Satellitenaufnahme des Azow-Stahlwerks in Mariupol (Ukraine)
Reuters/Maxar Technologies
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20 Zivilisten konnten Asow-Stahl offenbar verlassen

Ukrainischen Angaben zufolge haben 20 Zivilistinnen und Zivilisten am Samstag das heftig umkämpfte Asow-Stahlwerk in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol verlassen. Die Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, seien zu einem vereinbarten Ort gebracht worden, hieß es von ukrainischer Seite. Zuvor hatten die russischen Nachrichtenagenturen TASS und Ria Nowosti übereinstimmend von 25 Personen berichtet, die das Werk hätten verlassen können.

Online seit 30. April 2022, 7.42 Uhr
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Deutscher Oppositionsführer Merz will nach Kiew reisen

Noch vor hochrangigen deutschen Regierungsvertretern will Oppositionsführer Friedrich Merz die ukrainische Hauptstadt Kiew besuchen. Die CDU hat auf Twitter am Abend eine Nachricht seines Stabschefs Jacob Schrot verbreitet, in der dieser ohne Nennung eines Datums schreibt: „In der Tat ist eine Reise von Friedrich Merz in die Ukraine geplant.“

Der deutsche Oppositionsführer Friedrich Merz
APA/AFP/John Macdougall

Die Zeitungen „Bild“ und „Tagesspiegel“ hatten zuvor berichtet, dass Merz am Montag nach Kiew reisen werde.

Anfang April hatte die Ukraine einen Besuch des deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier abgelehnt. Kanzler Olaf Scholz hat seinerseits eine Einladung Kiews bisher nicht angenommen. Merz hatte in den vergangenen Wochen massiv auf eine stärkere Unterstützung der Ukraine gedrängt und die Ampel-Koalition etwa zur Lieferung schwerer Waffen gedrängt.

Johnson versichert Selenskyj Unterstützung

Der britische Premierminister Boris Johnson hat dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj seine Unterstützung versichert. Der Premier sei mehr denn je bestrebt, der Ukraine unter die Arme zu greifen, sagt ein Sprecher Johnsons nach einem Telefonat der beiden Politiker.

Johnson wolle weitere zusätzliche militärische Hilfe leisten, damit die Ukraine sich selbst verteidigen könne. Johnson habe dem Land auch zusätzliche wirtschaftliche und humanitäre Unterstützung angeboten.

Angelina Jolie traf Vertriebene in Lwiw

Oscar-Preisträgerin Angelina Jolie hat heute die westukrainische Stadt Lwiw besucht und dort mit Vertriebenen und Helfern gesprochen. Bei einem Besuch des Bahnhofs zeigte sich die Sonderbotschafterin des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) besonders interessiert am Schicksal der Kinder. Viele der Vertriebenen im Bahnhof seien Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren, erzählten ihr freiwillige Helfer.

UNHCR-Sonderbotschafterin Angelina Jolie in Lwiw
Reuters/Ukrzaliznytsia

Der Besuch Jolies war von einer einheimischen Journalistin publik gemacht worden. Maia Pidhorodetska publizierte auf Facebook ein Video, das Jolie in legerer Kleidung und mit einem Rucksack beim Eintreffen in dem Cafe zeigt.

„Nicht Besonderes. Einfach nur Lwiw. Ich ging nur Kaffee trinken. Einfach nur Angelina Jolie. Einfach nur die Ukraine, die von der ganzen Welt unterstützt wird“, kommentierte die Journalistin nach Angaben der Agentur Ukrinform.

Russisches Flugzeug kurzzeitig im schwedischen Luftraum

Ein russisches Militärflugzeug ist kurzzeitig in den schwedischen Luftraum eingedrungen.

Das schwedische Militär hat heute mitgeteilt, die Propellermaschine vom Typ AN-30 habe sich am Vorabend zunächst östlich der dänischen Ostsee-Insel Bornholm befunden und sei dann Richtung schwedisches Territorium geflogen. Südlich von Blekinge habe es für kurze Zeit den schwedischen Luftraum verletzt, ehe es das Gebiet wieder verlassen habe.

Schwedische Kampfjets hätten den Vorfall verfolgt und das Flugzeug fotografiert. Bereits Anfang März hatten vier russische Kampfflugzeuge kurzzeitig den Luftraum über Schweden verletzt.

