Asow-Stahlwerk
Reuters/Azov Regiment
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Alle Frauen und Kinder aus Stahlwerk gerettet

Laut ukrainischen Angaben sind heute erneut Menschen aus Mariupol und dem Asow-Stahl-Werk gerettet worden. In dem Stahlwerk, das seit Tagen verstärkt von russischen Truppen beschossen wird, befänden sich nun keine Frauen, Kinder und Alten mehr. Unterdessen schlugen am Nachmittag laut Angaben der Regionalverwaltung in der südukrainischen Hafenstadt Odessa mehrere Raketen ein.

Online seit 7. Mai 2022, 7.43 Uhr
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Ärzte ohne Grenzen soll Soldaten retten

Die Ukraine hat die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) gebeten, die im Asow-Stahl-Werk in Mariupol verschanzten Soldaten zu retten und medizinisch zu versorgen. Wie Kiew mitteilt, hat die stellvertretende Regierungschefin Iryna Wereschtschuk einen entsprechenden Brief an die MSF-Führung geschrieben.

Die Verteidiger des riesigen Industriekomplexes befänden sich seit 72 Tagen „unter den ständigen Bombardierungen und Angriffen der russischen Armee“ und aus „Mangel an Medikamenten, Wasser und Nahrung sterben die verwundeten Soldaten an Wundbrand und Blutvergiftung“, heißt es in der vom Ministerium für die Wiedereingliederung der zeitweilig besetzten Gebiete der Ukraine veröffentlichten Erklärung.

Die Organisation solle den Soldaten helfen, deren „Menschenrechte von der Russischen Föderation verletzt werden“.

Wehrschütz zum symbolträchtigen 9. Mai

Am Montag feiert Russland den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland. ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz erörtert, was Putin vor dem für Russland symbolträchtigen Datum tun könnte.

Moskau: 205.000 Kinder nach Russland gebracht

Aus den umkämpften Gebieten in der Ukraine sind nach Angaben des russischen Militärs seit Ende Februar 1,16 Millionen Menschen nach Russland gebracht worden. Dazu zählten 205.000 Kinder, so das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Russland betrachtet dies als Rettung bedrohter Zivilistinnen und Zivilisten vor den Kämpfen in der Ukraine und den Separatistenrepubliken Donezk und Luhansk. Kiew wirft Moskau vor, die Menschen gegen ihren Willen zu verschleppen und einen Wechsel auf ukrainisch kontrolliertes Gebiet zu verhindern.

Hilfsappell per Video: „Höllische Reality-Show“

Nach der Rettung der letzten Zivilisten aus dem von russischen Truppen belagerten Asow-Stahl-Werk in Mariupol haben die dort verschanzten ukrainischen Kämpfer einen eindringlichen Hilferuf gesendet. Er könne nur noch auf ein Wunder hoffen, schreibt der Kommandant der 36. Marineinfanteriebrigade, Serhij Wolyna, auf Facebook, der von einer „höllischen Reality-Show“ spricht.

Mariupol ist seit Wochen praktisch vollständig unter russischer Kontrolle. Ukrainische Truppen können den eingekesselten Soldaten nicht helfen.

Asow-Stahlwerk
AP/

Bei dem Herausbringen von Zivilisten sind laut Wolyna drei ukrainische Soldaten getötet und sechs verwundet worden. Beobachter gehen davon aus, dass russische Truppen das Stahlwerk nun so schnell wie möglich einnehmen wollen, um die vollständige Eroberung Mariupols verkünden zu können.

„Höllische Reality-Show“

„Es scheint so, als ob ich in irgendeiner höllischen Reality-Show gelandet bin, in der wir Militärs um unser Leben kämpfen, und die ganze Welt schaut dem interessanten Stück zu!“, beklagt der 30-Jährige. Doch: „Schmerz, Leiden, Hunger, Qualen, Tränen, Angst, Tod – alles ist echt!“ Dazu postet Wolyna ein Foto von sich, auf dem er unrasiert, übernächtigt und mit offenbar verletzter Nase zu sehen ist.

