Tote bei Anschlag in Afghanistan

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine politische Veranstaltung im Osten Afghanistans sind heute mindestens sechs Menschen getötet worden. Der Attentäter steuerte nach Polizeiangaben in der Stadt Dschalalabad ein Motorrad in eine Gruppe von Menschen, die sich in einem Stadion zur Unterstützung des Staatschefs Aschraf Ghani versammelt hatten.

Unter den Opfern waren demnach eine Frau und ein Kind, weitere 13 Menschen wurden verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Provinz Nangarhar, in der sich Dschalalabad befindet, gilt als Hochburg der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Auch die radikalislamischen Taliban sind in Teilen der Provinz aktiv.

IS-Kämpfer zurückgedrängt, aber mehr Angriffe

Nach Angaben von Militärs aus den USA und Afghanistan gelang es in den vergangenen Monaten, die IS-Kämpfer zurückzudrängen. Diese seien noch in zwei oder drei Distrikten der Provinz Nangarhar präsent. Im Jänner waren es noch neun.

Landesweit haben die Dschihadisten ihre Angriffe intensiviert, vor allem im Osten des Landes und in der Hauptstadt Kabul. Im vergangenen Monat wurden bei einem Selbstmordanschlag auf eine Ghani-kritische Versammlung in Kabul, zu dem sich der IS bekannte, 14 Menschen getötet.