AKW in Saporischschja
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Moskau: AKW Saporischschja nun in Russland

Russland wird nach der Annexion der gleichnamigen Region nun auch das AKW Saporischschja unter die Aufsicht russischer Behörden stellen. Das AKW „befindet sich jetzt auf dem Territorium der Russischen Föderation und sollte dementsprechend unter der Aufsicht unserer zuständigen Behörden betrieben werden", zitierte RIA dazu Russlands stellvertretenden Außenminister Sergej Werschinin.

Online seit 5. Oktober 2022, 7.58 Uhr
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US-Rakete mit russischer Kosmonautin zur ISS gestartet

Am US-Weltraumbahnhof Kennedy Space Center ist eine Rakete mit einer russischen Kosmonautin und drei weiteren Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet.

NASA’s Crew 5 Mitglieder vor dem Start
Reuters/Steve Nesius

Dass die USA inmitten des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine eine russische Raumfahrerin ins All bringen, hat einen besonderen Symbolwert. Die Raumfahrt ist einer der wenigen Bereiche, in denen Washington und Moskau trotz des Krieges in der Ukraine weiter kooperieren. Vor zwei Wochen ist mit Frank Rubio erstmals seit Beginn des Ukraine-Krieges ein US-Astronaut mit einer russischen Sojus-Kapsel zur ISS gereist.

NATO-Erweiterung: Schwedische Delegation verhandelt in Ankara

Im Rahmen des von Schweden und Finnland angestrebten NATO-Beitritts hat eine schwedische Delegation in Ankara Gespräche geführt. Bei dem siebenstündigen Treffen habe die türkische Regierung auf die Auslieferung von mutmaßlichen Terroristen bestanden, berichtet der staatliche Nachrichtensender TRT heute.

Bei den Personen handle es sich um Mitglieder der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und Anhänger der Gülen-Bewegung, in der Türkei eine „Terrororganisation“.

An den Gesprächen seien Vertreter des schwedischen und türkischen Justizministeriums beteiligt gewesen. Ein weiterer Verhandlungstag ist laut türkischen Medien für morgen angesetzt.

Neue EU-Sanktionen gegen Russland

Die Europäische Union hat aufgrund der Annexion von vier Gebieten in der Ostukraine ein achtes Sanktionspaket verabschiedet. Außerdem haben sich die Mitgliedsstaaten auf einen Preisdeckel für Ölimporte aus Russland geeinigt.

Russischer Abgeordneter: Militär muss aufhören zu lügen

Ein hochrangiger russischer Parlamentarier hat die Armee aufgefordert, „mit dem Lügen“ über den Militäreinsatz in der Ukraine aufzuhören.

„Das Volk weiß es. Unser Volk ist nicht dumm“, sagt der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Duma, Andrej Kartapolow, im Onlinedienst Telegram. „Und es sieht, dass wir nicht bereit sind, ihm auch nur einen Teil der Wahrheit zu sagen.“ Das könne zu einem Verlust von Glaubwürdigkeit führen.

IAEA-Chef auf dem Weg nach Kiew

IAEA-Chef Grossi teilt via Twitter mit, er sei auf dem Weg „zu wichtigen Treffen“ in die ukrainische Hauptstadt Kiew. „Der Bedarf für eine Schutzzone um das Kraftwerk ist dringender denn je.“

Putin ernennt Tschetschenenführer Kadyrow zum Generaloberst

Inmitten militärischer Rückschläge hat Putin den autoritär herrschenden Machthaber der Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, zum Generaloberst befördert.

Das Dekret über seine Ernennung sei bereits veröffentlicht, er sei Putin „unglaublich dankbar“ für die „große Wertschätzung“, schreibt Kadyrow im Onlinedienst Telegram. Generaloberst ist hinter Marschall und Armeegeneral der dritthöchste Dienstgrad der russischen Streitkräfte.

Der Kreml hat am Montag den „heldenhaften Beitrag“ Kadyrows zur Offensive in der Ukraine gelobt. Der tschetschenische Präsident beteiligt sich daran seit ihrem Beginn intensiv. Tschetschenische Einheiten kämpfen im Land an der Seite der russischen Streitkräfte.

