Neben den fünf Parlamentsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS traten Bierpartei, Liste Madeleine Petrovic, KPÖ und Keine von denen bei der Wahl an. In einzelnen Bundesländern standen weitere Kleinparteien auf dem Stimmzettel.
Große Euphorie gibt es nach dem deutlichen Sieg bei der FPÖ. Auch NEOS sieht sich als „einer von zwei Wahlgewinnern“. Enttäuschung ist bei ÖVP und SPÖ zu spüren. Die Grünen sehen trotz Verlusten einen klaren Auftrag weiterzukämpfen. Fachleute erwarten lange Sondierungsgespräche. Laut dem Ergebnis inklusive Wahlkartenprognosen ergeben sich rechnerisch drei mögliche Zweierkoalitionen.
Mandatsmäßig breit abgesichert wären aber nur jene zwischen FPÖ und ÖVP mit 108 Sitzen sowie jene zwischen FPÖ und SPÖ mit 97 Sitzen. ÖVP und SPÖ – die klassische Große Koalition – käme derzeit auf nur 93 Mandate im 183 Sitze umfassenden Nationalrat. Für eine Mehrheit im Hohen Haus braucht es mindestens 92 Sitze. Was eine Dreierkoalition betrifft, wäre ÖVP-SPÖ-NEOS mit 111 Sitzen möglich, eine Koalition ÖVP-SPÖ-Grüne würde mit 109 Sitzen ebenfalls eine breite Mehrheit stellen.
Was bedeutet das Wahlergebnis?
Die FPÖ geht laut Hochrechnung als Sieger aus der Nationalratswahl hervor. Es folgen ÖVP und SPÖ. NEOS liegt knapp vor den Grünen, KPÖ und Bierpartei schaffen den Sprung in den Nationalrat nicht. Wie ist das Wahlergebnis zu deuten? Was überrascht am Ergebnis? Wie könnte eine Regierung aussehen? Und was bedeutet das Wahlergebnis für Österreich?
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