Selenskyj: Bereiten zweite Phase des Herausholens vor

Anders als Moskau will Kiew weitere Rettungsaktionen aus Mariupol und dem dortigen Stahlwerk vorantreiben. Man bereite jetzt eine „zweite Phase der Evakuierung“ vor – und zwar für Verwundete und Rettungskräfte, verkündet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Man werde auch versuchen, im Stahlwerk verschanzte Kämpfer herauszubringen. Selenskyi räumt aber ein, dass das „extrem schwierig“ sei. In den letzten Tagen sind – nach dem Besuch von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres – Rettungsaktionen über Vermittlung der UNO und des IKRK gelaufen. Auch hier gibt es viele Verzögerungen, und viele Vereinbarungen werden von zumindest einer Seite nicht eingehalten. Aber es hat mehr erfolgreiche Rettungen gegeben als zuletzt.

In der „ersten Phase“ sind laut Selenskyi insgesamt 300 Menschen aus dem Asow-Stahl-Werk gerettet worden. Er sagt nicht dazu, in welchem Zeitraum.

CIA-Chef: Putin wird nicht nachlassen

Russlands Präsident Wladimir Putin wird den Krieg in der Ukraine nach Ansicht von CIA-Chef Bill Burns weiter vorantreiben. Putin sei in einer Verfassung, in der er nicht glaube, es sich leisten zu können, zu verlieren, zitiert die „Financial Times“ Burns.

Der CIA-Chef hat in Washington auf einer Veranstaltung der Zeitung gesprochen. Nach Einschätzung von Burns ist Putin überzeugt, mit noch mehr Einsatz Fortschritte erzielen zu können. Besonders umkämpft sind der Osten und Südosten der Ukraine. Viele blicken mit Spannung auf Putins Rede zur jährlichen Militärparade am 9. Mai in Moskau.

Moskau: Rettungsaktion bei Stahlwerk zu Ende

Das russische Verteidigungsministerium hat die Bemühungen, Zivilistinnen und Zivilisten aus dem Stahlwerk von Mariupol zu retten, am Abend für beendet erklärt. Unklar ist, ob das aus russischer Sicht das grüne Licht für noch stärkere Angriffe auf das Asow-Stahl-Werk bedeutet.

In einem Onlineposting betont das Ministerium, es seien in den vergangenen drei Tagen insgesamt 51 Menschen, davon 18 Männer, 22 Frauen und elf Kinder gerettet worden. Heute sei nur eine Person aus dem Stahlwerk gebracht worden.

Zuvor hat Kiew bekanntgegeben, dass nun alle Frauen, Kinder und ältere Menschen aus dem Stahlwerk, in dem sich auch die letzten ukrainischen Kampfeinheiten verschanzt halten, herausgebracht worden sind. Kiew hat keine Zahl genannt, wie viele Leute heute gerettet worden sind. In die Rettungsaktionen der letzten Tage sind die UNO und das IKRK eingebunden gewesen.

WHO: 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach Angaben ihres Notfalldirektors Mike Ryan bereits 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine dokumentiert. Die Ergebnisse würden weitergegeben, um zu klären, ob dabei Verbrechen begangen seien. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagt in Kiew, seine Organisation stehe den Ukrainern in dem Konflikt mit Russland zur Seite. Russland müsse den Krieg stoppen.

Zerstörtes Spital in Mariupol
Reuters/Ukraine Military

Laut dem ukrainischen Gesundheitsminister Wiktor Ljaschko sind seit Kriegsbeginn zehn Ärztinnen und Ärzte getötet und weitere 40 verletzt worden. „Mehr als 40 Spitäler wurden zerstört und können nicht wieder aufgebaut werden. Etwa 500 Spitäler wurden beschädigt und können nicht mehr genutzt werden“, so Ljaschko nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Moskau: Ukrainisches Fluggerät zerstört

Russland teilt mit, Hochpräzisionsraketen hätten auf Flughäfen in den Regionen Arzis, Odessa und Wosnessensk ukrainisches Fluggerät zerstört. Was genau dabei zerstört wurde, ist offen. Das Verteidigungsministerium erklärt zudem, russische Iskander-Raketen hätten nahe der Stadt Charkiw für die Ukraine bestimmte Ausrüstung aus den USA und Europa getroffen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Kiew: Keine Kinder mehr in Stahlwerk

Aus dem von russischen Truppen belagerten Asow-Stahl-Werk in Mariupol sind nach Angaben der ukrainischen Regierung alle Frauen, Kinder und ältere Menschen herausgeholt worden. Das teilt die stellvertretende Regierungschefin Iryna Wereschtschuk mit. In dem Industriekomplex, in dem sich auch ukrainische Soldaten verschanzen, haben seit Wochen auch zahlreiche Zivilistinnen und Zivilisten Schutz gesucht.

