UNO-Generalsekretär Antonio Guterres
Reuters/Pedro Nunes
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Ukraine: UNO begrüßt erste Getreideausfuhr

Nach der ersten Getreidelieferung aus dem Hafen von Odessa herrscht Zuversicht auf weitere Ausfuhren. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres begrüßte das Auslaufen des Frachters „Razoni“, Moskau sprach von einer „positiven Nachricht“. Die Ukraine hofft, in Kürze auch Exporte aus dem Hafen Mykolajiw aufnehmen zu können. Im Osten der Ukraine gehen die Kämpfe weiter.

Online seit 1. August 2022, 8.36 Uhr
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China ersetzt „Nord Stream“ nicht: Gasprom vermeldet Förderrückgang

Vor dem Hintergrund reduzierter Liefermengen nach Europa hat der russische Energieriese Gasprom die Gasexporte nach China in den ersten sieben Monaten 2022 um knapp 61 Prozent erhöht, musste aber trotzdem seine Förderung senken. „Gasprom hat nach vorläufigen Angaben 262,4 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert, was zwölf Prozent (35,8 Milliarden Kubikmeter) weniger sind als im Vorjahr“, teilt das Unternehmen auf seinem Telegram-Kanal mit.

Während der Binnenkonsum von Jänner bis Juli mit minus zwei Prozent relativ stabil geblieben ist, ist laut Gasprom vor allem die Nachfrage aus dem Ausland stark rückläufig. Das hat in erster Linie mit den Lieferkürzungen nach Europa zu tun, wo Moskau unter anderem die Gasexporte über die Ostsee-Pipeline „Nord Stream 1“ zurückgefahren hat.

Ukraine erobert laut eigenen Angaben 40 Orte in Cherson zurück

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Region Cherson nach Angaben des dortigen Gouverneurs in den vergangenen Wochen mehr als 40 Orte zurückerobert.

Bisher seien 46 Ortschaften in der Region „befreit“ worden, so der ukrainische Gouverneur Dmytro Butrij im staatlichen Fernsehen. Die meisten der zurückeroberten Orte liegen nach seinen Angaben im Norden der Region, andere südlich nahe dem Schwarzen Meer.

Macron: Werden Ukraine mobiles DNA-Labor schenken

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erklärt, es sei entschlossen, dafür zu sorgen, dass Kriegsverbrechen der russischen Streitkräfte in der Ukraine nicht ungestraft bleiben, und werde den Kiewer Behörden ein mobiles DNA-Labor schenken.

Nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj begrüßt Macron die Abfahrt des ersten Getreideschiffs aus Odessa und sagt, Europa werde weiterhin dabei helfen, die ukrainischen Getreideexporte auf dem See- und Landweg zu erleichtern.

Getreidefrachter zur Inspektion in Istanbul erwartet

Das mit rund 26.000 Tonnen Mais aus der Ukraine beladene Frachtschiff „Razoni“ wird morgen zur Inspektion in der Türkei erwartet. In Istanbul soll das Schiff unter der Flagge Sierra Leones nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums gegen 15.00 Uhr Ortszeit ankommen (14.00 Uhr MESZ).

Frachtschiff „Razoni“
AP/Michael Shtekel

In Istanbul wird die Ladung von Vertretern aus der Ukraine, Russlands, der Türkei und den Vereinten Nationen inspiziert. Damit soll unter anderem sicher gestellt werden, dass keine Waffen geladen sind. Anschließend soll der Frachter die Meerenge Bosporus passieren. Das Schiff wird am Mittwoch im libanesischen Hafen Tripoli erwartet.

Putin: Niemand kann einen Atomkrieg gewinnen

Putin hat sich in einem Brief an die Teilnehmer der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NVV) gewandt und erklärt, dass es in einem Atomkrieg keine Gewinner geben könne und dass ein solcher Krieg niemals begonnen werden sollte, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

„Wir gehen von der Tatsache aus, dass es in einem Atomkrieg keine Gewinner geben kann und dass er niemals entfesselt werden sollte, und wir stehen für gleiche und unteilbare Sicherheit für alle Mitglieder der Weltgemeinschaft“, wird Putin zitiert.

