Grüner Pass auf einem Smartphone
ORF.at/Christian Öser
Genesen, geimpft, getestet

So funktioniert der „Grüne Pass“

Mit dem „Grünen Pass“ kann man digital oder per Ausdruck nachweisen, dass man entweder genesen, geimpft oder getestet ist. Er gilt als Zutrittszertifikat in Bereichen, wo 2-G oder 3-G gilt. Zudem erleichtert er das Reisen innerhalb der EU.

Die 3-G-Regel in der Nachtgastronomie und bei großen Veranstaltungen wurde von der Regierung aufgehoben. Ein 3-G-Nachweis muss aber von Besuchern und Besucherinnen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen sowie vergleichbaren Settings erbracht werden.

Drei Stiche für Grundimmunisierung nötig

Ab 23. August ist für einen 3-G-Nachweis die Kombination aus Impfung und Genesung nicht mehr ausreichend. Für eine Grundimmunisierung sind nun einheitlich drei Stiche nötig. Zuvor galt eine Genesung vor der ersten Impfung als eigenes „immunologisches Ereignis“. Unverändert ist eine Genesung weiter sechs Monate gültig, sie ersetzt aber keine Impfung mehr.

Nach Erhalt der dritten Dosis kann man sich das gültige Zertifikat via Gesundheit.gv.at herunterladen oder etwa in einer Apotheke ausdrucken lassen. Beim dritten Stich ist das Zertifikat seit 16. April ab Impfdatum für 365 Tage gültig, ebenso für Menschen mit zwei Impfungen, die auch genesen sind.

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Screenshot gesundheit.gv.at
www.gesundheit.gv.at
Auf Gesundheit.gv.at findet sich der Log-in-Button zum „Grünen Pass“ – dann kann man zwischen Bürgerkarte und Handysignatur wählen – schließlich kommt man zum Log-in: Bei Handysignatur meldet man sich via hinterlegter Handynummer und Passwort an.
Screenshot gesundheit.gv.at
www.gesundheit.gv.at
Nach der Verifizierung gelangt man zum rot-weiß-roten Ordnersymbol auf grünem Hintergrund – klickt man auf „Grüner Pass“, gelangt man zur Überblicksliste der vorhandenen Zertifikate (Impfung, Genesung, Test) – klickt man eines der Zertifikate an, öffnet sich das PDF, das man ausdrucken oder am Handy, Tablet oder Computer ablegen kann.

Wie man zum „Grünen Pass“ kommt

Um den digitalen „Grünen Pass“ für einen selbst oder etwa Angehörige abzurufen, muss man auf die Website Gesundheit.gv.at gehen. Auf der Startseite findet sich ein großer Eintrag zum „Grünen Pass“ mit zusätzlichen Infos und vor alle dem Log-in. Hat man die Log-in-Seite abgerufen, loggt man sich entweder über die Bürgerkarte oder die Handysignatur ein. Zudem gibt es eine App für Smartphones.

Elektronische Handysignatur nötig

Die elektronische Handysignatur kann persönlich (mit amtlichem Lichtbildausweis) bei der zuständigen Behörde gratis beantragt werden. In der Regel ist es die Bezirksbehörde oder Gemeinde – die nächstgelegene Registrierungsstelle kann hier gesucht werden.

Wer bereits einen Zugang zu FinanzOnline hat, kann die Handysignatur auch hier direkt online beantragen.

Sicherheitscheck vor Abruf

Die Handysignatur-App, die man ebenfalls kostenlos herunterladen kann, stellt zum Sicherheitscheck einen QR-Code aus, mit dem man die Abrufanfrage verifiziert. Alternativ kann man sich auch eine TAN-Code, ähnlich wie beim Onlinebanking, per SMS zustellen lassen, den man dann auf Gesundheit.gv.at einträgt.

Nach solcherart erfolgter Überprüfung der Identität wird man automatisch auf die Liste der vorhandenen Zertifikate weitergeleitet: Es scheint auf, ob man genesen ist, ob – und wie oft – man geimpft ist. Außerdem scheinen die letzten CoV-Tests, die man gemacht hat, auf.

Liste mit allen Zertifikaten

Durch Klick auf einen Eintrag in der Liste wird das jeweilige Zertifikat (inklusive des zentralen QR-Codes) geöffnet. Dieses kann man dann lokal am Handy speichern oder ausdrucken. Wer auf Nummer sicher gehen will, führt beides mit sich, um sich gegen einen eventuellen Ausfall des Handys – leerer Akku – abzusichern.

Nachweis per Papier oder Impfausweis

Weiterhin möglich ist es natürlich, den jeweiligen Nachweis nur in Papierform bei sich zu führen. Die Nachweise werden in der Regel von den Test- und Impfstellen direkt ausgestellt. Zusätzlich kann man sie bei Hausärztin oder Apotheke gegen Vorweis der E-Card drucken lassen.

Auch der Eintrag der Impfung in den papiernen Impfpass oder ein Impfkärtchen als Nachweis sind ausreichend. Wer ins Ausland reist, ist aber mit dem QR-Code wohl auf der sicheren Seite, da damit sowohl Sprach- als auch Anerkennungsprobleme ausgeschlossen sein sollten.

Anlaufstellen bei Fragen

Infos und Antworten zum „Grünen Pass“ gibt es auf folgenden Seiten detailliert aufgeschlüsselt:

  • Telefonisch ist die AGES-Hotline zu Fragen zum „Grünen Pass“ rund um die Uhr gratis erreichbar unter 0800 555 621 – auch falls Daten nicht stimmen.