Nordkorea kritisiert US-Diplomaten wegen Sanktionen

Pjöngjang hat die USA kritisiert, nachdem diese weiterhin auf die Durchsetzung von Sanktionen drängen. Nordkorea sagte gestern, dass es keinen Fortschritt in Sachen Denuklearisierung geben werde, solange die USA weiterhin einem „veralteten Skript“ folgen.

Die nordkoreanische Staatsspitze bezichtigte US-Diplomaten, gegen die Absichten von Präsident Donald Trump vorzugehen. Trump und der nordkoreanische Führer Kim Jong Un einigten sich auf einem Gipfel im Juni auf erste Schritte in Richtung Denuklearisierung. Genauere Details zum Vorhaben liegen derzeit nicht vor.

Russland und China blockieren Sanktionen

Indes blockierten Russland und China einen Antrag der USA auf eine Ergänzung der Sanktionsliste gegen Nordkorea. Das sagten UNO-Diplomaten in New York. Washington wollte unter anderem die Agrosoyuz Commercial Bank auf die Liste setzen lassen.

Das Institut soll Nordkorea dabei geholfen haben, die UNO-Sanktionen zu umgehen. Zudem sollten zwei nordkoreanische Unternehmen und der Vizechef der nordkoreanischen Außenhandelsbank, Ri Jong Won, aufgenommen werden.

UNO: Atomwaffenprogramm nicht gestoppt

Russland erklärte den Diplomatenangaben zufolge, der Antrag sei nicht ausreichend begründet. Die USA dagegen riefen Anfang des Monats dazu auf, den Druck auf Nordkorea durch Sanktionen voll aufrechtzuerhalten, um Nordkoreas Denuklearisierung zu erreichen. Nordkorea kritisierte den Aufruf seither mehrmals.

UNO-Experten hatten in einem Bericht an den Sicherheitsrat festgestellt, dass Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenprogramme nicht gestoppt habe und die ihm auferlegten harten Strafmaßnahmen umgehe.