Biden fordert Russland zu Gesprächen über Atomwaffenkontrolle auf

US-Präsident Joe Biden hat Russland und China aufgefordert, sich an Gesprächen über die Kontrolle von Atomwaffen zu beteiligen. In einer Erklärung bekräftigt der US-Präsident, dass seine Regierung bereit sei, „zügig“ über einen Ersatz für New START zu verhandeln, den Vertrag zwischen den USA und Russland zur Begrenzung der strategischen Atomwaffen. Dieser läuft 2026 aus.

„Russland sollte zeigen, dass es bereit ist, die Arbeit an der atomaren Rüstungskontrolle wiederaufzunehmen“, erklärt Biden. Insbesondere nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine Ende Februar sehe er Moskau in der Verantwortung.

UNO-Chef warnt vor größter nuklearer Gefahr seit dem Kalten Krieg

Angesichts zahlreicher Krisen weltweit hat Guterres vor dem steigenden Risiko atomarer Vernichtung gewarnt. Die Welt befinde sich in einer „Zeit nuklearer Gefahr, wie es sie seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges nicht mehr gegeben hat“, sagt Guterres zum Start der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NVV) in New York.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hält eine Rede auf der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NVV) in New York
APA/AFP/Ed Jones

„Die Menschheit läuft Gefahr, die Lehren zu vergessen, die in den schrecklichen Feuern von Hiroshima und Nagasaki geschmiedet wurden.“ Die Welt sei nur ein Missverständnis oder eine Fehlkalkulation von der nuklearen Vernichtung entfernt.

Die geopolitischen Spannungen hätten einen neuen Höchststand erreicht, sagt er und verweist auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine, Konflikte in Nahost, auf der koreanischen Halbinsel sowie Krisen mit „nuklearen Untertönen“.

Bürgermeister: Angriff auf Krankenhaus in Mykolajiw „zynischer Terrorismus“

Der Bürgermeister von Mykolajiw hat den heutigen Angriff auf medizinische Einrichtungen in der Stadt als „zynischen Terrorismus der russischen Truppen“ bezeichnet.

„Unser Notfallkrankenhaus wird für einige Zeit keine Patienten mehr aufnehmen können“, schreibt Olexandr Sjenkewytsch auf Telegram. Es müssten etwa Trümmer des zerstörten Traumazentrums beseitigt, die Rahmen der beschädigten Fenster demontiert und der gesamte Müll entfernt werden.

Krater vor einem beschädigten Krankenhaus in Mykolaiv
Reuters

„Das ist ein gewöhnliches Krankenhaus, das jeden Tag Einwohner der Stadt aufnimmt, darunter auch Opfer des russischen Beschusses. Daher ist der heutige Angriff auf diese medizinische Einrichtung nichts anderes als zynischer Terrorismus der russischen Truppen", so Sjenkewytsch.

Guterres: Ende von Odessa-Blockade „Meilenstein“

Guterres hat die Wiederaufnahme von Getreideexporten über den ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa als „Meilenstein“ gewürdigt. Das Ablegen des ersten Schiffes nach der russischen Blockade sei „eine enorme kollektive Leistung des gemeinsamen Koordinierungszentrums, das letzte Woche in Istanbul unter UNO-Schirmherrschaft mit Vertretern der Ukraine, der Russischen Föderation und der Türkei eingerichtet wurde“, sagt Guterres in New York.

Das könne aber nur der Anfang sein – viele weitere Handelsschiffe müssten nun folgen und Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine transportieren. Guterres hat außerdem ohne weitere Details angekündigt, dass die UNO mit einem geliehenen Schiff selbst Getreide aus dem Land bringen wolle.

Russland: Einreiseverbot gegen 39 Britinnen und Briten

Das russische Außenministerium hat Sanktionen gegen 39 Beamte, Geschäftsleute und Journalisten aus Großbritannien angekündigt, denen die Einreise nach Russland verweigert wird, weil sie die „Dämonisierung“ Russlands und seine internationale Isolierung unterstützen.

Auf der Liste stehen auch der Vorsitzende der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer, und der ehemalige Premierminister David Cameron.

„Angesichts der destruktiven Bestrebungen Londons, das Rad der Sanktionen unter weit hergeholten und absurden Vorwänden weiterzudrehen, wird die Arbeit an der Ausweitung der russischen Stopp-Liste fortgesetzt“, so das Außenministerium in einer Erklärung.