Zivilisten werden aus den Asow-Stahlwerk evakuiert
Reuters/David Arakhamia/Azov Regiment

In den vergangenen Tagen ist es nach ukrainischen Angaben im Zuge von UNO-geführten Einsätzen gelungen, über 500 Menschen aus der Stadt und aus dem Stahlwerk zu evakuieren.

Sollte nun auch das Stahlwerk fallen, hätte Russland die strategisch wichtige Hafenstadt gänzlich eingenommen, was für Moskau ein wichtiger militärischer Erfolg wäre. Bisher steht mit Cherson lediglich eine bedeutende ukrainische Stadt völlig unter russischer Kontrolle. Erklärte Ziele Moskaus sind derzeit die Herstellung einer Landverbindung zur annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sowie die vollständige Einnahme der ostukrainischen Regionen Luhansk und Donezk.

Göring-Eckardt für EU-Beitrittsperspektive für Moldawien

Die Vizepräsidentin des deutschen Bundestags, Katrin Göring-Eckardt (Grüne), betont bei einem Besuch im ukrainischen Nachbarland Moldawien die Bedeutung einer EU-Beitrittsperspektive. Moldawien brauche schnelle Hilfe, so die Grünen-Politikerin nach einem Treffen mit der moldawischen Ministerpräsidentin Natalia Gavrilita. „Die Stabilität von Moldau ist ganz zentral für den Konflikt, den wir gerade in Europa erleben.“

Haus von Weltkriegsveteranen zerstört

Kurz vor dem 77. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland ist im ostukrainischen Gebiet Charkiw das Haus eines 97 Jahre alten Weltkriegsveteranen durch mutmaßlich russischen Beschuss zerstört worden. „Wenn ich noch die Kraft hätte, würde ich als Erstes zur Verteidigung gehen und unserer Armee helfen“, so Iwan Lyssun, der im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee kämpfte, im ukrainischen Fernsehen.

Der alte Mann zeigt dabei den Reportern sein völlig zerstörtes Haus sowie die Stelle im Garten, in dem die Granate eingeschlagen sein soll. Sein Haus in der Ortschaft Solotschiw – knapp 15 Kilometer von der russischen Grenze entfernt – soll bereits vor einigen Tagen zerstört worden sein. Dem Fernsehbericht zufolge hat Lyssuns Vater es vor rund 100 Jahren gebaut.

Ex-NATO-Chef: Biden-Festlegung gegen Eingreifen Fehler

Der frühere NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wendet sich gegen Festlegungen der westlichen Verteidigungsallianz im Ukraine-Krieg. „Bis jetzt waren zu viele NATO-Partner zu sehr darauf erpicht, diese oder jede Reaktion auszuschließen. Das sollten wir nie tun“, so Rasmussen gegenüber der „Presse am Sonntag“.

Anders Fogh Rasmussen
Reuters/Andreas Gebert

Es sei auch ein Fehler gewesen, dass US-Präsident Joe Biden vor dem russischen Angriff ein Eingreifen dezidiert ausgeschlossen habe. „Wir sollten unseren Gegner in Ungewissheit halten. Alles andere erweitert nur Putins Spielraum“, sagt der frühere dänische Ministerpräsident. „Wenn man Bodentruppen, Flugverbotszonen und anderes ausdrücklich ausschließt, dann sagt man Putin, was er ohne jegliches Risiko tun kann“, so Rasmussen.

US-First-Lady trifft Ukraine-Flüchtlinge in Rumänien

Jill Biden, Ehefrau von US-Präsident Joe Biden, hat bei einem Besuch in Rumänien ukrainische Flüchtlinge getroffen. „Ihr seid unglaublich stark“, sagt die First Lady in Aufnahmen des rumänischen Fernsehens, nachdem sie den Berichten von ukrainischen Müttern und Kindern über deren Flucht vor russischen Angriffen gelauscht hat. „Wir stehen zu euch, ich hoffe, ihr wisst das“, fügt sie hinzu.

Jill Biden befindet sich derzeit auf einer dreitägigen Reise durch Osteuropa. Am Vortag hat sie US-Soldaten in Rumänien besucht. Morgen geht es weiter in die Slowakei.

