Mann vor zerstörtem Haus in Mariupol
Reuters/Alexander Ermochenko
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Ukraine will in Istanbul Antwort auf humanitäre Fragen

Vertreter Russlands und der Ukraine wollen ab morgen in Istanbul erstmals seit fast drei Wochen wieder direkt über einen Waffenstillstand in der Ukraine verhandeln. Für die laut türkischen Angaben am Vormittag anlaufenden Gespräche gibt es von ukrainischer Seite klare rote Linien. Diese seien von Präsident Wolodymyr Selenski vorgegeben worden, sagt Außenminister Dmytro Kuleba. Zumindest müssten humanitäre Fragen geklärt werden, Maximalziel sei die Einigung auf einen Waffenstillstand.

Online seit 28. März 2022, 6.32 Uhr
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Über 500.000 Ukrainer seit Kriegsbeginn zurückgekehrt

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind nach Angaben der ukrainischen Grenzpolizei rund 510.000 Menschen aus dem Ausland zurückgekehrt. Allein in der vergangenen Woche seien es 110.000 Menschen gewesen, sagte der Sprecher der ukrainischen Grenzpolizei, Andrij Demtschenko heute. Acht von zehn Einreisenden seien Männer. Die meisten kämen aus Polen.

Liz Truss warnt vor „Ausverkauf der Ukraine“

Die britische Außenministerin Liz Truss warnt mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew vor einem „Ausverkauf der Ukraine“. Man müsse demnach sicherstellen, „dass künftige Gespräche nicht mit einem Ausverkauf der Ukraine enden“, sagt Truss vor dem Parlament in London. Zudem müssten Vorkehrungen getroffen werden, damit Sanktionen im Falle einer erneuten russischen Aggression automatisch wieder in Kraft träten.

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin dürfe es laut Truss nicht erlaubt werden, „von dieser entsetzlichen Aggression zu profitieren“. Vielmehr müsse sichergestellt werden, „dass Putin nie wieder so aggressiv vorgehen kann“.

„Moralische Empörung“: Biden verteidigt Aussagen zu Putin

US-Präsident Joe Biden verteidigt seine umstrittene Äußerung, wonach der russische Staatschef Wladimir Putin wegen des Ukraine-Kriegs „nicht an der Macht bleiben“ könne. Biden sagt heute Weißen Haus, er nehme seinen Satz „nicht zurück“.

Er habe bei seiner Rede am Wochenende in der polnischen Hauptstadt Warschau „moralische Empörung“ zum Ausdruck gebracht und nicht eine neue US-Politik verkündet. Auf die Frage, ob die Bemerkung eine negative Reaktion von Putin hervorrufen könne, sagt Biden: „Mir ist egal, was er denkt. Er wird tun, was er tun wird.“

Joe Biden
Reuters/Kevin Lamarque

„Ich entschuldige mich nicht für meine persönlichen Gefühle“, sagt der US-Präsident. Biden bestreitet außerdem, dass seine Äußerung den Ukraine-Krieg eskalieren lassen oder die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Kriegs erschweren könnten.

ORF-Korrespondent Wehrschütz zu Friedensgesprächen

ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz zur Frage, was man sich von den morgen in der Türkei beginnenden Friedensgesprächen zwischen Moskau und Kiew erwarten kann.

Russisches Militär warnt vor weiteren Seeminen

Das russische Verteidigungsministerium warnt erneut vor der Gefahr von frei im Schwarzen Meer schwimmenden ukrainischen Seeminen. Die Minen hätten sich von ihren Verankerungen gelöst und würden vor den Küsten der Anrainerstaaten treiben, sagt Generalmajor Michail Misinzew.

Im Bosporus und im Schwarzen Meer nahe der Grenze zu Bulgarien habe die türkische Seite zwei solcher Minen entschärft. Die Gefahr bestehe aber weiter. Zuvor hatten das russische Ministerium und der für den Grenzschutz zuständige russische Geheimdienstdienst FSB vor den Minen gewarnt.

