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Hoffen auf ausländische Urlauber

Nach der spektakulären Rettung der zwölf Burschen und ihres Trainers aus einer thailändischen Höhle, gibt es Überlegungen, die Tham-Luang-Höhle zu einem Museum zu machen. Die Rettung und der gefährliche Einsatz der Hilfskräfte sollen im Mittelpunkt stehen, wie die BBC vergangene Woche berichtete.

Es werde jetzt darüber nachgedacht, in der Höhle eine Art Museum zur Erinnerung an die spektakuläre Rettung einzurichten, zitierte die BBC die zuständigen Behörden. Die Tourismus-Verantwortlichen der Region an der Grenze zu Myanmar hoffen darauf, dass auch Urlauber aus dem Ausland kommen werden. Millionen Menschen rund um die Welt hatten mit den 13 Eingeschlossenen mitgefiebert.

Höhle in Thailand

AP/Sakchai Lalit

Die Höhle soll künftig Besucher anziehen

Furcht vor „Whitewashing“

Daraus wollen auch Filmfirmen Kapital schlagen. Gleich zwei Studios wollen die 17 Tage in der Höhle und die spektakuläre Rettungsaktion auf die Leinwand bringen. Die in Los Angeles ansässige Filmfirma Ivanhoe Pictures ist an dem Stoff interessiert. Sie seien bereits offiziell von der thailändischen Regierung und der Marine ausgewählt worden, einen Film über die dramatischen Ereignisse zu entwickeln, wie das Studio sagte. Auch ein Regisseur soll bereits feststehen. Jon M. Chu soll den Film drehen, zitierten US-Medien das Filmunternehmen. Zuletzt führte er bei der Romantikkomödie „Crazy Rich Asians“, die Mitte August anläuft, Regie.

Bedenken wurden bereits geäußert, dass die Filmfirmen „Whitewashing“ betreiben würden und mehr die Rolle der internationalen Retter und nicht der Thais in den Mittelpunkt stellen könnten. Hollywood-Produktionen wird öfter vorgeworfen, Rollen und Figuren aus anderen Kulturen durch „Weißwaschen“ auf ein weißes Publikum zuzuschneiden.

Kinder mit Fotos der Burschen vor dem Krankenhaus

APA/AFP/Tang Chhin Sothy

Schülerinnen und Schüler jubeln vor dem Spital über die gelungene Rettung

Christliche Filmfirma sieht Inspiration

Auch eine christliche Filmfirma ist interessiert. Solch ein Film könne Millionen Menschen weltweit inspirieren, sagte Michael Scott, Geschäftsführer der US-amerikanischen Produktionsfirma Pure Flix Entertainment, in einer Videobotschaft auf Twitter.

„Die Tapferkeit und das Heldentum, das ich erlebt habe, ist unglaublich inspirierend, also ja, das wird ein Film für uns sein“, bestätigte Scott dem „Hollywood Reporter“.

Pure Flix Entertainment mit Sitz in Scottsdale im Bundesstaat Arizona produziert Filme, die Jesus Christus und den christlichen Glauben hervorheben. „Es muss nicht unbedingt ein christlicher Film werden, nur ein inspirierender“, sagte Scott dem US-Branchenmagazin. Scott selbst lebt zeitweise in Thailand und war während der Rettungsarbeiten nach eigenen Angaben am Schauplatz. Seine Frau sei mit dem Taucher befreundet gewesen, der bei den ersten Rettungsversuchen ums Leben kam, sagte er.

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