Gibt es so etwas wie ein Erfolgsrezept für den Song Contest? Hier geht’s zur Debatte.
Mitreden kann man auch heuer wieder per Teletwitter (#ESCORF).
Die italienische Glamrock-Band Maneskin hat im Finale des Eurovision Song Contest den Sieg davongetragen. Maneskin gewann bei der Show am Samstagabend vor Frankreich und der Schweiz. Der österreichische Kandidat Vincent Bueno musste sich bereits am Donnerstag im zweiten Halbfinale verabschieden, sein Song „Amen“ konnte international nicht punkten.
Es ist so weit. Nach einem Jahr Pandemiepause ist das Finale des großen Song Contest zurück. „Open up“ lautet das Motto heuer in Rotterdam – und besser hätte es vom Timing auch nicht sein können. Ganz Europa sperrt langsam wieder auf. Und der Contest soll genau diese Aufbruchsstimmung auch versprühen.
3.500 Zuschauerinnen und Zuschauer sind – nach schärfsten Sicherheitsmaßnahmen – in der Halle. Da ist dann der in den Niederlanden aktuell vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern aufgehoben, und auf den fix zugewiesenen Sitzplätzen fällt auch die Maskenpflicht. Das ergibt Bilder, wie wir sie schon lange nicht mehr live im Fernsehen gesehen haben.
Dafür muss man dann aber auch die 26 Songs aushalten, die heuer um den Sieg kämpfen. Das ist bei einigen – so viel kann man schon verraten – nicht so einfach. Immerhin: 13 sind schon am Dienstag und am Donnerstag ausgeschieden.
Wie gut oder schlecht Vincent Bueno im Halbfinale am Donnerstag abgeschnitten hat, werden wir im Detail frühestens heute Nacht wissen. Die genaue Reihung oder die Zahl der Punkte wird vor dem Finale nicht bekanntgegeben, um das Endergebnis nicht zu beeinflussen.
Ob Rotterdam seine Reize hat, mögen andere beurteilen. Besungen wurde es schon, halbcharmant.
Weil er 2019 in Israel gewonnen hat
Im heutigen Finale hätte Duncan Laurence eigentlich auch auftreten sollen. Er gehört neben den Isländern aber zu den Covid-19-Opfern und sitzt jetzt irgendwo in Quarantäne vor dem Fernseher.
So ein Song-Contest-Abend kann schon lange werden. Klo-, Rauch- und Nachschenkpausen müssen gut getimt sein. Jedenfalls nicht verpassen sollte man die Startnummern 6, 11, 12, 19, 20 und 24.
Armenien sagte wohl ob des Konflikts mit Aserbaidschan die Teilnahme kurzfristig ab. Weißrussland wurde disqualifiziert, weil die eingereichte Nummer recht unmissverständlich ein Propagandabeitrag des Regimes Lukaschenko war. Auch Ungarn entschied sich schon im Vorjahr gegen eine Teilnahme. Und Bosnien-Herzegowina fehlt aus finanziellen Gründen schon seit 2017.
Wer sind die großen Favoriten im ersten Halbfinale? Gibt es so etwas wie ein Erfolgsrezept für den Song Contest? Hier geht’s zur Debatte.
Mitreden kann man auch per Teletwitter #ESCORF
Das Stage-Design stammt – wie eigentlich immer beim Song Contest und überall dort, wo sonst noch Großes passiert – vom Münchner Florian Wieder. Die Inspiration soll er aus der niederländischen Landschaft gezogen haben, damit meint er aber nicht primär, dass es einfach flach ist, sondern die Kanäle und Brücken, die dort überall im Weg sind.
Brav mit viel Abstand. Dann kann man sich schon ein erstes Bild machen …
Moderiert werden die Shows heuer von Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit und Nikkie de Jager
Die Startreihenfolge im Finale wird von den Veranstaltern festgelegt, damit die Show schön abwechslungsreich wird. Auch größere Um- und Aufbauten werden berücksichtigt. Per Los wurde lediglich festgelegt, wer in der ersten und wer in der zweiten Hälfte auftreten darf.