Fähre ersetzt zerstörte Brücke über Dnipro

Aufnahmen des russischen Staatsfernsehens zeigen eine Autofähre über den Fluss Dnipro, die eine zerstörte Brücke ersetzt. Eine Überfahrt dauert rund zehn Minuten, 20 Autos finden auf der Fähre Platz.

„Z“-Graffitis auf Wiener Schwarzenbergplatz vor Prüfung

Die Wiener Polizei prüft die strafrechtliche Relevanz von einigen „Z“-Graffitis, die Ende vergangener Woche auf einer in ukrainischen Nationalfarben bemalten Mauer hinter dem sowjetischen Heldendenkmal am Schwarzenbergplatz aufgetaucht sind.

Obwohl mit einem formalen Ermittlungsverfahren eher nicht zu rechnen ist, war die mittlerweile übermalte Intervention politisch brisant: „Z“ gilt als Zeichen von Russlands „militärischer Spezialoperation“ gegen die Ukraine – mehr dazu in wien.ORF.at.

Deutschland: 880 Millionen Euro für Kampf gegen Hunger

Die deutsche Regierung will den weltweiten Kampf gegen Hunger mit 880 Millionen Euro unterstützen. Dabei handle es sich zum einen um 430 Millionen Euro, die Scholz bereits im Februar bei einem G-7-Treffen zugesagt habe, sagt ein Sprecher des deutschen Entwicklungsministeriums in Berlin. Die anderen Mittel kämen demzufolge aus dem Nachtragshaushalt.

Regional verteilten sich die Gelder auf die Länder, die vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den Folgen stark betroffen seien, wie die Sahel-Region, das Horn von Afrika und der Nahe Osten. Zuvor haben die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet.

Gesetzesentwurf: Adoption russischer Kinder wird eingeschränkt

Russische Gesetzgeber haben einen Gesetzesentwurf in das Unterhaus des Parlaments eingebracht, der die Adoption russischer Kinder durch Bürgerinnen und Bürger aus „unfreundlichen Ländern“ verbietet.

Russlands Liste der „unfreundlichen Länder“ ist erweitert worden, nachdem viele Staaten als Reaktion auf Russlands Invasion in der Ukraine im Februar Sanktionen verhängt haben. Sie umfasst derzeit die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie Japan und Südkorea.

Duda zu Schicksal Warschaus und Mariupols: „Gleiche Bestialität“

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat das Schicksal seines Landes im Zweiten Weltkrieg mit dem der Ukraine im aktuellen Krieg gegen Russland verglichen.

„Das, was hier in Warschau geschah während des Zweiten Weltkrieges, als die Deutschen rücksichtslos die Zivilbevölkerung der Hauptstadt ermordeten, ist heute mit ähnlicher Rücksichtslosigkeit die russische Aggression gegen die Ukraine“, so Duda beim Besuch einer Ausstellung mit Bildern aus Warschau und Mariupol.

„Wie ähnlich sind die Bilder, wie identisch die Bestialität derjenigen, die töten, die zerstören“, so Duda. Polen erinnert heute an den Beginn des Warschauer Aufstands gegen die deutsche Besatzung am 1. August 1944.

Außenministerium begrüßt Abfahrt von „Razoni“

Österreichs Außenministerium begrüßt auf Twitter die Abfahrt des ersten Schiffes mit Getreide aus Odessa als „wichtigen Schritt zur Linderung der weltweiten Nahrungsmittelknappheit, die der russische Angriffskrieg ausgelöst hat“.

Viele weitere Schritte müssten folgen, um eine globale Hungerkrise abzuwenden, heißt es in dem Tweet weiter: „Hunger darf nicht als Waffe eingesetzt werden!“

Ukraine: Ende der Getreideblockade

Aus dem Hafen von Odessa ist heute nach türkischen Angaben das erste Schiff mit Getreide ausgelaufen. Die unter der Flagge Sierra Leones fahrende „Razoni“ habe Mais geladen, Ziel sei der Libanon. Weitere Lieferungen würden folgen.

