Impfzertifikat auf einem Smartphone
APA/Hans Klaus Techt
„3-G“-Nachweis

So funktioniert der „Grüne Pass“

Mit dem „Grünen Pass“ soll man digital nachweisen können, dass man entweder genesen, geimpft oder getestet („3-G-Regel“) ist. Er ist EU-weit am 1. Juli in Kraft getreten. Allerdings gibt es nicht in allen EU-Ländern die gleichen Regeln.

Nicht einheitlich geregelt ist von EU-Staaten und Drittländern nicht zuletzt, ab wann man das „G“ für geimpft erhält. In Österreich war das bis 15. August die erste Teilimpfung ab dem 22. Tag nach dem ersten Stich – nun gilt eine Impfung erst bei vollständiger Immunisierung als Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr.

Angesichts der unterschiedlichen Regelungen müssen sich Reisende jedenfalls vorher informieren, welche Voraussetzungen in ihrem Urlaubsland gelten. Eine Rückkehr nach Österreich ist jedenfalls möglich, wie das Gesundheitsministerium versichert – auch dann, wenn etwa Nichtgeimpfte keinen Testnachweis bei der Einreise vorweisen können. Für diesen Fall gibt es die Möglichkeit, den Test zu Hause nachzuholen und der Behörde den Nachweis zu übermitteln. Wichtig ist jedenfalls, das Onlineeinreiseformular rechtzeitig auszufüllen. Damit soll die Nachverfolgbarkeit im Fall einer Infektion erleichtert werden.

Fotostrecke mit 2 Bildern

Screenshot gesundheit.gv.at
www.gesundheit.gv.at
Auf Gesundheit.gv.at findet sich der Log-in-Button zum „Grünen Pass“ – dann kann man zwischen Bürgerkarte und Handysignatur wählen – schließlich kommt man zum Log-in: Bei Handysignatur meldet man sich via hinterlegter Handynummer und Passwort an.
Screenshot gesundheit.gv.at
www.gesundheit.gv.at
Nach der Verifizierung gelangt man zum rot-weiß-roten Ordnersymbol auf grünem Hintergrund – klickt man auf „Grüner Pass“, gelangt man zur Überblicksliste der vorhandenen Zertifikate (Impfung, Genesung, Test) – klickt man eines der Zertifikate an, öffnet sich das PDF, das man ausdrucken oder am Handy, Tablet oder Computer ablegen kann.

Wie man zum „Grünen Pass“ kommt

Um den digitalen „Grünen Pass“ für einen selbst oder etwa Angehörige abzurufen, muss man auf die Website Gesundheit.gv.at gehen. Auf der Startseite findet sich ein großer Eintrag zum „Grünen Pass“ mit zusätzlichen Infos und vor alle dem Log-in. Hat man die Log-in-Seite abgerufen, loggt man sich entweder über die Bürgerkarte oder die Handysignatur ein. Seit Anfang Juli steht auch eine App für Smartphones zur Verfügung.

Elektronische Handysignatur nötig

Die elektronische Handysignatur kann persönlich (mit amtlichem Lichtbildausweis) bei der zuständigen Behörde gratis beantragt werden. In der Regel ist es die Bezirksbehörde oder Gemeinde – die nächstgelegene Registrierungsstelle kann hier gesucht werden.

Wer bereits einen Zugang zu FinanzOnline hat, kann die Handysignatur auch hier direkt online beantragen.

Sicherheitscheck vor Abruf

Die Handysignatur-App, die man ebenfalls kostenlos herunterladen kann, stellt zum Sicherheitscheck einen QR-Code aus, mit dem man die Abrufanfrage verifiziert. Alternativ kann man sich auch eine TAN-Code, ähnlich wie beim Onlinebanking, per SMS zustellen lassen, den man dann auf Gesundheit.gv.at einträgt.

Nach solcherart erfolgter Überprüfung der Identität wird man automatisch auf die Liste der vorhandenen Zertifikate weitergeleitet: Es scheint auf, ob man genesen ist, ob – und wie oft – man geimpft ist. Außerdem scheinen die letzten CoV-Tests, die man gemacht hat, auf.

Liste mit allen Zertifikaten

Durch Klick auf einen Eintrag in der Liste wird das jeweilige Zertifikat (inklusive des zentralen QR-Codes) geöffnet. Dieses kann man dann lokal am Handy speichern oder ausdrucken. Wer auf Nummer sicher gehen will, führt beides mit sich, um sich gegen einen eventuellen Ausfall des Handys – leerer Akku – abzusichern.

Wien verschickt Link zu Zertifikat

In Wien erhalten alle, die geimpft und mindestens einmal in einer Wiener Teststraße getestet wurden (seit 22.6.), eine SMS mit einem Link zum Impfzertifikat, das nach Eingabe des zwölfstelligen PIN, den man bei der Registrierung erhält, abgerufen werden kann. Verständigt werden jene Personen, deren Erstimpfung zumindest drei Wochen zurückliegt und die damit die Voraussetzung für den „Grünen Pass“ erfüllen.

Nachweis per Papier oder Impfausweis

Weiterhin möglich ist es natürlich, den jeweiligen Nachweis nur in Papierform bei sich zu führen. Die Nachweise werden in der Regel von den Test- und Impfstellen direkt ausgestellt. Zusätzlich kann man sie bei Hausärztin oder Apotheke gegen Vorweis der E-Card drucken lassen.

Auch der Eintrag der Impfung in den papiernen Impfpass oder ein Impfkärtchen als Nachweis sind ausreichend. Wer ins Ausland reist, ist aber mit dem QR-Code wohl auf der sicheren Seite, da damit sowohl Sprach- als auch Anerkennungsprobleme ausgeschlossen sein sollten.

Anlaufstellen bei Fragen

Infos und Antworten zum „Grünen Pass“ gibt es auf folgenden Seiten detailliert aufgeschlüsselt:

  • Telefonisch ist die AGES-Hotline zu Fragen zum „Grünen Pass“ rund um die Uhr gratis erreichbar unter 0800 555 621 – auch falls Daten nicht stimmen.