Das Publikum macht 50 Prozent der Wertung aus, die andere Hälfte übernehmen die Fachjurys aus den Ländern. In Schaltungen in alle Teilnehmerländer werden die Jurypunkte verlesen. Danach werden die Publikumsstimmen aus ganz Europa zusammengerechnet, von den Moderatorinnen verkündet und zu den Jurypunkten addiert. Um möglichst lange die Spannung aufrechtzuerhalten, wird beim laut Jurys schwächsten Land begonnen, die Publikumspunkte zu vergeben. Klingt kompliziert, ist es auch.
Startnummer eins hat Elena Tsagrinou aus Zypern – und das ist schon der erste Regiefehler. Die Kinder sind noch nicht im Bett, wenn sich die Blondine zu „El Diablo“ im knappen Glitzersuit auf Teufel komm raus auf dem Boden räkelt.
Auch wir wiederholen uns, aber: Der Song klingt noch immer wie „Bad Romance“ von Lady Gaga, das Video ist von Zara Larsson gefladert. Das Kostümchen wird heute noch mehrmals weitergereicht, die Idee eines spanischen Songtitels, die Choreografie und sogar ihren eigenen Vornamen hat sie sich bei „Fuego“ von Eleni Foureira ausgeborgt. Stefan Weber, egal welcher, übernehmen Sie doch!
Das ging aber flott – da ist er wieder der Strasssteinfummel auf Nudebody. Drinnen steckt jetzt aber Anxhela Peristeri aus Albanien. Und aus ihr raus kommt „Karma“ auf Albanisch.
Wehende Haare, exaltierte Gesten und dramatischer Gesang, mehr Song-Contest-Folklore geht fast gar nicht.
Eden Alene aus Israel hat im Halbfinale nicht alle Töne getroffen. Das kommt davon, wenn man mehr Zeit in die Frisur als ins Singenüben investiert. Wobei: Ihre Nachbarn werden dankbar sein.
„Set Me Free“ ist also ein Code für „Zieht mich aus“. Wir haben’s verstanden.
Jetzt mal Erwachsenenmusik in diesem Zirkus hier. Nach dem aufgeregten Herumgehopse sind Hooverphonic aus Belgien mit „The Wrong Place“ eigentlich ziemlich richtig. Es geht jetzt um echte Probleme im Leben, z. B. Reue nach einem schöngesoffenen One-Night-Stand. „Wenn er jetzt auch noch mein Johnny-Cash-Leiberl anzieht“ – wer kennt das nicht?
Mit dieser Songzeile nehmen Hooverphonic sehr viel von diesem Abend vorweg. Ein bisschen Misanthropie schadet bei der Überdosis Frohsinn sicher nicht.
Letztes Jahr wäre Russland mit der Spaßfraktion Little Big angetreten, der heurige Beitrag „Russian Woman“ von Manizha ist ernsthafter, aber deswegen nicht spaßbefreit, auch wenn sie für Frauenrechte in Russland rappt.
Wie man das 2021 so macht: Mit der Welt per Zoom verbunden. Musikalisch sind das halt gleich mindestens zwei Songs in einem – einmal russischer Rap, einmal russische Stampffolklore.
Jetzt aber Schluss mit der Aufwärmrunde: Mit „Je Me Casse“ von Destiny aus Malta ist der erste potenzielle Siegertitel an der Reihe. Die Erinnerung an Netta aus Israel 2018 ist halt schon noch sehr frisch, und da wirkt einiges ausgeborgt. Von „I’m not your toy“ zu „I’m not your honey“ ist es auch nicht sehr weit.
… Wie Uhtred, the son of Uhtred sagen würde. Ist Malta unsere Bestimmung für 2022? Wir werden sehen – die Hütte in Rotterdam hat sie jedenfalls ordentlich eingerissen.