Medien: Zurückgetretener Kreml-Beamter auf Intensivstation

Der nach Beginn des Ukraine-Krieges zurückgetretene prominente Kreml-Beamte Anatoli Tschubais wird laut Medienberichten mit schweren gesundheitlichen Problemen in Europa in einem Krankenhaus behandelt. „Das ist natürlich eine traurige Nachricht, wir wünschen ihm baldige Genesung“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Angaben der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ zufolge wird Tschubais in einer Klinik auf der Mittelmeerinsel Sardinien behandelt, wo er zuvor Urlaub gemacht haben soll. Angesichts dieser Beschreibungen sind in sozialen Netzwerken Spekulationen darüber entbrannt, ob der einstige Vertraute von Putin möglicherweise vergiftet worden sein könnte.

Auch die „Repubblica“ schreibt, es werde einem Vergiftungsverdacht nachgegangen. Mögliche Ursache von Tschubais’ Unwohlsein könne aber auch eine seltene Nervenkrankheit sein, heißt es.

Tschechien entlastet Bürger bei Energiekosten

Tschechien greift Privathaushalten bei den Energiekosten unter die Arme. Der tschechische Präsident Milos Zeman hat ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet, das von beiden Parlamentskammern verabschiedet worden ist.

Der vergünstigte Tarif soll zunächst während der bevorstehenden Heizsaison von Anfang Oktober 2022 bis Ende März 2023 gelten. Die Energiekosten in Tschechien sind seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine drastisch gestiegen.

Russland rechnet auf Krim mit bester Getreideernte seit 1989

Die von Russland annektierte Halbinsel Krim hat nach Angaben des regionalen Landwirtschaftsministeriums die beste Getreideernte seit mehr als 30 Jahren eingefahren. Mehr als zwei Millionen Tonnen seien zusammengekommen, wie das Ministerium mitteilt. Das sei die höchste Ausbeute seit 1989 zu Zeiten der Sowjetunion, als 2,2 Millionen Tonnen Getreide zusammenkamen. Die Landwirte hätten bereits 95 Prozent der Fläche abgeerntet.

Die Ukraine wirft Moskau vor, Getreide aus ihren Gebieten zu stehlen, die seit dem Einmarsch der russischen Armee am 24. Februar besetzt sind. Teilweise soll es von der Krim aus exportiert worden sein. Moskau streitet das ab.

Ukraine erhält vier weitere HIMARS-Raketensysteme

Die Ukraine hat vier weitere, von den USA hergestellte HIMARS-Raketensysteme erhalten, wie der ukrainische Verteidigungsminister mitteilt. Zudem bedankt sich Olexij Resnikov auf Twitter über die US-amerikanische Unterstützung.

HIMARS haben eine größere Reichweite, sind präziser als die ukrainische Artillerie aus der Sowjetära und ermöglichen es den ukrainischen Streitkräften, russische Ziele zu treffen, die zuvor unerreichbar waren.

Hannover: Gas sparen durch kaltes Wasser

In allen öffentlichen Einrichtungen im deutschen Hannover gibt es ab sofort kein warmes Wasser mehr. Das betrifft neben dem Rathaus unter anderem auch zahlreiche Freibäder, wo nur noch kalt geduscht werden kann. Altersheime und Schulen sind davon allerdings ausgenommen. „Der Appell ist, sparen Sie Energie, wo Sie können. Das wird im Herbst, im Winter notwendig sein. Alle sind jetzt gefordert, mit an einem Strang zu ziehen“, betont Bürgermeister Belit Onay.

Erzbischof von Lwiw: Ukraine braucht dringend humanitäre Hilfe

Der römisch-katholische Erzbischof von Lwiw (Lemberg), Mieczyslaw Mokrzycki, hat eindringlich zu humanitärer Hilfe für die Ukraine aufgerufen. Da ein schnelles Ende des Krieges nicht in Sicht sei, bräuchten viele Menschen dringend Lebensmittel, Hygieneartikel, medizinisches Material, Medikamente, Rollstühle, Stromgeneratoren und Transportmittel, sagt Mokrzycki laut Kathpress dem Sender Radio Vatikan.

