Laudamotion-Übernahme durch Ryanair genehmigt

Die EU-Wettbewerbshüter haben die geplante Übernahme der Fluglinie Laudamotion durch Ryanair genehmigt. Das Vorhaben gebe keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken und werde ohne Auflagen erlaubt, teilte die zuständige EU-Kommission gestern Abend mit. Ryanair will mit 75 Prozent die Mehrheit bei dem Ferienflieger übernehmen, der sich im Bieterkampf um die insolvente Air Berlin deren ebenfalls insolvente Tochter Niki gesichert hatte.

Ryanair mit Sitz in Irland ist eine in ganz Europa tätige Billigfluglinie. Ursprünglich wollte Lufthansa Niki übernehmen. Am 13. Dezember 2017 entschied sich Lufthansa jedoch dagegen, Niki meldete noch am selben Tag Insolvenz an.

Ryanair-Piloten kündigten neue Streiks an

Pilotinnen und Piloten des Billigfliegers wollen unterdessen erneut streiken. Am 20. und 24. Juli wollen sie ihre Arbeit niederlegen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft IALPA/Forsa der Nachrichtenagentur Reuters.

Bei ihrem letzten Protest hatten etwa hundert Ryanair-Pilotinnen und -piloten erstmals überhaupt in Irland gestreikt. Rund 30 der insgesamt 2.300 Flüge der Fluggesellschaft wurden gestrichen. Österreich war von der Arbeitsniederlegung der irischen Piloten nicht betroffen. Auch die in Wien stationierten Flugzeuge der Laudamotion hoben ab.