The Black Mamba aus Portugal klingt gefährlich, ist aber recht zahnlos. Mit Geigen gleich zu Beginn und einem Mantra-artigen Refrain lullen sie uns zu „Love is On My Side“ ein. Sänger Pedro Tatanka führt indessen auf der großen Bühne seinen Hut spazieren. Hätte er in Song-Contest-Kunde aufgepasst, wüsste er: kein gutes Omen. Hut tut selten gut.
Die raunzige Stimmfarbe ist schon sehr speziell. Und das Orchester im Hintergrund ist gar nicht echt! Aber so ist der Song Contest: so vielfältig wie das Wetter der letzten Tage.
Das Trio Hurricane für Serbien: Ob sie nach Frisur gecastet worden sind? Dass neben der aufwendigen Kopfschüttelchoreografie keine Zeit mehr für einen anständigen Text bleibt, versteht sich von selbst. „Ich bin süß und nett und du bist alleine – Loco, loco, aramsamsam.“
Sagen wir, das ist ein überkondensiertes Balkankonzentrat aus Beyonce, Shakira und JLo.
Während so manche Teilnehmerin gar nicht wenig genug anhaben kann, verpackt sich James Newman aus Großbritannien in einen Lederwintermantel. In Kombination mit extrabreiten Goldketten – nun ja: schwierig. Das ist auch das richtige Wort für den ganzen Auftritt zu „Embers“.
Dass die für Griechenland startende Niederländerin Stefania eine ausgeprägte Kindercastingshowvergangenheit hinter sich hat, erkennt man deutlich an dem schon sehr bemühten Auftritt zu „Last Dance“. Aber richtig gute Chancen hätte sie wohl nur bei einem Rory-Gilmore-Lookalike-Contest.
Immerhin ist Stefanias Glitzerfummel lila. Und die Tänzer sind unsichtbar. Wir sind auf dem richtigen Weg!
Der arme Gjon’s Tears muss auf riesigen, weißen Tetrisblöcken singen, die irgendwer auf der Bühne vergessen hat. Und die Kameraführung ist angsteinflößend. Ist das Bug oder Feature?
Gut, so ein Lied muss man erst einmal live dersingen. Aber diese Bewegungen! Eine Hommage – aber an was?
Dadi und die Band Gagnamagnid wäre 2020 ein so würdiger Sieger gewesen. Dass sie die heurige Nummer „10 Years“ – nicht ganz so gut, aber auch brauchbar – nicht live bringen dürfen, ist wirklich Pech. Da hat das Coronavirus bei großer Auswahl echt die falschen erwischt.
Zwischen dem ganzen Kennt-man-schon/Hat-man-auch-schon-Gesehen sind die Isländer eine sehr erfrischende Abwechslung. Man kann nur hoffen, dass das Schule macht. Im Gif: Definiere K1!
Gleich Halbzeit – und für alle, die mal aufs Klo oder kurz um den Block müssen: Die nächsten drei Nummern eignen sich dafür. Blas Canto aus Spanien trauert im Song „Voy A Quedarme“ um seinen Vater und seine Großmutter. Stille Trauer war offensichtlich keine Option.
Und jetzt heult er den Mond an.
Für Natalia Gordienko aus Moldawien ist es schon das zweite Song-Contest-Finale der Karriere. Und schon das zweite Mal fragt man sich: Wie konnte das passieren? 2006 kam sie in toxischer Beziehung mit einem Sänger namens Arsenium (!)
Jetzt ist es Zucker. Die Dosis macht das Gift.
Schon praktisch, wenn man im Refrain nur ein Wort hauchen muss – den Rest übernimmt der Big-Band-Sound vom Band.
Jendrik aus Deutschland dürfte da etwas verwechselt haben. Wir sind nicht beim Kiddy-Contest. Immerhin setzt er mit „I Don’t Feel Hate“ eine alte deutsche Tradition fort und bettelt fast um null Punkte. Vorsichtig formuliert: Vielleicht sind andere Länder eher prädestiniert, humorige Beiträge zu schicken.