Regiment Asow: 20 Zivilisten verlassen Asow-Stahlwerk

Laut Angaben des ukrainischen Asow-Regiments konnten 20 Zivilisten das von der russischen Armee eingekesselten Asow-Stahlwerk in Mariupol verlassen.

Die Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, seien zu einem vereinbarten Ort gebracht worden, „und wir hoffen, dass sie nach Saporischschja in von der Ukraine kontrolliertes Gebiet gebracht werden,“ erklärte der Kommandeur des Asow-Regiments, Swjatoslaw Palamar, in einem auf Telegram veröffentlichten Video.

Zunächst hatten russische Nachrichtenagenturen von 25 Personen berichtet, die die Anlage verlassen hätten können.

Russland: 17 ukrainische Militäreinrichtungen beschossen

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben 17 ukrainische Militäreinrichtungen mit Hochpräzisionsraketen getroffen sowie einen Kommandoposten und ein Lagerhaus für Raketen und Artillerie zerstört.

Das Verteidigungsministerium hat außerdem mitgeteilt, dass bei Luftangriffen im Laufe des Tages mehr als 200 ukrainische Soldaten getötet und 23 gepanzerte Fahrzeuge zerstört wurden. Die Angaben können unabhängig nicht überprüft werden – von ukrainischer Seite gibt es dazu noch kein Statement.

Nicht erwähnt wurde in dem Beitrag ein Angriff auf den Flughafen von Odessa, der nach Angaben des örtlichen Gouverneurs von einer russischen Rakete getroffen wurde, wodurch die Landebahn außer Betrieb gesetzt wurde.

Flughafen Odessa – Raketen sollen aus Krim gekommen sein

Zur von der ukrainischen Armee gemeldeten Zerstörung einer Landebahn am Flughafen Odessa gibt es neue Details:

Das russische Militär hätte die südukrainische Metropole von der 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim aus angegriffen, teilt der Gouverneur des Gebiets Odessa, Maxym Martschenko, via Telegram mit. Zum Einsatz seien dabei Raketen des Küstenverteidigungssystems „Bastion“ gekommen. Verletzte habe es keine gegeben.

Die Angaben können unabhängig nicht überprüft werden – auch von russischer Seite gibt es dazu keine Angaben.

Kiew: Russland hat Hunderttausende Tonnen Getreide geraubt

Kiew hat die Menge des angeblich durch Russland in den besetzten Gebieten der Süd- und Ostukraine geraubten Getreides grob beziffert. „Heute haben wir schon mehrere bestätigte Fakten, dass insgesamt einige Hunderttausend Tonnen aus den Gebieten Saporischschja, Cherson, Donezk und Luhansk abtransportiert wurden“, sagt der ukrainische Vize-Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj im ukrainischen TV.

Insgesamt seien für Aussaat sowie für die Produktion von Lebensmitteln in den genannten Gebieten 1,5 Millionen Tonnen Getreide eingelagert gewesen. Bereits am Freitag hatte das Außenministerium in Kiew Russland den Raub von Getreide in den besetzten ukrainischen Gebieten vorgeworfen.

Russische Agenturen: 25 Zivilisten aus Azow-Stahlwerk geholt

Aus dem belagerten Stahlwerk Azovstal in Mariupol sind Berichten russischer Nachrichtenagenturen zufolge 25 Zivilistinnen und Zivilisten evakuiert worden.

Rauch über dem Azow-Stahlwerk in Mariupol (Ukraine)
Reuters/Alexander Ermochenko

Unter den Geretteten seien sechs Kinder, meldeten TASS und Ria Nowosti übereinstimmend unter Berufung auf ihre jeweiligen Korrespondenten. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht. Ukrainischen Angaben zufolge sollen in den Bunkeranlagen des Stahlwerks insgesamt rund 1.000 Zivilistinnen und Zivilisten Zuflucht gesucht haben – und nun eingeschlossen sein.

Russland wiederum spricht von rund 2.500 ukrainischen Kämpfern und ausländischen Söldnern, die sich dort ebenfalls verschanzt haben sollen.

Russland greift Flughafen von Odessa an

Das russische Militär hat nach Angaben der Ukraine den Flughafen von Odessa angegriffen. Ein russischer Marschflugkörper sei auf der Start- und Landebahn eingeschlagen und habe diese unbrauchbar gemacht, teilt das ukrainische Militär mit.

