Lage an Gaza-Grenze spitzt sich zu

Nach neuem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf israelische Dörfer und Städte über Nacht erwägt die israelische Regierung Medienberichten zufolge die Evakuierung von besonders stark betroffenen Dörfern entlang der Grenze zu dem Palästinensergebiet.

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Palästinenser feuerten seit gestern mehrere Dutzend Raketen auf Israel ab. Zwar erklärte ein Kommandeur der radikalislamischen Hamas die jüngste Angriffswelle inzwischen für beendet. Die Eskalation ungeachtet laufender Vermittlungsgespräche verschärfte den schwelenden Konflikt an der Gaza-Grenze aber erneut.

Israel: „Bedeutsame Verschärfung“

Palästinenserinnen und Palästinenser hatten nach Angaben der israelischen Streitkräfte bis zum Vormittag rund 180 Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee habe als Reaktion mehr als 150 Ziele im Gazastreifen angegriffen.

Die israelische Armee verurteilte die Angriffe, bei denen in Israel rund ein Dutzend Menschen verletzt wurden, als „bedeutsame“ Verschärfung des schwelenden Konflikts. Die im Gazastreifen herrschende Hamas werde in den kommenden Stunden verstehen, „dass dies keine Richtung ist, in die sie gehen möchte“, so ein ranghoher Armeeangehöriger auf Twitter.

Rund 160 Tote seit Ende März

Bei der jüngsten Gewalt wurden drei Menschen getötet, mindestens elf Menschen wurden verletzt. Laut palästinensischen Behörden sollen sich unter den Toten eine schwangere Frau und ihre 18 Monate alte Tochter befinden. Drei Israelis wurden nach Angaben des Rettungsdienstes durch den Raketenbeschuss leicht verletzt.

Seit Ende März sind bei Protesten und Konfrontationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza rund 160 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.