Danke Belgien für diesen Satz. Kann man hier gut brauchen. So zwanghafter Frohsinn kann bei Betrachtung Gedanken auslösen, die andere Menschen in ihrer Würde verletzen. Apropos Würde: Die arme Frau im Fingerkostüm!
Bei der Reihung hat die EBU mitgedacht: Eben noch im Bild, jetzt wird der Mittelfinger auch besungen. Blind Channel aus Finnland haben Bandnamen und Songtitel „Dark Side“ wohl aus dem Metalbandnamen-Generator.
20 Jahre zu spät mit einem Nu-Metal-Song als innovativ gefeiert zu werden geht auch nur beim Song Contest. Um auch etwas Positives zu sagen: Wenigstens hat Finnland nicht mit der Pyro gespart.
Die kleine Victoria aus Bulgarien sitzt also auf ihrem Holzfelsen und wundert sich, dass ein ganzer „ocean of emotion“ in sie reinpasst. „Growing Up Is Getting Old“ ist für eine 23-Jährige reichlich altklug.
Modisch ist Victoria 2021 ganz up to date – der Loungewear-Homeoffice-Pyjama ist in Pandemiezeiten immer eine gute Wahl. Das Ende des Songs erinnert einige an Billie Eilish. Das ist schon sehr viel Lob.
Apropos Pandemie: Mit der Textzeile „it’s ok to dance alone“ geben The Roop aus Litauen den nachträglichen Sanktus für mehr als ein Jahr Lockdown-Wohnzimmerdisco.
The Roop tanzen auch mit ihren Fingern, schaut einfach aus – aber selbst probieren! Jedenfalls funktioniert der schräge Ansatz mit einem Augenzwinkern.
Es bleibt originell. Go_A wollen mit „Shum“ den Frühling aufwecken. Wenn man mitten im nuklearen Winter steht, muss man da schon auch ein bisschen lauter werden.
Was trägt den Sängerin Kateryna Pawlenko da im offiziellen Video? Die ukrainische Variante des Mund-Nasen-Schutzes? Naja, wer neben Tschernobyl Partys feiert, dem kann eine kleine Pandemie auch keinen Schrecken einflößen.
„Weißer Gesang“ ist beim Song Contest schon öfter vorgekommen. Dabei wird die Luft mit Hilfe des Zwerchfells langsam durch den maximal geöffneten Kehlkopf herausgepresst. Klingt schmerzhaft – für alle Beteiligten. Dennoch: Das fährt schon ordentlich. Aber was sind diese Heiligenscheine?
Wir schalten um zum Grand Prix Eurovision de la Chanson. Barbara Pravi reinkarniert mit „Voila“ Edith Piaf, Jacques Brel und Charles Aznavour in einer Person. Das Stageing könnte man auch gleich für ein Biopic für Piaf verwenden.
Bei den Buchmachern ist das hoch im Kurs, wenn schon retro, dann richtig. Und nach der Kameraführung ist jetzt halb Europa seekrank.
Efendi wollte im Vorjahr Cleopatra besingen, dann mussten auf die Schnelle ein paar Textzeilen geändert werden und es wurde „Mata Hari“. Aber wen hätte sie nächstes Jahr besungen, wenn es heuer wieder nichts geworden wäre?
Die Fummel-mit-Fummeln-Performance ist hart an der Grenze. Bei Beiträgen wie diesen würde man sich eine demografische Auswertung der Anrufer wünschen. Aber: endlich wieder gestochenes Broken English beim Song Contest!
Der Norweger Tix verarbeitet in „Fallen Angel“ seine Tics und wie er dafür gemobbt wurde. Und für den Auftritt wurden ein Eisbärenfell für den Mantel und ein Paar Pegasusflügel verarbeitet. Nicht alle Länder müssen sparen.
