Stadtansicht von Mariupol
Reuters/Pavel Klimov
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Mariupol: Russland setzt laut Kiew Überschallbomber ein

Russland soll im Krieg gegen die Ukraine nach Angaben der ukrainischen Regierung auch Überschallbomber im Einsatz haben. Aus Langstreckenbombern des Typs Tu-22M3 seien Bomben auf die besonders umkämpfte Hafenstadt Mariupol abgeworfen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Olexander Motusjanyk, am Freitag in Kiew.

Online seit 15. April 2022, 6.30 Uhr
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Die Liveberichterstattung endet hiermit vorerst, auf ORF.at finden Sie weiterhin die aktuellsten Entwicklungen und Nachrichten zum Krieg in der Ukraine.

Tausende bei prorussischer Demo in Belgrad

Tausende Serbinnen und Serben haben an einer prorussischen Demonstration in Belgrad teilgenommen. Mit Bildern des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Flaggen beider Staaten sind sie vom Stadtzentrum zur nahe gelegenen russischen Botschaft gezogen.

Prorussische Demonstration in Belgrad
Reuters/Zorana Jevtic

Die Demonstranten haben Parolen gegen die NATO skandiert. Die Regierung in Belgrad hat zwar bei den Vereinten Nationen gegen Russland gestimmt. Jedoch weigert sie sich, sich an den Sanktionen gegen den traditionellen Verbündeten zu beteiligen. Serbien ist fast komplett von russischem Erdgas und Öl abhängig.

Papstgesandter in Borodjanka und Butscha

Papst Franziskus hat seinen Almosenbeauftragten, den polnischen Kardinal Konrad Krajewski, für eine Karfreitagsprozession in die Ukraine entsandt. Krajewski hat dort die zwei vom Krieg stark getroffenen Orte Butscha und Borodjanka sowie ein Massengrab mit 80 Toten in Butscha besucht. Und er hat über den Leichen von Zivilistinnen und Zivilisten, die nach dem Abzug der russischen Truppen gefunden worden sind, gebetet.

Russland verschickt wegen Waffenlieferungen Protestnoten

Russland hat wegen Waffenlieferungen an die Ukraine Protestnoten an mehrere westliche Länder übermittelt. Darunter seien auch die USA, sagt die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, der Agentur Interfax zufolge. Nach Angaben der US-Tageszeitung „Washington Post“ warnt Moskau in dem Schreiben, dass solche Lieferungen „unvorhersehbare Folgen“ haben könnten.

Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa
AP/Russian Foreign Ministry Press Service

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges vor sieben Wochen hat die Ukraine Waffen aus vielen Ländern bekommen. Die USA haben zuletzt angekündigt, weitere Waffen und Munition im Wert von bis zu 800 Mio. Dollar (740 Mio. Euro) liefern zu wollen. Deutschland will seine Rüstungshilfe an Partnerländer auf zwei Mrd. Euro aufstocken. Das Geld soll überwiegend der Ukraine zugutekommen.

1,25 Mio. Tonnen Getreide drohen zu verderben – Fracht blockiert

Die Ukraine warnt, dass rund 1,25 Mio. Tonnen für den Export vorgesehenes Getreide und Ölsaaten verderben könnten. Die Nahrungsmittel seien auf 57 Frachtschiffen verteilt, die wegen des Krieges gegen Russland nicht auslaufen könnten, so Agrarminister Mykola Solskji zur Zeitung „Ukrajinska Prawda“.

Wie lange sich die Ladung halte, hänge vom Zustand der Laderäume ab. Sollten Getreide und Ölsaaten länger als drei Monate in den Schiffen bleiben, drohten sie zu verrotten. In der Saison 2021/22, von Juli bis Juni, sollten sich die ukrainischen Getreideexporte nach früheren Angaben auf 44 Mio. Tonnen belaufen. Auch Getreideexporte per Zug waren kriegsbedingt wiederholt steckengeblieben.

Kirchen bleiben zu orthodoxen Ostern geschlossen

Die Kirchen in der Ukraine werden während der Ausgangssperre zum orthodoxen Osterfest am 24. April geschlossen bleiben. Das teilen die ukrainische Polizei sowie die orthodoxe Kirche mit. Auch die orthodoxen Ostergottesdienste, die nächste Woche stattfinden sollten, werden während der Ausgangssperre ausfallen.

