Van der Bellen verteidigt Kopftuchzitat

Bundespräsident Alexander Van der Bellen verweist nach der Kritik an seinen Aussagen zum islamischen Kopftuch auf die Meinungsfreiheit.

„Ich bin kein großer Freund des Kopftuchs. Aber es gibt in Österreich Meinungsfreiheit, es gibt Meinungsäußerungsfreiheit und eine Art Bekleidungsfreiheit“, sagte er heute bei einem Besuch in Bratislava gegenüber Journalisten.

„Sollen wir keine größeren Problem haben“

Es sei das „gute Recht jeder Frau zu entscheiden, was sie am Kopf trägt und ob sie etwas am Kopf trägt“. Vor einigen Wochen hatte Van der Bellen bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Islamophobie gemeint: „Wenn das so weitergeht (...) bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen, alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.“

In Sozialen Netzwerken wurde eine Welle der Kritik losgetreten, auch die heimische Presse griff das Thema auf. Zur Aufregung über diese Aussage sagte der Bundespräsident: „Sollen wir keine größeren Probleme haben als die Frage Kopftuch.“