Trump mit nächstem Seitenhieb gegen NATO

Nach dem turbulenten NATO-Gipfel hat US-Präsident Donald Trump dem Militärbündnis einen weiteren Seitenhieb verpasst. Die Verteidigung eines kleinen NATO-Verbündeten wie Montenegro könne im Dritten Weltkrieg enden, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News gestern.

Hintergrund ist die NATO-Doktrin, wonach ein Angriff auf eines der Mitglieder als Angriff auf die gesamte NATO betrachtet wird.

Moderator Tucker Carlson sagte, die NATO sei seinerzeit gegründet worden, um Russland von einer Aggression gegen Westeuropa abzuhalten. Carlson fragte dann Trump, was der Zweck der NATO heute sei und warum sein Sohn im Falle eines Angriffs als Soldat in ein kleines Land wie Montenegro gehen solle.

„Sie sind sehr aggressive Menschen“

Trump antwortete: „Ich verstehe, was Sie sagen, ich habe mir die gleiche Frage gestellt. Montenegro ist ein kleines Land mit sehr starken Menschen. Sie sind sehr aggressive Menschen, sie könnten aggressiv werden, und - Gratulation - man ist im Dritten Weltkrieg. Aber so ist es eben, so wurde es eingerichtet. Vergessen Sie nicht, ich bin hier erst seit eineinhalb Jahren.“

Ein NATO-Sprecher versuchte, Trumps Äußerungen herunterzuspielen. „Präsident Trump hat deutlich gemacht, dass die USA voll und ganz zur NATO stehen und dass unser Bündnis stark ist“, sagte er. Der die gemeinsame Verteidigung regelnde Artikel 5 des NATO-Vertrags gelte uneingeschränkt und felsenfest.

Trump-Putin-Treffen: Rätselraten über Transkript

Zwei Tage nach dem Treffen zwischen Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin sorgte unterdessen das Transkript der Pressekonferenz für Rätselraten. Wie das US-Magazin „The Atlantic“ berichtete, gibt es unterschiedliche Variationen der offiziellen Niederschrift.

Konkret geht es um eine Journalistenfrage über die Einmischung Russlands in die US-Wahl. Das Weiße Haus veröffentlichte nur einen Teil der Frage, weshalb Putins Reaktion mehr Fragen als Antworten liefert.

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