Kiew: Klare rote Linien bei Gesprächen

Die Ukraine spricht von klaren roten Linien bei den für morgen angesetzten Gesprächen mit Vertretern Russlands in der Türkei. Sie seien von Präsident Wolodymyr Selenski vorgegeben worden, sagt Außenminister Dmytro Kuleba. Zumindest müssten humanitäre Fragen geklärt werden, Maximalziel sei die Einigung auf einen Waffenstillstand.

Lettland will Vergabe „Goldener Pässe“ beenden

Nach mehreren anderen Staaten will auch Lettland künftig keine „goldene Visa“ mehr an Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger vergeben. Das ist bisher als Gegenleistung für Investitionen in dem baltischen EU-Land möglich gewesen.

„Wir werden dieses Programm beenden“, kündigt Regierungschef Krisjanis Karins heute nach einer Sitzung der vier Bündnisparteien der Mitte-rechts-Regierung in Riga an.

Krisjanis Karins
Reuters/Wolfgang Rattay

Die nötigen Gesetzesänderungen sollen laut dem Regierungschef vom Innenministerium vorbereitet und dem Parlament in Kürze zur Abstimmung vorgelegt werden.

Gouverneur: Raketenangriff auf Öldepot

In der nordwestukrainischen Region Riwne hat es laut dem dortigen Gouverneur einen russischen Raketenangriff auf ein Öldepot gegeben. Einsatzkräfte seien an Ort und Stelle, sagt Witalij Kowal in einer Videobotschaft. Details zur Attacke sind bisher noch nicht bekannt.

Abramowitsch vergiftet? Zweifel in USA

Vertreter der US-Regierung äußern Zweifel an Medienberichten über mutmaßliche Vergiftungssymptome beim russischen Milliardär Roman Abramowitsch.

Geheimdienstinformationen deuteten mit großer Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass es sich um Umwelteinflüsse gehandelt hat, also nicht um Vergiftung, sagt ein US-Vertreter. Zu Details wollte er sich nicht äußern.

Bundesheer: Grüne nun für „6 plus 3“-Modell

Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine haben die Grüne ihre Haltung zum Bundesheer geändert. Wehrsprecher David Stögmüller plädiert jetzt im „Kurier“ (Dienstag-Ausgabe) für eine Wiederaufnahme des Milizsystems – und zwar auf „6 plus 3“, also drei Monate Milizübungen nach dem sechsmonatigen Präsenzdienst.

Türkei bestätigt morgige Verhandlungsrunde

Rund viereinhalb Wochen nach der russischen Invasion in die Ukraine starten Moskau und Kiew in Istanbul eine neue Verhandlungsrunde. Die Delegationen aus Russland und der Ukraine kommen nach Angaben des türkischen Präsidialbüros morgen Vormittag um etwa 9.30 Uhr MESZ im Dolmabahce-Büro des Präsidenten in Istanbul zusammen.

Vor Beginn der Gespräche wolle sich die türkische Seite jeweils mit den Delegationen treffen, sagt Präsident Recep Tayyip Erdogan nach einer Kabinettssitzung in Ankara, der eigenen Angaben zufolge auf einen baldigen Waffenstillstand hofft und telefonischen Kontakt zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenski und zu Kreml-Chef Wladimir Putin halte.

250 Heimkinder aus der Ukraine in Tirol

Neben anderen Schutzsuchenden, die vor dem Krieg geflohen sind, haben in Tirol aktuell auch 250 Heimkinder aus der Ukraine Zuflucht gefunden. Sie und ihre Begleiterinnen und Begleiter werden hier von der Lebenshilfe, von Jugendland und SOS-Kinderdorf betreut – mehr dazu in tirol.ORF.at.