Man müsse sich schon jetzt auch auf die schwierige Zeit von Herbst und Winter vorbereiten, so der Erzbischof: „Deshalb werden wir weiterhin für jede Geste der Solidarität sehr dankbar sein.“

Leihmutterschaft: Dutzende ukrainische Babys illegal verkauft

Mindestens 30 Babys sollen in Tschechien seit 2019 illegal an Ausländerinnen und Ausländer verkauft worden sein, nachdem die Babys von ukrainischen Leihmüttern in Prag geboren wurden.

Das berichtet das von der römisch-katholischen Bischofskonferenz in Österreich eingerichtete Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am Montag unter Verweis auf das tschechische Medienportal Seznam Zpravy.

Mehr dazu in religion.ORF.at

„Schritt zur Linderung der Ernährungskrise“

Peter Stano, der Sprecher der Europäischen Kommission für auswärtige Angelegenheiten, sieht einen „willkommenen ersten Schritt zur Linderung der globalen Ernährungskrise“ durch das Getreideschiff „Razoni“, das den Hafen von Odessa verlassen hat. „Die Europäische Union begrüßt die Abfahrt“, betont er.

Kiew: Haben bereits eine Mrd. von EU erhalten

Die EU hat der Ukraine nach deren Angaben eine Milliarde Euro an Hilfen gegeben, um den Etat des Landes zu unterstützen und die finanziellen Folgen des Krieges etwas abzufedern. Diese Milliarde sei Teil eines großen Hilfspakets von insgesamt neun Milliarden Euro, teilt der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmygal auf Telegram mit.

„Die Mittel werden dazu beitragen, vorrangige Haushaltsbedürfnisse zu finanzieren.“ Die erste Tranche von 500 Millionen Euro sei bereits auf dem Konto der ukrainischen Zentralbank eingegangen, die zweite werde voraussichtlich morgen folgen.

Papst reist zu Religionskongress: Treffen mit Kirill erwartet

Papst Franziskus reist im September zum Kongress der Weltreligionen nach Kasachstan, wo er womöglich Patriarch Kirill trifft. Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche steht wegen seiner Unterstützung der russischen Invasion der Ukraine in der Kritik.

Der Vatikan erwähnt in seiner Ankündigung der Papst-Reise von 13. bis 15. September nach Nur Sultan keine Begegnung der beiden. Allerdings hatte Franziskus, das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, zuletzt in mehreren Interviews gesagt, er hoffe auf ein Treffen mit Kirill. Es ist der siebente Kongress der Anführer der Welt- und traditionellen Religionen.

Papst Franziskus
Reuters/Remo Casilli

Sprecher: Übergewinnsteuer für Scholz derzeit kein Thema

Die Einführung einer Sondersteuer auf hohe Zusatzgewinne von Energieunternehmen ist für den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einem Sprecher zufolge derzeit kein Thema. „Aus Sicht des Kanzlers ist eine Übergewinnsteuer derzeit nicht vorgesehen“, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner in Berlin. Büchner verwies in diesem Zusammenhang auf die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags.

Die Sondersteuer wird diskutiert, weil besonders Energieunternehmen von den hohen Preisen durch den Ukraine-Krieg profitieren. Man müsse einen Weg finden, mit den Übergewinnen umzugehen, sagt ein Sprecher von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Finanzminister Christian Lindner (FDP) lehnt eine Übergewinnsteuer dagegen klar ab.

Moskau: Haben westliche Waffensysteme im Osten und Süden zerstört

Russlands Armee will in der Ukraine eigenen Angaben zufolge erneut westliche Militärtechnik zerstört haben. In der ostukrainischen Stadt Charkiw seien auf einem Werksgelände zwei Abschussanlagen für US-amerikanische HIMARS-Raketen getroffen worden, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau.

Unweit der Schwarzmeer-Metropole Odessa hätten die russischen Truppen eine Vorrichtung für ebenfalls von den USA gelieferte Schiffsabwehrraketen des Typs Harpoon zerstört.

Die Aussagen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Fachleute weisen darauf hin, dass die HIMARS-Raketenwerfer nur schwer zu orten und zu zerstören seien.

UNO begrüßt Getreideausfuhr

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres begrüßt den ersten ukrainischen Getreidetransport per Schiff seit Beginn des Krieges. Er hoffe, es würden weitere folgen, heißt es in einer Erklärung. Die Vereinten Nationen haben gemeinsam mit der Türkei das Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine vermittelt.

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