OECD plant Vorgespräche mit Kiew über möglichen Beitritt

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht die Ukraine als potenzielles Mitgliedsland. OECD-Generalsekretär Mathias Cormann sagt, es solle zunächst Gespräche zu einem Beitritt geben.

Danach solle der OECD-Rat sich damit befassen, ob Beitrittsverhandlungen formell aufgenommen werden. Die Ukraine hat laut OECD darum gebeten, den Aufnahmeprozess zur Industriestaatenorganisation zu starten.

Putin ordnet russische Verwaltung für AKW Saporischschja an

Putin hat das besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja unter russische Verwaltung gestellt und ein entsprechendes Dekret in Moskau unterzeichnet.

Truss: „Ukraine wird gewinnen“

Truss zeigt sich bei ihrer Rede zum Ende des Parteitags der Torys offen solidarisch gegenüber der Ukraine. Das ukrainische Volk kämpft laut Truss nicht nur für seine eigene Sicherheit, sondern auch für die weltweite Freiheit und Demokratie. Großbritannien stehe hinter der Ukraine. „Die Ukraine kann gewinnen, die Ukraine muss gewinnen und die Ukraine wird gewinnen“, so die britische Premierministerin.

Tschechische „Annexion“ Königsbergs sorgt im Internet für Furore

Putin bekommt es nach seiner Annexion ukrainischen Staatsgebiets nun auch mit tschechischen Spaßvögeln zu tun. Sie haben die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad kurzerhand zum neuen tschechischen Gebiet „Kralovec“ erklärt.

Screenshot der Website visitkralovec.cz
Screenshot visitkralovec.cz

„Nach einem erfolgreichen Referendum haben 97,9 Prozent der Bürger Kaliningrads entschieden, sich mit der Tschechischen Republik zu vereinen und Kaliningrad in Kralovec umzubenennen“, ist auf der Internetseite Visitkralovec.cz zu lesen.

Auf der touristisch aufgemachten Seite ist eine Reihe von Fake-Fotos zu sehen, etwa die tschechische Fahne auf dem Königsberger Stadtschloss, ein Zug der tschechischen Staatsbahn CD im Bahnhof von „Kralovec“ oder ein angeblich nach dem Schlagersänger Karel Gott benannter Flugzeugträger. Außerdem ist das tschechische Kabinett zu sehen, wie es die vermeintliche Annexionsurkunde in die Kamera hält.

Russen kaufen mehr Antidepressiva in Apotheken

In Russland ist der Verkauf von Antidepressiva in Apotheken zuletzt deutlich gestiegen. In der Woche vom 19. bis zum 25. September sei der Absatz um 120 Prozent gestiegen, meldet die Staatsagentur TASS unter Berufung auf Zahlen des Chemiekonzerns DSM.

Die Chefin der Allianz pharmazeutischer Verbände, Viktoria Presnjakowa, sagt der Staatsagentur, seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine Ende Februar sei die Nachfrage nach Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmitteln in Russland gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen. Sie führt das auf die „geopolitische und wirtschaftliche Lage“ zurück.

Nach ihren Angaben gibt es viele Patienten, die sich zum ersten Mal solche Mittel verschreiben ließen. Die Bevölkerung kaufe aber auch nicht rezeptpflichtige Arzneimittel zur Beruhigung.

Owsjannikowa aus russischem Hausarrest geflohen

Die frühere russische Fernsehredakteurin Marina Owsjannikowa, die wegen ihrer Kritik an Russlands Krieg gegen die Ukraine bekannt geworden ist, ist nach eigenen Angaben aus dem Hausarrest geflohen. „Ich betrachte mich als völlig unschuldig, und da unser Staat sich weigert, sich an seine eigenen Gesetze zu halten, weigere ich mich seit dem 30. September 2022, mich an die mir auferlegte Zwangsmaßnahme in Form von Hausarrest zu halten, und ich entlasse mich selbst aus diesem“, teilt die 44-Jährige heute via Telegram mit.

Der Arrest ist Teil eines Strafverfahrens, in dem sie wegen der Verbreitung von angeblichen Falschinformationen über die russischen Streitkräfte angeklagt ist. Dabei drohen ihr der Agentur Interfax zufolge zwischen fünf und zehn Jahre Haft.

