Selbstmordanschlag in Pakistan: Totenzahl auf 140 gestiegen

Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag in Pakistan ist die Zahl der Toten bis heute nach offiziellen Angaben auf mindestens 140 gestiegen. Weitere 200 Menschen seien verletzt worden, als sich ein Selbstmordattentäter gestern bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Region Mastung in der Südprovinz Baluchistan in die Luft sprengte.

Ein zerstörtes Auto wird nach einem Bombenanschlag in Pakistan untersucht

Reuters/Naseer Ahmed

Ein Vertreter des Krankenhauses in der Provinzhauptstadt Quetta sagte, man befürchte, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte, weil sich viele der Verletzten in einem kritischen Zustand befänden.

Nur wenige Stunden nach dem Attentat reklamierten sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als auch die Ghazi-Gruppe der radikalislamischen Taliban die Tat für sich. Der Anschlag hatte einer großen Zusammenkunft der Baluchistan-Awami-Partei gegolten. Am 25. Juli wählen mehr als 100 Millionen wahlberechtigte Pakistaner eine neue Nationalversammlung sowie Provinzparlamente.