Russland geht weiter gegen regierungskritische Personen vor

Russland hat den Journalisten und YouTuber Jury Dud und die bekannte Politikwissenschaftlerin Ekaterina Schulmann als „ausländische Agenten“ eingestuft. Damit setzt Russland das Vorgehen gegen regierungskritische Personen innerhalb des Landes fort. Sowohl Dud als auch Schulmann haben sich öffentlich kritisch über den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine geäußert.

Selenskyj-Berater kritisiert Nehammers Reise zu Putin

Ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Kritik an der Reise von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) zu Kreml-Chef Wladimir Putin geübt und sie als Beispiel für die vermeintliche Russland-Nähe Österreichs genannt.

„Ich bezweifle, ob das notwendig war. Denn sie zeigt aus russischer Sicht, dass Putin nach wie vor internationalen Respekt genießt“, sagt Selenskyjs Wirtschaftsberater Alexander Rodnjanskyj der Tageszeitung „Der Standard“ (Wochenendausgabe).

„Ich denke, wichtig wäre zu zeigen, dass Putin im Westen isoliert ist. Ob man durch diese Gespräche etwas erreicht? Ich glaube nicht. Man hat über die Jahre gesehen, was Dialog mit Russland bewirkt: nichts. Wir führen Krieg“, argumentiert der Selenskyj-Berater.

Ukraine: 2.800 Menschen aus umkämpften Gebieten gebracht

Mehr als 2.800 Menschen sind nach ukrainischen Angaben aus besonders umkämpften Gebieten im Osten des Landes herausgebracht worden.

Etwa 2.500 Flüchtlinge seien heute in der Stadt Saporischschja im Süden angekommen, darunter 363 aus der schwer getroffenen Hafenstadt Mariupol, schreibt Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk auf Telegram.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Charkiw mitgeteilt, dass beim Beschuss von Flüchtlingsbussen sieben Menschen getötet worden seien. 27 Menschen sollen durch den Angriff russischer Soldaten in der Ortschaft Borowa verletzt worden sein. Unabhängig überprüft werden können die Angaben nicht.

Ukraine will US-Einstufung von Russland als Terrorunterstützer

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einer Zeitung zufolge jüngst seinen US-Kollegen Joe Biden gebeten, Russland formell als staatlichen Unterstützer des Terrorismus einzustufen.

Die „Washington Post“ beruft sich auf mit dem Gespräch vertraute Personen. Eine Klassifizierung als „state sponsor of terrorism“ hat unter anderem Handelsbeschränkungen zur Folge. Gegenwärtig befinden sich auf der Liste des US-Außenministeriums Kuba, Nordkorea, der Iran und Syrien.

Bisher 900 Leichen im Raum Kiew entdeckt

Mehr als eine Woche nach dem Rückzug russischer Truppen haben ukrainische Behörden weitere Leichen in der Umgebung der Hauptstadt Kiew entdeckt. „Mit Bedauern kann ich sagen, dass wir die Leichen von 900 verstorbenen Zivilisten gefunden und an Gerichtsmediziner übergeben haben“, sagt der Polizeichef der Region Kiew, Andriy Nebytow.

Gerichtsmediziner in einem Zelt
APA/AFP/Sergei Supinsky

Mehr als 350 Leichen stammen aus dem Kiewer Vorort Bucha. Die Beseitigung der Trümmer sei noch nicht abgeschlossen – es werden weitere Leichenfunde erwartet.

Deutsche Rüstungshilfe soll erhöht werden

Als Reaktion auf den Ukraine-Krieg will die deutsche Bundesregierung ihre Rüstungshilfe für Partnerländer in diesem Jahr auf zwei Milliarden Euro erhöhen. Der größte Teil davon sei für die von Russland angegriffene Ukraine vorgesehen, teilt eine Regierungssprecherin mit.

Die „Ertüchtigungsinitiative“ richtet sich an Partnerländer in Krisen. Zwischen 2016 und 2021 flossen 600 Millionen Euro in 350 Projekte.