Journalistin Marina Owsjannikowa
Reuters/Evgenia Novozhenina

OPEC+ einigt sich angeblich auf Drosselung der Ölförderung

Das Ölkartell OPEC+ hat sich Reuters-Angaben zufolge ungeachtet der Sorgen über eine durch hohe Energiepreise ausgelöste weltweite Rezession auf eine gedrosselte Förderung verständigt. Die Kürzungen sollen bei zwei Millionen Barrel pro Tag liegen, wie laut Reuters mit der Sache vertraute Personen vor der noch heute anstehenden offiziellen Bekanntgabe mitteilen.

Mit der Maßnahme reagiert das erweiterte Kartell, zu dem auch Russland gehört, auf die gesunkenen Ölpreise. Diese waren wegen der Angst vor einer globalen Rezession, dem starken Dollar und steigenden Zinsen zuletzt auf etwa 90 Dollar je Barrel gefallen, nachdem sie vor drei Monaten noch bei 120 Dollar lagen.

Teilmobilmachung von Putin „korrigiert“

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Angaben das vor zwei Wochen erlassene Dekret zur Teilmobilmachung korrigiert. Mit der von ihm unterschriebenen Korrektur soll die Mobilmachung für einige Studentinnen und Studenten – unter anderem diejenigen, die an Privatuniversitäten eingeschrieben sind – sowie für bestimmte Postgraduierte ausgesetzt werden, sagt Putin bei einem im russischen Fernsehen übertragenen Treffen mit Lehrerinnen und Lehrern.

Putin: Großer Respekt gegenüber Bevölkerung in Ukraine

Der russische Präsident Wladimir Putin zeigt sich trotz militärischer Rückschläge in den vier von Russland annektierten ukrainischen Regionen zuversichtlich. Man erwarte, dass die Lage sich bald stabilisieren wird, sagt er im russischen Fernsehen. Er fügt hinzu, Russland hege trotz der aktuellen Situation großen Respekt gegenüber der ukrainischen Bevölkerung.

Anhaltende Rekrutierungen in Russland

Nahe Moskau finden sich weitere Reservisten ein, um ihren Militärdienst in der Ukraine anzutreten. Die teils sehr jungen Männer nehmen Abschied von ihren Freunden und Familien, ehe sie ihre Ausrüstung sowie eine kurze Einschulung erhalten.

Russland warnt vor Einsatz von US-Waffen auf Krim

Russland hat vor einem möglichen Einsatz amerikanischer Waffen für Angriffe auf die Krim gewarnt. Die Aussagen von Pentagon-Vertreterin Laura Cooper, wonach von den USA gelieferte Waffen von der Ukraine für Angriffe auf die Krim genutzt werden könnten, seien „extrem gefährlich“ und ein „Beweis für eine direkte Beteiligung der USA an dem Konflikt“, sagt Kreml-Sprecher Peskow. Russland hat die Krim 2014 annektiert.

Truss verspricht Ukraine unerschütterliche Unterstützung

Die britische Premierministerin Liz Truss verspricht der Ukraine erneut die unerschütterliche Unterstützung ihres Landes. „Wir werden unseren ukrainischen Freunden beistehen, solange es nötig ist“, so Truss auf dem Parteitag ihrer Konservativen Partei. „Die Ukraine kann gewinnen, die Ukraine muss gewinnen und die Ukraine wird gewinnen.“

Aufräumarbeiten nach Rückeroberung

In der ostukrainischen Stadt Lyman ist die Lage nach der Rückeroberung durch die Ukraine laut Behörden stabil. Nach dem Abzug der russischen Truppen beginnen nun Mitglieder internationaler Hilfsorganisationen sowie der ukrainischen Armee, die Stadt und deren Umgebung zu inspizieren und Beweismittel zu sichern.

Jeder in Russland „ist Teil von Kriegsmaschinerie“

Geht es nach dem ehemaligen Schachweltmeister Garri Kasparow, ist „jeder, der jetzt noch in Russland lebt, Teil der Kriegsmaschinerie“. Im Interview mit dem deutschen „Spiegel“ fordert Kasparow all jene, „die auf der richtigen Seite der Geschichte stehen wollen“, auf, das Land zu verlassen.