US-First-Lady Jill Biden besucht US-Soldaten in Rumänien
Reuters/Susan Walsh

Berlin: Wohl Brandsatz an Gebäude von russischer Agentur

Auf das Gebäude einer russischen Nachrichtenagentur in Berlin ist nach Angaben der Polizei ein Brandsatz geworfen worden. Wie die Beamten heute Nachmittag mitteilen, ist am Vortag auf die Fassade des Gebäudes im Stadtteil Steglitz, in dem sich eine Nebenstelle der Agentur befindet, eine Bierflasche geworfen worden.

Im Lichtschacht vor dem Fenster eines Kellers sei dann ein „verdächtiger Gegenstand“ entdeckt worden, bei dem es sich „dem äußeren Anschein nach um einen Brandsatz“ gehandelt hat.

Weiter keine Einigung auf EU-Ölembargo

Die EU-Länder können sich weiter nicht auf ein Ölembargo gegen Russland einigen. Hintergrund ist ein Streit um Ausnahmen für einige Staaten, die in besonderem Maße von russischem Öl abhängig sind. Eine nächste Verhandlungsrunde der ständigen Vertreter der Staaten ist nach Angaben der französischen EU-Ratspräsidentschaft für morgen angesetzt.

Die EU-Kommission hat zuvor einen Kompromiss vorgeschlagen, der Ungarn, der Slowakei und Tschechien mehr Zeit einräumen würde, um den Lieferstopp vollständig umzusetzen. Mehreren Ländern geht der Vorschlag allerdings nicht weit genug.

„Menschenrechte enden im Krieg nicht“

Die Menschenrechtskommissarin des Europarats bezeichent das Ausmaß und die Schwere der Menschenrechtsverstöße in Folge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine als erschütternd. Dunja Mijatovic schreibt nach einem viertägigen Besuch in Kiew in einer Mitteilung, Menschen in der Ukraine hätten entsetzliche Gräueltaten erlebt. „Jeder von ihnen verdient Gerechtigkeit und darf nicht vergessen werden.“

Mijatovic ermahnt in ihrem Schreiben: „Menschenrechte enden im Krieg nicht, sie treten nicht in den Hintergrund.“ Auch das Völkerrecht müsse von allen unter allen Umständen geachtet werden.

Bericht: Rakete trifft Militärflugplatz in Odessa

Auf die südukrainische Hafenstadt Odessa sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens vier russische Raketen abgefeuert worden. Örtliche Medien berichten von schwarzen Rauchwolken über dem Stadtgebiet. Den Berichten zufolge war ein Militärflughafen Ziel eines Raketenangriffs. Von russischer Seite gibt es keine Bestätigung.

Duma-Chef bezichtigt USA Beteiligung am Krieg

Der einflussreiche russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin bezichtigt die USA einer unmittelbaren Beteiligung am Krieg in der Ukraine. „Washington koordiniert und entwickelt wesentlich militärische Operationen und beteiligt sich damit unmittelbar an Militäraktionen gegen unser Land“, schreibt der Putin-Vertraute auf Telegram.

Die USA und ihre NATO-Verbündeten unterstützen nach eigenen Angaben die Ukraine unter anderem mit Waffen, haben aber erklärt, damit seien sie keine Kriegspartei. Russland bezeichnet sein Vorgehen nicht als Krieg, sondern als militärische Spezialoperation.

„Raketenangriffe dauern an“

„Wie vorhergesagt, verstärken die Russen ihre Angriffe aus der Luft im Vorfeld des 9. Mai“, schreibt die ukrainische Journalistin Olga Tokariuk auf Twitter. Von anhaltenden Raketenangriffen berichtet unter anderen auch die Parlamentsabgeordnete Lesia Vasylenko.

Raketenangriffe im Norden der Ukraine

Auch aus dem Norden der Ukraine melden örtliche Behörden Raketenangriffe. In den Gemeinden Myropilske and Chotin in der Region Sumy seien Raketen eingeschlagen, teilt Gouverneur Dmytro Schywyzkyj mit. Dabei sei ein Grenzschutzbeamter verletzt worden. Die russischen Streitkräfte hatten sich im April aus dieser Region zurückgezogen.

Gregorius-Skoworoda-Museum zerstört

Eine russische Rakete hat nach ukrainischen Angaben ein Nationalmuseum nahe der Grenze getroffen. Das Museum über Leben und Werk des Dichters und Philosophen Gregorius Skoworoda wurde „praktisch vollständig zerstört“, zitieren Medien den Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Sinegubow.

