Debatte über Schächten: ÖVP NÖ erteilt FPÖ Absage

In der Diskussion über mögliche Einschränkungen des Schächtens in Niederösterreich hat Klaus Schneeberger, Klubobmann der ÖVP im Landtag, gestern gegenüber der APA dem FPÖ-Vorschlag eine Absage erteilt. Selbstverständlich werde niemand registriert, der koscheres Fleisch kaufen wolle, so Schneeberger. Derartiges werde es nicht geben.

„Die Regelungen bezüglich Schächten sind im Tierschutzgesetz des Bundes geregelt“, erläuterte Schneeberger. Nur die Vollziehung obliege den Ländern. Solange das Gesetz nicht geändert werde, „werden wir an einem Erlass arbeiten, der keine Listung etc. zulässt“. Man werde eine Lösung finden, um Bedenken der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) zu zerstreuen.

Neue Regeln sollen geprüft werden

Die Debatte ins Rollen hatte der niederösterreichische Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) gebracht. Er lässt strengere Regeln für das Schächten von Tieren prüfen. Konkret soll das rituelle Schlachten an den Wohnort geknüpft werden. Ein Ergebnis der Prüfung soll in zwei Wochen vorliegen.

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IKG kündigte Widerstand an

Die IKG befürchtet, dass der Zugang zu koscherem Fleisch stark eingeschränkt werde. „Wir werden uns das nicht gefallen lassen“, so IKG-Präsident Oskar Deutsch gegenüber religion.ORF.at.

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