Vorbereitungen auf eine Öffnung in einem Gastgarten
APA/Roland Schlager
Seit 19. Mai

Die Regeln für die Öffnung

Die Lockerungsverordnung für die Öffnungen am 19. Mai ist in Kraft. Unter Auflagen dürfen etwa die Gastronomie, der Tourismus, Sportstätten, Kultur- und Freizeitbetriebe wieder öffnen. Kern der Öffnungsstrategie ist der „Grüne Pass“ zum Gesundheitsstatus. Die Ausgangsbeschränkungen sind bereits zuvor – in der Nacht auf den 16. Mai – gefallen.

Am 19. Mai folgten Öffnungen in allen Bereichen. Dazu gelten einige Regeln:

  • In allen Bereichen ist der Zutritt nur mit einem negativen Test, bei einer überstandenen Covid-19-Erkrankung oder nach einer Impfung möglich („3-G-Regel: Getestet, Genesen, Geimpft“).
  • In allen Bereichen gelten zusätzliche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen.
  • Treffen sind wieder in größerem Umfang erlaubt. Tagsüber draußen sind bis zu zehn Personen plus Kinder erlaubt, von 22.00 bis 5.00 Uhr und drinnen nur vier Erwachsene aus verschiedenen Haushalten und sechs Kinder. Größere Feste müssen noch warten.
  • Bei Beerdigungen sind wieder mehr als 50 Trauergäste erlaubt.
  • In Alters- und Pflegeheimen werden die Regeln gelockert, es dürfen täglich drei Personen zu Besuch kommen. Diese brauchen einen negativen CoV-Nachweis.
  • In Krankenanstalten ist ein Besucher pro Patient zugelassen. Ausnahmen gibt es jeweils im Palliativbereich.

Zutrittsnachweis

Kern der Öffnungsstrategie sind die Zutrittstests bzw. der „Grüne Pass“. Ein negativer CoV-Status wird damit zur Voraussetzung für einen Besuch in Gasthaus, Theater und Co. Dabei gilt:

  • Gäste müssen entweder getestet, geimpft oder genesen sein.
  • Wie lange ein negativer Test gilt, hängt von der Testart ab
  • Negative Selbsttests mit einer Erfassung des Ergebnisses in einem behördlichen Datenerfassungssystem sind 24 Stunden gültig.
  • Antigen-Tests (z. B. Teststraße, Apotheke) gelten 48 Stunden.
  • PCR-Tests gelten 72 Stunden.
  • Kostenlose Tests soll es auch an Ort und Stelle geben, z.B. im Gasthaus. Diese gelten für die Dauer des Aufenthalts.
  • Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr sind von der Nachweispflicht ausgenommen. Für ältere Kinder und Jugendliche gelten auch die Schultests.
  • Der Testnachweis gilt digital und auf Papier.
  • Kontrollieren müssen die Betriebe.
  • Keine Testpflicht gibt es im Handel, in Museen und Bibliotheken.

Bei Genesenen und Geimpften gelten ebenfalls spezielle Regeln:

  • Teilgeimpfte sind ab dem 22. Tag nach Erstimpfung von der Testpflicht befreit, für maximal drei Monate.
  • Nach der zweiten Impfung verlängert sich der Gültigkeitszeitraum auf neun Monate ab dem ersten Stich.
  • Impfstoffe, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist (z. B. von Johnson & Johnson), gelten ab dem 22. Tag nach der Impfung für insgesamt neun Monate ab dem Tag der Impfung.
  • Bei den Impfungen gelten Impfpass, Impfkarte oder Ausdruck.
  • Für bereits genesene Personen, die bisher einmal geimpft wurden, gilt die Impfung neun Monate lang ab dem Zeitpunkt der Impfung.
  • Genesene sind ab dem Zeitpunkt der Genesung ein halbes Jahr lang von der Testpflicht befreit, es gelten der Absonderungsbescheid bzw. ein Attest. Ein Nachweis über neutralisierende Antikörper zählt für drei Monate ab dem Testzeitpunkt.

Registrierungspflicht

Als zusätzliche Maßnahme für die Kontaktverfolgung soll überall dort eine Registrierungspflicht in Kraft treten, wo sich Gäste mutmaßlich länger als 15 Minuten aufhalten:

  • Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Veranstaltungsorte, nicht öffentlichen Sportstätten und andere Freizeitbetriebe müssen die Namen, Telefonnummern und fallweise E-Mail-Adressen der Gäste erheben.
  • Im Falle von Besuchergruppen, die ausschließlich aus im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen bestehen, ist die Bekanntgabe der Daten von nur einer dieser Besuchergruppe angehörigen volljährigen Person ausreichend.
  • Die Daten müssen sicher 28 Tage aufbewahrt und dann gelöscht werden.
  • Diese Daten dürfen nicht weiterverarbeitet werden, sondern nur bei Bedarf der Gesundheitsbehörde zur Verfügung gestellt werden.
  • Gilt nicht für Orte mit Aufenthalt im Freien (z. B. Zoos, Freibäder) und den Handel.