Die Besatzer könnten diesem zufolge das Museum zerstören, in dem Skoworoda in seinen letzten Lebensjahren gearbeitet hat und in dem er begraben wurde, so Singubow mit Verweis auf den heuer anstehenden 300. Geburtstag von Skoworoda: „Aber sie werden nicht unsere Erinnerung und unsere Werte zerstören.“

Bericht über Raketenangriff in Odessa

Mehrere Raketen sind heute in der südukrainischen Hafenstadt Odessa eingeschlagen. Das sagt AP-Angaben zufolge der Sprecher der Regionalverwaltung, Serhiy Brattschuk.

Ukraine: Russisches Landungsboot zerstört

Das ukrainische Verteidigungsministerium hat über Twitter die Zerstörung eines russischen Landungsbootes mit einer Drohne vom Typ Bayraktar TB2 bekanntgegeben. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite gibt es dafür nicht. Russland hat im Ukraine-Krieg bereits mehrere Schiffe verloren – darunter auch das Flaggschiff „Moskwa“. Die traditionelle Parade der russischen Schwarzmeerflotte werde am 9. Mai „auf dem Grund des Meeres“ stattfinden, wie das Ministerium dazu weiter schrieb.

Separatisten: Weitere Zivilisten aus Mariupol evakuiert

Nach Darstellung der prorussischen Separatisten im ostukrainschen Gebiet Donezk sind 50 weitere Menschen aus dem Asow-Stahl-Gelände in Mariupol in Sicherheit gebracht worden. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Hauptquartier der Streitkräfte der selbst ernannten Volksrepublik Donezk. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite gibt es dafür nicht.

Ukraine: Sprengung von Brücken durch Russen

Nach Angaben des ukrainischen Militärs haben die russischen Streitkräfte damit begonnen, Brücken zu sprengen, um eine ukrainische Gegenoffensive im Nordosten zu bremsen. Das kann nicht unabhängig überprüft werden.

In den vergangenen zwei Wochen haben ukrainische Truppen eine Reihe von Dörfern nördlich und östlich von Charkiw zurückerobert, was den Russen den Einsatz von Artillerie gegen die Stadt erschwert und die russischen Nachschubwege für die in Donezk und Luhansk kämpfenden Kräfte zu unterbrechen droht, berichtet CNN.

Rotes Kreuz hofft auf weitere Evakuierungen in Mariupol

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hofft, dass die erfolgreiche Rettung von Zivilisten aus dem belagerten Stahlwerk in Mariupol den Weg für weitere Menschen ebnen wird, die den Komplex verlassen können, sagt ein hoher IKRK-Beamter.

„Die Erfahrung zeigt, dass eine erfolgreiche Aktion zu weiteren Evakuierungen beiträgt, denn beide Seiten haben nun gesehen, dass es funktioniert. Wir hoffen, dass wir nun auf diesem Mindestmaß an Vertrauen aufbauen können“, sagte Dominik Stillhart, der Einsatzleiter des IKRK gegenüber der „Neuen Zürcher Zeitung“.

Evakuierte aus Azovstal-Stahlwerk in Mariupol
Reuters/Alexander Ermochenko

Es sei „extrem frustrierend“, dass es Wochen mühsamer Arbeit bedarf, um die russischen und ukrainischen Behörden ins Boot zu holen und logistische Details auszuarbeiten, damit die Kämpfer an jedem Kontrollpunkt gewusst haben, wann die Busse vorbeifahren.

Satellitenfotos zeigen ukrainischen Drohnenangriff

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat Berichten zufolge gestern russische Stellungen auf der Schlangeninsel westlich der Krim getroffen. Das zeigen von der Nachrichtenagentur AP ausgewertete Satellitenfotos.

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, schließt eine Zusammenarbeit mit Putin nach Kriegende aus. „Russlands Präsident hat sich von der zivilisierten Welt verabschiedet“, sagt Heusgen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Putin gehöre für die von Russland begangenen Kriegsverbrechen vor ein internationales Gericht.

Generalprobe für Tag des Sieges in Moskau

Am Tag des Sieges am 9. Mai wird in Russland die Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands im Zweiten Weltkrieg gefeiert. Für die Feierlichkeiten am Montag findet bereits heute eine Generalprobe in Moskau statt.

Russische Kampgjets fliegen in Z-Formation über Moskau
APA/AFP/Kirill Kudryavtsev
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