Antigen-Test
APA/Georg Hochmuth
CoV-Maßnahmen

Was nun gilt

Im Kampf gegen das Coronavirus gelten seit Mittwoch, 15. September, neue Regeln. Die Maßnahmen sind abhängig von der Auslastung der Intensivstationen in den Krankenhäusern und werden der Entwicklung entsprechend in Stufen geändert.

Richtwert für die Stufe eins ist eine Auslastung von 200 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten – die geltenden Verschärfungen sind folgende:

  • Antigen-Tests sind nur noch 24 Stunden statt zuvor 48 Stunden ab Testabnahme gültig. Nicht betroffen von dieser Bundesvorgabe sind Schülerinnen und Schüler: Für diese reichen weiterhin die dreimal wöchentlich durchgeführten Schultests („Ninja-Pass“).
  • Überall dort, wo nach der vorangegangenen Regelung ein Mund-Nasen-Schutz vorgesehen war (Geschäfte und Dienstleister des täglichen Bedarfs, öffentliche Verkehrsmittel), gilt eine FFP2-Masken-Pflicht.
  • Für Ungeimpfte ist das Tragen einer FFP2-Maske auch im sonstigen Handel Pflicht. Auch in Kultureinrichtungen müssen Personen, die weder geimpft noch genesen sind, eine FFP2-Maske tragen. Für Geimpfte wird das Tragen einer FFP2-Maske in dem Bereich empfohlen.
  • Die „3-G-Regel“ gilt bereits bei Zusammenkünften ab 25 Personen. Zuvor lag die Grenze bei 100 Personen.

Steigt die Intensivbettenauslastung auf 300, tritt sieben Tage darauf Stufe zwei in Kraft:

  • In der Nachtgastronomie (und „ähnlichen Settings“) sowie bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen gilt die „2-G-Regel“, d. h., nur noch Geimpfte und Genesene haben Zutritt.
  • Antigen-Tests mit Selbstabnahme („Wohnzimmertests“) sind nicht mehr als Nachweis für Bereiche mit „3-G-Regel“ gültig.

Stufe drei wird sieben Tage nach einer Auslastung von 400 Intensivbetten aktiviert:

  • In Bereichen mit „3-G-Regel“ verliert der Antigen-Test gänzlich seine Gültigkeit. Zutritt haben nur noch Geimpfte, Genesene und Personen mit aktuellem PCR-Test.

Was noch gilt

Nachfolgend ein Überblick über die weiter bundesweit gültige Regelung.

Zusammenkünfte

Die „3-G-Regel“ gilt bereits bei Zusammenkünften ab 25 Personen. Zuvor lag die Grenze bei 100 Personen.

„3-G-Regel“

Ein „3-G“-Nachweis ist laut den weiter geltenden Maßnahmen vom 22. Juli für nachfolgende Bereiche verpflichtend:

  • Gastronomie
  • körpernahe Dienstleistungen
  • Hotellerie und Beherbergung
  • Freizeiteinrichtungen
  • Kulturbetriebe (mit Ausnahme von Museen, Bibliotheken, Büchereien und Archiven)
  • nicht öffentliche Sportstätten
  • Zusammenkünfte (ab 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zuvor 100)
  • Fach- und Publikumsmessen, Kongresse
  • Reisebusse und Ausflugsschiffe

Schlagend bleibt die „3-G-Regel“ zudem

  • bei der Erbringung von mobilen Pflege- und Betreuungsdienstleistungen
  • für Besucherinnen und Besucher sowie für Mitarbeiterinnen und; Mitarbeiter von Alters- und Pflegeheimen sowie stationären Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe;
  • für Bewohnerinnen und Bewohner zur Neuaufnahme in Alters- und Pflegeheimen sowie stationären Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe;
  • für Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kranken- und Kuranstalten;
  • für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sonstigen Orten, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden.

Maskenpflicht

An allen Orten, an denen die „3-G-Regel“ gilt, entfällt die Maskenpflicht. Das gilt auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in jenen Bereichen, in denen ein „3-G“-Nachweis vorgesehen ist.

Ausnahmen vom Entfall der Maskenpflicht gibt es für Alters- und Pflegeheime sowie Gesundheitseinrichtungen. Die jeweilige Einrichtung kann zusätzlich auch strengere Regeln vorsehen. Wo der Mund-Nasen-Schutz galt, muss jetzt laut Stufe eins eine FFP2-Maske getragen werden. Für Ungeimpfte ist die Regelung laut Stufenplan strenger. Das Tragen einer FFP2-Maske ist für Ungeimpfte auch im sonstigen Handel Pflicht. Auch in Kultureinrichtungen müssen Personen, die weder geimpft noch genesen sind, eine FFP2-Maske tragen. Für Geimpfte wird das Tragen einer FFP2-Maske in dem Bereich empfohlen.

Kontaktdaten

In einigen Bereichen werden von Besucherinnen und Besuchern, die sich länger als 15 Minuten am betreffenden Ort aufhalten, zudem Kontaktdaten erhoben. Betroffen sind etwa Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe.

Regionale Maßnahmen – Beispiel Maskenpflicht in Wien

Die Bundesländer haben die Möglichkeit, zusätzliche Maßnahmen zu erlassen. Davon Gebrauch machte bisher vor allem Wien, wo es im gesamten Handel auch nach dem 22. Juli weiter eine Maskenpflicht gab.

„Geimpft“ erst bei vollständiger Immunisierung

Seit 15. August ist eine Änderung beim Impfnachweis in Kraft. Seitdem gilt man erst bei vollständiger Immunisierung als geimpft. Der Nachweis wird am Tag der zweiten Impfung ausgestellt. Ausnahme sind Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft werden, also nur einen Stich erhalten.