Ukraine weist Bericht über Vergiftungen zurück

In der Ukraine haben Teilnehmer an den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit Russland Berichte zurückgewiesen, sie seien vergiftet worden. Alle Mitglieder der Verhandlungsgruppen würden normal arbeiten, sagt der ukrainische Unterhändler Mychajlo Podoljak laut örtlichen Medien.

„Im Informationsbereich gibt es gerade viele Spekulationen, unterschiedliche Verschwörungsversionen und Elemente des einen oder anderen Informationsspiels.“

Nach Angaben vom „Wall Street Journal“ seien Mitglieder der Delegationen, darunter der russische Oligarch Roman Abramowitsch, möglicherweise vergiftet worden. Das Rechercheteam Bellingcat teilt dazu mit, es könne bestätigen, dass drei Mitglieder der an den Friedensverhandlungen in der Nacht zum 4. März 2022 beteiligten Delegation Symptome gezeigt hätten, wie es sie bei der Vergiftung mit Chemiewaffen gebe.

Russen ohne Schutzausrüstung in radioaktiv verseuchter Zone

Russische Soldaten, die das Gebiet nahe dem ehemaligen AKW Tschernobyl besetzt haben, sind mit ihren Fahrzeugen laut Augenzeugen ohne Strahlenschutz durch die radioaktiv verseuchte Zone gefahren. Das berichten Arbeiter an Ort und Stelle der Agentur Reuters. Die Soldaten hätten den Angaben zufolge keine Strahlenschutzausrüstung getragen.

Ein Tschernobyl-Mitarbeiter gibt an, das sei „selbstmörderisch“, da der radioaktive Staub, den sie einatmen mussten, wohl eine Verstrahlung hervorgerufen habe.

Karner für Unterstützung der Nachbarländer

Für Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) geht der mit seinen EU-Amtskollegen vereinbarte Plan „in den wesentlichen Teilen in die richtige Richtung“. Unter den EU-Staaten spüre man den „großen Willen, ein klares Signal zu setzen, den Vertriebenen zu helfen und auch den betroffenen Nachbarländern“

So habe man etwa Polen bereits angeboten, 500 ukrainische Kriegsflüchtlinge nach Österreich zu holen. „Mittelfristig könnten es auch mehr sein“, sagt Karner dazu gegenüber ORF.at. Vorstellbar wären bis zu 3.000 Personen. Auch Moldau habe man zugesagt, 2.000 Geflüchtete zu übernehmen, 300 davon seien bereits im Land. Doch all das erfordere eine gute Planung und Organisation.

Ukraine-Flüchtlinge: Zehnpunkteplan der EU

Die Aufnahme der Ukraine-Flüchtlinge soll auf EU-Ebene besser koordiniert werden. Die EU-Kommission und die französische EU-Ratspräsidentschaft setzen auf einen Zehnpunkteplan. „Die Minister haben heute entschieden, die Koordinierungs- und Solidaritätsbemühungen zu verstärken, um die Flüchtlinge unter den besten Bedingungen aufzunehmen“, zitiert die dpa aus dem Papier zum heutigen Sondertreffen der EU-Innenminister.

Ukraine veröffentlicht Namen mutmaßlicher Agenten

Der ukrainische Militärgeheimdienst veröffentlicht Namen und Kontaktdaten von 620 Menschen, die nach seinen Angaben als Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB an kriminellen Aktivitäten in Europa beteiligt gewesen sein sollen. Die Liste wird auf der offiziellen Seite des ukrainischen Dienstes auf Russisch veröffentlicht. Eine Stellungnahme der Regierung in Moskau liegt nicht vor. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

UNO-Initiative für „humanitären Waffenstillstand“

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat seinen Nothilfekoordinator Martin Griffiths darum gebeten, die Möglichkeit eines „humanitären Waffenstillstands“ im Ukraine-Krieg auszuloten. Griffiths werde damit sofort beginnen und, „sobald das möglich wird“, auch nach Moskau und Kiew reisen, so Guterres.