Enerhoatom-Chef erklärt sich zum AKW-Chef

Der Chef des staatlichen ukrainischen Kernenergieunternehmens, Petro Kotin, übernimmt eigenen Angaben zufolge den Posten des zurückgetretenen Leiters des Atomkraftwerks Saporischschja. Das AKW befindet sich seit Monaten unter russischer Kontrolle und aus Sicht des Kreml nach der Annexion der Region auch auf russischem Staatsgebiet. Während Russland heute die Übernahme des AKW-Kontrolle ankündigt, fordert Kotin die ukrainische Belegschaft auf, keine Dokumente mit den russischen Besatzern zu unterzeichnen.

Wehrschütz (ORF) über die ukrainische Offensive

Analyse von Christian Wehrschütz (ORF)

Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz analysiert die Auswirkungen der Geländegewinne der Ukraine auf den Krieg.

Neue Foltervorwürfe gegen Russland

Das ukrainische Verteidigungsministerium erhebt nach dem Fund einer Folterkammer in der Region Charkiw schwere Vorwürfe gegen Russland. Im Raum stehen weitere schwere Kriegsverbrechen, wie das Ministerium unter anderem mit einem Bild untermauert, auf dem eine mit goldenen Zahnkronen gefüllte Schachtel zu sehen ist.

Dazu kommen Hinweise, wonach Gefangene lebendig begraben worden seien, berichtet unter anderem der britische „Telegraph“. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben gibt es nicht.

Tanner sieht „neue Eskalationsstufe“

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) sieht nach der von Putin unterzeichneten Annexion eine „neue Eskalationsstufe“ im Konflikt erreicht. „Wir werden definitiv die annektierten Gebiete nicht anerkennen“, so Tanner, die zugleich dafür plädiert, angesichts der Diskussion über einen möglichen Atomwaffeneinsatz durch Putin „Ruhe zu bewahren“.

Ukraine meldet Vorstoß in Luhansk

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben Gebiete in der bisher vollständig von Russland kontrollierten Region Luhansk zurückerobert. „Die Rückeroberung der Region Luhansk hat (…) begonnen“, schreibt der ukrainische Gouverneur Serhij Hajdaj auf Telegram. Mehrere Siedlungen seien „befreit“ worden, die ukrainische Armee habe dort die Fahne der Ukraine gehisst.

IAEA-Chef Grossi reist nach Moskau

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, wird laut TASS in den kommenden Tage in Moskau erwartet. Grossi will bei dem Besuch die Lage im AKW Saporischschja erörtern – im Raum stehe den Angaben zufolge auch ein weiterer Besuch des Atomkraftwerks.

„Sie werden für immer zu Russland gehören“

Trotz militärischer Rückschläge will Russland die Annexion der vier ukrainischen Regionen weiterverfolgen. „Sie werden für immer zu Russland gehören“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Russland werde die Gebiete zurückerhalten.

Die Integration der Gebiete soll nach russischen Angaben schrittweise erfolgen. Sie sollen ihre Namen behalten. Anfang 2023 soll dort die russische Währung alleiniges offizielles Zahlungsmittel sein. Derzeit kann etwa in Cherson noch mit ukrainischer Währung bezahlt werden.

AKW Saporischschja unter russischer Aufsicht

Russland stellt das Atomkraftwerk Saporischschja laut RIA unter die Aufsicht russischer Behörden. Europas größtes Atomkraft wird von Russland kontrolliert, aber noch von ukrainischen Technikern betrieben. Es liegt in der gleichnamigen Region Saporischschja, die zu den vier Gebieten gehört, die Russland annektiert hat.

AKW in Saporischschja
AP/Russian Defense Ministry Press Service

BBC-Reporterin: Russen sind weg, Schäden bleiben

In den von der Ukraine befreiten Gebieten sind die Russen zwar weg, es gibt aber Schäden, die nie wieder rückgängig gemacht werden können. Das schreibt BBC-Reporterin Orla Guerin auf Twitter.

„Lage an Front Richtung Lyman stabilisiert“

Der von Russland in Donezk als Gouverneur eingesetzte Puschilin schreibt auf Twitter, dass sich „die Lage an der Front in Richtung Lyman stabilisiert“. Die Verteidigungslinie werde weiter verstärkt, so Puschilin, der gleichzeitig behauptet, dass auf ukrainischer Seite verstärkt in NATO-Ländern ausgebildete Einheiten zum Einsatz kommen.

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