F: Über tausend Camper vor Flut gerettet

In Südfrankreich sind mehr als 1.600 Menschen, die meisten davon Camperinnen und Camper, vor schweren Überschwemmungen gerettet worden. Zudem wurden nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in der Region zwei deutsche Verantwortliche festgenommen.

Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung

Gegen den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendförderung St. Antonius in Leverkusen bei Köln werde unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und Betreibens eines Campingplatzes ohne behördliche Genehmigung ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Nimes der Nachrichtenagentur AFP heute mit.

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Die Behörden in Südfrankreich setzten zudem die Suche nach einem vermissten Deutschen, einem Betreuer des Ferienlagers, fort. Dazu werde auch ein Hubschrauber eingesetzt, berichtete der Nachrichtensender BFMTV unter Berufung auf die Präfektur in Nimes.

Hunderte Kinder in Sicherheit

Der Wohnwagen des 70-Jährigen war gestern in Saint-Julien-de-Peyrolas am Fluss Ardeche bei einer Überschwemmung mitgerissen und zerstört worden. Es soll sich um einen Betreuer eines Ferienlagers mit Kindern aus Deutschland handeln.

Die 119 Kinder der Gruppe aus Leverkusen wurden nach früheren Angaben der Präfektur in Sicherheit gebracht. Vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen wegen Unterkühlung ins Krankenhaus.

Zeltlager geräumt

„Die ersten Eltern sind vor Ort und holen ihre Kinder ab“, teilte der Veranstalter, das Leverkusener Zeltlager St. Antonius, auf seiner Facebook-Seite mit. „Die Nacht war unruhig, dennoch konnten alle ein bisschen schlafen.“ Die Kinder sollten nun so schnell wie möglich mit Bussen nach Leverkusen gebracht werden.

Das Zeltlager war nach Angaben der Präfektur von Nimes wegen des Unwetters geräumt worden - eine Vertreterin des Veranstalters erklärte in Leverkusen, dass der Campingplatz komplett überspült worden sei. Die Rückfahrt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werde organisiert.

Die am schlimmsten betroffenen Gebiete sind Gard, Ardeche und Drome. Mehr als 400 Einsatzkräfte sowie vier Rettungshubschrauber sind derzeit im Einsatz.