Die Vereinten Nationen täten bereits jetzt alles in ihrer Macht Stehende, um den Betroffenen humanitäre Hilfe zu leisten, sagt Guterres weiter. „Aber lasst mich das deutlich sagen. Die Lösung dieser humanitären Tragödie ist nicht humanitär. Sie ist politisch.“

Russland gibt Angriffe auf 41 Militärziele bekannt

Das russische Verteidigungsministerium gibt einem Medienbericht zufolge Angriffe auf 41 Militärziele in der Ukraine in den vergangenen 24 Stunden bekannt. Unter anderem seien große Munitionsdepots in der Region Schytomyr zerstört worden, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax das Ministerium. Die Angaben können nicht von unabhängiger Seite überprüft werden.

„WSJ“: Verhandler mit Vergiftungssymptomen

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ („WSJ“) sollen der russische Oligarch Roman Abramowitsch und mindestens zwei Abgesandte der ukrainischen Seite nach Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kiew Anfang März Vergiftungserscheinungen gezeigt haben.

Laut den Informanten der Zeitungen sollen die Betroffenen unter roten, schmerzhaft und durchgehend tränenden Augen sowie sich abschälender Haut an Gesicht und Händen gelitten haben. Die Beschwerden hätten sich mittlerweile gebessert. Dem „WSJ“ zufolge sehen die Informanten die russische Seite in der Verantwortung. Das US-Enthüllungsportal Bellingcat teilt mit, man könne den Bericht bestätigen.

Abramowitsch reist laut „WSJ“ derzeit zwischen Russland und der Ukraine hin und her und versucht, in dem Konflikt zu vermitteln. Der Milliardär mit guten Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin ist von der EU und Großbritannien mit Sanktionen belegt worden – nicht aber von den USA.

Ukraine rechnet mit deutlich mehr Opfern in Mariupol

In der von russischen Truppen belagerten Stadt Mariupol sind nach ukrainischen Angaben mindestens 5.000 Menschen getötet worden. Es könnten aber insgesamt deutlich mehr sein.

„Etwa 5.000 Todesopfer wurden beerdigt“, so ukrainische Verantwortliche für Flüchtlingskorridore, Tetjana Lomakina, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings würden seit ungefähr zehn Tagen wegen der anhaltenden Bombardements durch die russischen Truppen in Mariupol keine Bestattungen mehr vorgenommen, die Zahl der Todesopfer könnte sogar bei „ungefähr 10.000“ liegen. Unabhängig überprüfen lässt sich diese Zahl nicht.

Schweden: „Sind seit EU-Beitritt nicht wirklich neutral“

Die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson sagt angesichts einer möglichen russischen Bedrohung auch von EU-Staaten, dass ihr Land dann militärisch eingreifen würde. „Seit wir der EU beigetreten sind, sind wir nicht mehr wirklich neutral“, so Andersson. In der EU gelte eine Beistandsverpflichtung, Schweden werde Partnern im Notfall auch militärisch helfen.

Die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson
Reuters

Schweden sei bisher nur nicht Mitglied eines Verteidigungsbündnisses wie der NATO gewesen, sagte Andersson. Es gebe aber nun eine innenpolitische Diskussion, ob sich das ändern solle. Die Sicherheitslage in der baltischen Region habe sich schon seit Längerem verschlechtert.

Gericht: Russen dürfen Facebook trotz Blockade nutzen

Trotz der Sperrung von Facebook und Instagram in Russland sollen die Bürgerinnen und Bürger des Landes die sozialen Netzwerke weiter legal nutzen dürfen. Das hat ein Gericht in einem Urteil zum Verfahren um den Konzern Meta, zu dem Facebook und Instagram gehören, festgehalten, wie die Staatsagentur TASS mitteilt.

Zwar sei der Konzern als „extremistische Organisation“ eingestuft worden. Russlands Bürger dürften aber Facebook und Instagram weiter benutzen, heißt es. Viele Menschen nutzen die sozialen Netzwerke zum Geldverdienen, etwa auch zum Verkauf von Waren. Sie hatten um ihre Existenzgrundlage gefürchtet.

