Trump trifft mit May und Queen zusammen

Für den zweiten Tag des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in Großbritannien wird heute mit Protesten im ganzen Land gerechnet. Londons Bürgermeister Sadiq Khan rief dazu auf, friedlich zu bleiben. „Denjenigen, die Ärger machen wollen oder das Gesetz brechen, sage ich einfach: Ihr seid nicht willkommen“, schrieb Khan auf Twitter.

Die Initiative „Stop Trump“ erwartet für Freitag allein in London etwa 100.000 Teilnehmende. Über dem Parliament Square soll am Vormittag ein sechs Meter hoher Ballon in Form eines Baby-Trumps in Windeln schweben.

Auf dem Programm stehen für Trump Treffen mit Premierministerin Theresa May und Queen Elizabeth II. - um die britische Hauptstadt macht er dabei weitgehend einen Bogen. Der Tag beginnt mit einem Besuch auf einem Militärgelände, wo er eine Truppenübung anschaut. Später trifft er sich mit May auf dem Landsitz Chequers, die beiden wollen dort eine Pressekonferenz geben. Danach brechen Trump und seine Frau Melania nach Windsor auf, wo sie von Queen Elizabeth II. empfangen werden.

„Brexit“-Weißbuch präsentiert

Im Hinblick auf den „Brexit“ kritisierte Trump den Kurs Mays. „Wenn sie so einen Deal machen, würden wir mit der Europäischen Union einen Deal machen anstatt mit dem Vereinigten Königreich“, sagte Trump der britischen Zeitung „Sun“. „Das wird vermutlich den Deal killen.“

May habe seine Ratschläge ignoriert, auf welche Weise Großbritannien die EU verlassen solle, sagte Trump der Zeitung, die Auszüge des Interviews veröffentlichte. „Ich hätte das ganz anders gemacht“, sagte Trump. „Ich habe Theresa May gesagt, wie sie es machen soll, aber sie hat nicht auf mich gehört.“

Zuvor präsentierte die britische Regierung das Weißbuch über die künftigen Beziehungen mit der EU. Kernpunkt ist eine Freihandelszone, die den freien Warenverkehr zwischen dem Kontinent und Großbritannien garantieren soll. Für „talentierte Menschen“ soll es keine Hürden bei der Ein- und Ausreise geben.

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