Mit den Mitteln werden Streitkräfte, aber auch Polizei oder Katastrophenschutz unterstützt. Die ersten Partnerländer waren der Irak, Jordanien, Tunesien, Mali und Nigeria, 2018 kamen Burkina Faso und Niger hinzu. Jetzt soll der Topf wegen des Ukraine-Krieges drastisch vergrößert werden.

Google und Wikipedia droht Geldstrafe in Russland

Ein russisches Gericht droht Google und Wikipedia einem Medienbericht zufolge im Zusammenhang mit der Darstellung des Krieges mit einer Geldstrafe. Der US-Konzern und der Besitzer von Wikipedia hätten falsche Informationen über den Sondereinsatz in der Ukraine nicht gelöscht, meldet die Nachrichtenagentur Interfax.

Google drohe eine Strafe von bis zu zwölf Millionen Rubel (133.630,29 Euro), Wikipedia von bis zu acht Millionen Rubel (88.920 Euro).

Kreml: Putin hat vergangenes Jahr 114.000 Euro verdient

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des Kremls im vergangenen Jahr 10,2 Millionen Rubel (rund 114.000 Euro) verdient. Zudem sind eine 77 Quadratmeter große Wohnung, drei Autos und ein Pkw-Anhänger als Besitz des Kreml-Chefs gelistet worden. Kritiker und Kritikerinnen vermuten, dass Putin in Wahrheit um ein Vielfaches reicher ist. Immer wieder wird seinem Machtapparat Korruption vorgeworfen.

Im Internet sorgt die Mitteilung des Kremls für viel Spott. Manche Nutzer und Nutzerinnen verweisen auf Recherchen des inhaftierten Kreml-Gegners Alexej Nawalny, der immer wieder Korruptionsskandale aufgedeckt hat. Im vergangenen Jahr hat Nawalnys Team in einem zwei Stunden langen Film Putin einen Palast an der Schwarzmeerküste zugewiesen und verschleierte Besitzverhältnisse aufgezeigt.

US-Insider: „Moskwa“ wegen Raketenbeschusses gesunken

Der gesunkene russische Raketenkreuzer „Moskwa“ ist nach Angaben aus US-Kreisen wohl von zwei ukrainischen Raketen getroffen worden. Offenbar habe es auf russischer Seite Opfer gegeben, allerdings sei deren Zahl unklar, sagt ein Insider, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Zeremonie zum Gedenken an den russischen Raketenkreuzer Moskwa
Reuters/Alexey Pavlishak

Die Einschätzung entspricht der Darstellung der Ukraine, während von russischer Seite von einem Feuer und nachfolgenden Explosionen von Munition gesprochen wird. Die jeweiligen Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Selenskyj: „Nie vollständiger Sieg“

In Kiew füllen sich langsam die Straßen, viele Menschen kehren wieder zurück in die Heimat. Aber für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist das kein Sieg. In einem ausführlichen Interview mit dem US-Magazin „The Atlantic“ sagt der Staatschef: „Es wird keinen vollständigen Sieg für Menschen geben, die ihre Kinder, Verwandten, Ehemänner, Ehefrauen und Eltern verloren haben.“

Selenskyj spricht auch über seine Kinder: „Ich will mir das nicht vorstellen, aber wenn meiner Tochter etwas passiert wäre, wäre ich mit einem erfolgreichen Kampf nicht zufrieden gewesen. Ich wäre nicht mit davonlaufenden Soldaten zufrieden gewesen.“ Erst wenn man die Soldaten gefunden hätte, „hätte ich mich als Sieger gefühlt“.

Was er mit ihnen getan hätte? „Ich weiß es nicht. Alles“, antwortet der Staatschef und ergänzt: „Wenn man Mitglied einer zivilisierten Gesellschaft sein will, muss man sich beruhigen.“ Die Täter müssten vor Gericht gestellt, verurteilt und bestraft werden.

Kiew: Russland wird sich für „Moskwa“ rächen

Russland wird sich nach ukrainischer Überzeugung für den Untergang des russischen Kriegsschiffes „Moskwa“ rächen. „Der Angriff auf den Kreuzer ‚Moskwa‘ hat nicht nur das Schiff selbst getroffen, sondern auch die imperialen Ambitionen des Feindes“, sagt eine Sprecherin der südlichen Streitkräfte der Ukraine. „Wir sind uns alle bewusst, dass man uns das nicht verzeihen wird.“

„Wir sind uns bewusst, dass die Angriffe gegen uns zunehmen werden und dass der Feind Rache nehmen wird. Wir verstehen das“, fügte die Militärsprecherin hinzu und verwies auf Angriffe auf die südukrainischen Städte Odessa und Mykolajiw.