Bekannt wurde Tix mit Saufliedern für Schulabschlussfeiern. Da ist das, auch wenn man es nicht glauben mag, quasi ein Qualitätssprung ins ernsthafte Fach.
Apropos ernsthaft: Jeangu Macrooy kommt auch mit einer biografischen Botschaft. Der gebürtige Surinamer tritt für die Niederlande an und singt in „Birth of a New Age“ gegen Homophobie und Rassismus.
Moderner Soul, Ausdruckstanz und karibische Rhythmen – die Niederlande müssen froh über Einfluss von außen sein, musikalisch wie kulinarisch. Kennen Sie einen niederländischen Musiker? (Duncan Laurence und Rudi Carrell gelten nicht!)
Jetzt die Favoriten. Maneskin – eine italienische Band mit dänischem Namen – ist laut und wild, singt aber „Zitti E Buoni“, also „leise und brav“. Für den Auftritt hat sich die Glamrockband in The-Sweet-Gedächtnis-Leder einschnüren lassen.
Warum diese Italiener immer so viel Text haben müssen? Der Refrain kann an der Favoritenrolle jedenfalls nicht schuld sein. Befeuern – Pyro!Pyro!! – sie in Zeiten wie diesen einfach die Sehnsucht nach Livekonzerten?
Aus Schweden kann nichts anderes kommen als ein radiotauglicher Popsong. Der kommt auch, aber vielmehr hat Tusse mit „Voices“ jetzt nicht im Programm. Seine mittelmäßige Bewertung in den Wettquoten stützt die Italien-Theorie: Man lechzt nach Livemusik, nicht nach Konserve.
Aber uns geht es wie Tusse: Nach 25 Beiträgen haben wir das Gefühl, a million voices im Kopf zu haben – dafür aber erstaunlich wenig Ohrwürmer heuer. Immerhin: Gleich ham wir’s geschafft.
Bei dem Anzug fehlen die Ärmel. Wer sagt’s ihm?
Eine geht noch: Senhit mit „Adrenalina“ für San Marino. Das ist die mit dem goldenen Kopfschmuck, von dem noch immer niemand weiß, wofür das steht. Es steht ihr jedenfalls nicht gut, hat sie aber selber gemerkt, muss auch gleich weg. Die Schweißermasken der Tänzerinnen und Tänzer bleiben aber, obwohl die genauso wenig Sinn ergeben.
Für die Rausschmeißnummer wurde ein prominenter Rausschmeißer engagiert: Flo Rida, der sich flow rider ausspricht, aus Florida war mal Nummer eins in den US-Charts. Ruhm ist vergänglich, Geld schnell ausgegeben, und jetzt steht er da. Auf der Song-Contest-Bühne. Für San Marino.
Musikalisch sind wir durch! Die schlechte: Fertig sind wir noch lange nicht.
Das Warten auf die Punktevergabe
Es bleiben noch gute 20 Minuten, um abzustimmen. Als kleine Entscheidungshilfe wie immer der ORF.at-Schnelldurchlauf:
Allerdings: Wer im Glashaus sitzt …
Viermal Glitzerbody mit Fransen in einem Finale: Wer trägt’s besser?
Den Anfang darf Mans Zelmerlöw machen, Sieger in Wien 2015.
Danach die niederländische Rentnergang Ding-A-Dong, Gewinner von 1975. Und Sandra Kim, die 1986 als 13-Jährige den einzigen Sieg für Belgien holte. Und Lenny Kuhr, eine von gleich vier Siegerinnen 1969 mit „De Troubadour“.
Das silberne Glitzerkleid hat schon einmal gewonnen: 2005 an Helena Paparizou mit „My Number One“.
… breiten wir mal den Mantel des Schweigens
Lasset die Punkte kommen
12 Punkte an die Schweiz. Null für Italien.
von der polnischen Jury. Aha.
von Albanien
Gjon’s Tears liegt gut in Führung
UK, Spanien, Deutschland, Norwegen und die Niederlande noch ohne Punkte
Vorn sind die Favoriten: Schweiz, Frankreich, Malta und Italien
Der Rest:
Finnland 1
Deutschland 2(!!)
