Bericht: Rettungsplan für angeschlagene ÖVAG steht

Für die teilstaatliche Krisenbank Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) liegt einem Zeitungsbericht zufolge ein Rettungsplan vor. Mit Hilfe einer „Bad Bank“ soll das Volksbanken-Spitzeninstitut seine faulen Teile loswerden, berichtete der „Standard“ heute. Dadurch würde auch der Kapitalbedarf der Bank sinken. Weitere staatliche Geldspritzen seien nicht geplant.

Zudem wollten die regionalen Volksbanken ihre Fusionen vorantreiben und das heute auf einem „Gruppentag“ beschließen, berichtete die Zeitung. Dabei sollen pro Bundesland eine große Volksbank sowie maximal drei Spezialinstitute übrig bleiben. Der bisher bestehende Widerstand gegen dieses Modell sei gebrochen, so der „Standard“. Derzeit gibt es 44 Regionalinstitute. Eine Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern.

„Stresstest“ nicht bestanden?

Insidern zufolge hat die ÖVAG die Überprüfung der europäischen Aufseher ersten eigenen Berechnungen zufolge nicht bestanden. Der „Stresstest“ habe eine Kapitallücke von 600 bis 800 Millionen Euro ergeben, wie Nachrichtenagenturen berichten. Wie viel frisches Geld die ÖVAG benötigt und woher das Kapital kommen soll, ist noch nicht bekannt. Die Ergebnisse des Tests sollen am 26. Oktober veröffentlicht werden.

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hatte kürzlich gesagt, der Staat treffe bereits Vorkehrungsmaßnahmen, sollte die ÖVAG bei dem Test durchfallen. Der Staat hält 43,3 Prozent an dem Institut. Die Mehrheit steht in Besitz der regionalen Volksbanken.