Gastronomie

Nach mehreren Monaten öffnet auch die Gastronomie wieder – in eingeschränktem Maß und mit Hygiene- und Sicherheitsregeln:

  • Geöffnet wird ab dem 19. Mai indoor und outdoor.
  • Für den Besuch braucht es Registrierung und einen Nachweis für den negativen CoV-Status („3-G-Regel“).
  • Die Lokale dürfen von 5.00 bis 22.00 Uhr geöffnet haben, damit bleibt auch die Nachtgastronomie geschlossen.
  • Vorgesehen sind auch Sicherheitsmaßnahmen wie Test- und Maskenpflicht beim Personal, FFP2-Pflicht abseits vom Sitzplatz und Mindestabstände zwischen den Tischen.
  • Indoor pro Tisch maximal vier Personen mit höchstens sechs Kindern (Ausnahme: gemeinsamer Haushalt)
  • Outdoor maximal zehn Personen plus zehn Kinder
  • In geschlossenen Räumen darf nur im Sitzen konsumiert werden (Ausnahme bei Imbissen).
  • Es darf kein Barbetrieb stattfinden.
  • Bei Take-away entfällt die Testpflicht.

Veranstaltungen

Aufatmen dürfen auch Kulturbetriebe, Sport und andere Veranstalter – sie dürfen unter Auflagen ebenfalls wieder Events durchführen:

  • Dabei gelten FFP2-Pflicht, einen Nachweis für den negativen CoV-Status („3-G-Regel“) und Registrierungspflicht.
  • Zwischen Besuchergruppen muss mindestens ein freier Sitzplatz sein.
  • Es gelten für behördlich genehmigte Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen folgende Besucherlimits: maximal 3.000 outdoor, 1.500 indoor.
  • Ohne zugewiesene Sitzplätze dürfen es in- und outdoor maximal 50 Personen sein.
  • Veranstaltungsorte mit fixen Sitzplätzen dürfen zu maximal 50 Prozent ausgelastet sein.
  • Auch hier die ist Sperrstunde 22.00 Uhr.
  • Verköstigung darf nur sitzend stattfinden.
  • Es gilt eine Anzeigepflicht ab elf Personen. Zusätzlich ist sowohl indoor als auch outdoor eine FFP2-Maske zu tragen. Speis und Trank sind nicht zulässig. Diese Regel bezieht sich auf Hochzeiten, Gartenpartys und ähnliche Veranstaltungen.
  • Eine Bewilligungspflicht existiert ab 51 Gästen, nur Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen sind zulässig.
  • Ferienlager sind mit bis zu 20 Teilnehmenden zuzüglich vier Betreuungspersonen zulässig.
  • Für Messen gibt es keine Obergrenze bei der Teilnehmerzahl, allerdings müssen pro Person 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Freizeiteinrichtungen und Sport

Man darf bald nicht nur Sport schauen, sondern auch betreiben – auch Kontaktsport. In Fitnessstudios und anderen Freizeiteinrichtungen gilt:

  • Auch hier greifen die Regeln für den Nachweis für den negativen CoV-Status („3-G-Regel“) und Registrierung.
  • Pro Gast müssen indoor mindestens 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen.
  • Der Mindestabstand ist zwei Meter, außer es gibt besondere Schutzvorrichtungen (Plexiglas).
  • Beim Sport herrscht keine Maskenpflicht, wohl aber z. B. in Umkleiden.
  • Grundsätzlich gilt der Mindestabstand, bei Kontaktsportarten braucht es einen Testnachweis.

Beherbergung

Pünktlich zur Sommersaison öffnet auch der Tourismus wieder:

  • Bei der Anreise muss ein Nachweis für den negativen CoV-Status („3-G-Regel“) in Beherbergungsbetrieben vorgelegt werden.
  • Anschließend greifen die anderen Regeln: Bei Selbstversorgerhütten und ähnlichen Einrichtungen reicht ein einmaliger negativer Test für den Aufenthalt. Wenn im Hotel aber z. B. ein Restaurant aufgesucht wird, müssen die Regeln für die Gastronomie berücksichtigt werden.
  • Wellnessbereiche dürfen öffnen, es gilt die 20-Quadratmeter-Regel.
  • In allgemeinen Innenräumen herrscht Maskenpflicht.

Schulen

Für Schulen ist mit der Rückkehr zum Vollbetrieb am 17. Mai eine zentrale Neuerung in Kraft.

  • Nach Volks- und Sonderschülern haben auch die anderen Kinder und Jugendlichen wieder fünf Tage pro Woche Unterricht im Klassenzimmer. – Voraussetzung für einen Schulbesuch bleibt, dass man dort regelmäßig Antigen-Schnelltests durchführt.

Die Verordnung gilt bis 30. Juni, für Juli wurden von der Regierung weitere Lockerungen angekündigt.