In Budapest haben am Samstag zwei Demonstrationen stattgefunden, bei denen Solidarität mit der Ukraine und mit Russland zum Ausdruck gebracht wurde.

Anti-Kriegsdemo in der ungarischen Hauptstadt Budapest
APA/AFP/Attila Kisbenedek

Während an der Pro-Russland-Demo rund 200 Menschen teilgenommen haben sollen, seien es bei der Protestbewegung gegen den Krieg in der Ukraine rund 1.000 gewesen, berichtete das Onlineportal Telex. Letztere wurde von der Ungarischen-Ukrainischen Kultur-Vereinigung und der Vereinigung „Einheit Ukraine“ organisiert.

pro-russische Demo in der ungarischen Hauptstadt Budapest
Reuters/Bernadett Szabo

Barwinkowe: Zerstörung nach Angriffen

Russische Streitkräfte setzen ihre Angriffe in der östlichen Donbas-Region fort. Tausende Truppen sind auf dem Weg in Richtung der ukrainischen Kleinstadt Barwinkowe am Rande der Region. Barwinkowe hat bereits massive Schäden erlitten. Hunderte Meter von Schützengräben sollen auf neue Angriffe vorbereiten.

Kiew verkündet Gefangenenaustausch

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bei einem Gefangenenaustausch mit Russland die Freilassung von 14 ihrer Bürger erwirkt. Es handle sich um sieben Militärangehörige und sieben Zivilisten, teilt die stellvertretende Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk mit. Darunter sei eine im fünften Monat schwangere Soldatin. Zur Anzahl der im Gegenzug freigelassenen Russen äußert sich Wereschtschuk nicht.

Deutsche Grüne für Waffenlieferung

Die deutschen Grünen unterstützen deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine zur Verteidigung gegen Russland, lehnen das Zweiprozentziel der NATO aber ab. „Als Regierungspartei übernehmen wir Verantwortung und stehen in konsequenter Solidarität mit der Ukraine“, heißt es in einem heute beim kleinen Parteitag in Düsseldorf beschlossenen Antrag.

Omid Nouripour, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen
APA/dpa/David Young

„Wir warnen den Kreml vor dem Einsatz jeglicher Massenvernichtungswaffen und treten mit aller Entschlossenheit der Aggression des russischen Regimes entgegen.“

Gouverneur: Kontrollpunkt in russischer Region Kursk beschossen

Nach russischen Angaben sind mehrere Granaten aus Richtung Ukraine auf einen russischen Kontrollpunkt nahe der Grenze abgefeuert worden. Die Angaben stammen vom Gouverneur der westrussischen Region Kursk, Roman Starowoit.

In einem auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Video gibt er an, dass es keine Verletzten oder Schäden gegeben habe.

Die Angaben Starowoits können nicht unabhängig überprüft werden – weitere Meldungen zum angegebenen Vorfall gibt es noch nicht.

Ukrainisches Militär: Zwei Evakuierungsbusse verschwunden

Zwei Busse, die zur Rettung Hunderter Zivilistinnen und Zivilisten in die ostukrainische Stadt Popasna im Oblast Luhansk geschickt wurden, sind Berichten zufolge verschwunden.

Ein Militärvertreter aus Popasna in der Region Donbas gab gegenüber der BBC an, dass einer der beiden Busse, die von Freiwilligen gefahren wurden, in der Kleinstadt unter Beschuss geraten sei. Über das zweite Fahrzeug – einen Schulbus, der von einem örtlichen Geschichtslehrer gefahren wurde – gibt es nach Angaben zufolge keine Informationen.

Drei weitere gefesselte Leichen nahe Butscha entdeckt

In der Nähe des Kiewer Vororts Butscha sind nach Polizeiangaben weitere drei Leichen mit gefesselten Händen entdeckt worden. Die Leichen der drei Männer seien in einer Grube des Dorfs Myrozke gefunden worden, teilt der Polizeichef der ukrainischen Hauptstadt, Andrij Nebytow, mit.

Sie weisen demnach Schussverletzungen an verschiedenen Körperteilen auf. Die Augen der drei Männer waren laut Nebytow verbunden, auch seien „einige“ geknebelt gewesen. Die Leichen tragen nach Angaben des Polizeichefs die Spuren von langer Folter.