Russland weist 18 EU-Diplomaten aus

Russland hat 18 Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen der EU-Delegation in Moskau zu unerwünschten Personen erklärt. Es handelt sich um eine Reaktion auf die nach dem Massaker von Butscha verkündete Ausweisung von Diplomaten und Diplomatinnen der russischen EU-Vertretung. Die 18 EU-Diplomaten müssten nun das Land „in nächster Zukunft“ verlassen.

WFP-Chef: Ukrainer drohen zu verhungern

In der Ukraine drohen nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP), Menschen zu verhungern. So seien keine Hilfskonvois mehr in die Stadt Mariupol gelassen worden, seit sie vor zwei Wochen von russischen Streitkräften umzingelt wurde, sagt WFP-Chef David Beasley nach einem Besuch in der Ukraine.

„Es ist die eine Sache, wenn die Menschen unter den Verwüstungen des Krieges leiden“, sagte Beasley. „Es ist eine andere Sache, wenn sie dem Verhungern preisgegeben werden.“

WFP schätzt, dass ein Drittel der Menschen im Land insgesamt und 60 Prozent der intern Vertriebenen Sorge haben, nicht genügend Essen für ihre Familie zu finden.

Kiew will Straßen und Plätze umbenennen

Der Kiewer Bürgermeister, Witali Klitschko, will Straßen und Plätze, die mit Russland in Verbindung gebracht werden, umbenennen. So soll etwa das Denkmal der Völkerfreundschaft in „Helden von Mariupol“ geändert werden.

Denkmal der Völkerfreundschaft in Kiew
Reuters/Valentyn Ogirenko

Russische Behörden gehen gegen weitere Medien vor

Die russischen Behörden haben den Zugang zu weiteren Medien unterbunden. Wie die Zeitung „The Moscow Times“ mitteilt, wird die russischsprachige Website des Blattes blockiert. Russische Internetdienstleister reagierten laut der Zeitung auf eine Anordnung der zuständigen Aufsichtsbehörde, die für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen war.

Der englischsprachigen Seite der „The Moscow Times“ zufolge ist der Grund für die Blockade ein Artikel über die angebliche Weigerung russischer Bereitschaftspolizisten, in der Ukraine zu kämpfen. Die Behörden hätten den Artikel als falsch eingestuft, so die Zeitung, die seit dem Zerfall der Sowjetunion über Russland berichtet.

Pariser Bürgermeisterin Hidalgo hat Kiew besucht

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat die ukrainische Hauptstadt Kiew besucht und ihrem Amtskollegen Witali Klitschko die Ehrenbürgerwürde ihrer Stadt verliehen. Klitschko kämpfe „mit unglaublichem Mut für seine Einwohner“, so Hidalgo auf Twitter.

Sie veröffentlichte Fotos, die beide beim Unterzeichnen eines Freundschaftspaktes zeigen. Sie habe auch die Orte Butscha, Irpin und Borodjanka besucht, „um die Zivilisten zu ehren und die Bürgermeister zu unterstützen“, erklärt Hidalgo.

Putin: Europa kann russisches Gas nicht ersetzen

Nach Ansicht von Russlands Präsident Wladimir Putin hat Europa keine andere Wahl, als weiterhin russisches Gas und Öl zu nutzen. Das berichtete die BBC mit Verweis auf eine Stellungnahme Putins heute. Demnach soll der russische Präsident den Kontinent auch vor „äußerst schmerzhaften“ wirtschaftlichen Folgen gewarnt haben, sollte Europa versuchen, die Öl- und Gasversorgung zu ersetzen.

