EU-Finanzminister treiben Euro-Beitritt Bulgariens voran

Bulgarien nähert sich mit großen Schritten dem Euro-Beitritt. Die Euro-Finanzminister berieten gestern über den Beitritt des Landes in den Wechselkursmechanismus WKM II.

Der Wechselkursmechanismus ist das „Wartezimmer“ für die Gemeinschaftswährung. Die Währungen der jeweiligen Länder werden darin überwacht und dürfen nur innerhalb einer begrenzten Bandbreite zum Euro auf- oder abwerten. Erst im Anschluss ist ein Euro-Beitritt möglich.

Die Regierung in Sofia solle dafür aber eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Neben den üblichen Euro-Beitrittskriterien - wie etwa einer stabilen Inflationsrate - gehe es dabei auch um den Kampf gegen Korruption, so EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis. Den offiziellen Antrag zum Beitritt in den Wechselkursmechanismus wolle die bulgarische Regierung in absehbarer Zeit stellen.