. genesen oder PCR-getestet), bei mangelnder Verfügbarkeit von PCR-Tests sind auch Antigen-Tests zulässig.

Homeoffice soll, wo möglich, Regel und nicht Ausnahme sein. Homeoffice-Pflicht gibt es aber keine. Generell am Arbeitsort besteht weiterhin die 3-G-Pflicht, hier reicht also auch ein negativer Coronavirus-Test. FFP2-Maske muss am Arbeitsplatz getragen werden, sofern keine anderen geeigneten Schutzvorrichtungen vorhanden sind.

Sperrstunde bleibt 22.00 Uhr

Sperrstunde in der Gastronomie ist um 22.00 Uhr. Weiter geschlossen bleiben die Nachtgastro und der Barbetrieb. Ungeimpfte dürfen Speisen abholen. Im Lokal gilt eine FFP2-Maskenpflicht außer am Sitzplatz. Außerdem muss man seine Kontaktdaten angeben. Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen sind in Gastronomiebetrieben nicht gestattet, im Freien – im Gastgarten – können es bis zu 300 Gäste sein.

„Kirtagsähnliche“ Gelegenheitsmärkte dürfen nur mit 2-G-Nachweis und FFP2-Maske besucht werden. Echte Massenveranstaltungen sind dabei nicht möglich, denn es dürfen sich dort maximal 300 Personen gleichzeitig aufhalten. Außerdem werden die Kontaktdaten erhoben. Reine Verkaufsmärkte dürfen ebenfalls nur mit 2-G-Nachweis aufgesucht werden, auch hier gilt FFP2-Maskenpflicht. Auch in Hotels haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt, und man braucht eine FFP2-Maske. Die Betreiber müssen die Kontaktdaten erheben.

Veranstaltungen und Zusammenkünfte

Sport- und Kulturstätten bleiben ebenfalls jenen mit 2-G-Nachweis vorbehalten. Während man Sport treibt, darf man die Maske abnehmen, sonst muss in den zugänglichen Bereichen eine FFP2-Maske getragen werden. Bei Trainings, Wettkämpfen und Meisterschaftsspielen gelten zusätzlich die Regeln für Zusammenkünfte. Kontaktdaten müssen jedenfalls angegeben werden.

Drinnen wie draußen gilt für Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen eine Höchstzahl von 500 Personen (bei 2-G-Nachweis), 1.000 Personen (2-G plus PCR-Test) bzw. 2.000 Personen (Booster-Impfung plus PCR-Test). Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht, außer bei Zusammenkünften im privaten Wohnbereich. Generell gilt eine Anzeigenpflicht ab 50 Personen und eine Bewilligungspflicht ab 250 Personen.

Zusammenkünfte ohne zugewiesene Sitzplätze – also im Wesentlichen private Feiern – sind nur mit maximal 25 Personen möglich, und zwar drinnen wie draußen, dabei gilt weiterhin die 2-G-Regel.

Besuchsregeln in Krankenhäusern und Co.

Für Besucherinnen und Besucher von Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen sowie Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe gilt 2-G Plus. Sie müssen also geimpft oder genesen sein, zusätzlich braucht man einen PCR-Test (notfalls Antigen-Test) und eine FFP2-Maske. Es sind maximal zwei Personen pro Tag als Besuch erlaubt, im Krankenhaus maximal eine.

Sonderregeln für Schulen

Für die Schulen ändert sich wenig: Bis zum Ende der vierten Schulstufe werden Kontaktpersonen nicht als Hochrisikokontakte eingestuft. Erst wenn es innerhalb von fünf Tagen zu mehreren positiven Fällen in derselben Klasse bzw. Gruppe kommt, werden die abgrenzbaren Bereiche der Klasse bzw. Gruppe ins Distance-Learning geschickt.

Ab der fünften Schulstufe werden weiterhin nur enge Kontakte und direkte Sitznachbarinnen und Sitznachbarn als Hochrisikokontakte eingestuft. Hier gilt ebenso, dass keine Einstufung als Kontaktperson erfolgt, wenn konsequent und durchgehend Maske getragen wurde.

Lockdown für Ungeimpfte endet

Für Personen ohne gültigen 2-G-Nachweis fällt die generelle, ganztägige Ausgangsbeschränkung mit 31. Jänner. Das bedeutet, auch Ungeimpfte bzw. Nichtgenesene dürfen auch abseits von Arbeit, Ausbildung und Einkauf von lebensnotwendigen Gütern wieder außer Haus gehen.

Für Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren ist der „Ninja-Pass“ aus der Schule einem 2-G-Nachweis gleichgestellt. Wien hat hier eigene Regeln: Für Kinder von zwölf bis 15 Jahren gilt die 2,5-G-Regel (geimpft oder genesen oder PCR-getestet). Für diese Altersgruppe gelten PCR-Tests 48 Stunden. Der „Ninja-Pass“ gilt nicht als Eintrittstest, jeder PCR-Test gilt einzeln für sich. Ab der 10. Schulstufe gilt nur der 2-G-Nachweis.

Einreise und Virusvariantengebiete

Seit 20. Dezember gilt bei der Einreise aus allen Staaten 2-G Plus (geimpft oder genesen und zusätzlich gültiger PCR-Test). Die Booster-Impfung befreit von der PCR-Test-Pflicht. Personen mit 2-G-Nachweis, aber ohne PCR-Test oder Booster-Impfung müssen sich registrieren und bis zur Vorlage eines negativen PCR-Test-Ergebnisses eine Heimquarantäne einhalten.

Personen ohne 2-G-Nachweis müssen sich registrieren und in Heimquarantäne begeben, wobei ein Freitesten am fünften Tag möglich ist. Ausgenommen sind Schwangere und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Sie müssen ein ärztliches Attest vorweisen.

Schulpflichtige Kinder dürfen mit dem „Ninja-Pass“ oder ähnlichen Testnachweisen einreisen. Kinder unter zwölf Jahren betreffen die Regeln nicht. Sie müssen nur dann gemeinsam mit ihrer Begleitperson in Quarantäne und zur Pre-Travel-Clearance registriert werden, wenn sich die erwachsene Person isolieren muss.

Seit 24. Jänner gibt es keine Virusvariantengebiete mehr. Damit entfällt das PCR-Test-Erfordernis auch für Geboosterte aus 14 Omikron-Vorreiterstaaten, darunter Großbritannien, Dänemark, die Niederlande und Norwegen.