Russischer Präsident Wladimir Putin
Reuters/Sputnik

„Einen vernünftigen Ersatz für Europa gibt es einfach nicht“, so Putin weiter. „Es gibt einfach keine Ersatzmengen auf dem Weltmarkt, und Lieferungen aus anderen Ländern, vor allem aus den USA, die nach Europa gehen könnten, werden die Verbraucher um ein Vielfaches teurer kommen.“

Kiew: Russland setzt Langstreckenbomber ein

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums zum ersten Mal seit Beginn der Invasion Langstreckenbomber zum Angriff auf Mariupol eingesetzt. Russland konzentriere sich darauf, neben der seit Wochen belagerten Hafenstadt auch die Orte Rubischne und Popasna einzunehmen, sagt ein Ministeriumssprecher.

Fünf Millionen Menschen geflüchtet

Die Zahl der wegen des russischen Angriffskriegs aus der Ukraine geflohenen Menschen hat die Schwelle von fünf Millionen überschritten. 4.796.245 Millionen Ukrainer und Ukrainerinnen haben ihr Land verlassen, teilen die Vereinten Nationen mit.

Flüchtlingsankünfte seit dem 24. Februar 2022, Stand 14. April

Hinzu kommen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) fast 215.000 Staatsangehörige anderer Länder, die in der Ukraine lebten und inzwischen ebenfalls aus dem Land geflohen sind.

Kiew: Mehrere russische Panzer zerstört

In den vergangenen 24 Stunden sind nach Angaben des ukrainischen Generalstabs mehrere russische Panzer und ein Artilleriesystem zerstört worden. Die vorausgegangenen Angriffe Russlands hätten in den Gebieten Luhansk und Donezk stattgefunden.

Ukrainischer Soldat blickt auf ein zerstörtes russisches Flugabwehr-Raketensystem
Reuters/Alkis Konstantinidis

Die Ukraine hat dort besonders starke Truppen, die seit 2014 die Front gegen die von Moskau gelenkten und ausgerüsteten Separatistenrepubliken halten.

Raketenfabrik durch russischen Angriff teilweise zerstört

Eine ukrainische Raketenfabrik bei Kiew ist durch einen russischen Angriff teilweise zerstört worden. Eine Werkstatt und ein Verwaltungsgebäude des Rüstungskomplexes seien zerstört, berichtet ein AFP-Reporter.

In der Fabrik nahe dem internationalen Flughafen Kiews sollen Neptun-Raketen hergestellt worden sein; mit diesem Raketentyp haben die ukrainischen Streitkräfte nach eigenen Angaben den prestigeträchtigen russischen Lenkwaffenkreuzer „Moskwa“ zerstört.

Luftalarm in Kiew

In Kiew heulen die Luftschutzsirenen wieder, nachdem Russland Raketenangriffe auf ukrainische Einrichtungen angekündigt hat.

Ukraine: Tote bei Angriff auf Evakuierungsbusse

Bei einem russischen Angriff auf Busse, die Zivilisten aus dem Kriegsgebiet in der Ostukraine in sichere Gebiete bringen wollten, sind nach ukrainischen Angaben mindestens sieben Zivilisten getötet worden.

Ersten Informationen zufolge seien 27 weitere Menschen bei dem Vorfall in der Region Charkiw verletzt worden, teilt das Büro des ukrainischen Generalstaatsanwalts im Onlinedienst Telegram mit.

Demnach feuerten russische Soldaten am Donnerstag auf Evakuierungsbusse mit Zivilisten im Dorf Borowa im Bezirk Isjum. Es sei eine Untersuchung unter anderem wegen „Verletzung des Kriegsrechts“ eingeleitet worden, hieß es weiter.

Russland mit Warnung an Finnland und Schweden

Russland warnt Finnland und Schweden erneut vor den „Konsequenzen“ eines möglichen NATO-Beitritts. Helsinki und Stockholm müssten „verstehen, welche Folgen ein solcher Schritt für unsere bilateralen Beziehungen und für die europäische Sicherheitsarchitektur insgesamt hat“, erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

Auch werde eine Mitgliedschaft Schwedens und Finnlands in der NATO „wahrscheinlich nicht zur Stärkung (ihres) internationalen Ansehens beitragen“, sagte die Sprecherin. Die Politik der Blockfreiheit der beiden Länder biete „ein verlässliches Sicherheitsniveau“, während die Mitgliedschaft in einem Militärbündnis „nicht in der Lage ist, ihre nationale Sicherheit zu stärken“. Beide Länder würden „sich automatisch an der Front der NATO wiederfinden“.

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