Brasiliens Ex-Präsident Lula in Verfahren freigesprochen

Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist in einem von mehreren noch laufenden Verfahren gegen ihn freigesprochen worden. Ein Richter in der Hauptstadt Brasilia urteilte gestern, es gebe nicht genug Beweise in dem Verfahren wegen mutmaßlicher Justizbehinderung.

Der Fall steht nicht in Zusammenhang mit der langjährigen Haftstrafe, die Lula derzeit wegen Verwicklung in eine weitverzweigte Korruptionsaffäre und Geldwäsche verbüßt. Im Jänner hatte das Berufungsgericht Lulas Verurteilung vom Vorjahr bestätigt und das Strafmaß sogar von neuneinhalb Jahren auf zwölf Jahre und einen Monat heraufgesetzt.

Lula regierte Brasilien von 2003 bis 2010. Ihm wird zur Last gelegt, dass er sich während seiner Präsidentschaft von der größten brasilianischen Baufirma OAS eine Luxuswohnung in der Küstenstadt Guaruja im Bundesstaat Sao Paulo schenken ließ sowie eine große Geldsumme in bar. Der Baukonzern soll im Gegenzug bei Verträgen mit dem staatlich kontrollierten Ölkonzern Petrobras begünstigt worden sein.