„Nach den bisherigen Erkenntnissen haben die Besatzer versucht, die Spuren ihrer Gewalttaten zu verbergen“, so Nebytow. Deshalb hätten sie die Leichen in eine Grube geworfen und mit Erde bedeckt.

Russisches Außenministerium: Sind gegen Atomkrieg

Russland spricht sich dem Außenministerium zufolge für die Verhinderung eines Atomkriegs aus. Die Risiken eines Nuklearkriegs sollten auf ein Minimum beschränkt bleiben, erklärt ein Ministeriumsvertreter der Agentur TASS zufolge.

Insbesondere müsse jeglicher bewaffnete Konflikt zwischen Atommächten verhindert werden, wird der Chef des Bereichs für die Nichtverbreitung von Atomwaffen, Wladimir Jermakow, zitiert.

der Chef des Bereichs für die Nichtverbreitung von Atomwaffen, Wladimir Jermakow
Reuters/Denis Balibouse

Russland folge den Vereinbarungen der im UNO-Sicherheitsrat vertretenen Atommächte zur Verhütung eines Nuklearkriegs. Der russische Präsident Putin hat im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine wiederholt mit den Atomwaffen des Landes gedroht.

Amsterdamer Hafen weist russisches Schiff ab

Beschäftigte des Amsterdamer Hafens haben ein mit Dieselöl beladenes Tankschiff aus Russland abgewiesen. Der Tanker „Sunny Liger“ sei vor der niederländischen Küste vor Anker gegangen, nachdem die Hafenarbeiter sich geweigert hätten, das Schiff zu entladen, berichtet der Sender NOS. Zuvor hatten Hafenarbeiter in Schweden bereits den Tanker abgewiesen, woraufhin er Kurs auf die Niederlande nahm.

Die niederländische Gewerkschaft FNV dankt den Arbeitern für das Abweisen des Schiffs. „Mit der Ladung finanziert Russland den Krieg in der Ukraine“, es handle sich nicht bloß um schmutziges, sondern um blutiges Geld, heißt es in einer Mitteilung. Die Gewerkschaft ruft die Beschäftigten im Rotterdamer Hafen auf, den Tanker ebenfalls abzuweisen.

Ehefrauen fordern Evakuierung von Stahlwerk

Zwei ukrainische Frauen, deren Ehemänner das Asow-Stahlwerk in der südlichen Stadt Mariupol verteidigen, fordern, dass bei jeder Evakuierung von Zivilisten auch Soldaten eingeschlossen werden. Sie befürchten, dass die Truppen gefoltert und getötet werden, wenn sie von russischen Streitkräften gefangen genommen werden. Die Frauen berichten in Rom von sich stets verschlechternden Bedingungen, da Lebensmittel, Wasser und Medikamente zur Neige gingen.

In den Bunkeranlagen des Stahlwerks sollen sich nach russischen Angaben rund 2.500 ukrainische Kämpfer und ausländische Söldner verschanzt haben. Der Ukraine zufolge warten dort vor allem 1.000 Zivilpersonen auf ihre Rettung, darunter auch Kinder.

Frankreich verspricht mehr militärische Hilfe

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat der Ukraine in einem Telefonat mit Selenskyj mehr militärische und humanitäre Hilfe versprochen. Macron habe sich besonders besorgt über die Angriffe auf ukrainische Städte und Zivilpersonen sowie die „unerträgliche“ Situation in Mariupol gezeigt, berichtete der französische Präsidentenpalast.

Finnlands Präsident will NATO-Position im Mai offenlegen

Der finnische Präsident Sauli Niinistö will schon bald seinen eigenen Standpunkt in der Frage nach einer möglichen NATO-Mitgliedschaft seines bisher bündnisfreien Landes bekanntgeben. Er habe vor, seine NATO-Position spätestens am 12. Mai zu präsentieren, sagt Niinistö in einem heute veröffentlichten Interview der Zeitung „Ilta-Sanomat“. Vieles deutet darauf hin, dass Finnland in den kommenden Wochen eine Aufnahme in das Verteidigungsbündnis beantragen könnte.

Am 12. Mai tagen die finnischen Parlamentsfraktionen zu dem Thema. Zwei Tage danach beabsichtigt auch die sozialdemokratische Partei von Ministerpräsidentin Sanna Marin, ihren Standpunkt darzulegen. Einen Entschluss zu einem möglichen finnischen NATO-Beitrittsantrag treffen der Präsident und die Regierung letztlich gemeinsam. Finnland ist das EU-Land mit der längsten Grenze zu Russland.

