Straßenszene in Wien
ORF.at/Christian Öser
Maske und „Grüner Pass“

Die aktuellen CoV-Regeln

Mit 1. Juni ist die Maskenpflicht im gesamten Handel, im öffentlichen Verkehr sowie in der Behindertenhilfe gefallen. Zudem wurden mit der aktuellen Novelle zur 2. Covid-19-Basismaßnahmenverordnung die Regelungen für den „Grünen Pass“ an die Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums angepasst.

Maskenpflicht

Die Verpflichtung zum Tragen einer Maske ist auf „vulnerable Settings beschränkt“: Krankenanstalten, Kuranstalten und sonstige Orte, an denen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erbracht werden (Arztpraxen etc.), sowie Alters- und Pflegeheime.

In öffentlichen Verkehrsmitteln, im gesamten Handel sowie in Einrichtungen der Behindertenhilfe fällt die Maskenpflicht vonseiten des Bundes weg. Wien macht weiter von der Möglichkeit einer verschärften Regelung Gebrauch. In der Bundeshauptstadt muss eine FFP2-Maske weiterhin in allen Massenbeförderungsmitteln sowie geschlossenen Stationen, Bahnhöfen und Bahnsteigen getragen werden. Maskenpflicht gilt in Wien auch in Apotheken.

Impfzertifikate

Beim „Grünen Pass“ wurden laut Gesundheitsministerium „die neuen fachlichen Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums in die Verordnung übernommen“. Für eine Grundimmunisierung sind nun einheitlich drei Stiche nötig. Zuvor galt eine Genesung vor der ersten Impfung als eigenes „immunologisches Ereignis“. Unverändert ist eine Genesung weiter sechs Monate gültig, sie ersetzt aber keine Impfung mehr.

Weiterhin medizinisch empfohlen werden die Mindestabstände zwischen den Impfungen. Diese sind aber nicht mehr Voraussetzung für das Ausstellen eines Impfzertifikats. Diese Regelung trägt den seltenen Ausnahmen Rechnung, in denen der Mindestabstand – meist geringfügig – unterschritten wurde.

Für die Änderungen beim „Grünen Pass“ gilt eine generelle Übergangsfrist bis 23. August. Bis dahin behalten gültige und bereits ausgestellte Impfzertifikate ihre Gültigkeit. Über den Sommer werden die Impfzertifikate auf Basis der Änderungen neu ausgestellt. Die neuen Zertifikate können via gesundheit.gv.at abgerufen bzw. bei Apotheken, Ärztinnen und Ärzten etc. ausgedruckt werden.

Neue Ausnahme bei 3-G-Regel

Bei der 3-G-Regel entfällt der Nachweis nun auch für jene Personen, die aufgrund fehlender Immunantwort auf eine Impfung auch nicht der Impfpflicht unterliegen würden. Als Bestätigung dafür reicht jene, die man bereits für eine Impfpflichtausnahme bekommen hat. Eine Ausnahme gibt es hier auch bei Schwangerschaft und Gefahr für die Gesundheit durch eine Impfung.

Weiter ausgesetzt ist bundesweit die Coronavirus-Impfpflicht. Eigentlich hätte bei Verstößen gegen die Pflicht ab Mitte März gestraft werden sollen, die auf Empfehlung der Expertenkommission zunächst bis 1. Juni erfolgte Aussetzung wurde für drei Monate verlängert.