Niederlande 3
Malta 4
Bulgarien 5
Italien 6
Portugal 7
Frankreich 8
Schweiz 10
(nach den zwei Gnadenpunkten für Deutschland aus Österreich)
Das griechische Jury-Kind gibt 12 Punkte an Zypern
Das Publikumsvoting kann noch alles ändern
mit 12 Punkten aus Serbien
Zypern gibt Griechenland die 12 Punkte zurück
Bahnt sich da ein diplomatischer Konflikt an?
Der Rest …
1: Litauen
2: Russland
3: Island
4: Schweden
5: Ukraine
6: Italien
7: Zypern
8: Malta
10: Schweiz
Schweiz, Frankreich, Malta, Island, Italien. Die Top fünf haben sich deutlich abgesetzt. Vorne aber ein Zweikampf zwischen Schweiz und Frankreich mit Gjon’s Tears klar in Führung.
Muss man auch nicht verstehen.
12 für Malta. Das hätte man auch kürzer haben können.
… bleibt aber selber in Führung.
Schweiz vor Frankreich, Malta, Italien und Island
… mit dem Publikumsvoting ergänzt. Also in dieser Reihenfolge.
„Es ist verrückt“, sagt der Schweizer im Green-Room-Interview. „Ich bin so glücklich. Egal was passiert – ich habe die Jury-Punkte.“
Es geht gleich weiter mit der Publikumswertung. Bisher wurden nur die Hälfte der Punkte vergeben – es kann sich also noch sehr viel ändern.
Und Großbritannien bleibt bei null Punkten. Ein Raunen geht durch die Menge. Dafür gibt es Applaus.
Anmerkung: Minuspunkte können nicht vergeben werden
Auch nicht so überraschend. Die armen Niederländer kriegen auch nix.
Flo Rida zieht auch nicht mehr so …
Wir sagen: verdient!
Urgemein!
Damit vorübergehend in Führung. Zehn Länder kommen noch.
Nur 27 und 30 Punkte
Kein Happy End für Dadi und Co.
Aus der Traum vom Sieg für Destiny
Italien bleibt in Führung. Jetzt kann es nur noch von der Schweiz verdrängt werden.
Die Schweiz bekommt zu wenige Publikumspunkte und belegt damit Platz drei. Zweiter wird Frankreich.
Der nächste Song Contest findet also in Italien statt. Wo genau? Für diese Entscheidung hat das Land jetzt einige Wochen Zeit – es gilt viel zu überlegen. Eine große Halle und viele Hotelbetten im oberen Segment sind wichtige Kriterien für die Auswahl des Austragungsorts. Bisher hat Italien zweimal den Song Contest ausgetragen – 1965 in Neapel und 1991 in Rom.
3.500 vorab getestete Zuschauer waren in jeder der insgesamt neun Publikumsshows zugelassen. Sie durften sich ohne Abstand und Mundschutz in der Halle aufhalten. In fünf Tagen werden sie alle noch einmal getestet. Dann werden etwaige Cluster erst auffallen. Innerhalb der Delegationenbubble gab es nur sehr wenige Fälle: zwei im isländischen Team, einen in der polnischen Delegation. Positiv getestet wurde auch der Vorjahressieger Duncan Laurence, der einen Auftritt im Finale gehabt hätte.
In der ersten Pressekonferenz nach dem großen Finale zeigen sich die italienischen Gewinner überglücklich. Vor allem die Wertung des Publikums bestätige sie. „Für uns ist das Publikum das Wichtigste: Die Jurys repräsentieren nicht die Mehrheit. Das Publikum kommt zu unseren Konzerten und kauft unsere Platten.“ Anderen Künstlern raten sie, sich selbst treu zu bleiben.
Es war wie immer ein Volksfest – das ORF.at-Song-Contest-Team sagt Ciao für heute und bis nächstes Jahr in Italien!