GB: Minister sieht „Blamage“ für Anti-Trump-Demonstranten

Der britische Handelsminister Liam Fox hat die jüngsten Proteste gegen den Besuch des US-Präsidenten Donald Trump in Großbritannien verurteilt. „Die Demonstranten haben sich blamiert“, sagte Fox der BBC heute. Es entspreche nicht den „guten Manieren und der Gastfreundschaft des britischen Volkes“, den Anführer der freien Welt mit Plakaten wie „Hau ab, wir hassen dich“ zu begrüßen, so Fox.

Fox: Trump bei Galadinner „tadellos höflich“ erlebt

Schlechte Manieren werden auch Trump vorgeworfen, beispielsweise wegen seiner heftigen Kritik am „Brexit“-Kurs der britischen Premierministerin Theresa May während seines Besuchs. Fox betonte, er habe Trump bei einem Galadinner am Donnerstag als „tadellos höflich und sehr gut informiert“ erlebt.

Der US-Präsident hatte in einem Interview der konservativen Boulevardzeitung „The Sun“ unter anderem gesagt, Mays größter innenpolitischer Herausforderer, der zurückgetretene Außenminister und Befürworter eines harten „Brexit“, Boris Johnson, würde einen exzellenten Premierminister abgeben.

Zehntausende in London auf der Straße

Zahlreiche Menschen waren gestern in Großbritannien gegen Trump auf die Straße gegangen. Allein in London demonstrierten Zehntausende in der Innenstadt. Sie werfen dem US-Präsidenten Sexismus, Rassismus und Hass auf Homosexuelle vor. Trump war am Donnerstag und Freitag zu Besuch in Großbritannien, dabei traf er neben Premierministerin May auch Queen Elizabeth II. zu Gesprächen.

Aktivist sorge für Aufregung

Auch für heute waren weitere Proteste angekündigt, vor allem in Schottland, wo Trump das Wochenende in seinem Golfresort Turnberry in der Grafschaft Ayrshire verbringt. Für Aufregung sorgte ein Greenpeace-Aktivist, der mit einem Gleitschirm kurz nach Trumps Ankunft gestern Abend mit einer Protestbotschaft über das Resort flog. Auch einige Hundert Trump-Unterstützer wurden in London erwartet.