Klitschko: Mehr als 100 Tote in Kiew, darunter vier Kinder

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat es seit der Invasion Russlands mehr als 100 Tote gegeben. Das sagt der Bürgermeister der Stadt, Witali Klitschko. In einer Ansprache vor den Stadträten von Kiews Partnerstadt Florenz sagt Klitschko, dass mehr als 20 Leichen nicht identifiziert werden konnten und vier der Opfer Kinder waren, während weitere 16 verletzte Kinder im Krankenhaus liegen. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Carlsberg und Heineken verlassen Russland

Die zwei Bierbrauer Carlsberg und Heineken werden sich komplett aus dem Geschäft in Russland zurückziehen. „Der Krieg in der Ukraine und die eskalierende humanitäre und Flüchtlingskrise schockieren uns alle“, heißt es von Carslberg.

Man will das Geschäft in Russland vollständig veräußern. Nach Abschluss dieses Prozesses werde man nicht mehr in dem Land vertreten sein. Bis dahin werde man den Betrieb in reduziertem Maße aufrechterhalten. Jeglicher währenddessen erzielter Gewinn werde an Hilfsorganisationen gespendet. Man bedauere die Entscheidung für die 8.400 Angestellten in Russland.

Von Heineken heißt es, unter den derzeitigen Umständen sei es nicht länger möglich, in dem Land aktiv zu sein. Das Unternehmen schätzt, dass der Schritt etwa 400 Millionen Euro kosten wird. Die Gehälter der etwa 1.800 Arbeitnehmer sollen bis zum Jahresende bezahlt werden.

Stadtregierung von Mariupol: Mittlerweile 5.000 Tote

Seit dem Beginn der Belagerung der südukrainischen Stadt Mariupol sind einem Sprecher des Bürgermeisters zufolge 5.000 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Zahl berechnet worden ist, sagt er nicht – die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Bürgermeister: Ukrainische Truppen erobern Irpin zurück

Der Bürgermeister von Irpin in der Nähe von Kiew sagt, dass ukrainische Streitkräfte die vollständige Kontrolle über die Stadt zurückerobert habe.

„Wir haben heute eine gute Nachricht – Irpin wurde befreit“, so Bürgermeister Oleksandr Markushyn in einem Videoposting auf Telegram. „Wir wissen, dass es weitere Angriffe auf unsere Stadt geben wird und wir werden sie mutig verteidigen.“

US-Beamter: Putin offenbar nicht zu Kompromiss bereit

Für einen hochrangigen US-Beamten dürfte der russische Präsident Wladimir Putin nicht bereit sein, Kompromisse einzugehen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

„Alles, was ich gesehen habe, deutet darauf hin, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht zu Kompromissen bereit ist“, so der Beamte des US-Außenministeriums gegenüber Reuters, der anonym bleiben will.

Scholz rechnet mit deutlich mehr Flüchtlingen

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz rechnet damit, dass noch erheblich mehr Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nach Deutschland kommen. Bisher seien mehr als 300.000 Menschen aufgenommen worden, sagt er. „Aber das wird nur der Anfang sein.“ Die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson sagt, dass ihr Land ebenfalls Flüchtlinge aufnehmen werde, sich 2015 aber nicht wiederholen dürfe. Damals habe Schweden zwölf Prozent und damit überproportional viele Asylbewerber in der EU aufgenommen. Das sei diesmal nicht möglich.

Olaf Scholz und schwedischer Ministerpräsident Magdalena Andersson
Reuters/John Macdougall

Eine Weigerung der G-7-Staaten, russisches Gas mit Rubel zu bezahlen, würde nach den Worten des Abgeordneten Iwan Abramow zu einem Stopp der Lieferungen führen, wie die Nachrichtenagentur RIA berichtet. Abramow ist Abgeordneter im Oberhaus und dort Mitglied des Wirtschaftsausschusses.

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