Fast 400.000 Geflüchtete in Deutschland

In Deutschland sind inzwischen mehr als 390.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine angekommen. Wie das Innenministerium am Samstag auf Twitter mitteilt, hat die Polizei seit Beginn des russischen Angriffs am 24. Februar die Ankunft von 392.600 Flüchtlingen aus der Ukraine festgestellt. Bei ihnen handelt es sich den Angaben zufolge vor allem um Frauen, Kinder und alte Menschen.

Russische Truppen rücken weiter vor

Russische Truppen versuchen weiterhin, tiefer in den Osten der Ukraine vorzudringen. Laut britischen Geheimdienstinformationen kommen sie dabei nur schleppend voran.

Kiew: Neue Angriffe, keine Erfolge

Der ukrainische Generalstab hat neue russische Angriffe mit Schwerpunkt im Osten der Ukraine vermeldet. „Die Gefechte gehen weiter“, es gebe für Russland aber keine Erfolge, heißt es.

In der Nähe der Stadt Isjum in der Region Charkiw ziehe Russland weiter seine Truppen zusammen. Es gebe an mehreren Stellen Versuche der russischen Streitkräfte, ins Landesinnere vorzustoßen. Allerdings würden die Attacken abgewehrt.

Im Gebiet Dnipropetrowsk hätten russische Einheiten Ziele mit Raketen und Artillerie beschossen. Die russischen Streitkräfte stellen sich demnach teils neu auf und verstärken ihre Truppen. In den umkämpften Gebieten Luhansk und Donezk im Osten seien 14 Angriffe abgewehrt worden. Die ukrainischen Streitkräfte hätten elf Panzer, neun Drohnen und sieben Artilleriesystem vernichtet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Russland will Handel mit China ausweiten

Das von westlichen Sanktionen belastete Russland will nach Angaben seines Außenministeriums den Handel mit China stark ausweiten. Die Liefermengen an Rohstoffen und Waren sollten deutlich wachsen, bis 2024 solle das Handelsvolumen 200 Milliarden Dollar erreichen, erklärt das Ministerium nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax.

Obwohl die chinesischen Firmen wegen möglicher Folgesanktionen auf der Hut sein müssten, sei Peking bereit, die Kooperation mit Moskau deutlich auszubauen, so der Bericht.

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht mit seiner Artillerie 389 Ziele in der Ukraine angegriffen, darunter 35 Kontrollpunkte, 15 Waffen- oder Munitionslager und mehrere Orte, an denen sich ukrainische Truppen oder Ausrüstung befunden hätten. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, vier Munitions- und Treibstofflager seien von russischen Raketen getroffen worden. Aus Kiew kam vorerst keine Stellungnahme. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Lange Warteschlangen für Essen in Charkiw

Im Wohnviertel Horysont am südöstlichen Stadtrand von Charkiw kämpfen die Bewohner mit begrenztem Zugang zu Wasser, Nahrung und Gas. Vor der Ausgabe von Hilfsgütern und Essen bilden sich lange Schlangen. Die russische Armee hat ihre Offensive im Osten und Süden der Ukraine mit unverminderter Härte fortgesetzt und dabei insbesondere die Großstadt Charkiw ins Visier genommen.

Papst Franziskus will weiter nach Kiew kommen

Papst Franziskus hat seinen Plan, in die Ukraine zu reisen, nicht aufgegeben. „Der Heilige Vater ist bereit, alles zu tun, um dem Krieg in der Ukraine ein Ende zu setzen. Der Wunsch, eine apostolische Reise in die Ukraine zu unternehmen, bleibt in seinem Herzen lebendig, aber seine Verwirklichung hängt von der Möglichkeit ab, eine wirkliche Verbesserung der Situation im Land zu begünstigen“, so Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.

Papst Franziskus
AP/Andrew Medichini

Russland: Haben nachts 389 ukrainische Ziele beschossen

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht mit seiner Artillerie 389 Ziele in der Ukraine angegriffen, darunter 35 Kontrollpunkte, 15 Waffen- oder Munitionslager und mehrere Orte, an denen sich ukrainische Truppen oder Ausrüstung befunden hätten. Das russische Verteidigungsministerium erklärt, vier Munitions- und Treibstofflager seien von russischen Raketen getroffen worden.

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