Salzburger Finanzier per US-Haftbefehl gesucht

Ein Salzburger Finanzier und Vermögensberater wird nun auch von einem US-Gericht per Haftbefehl gesucht. Der 48-Jährige wird einem Bericht der Wirtschaftsnachrichtenseite Business Insider zufolge beschuldigt, mit seiner Unternehmensgruppe Geldgeber um mehrere Millionen Dollar gebracht zu haben. Gegen den Mann läuft seit November 2017 in Salzburg ein Verfahren wegen schweren Betrugs.

Der Haftbefehl des Bundesbezirksgerichts in Colorado wurde erlassen, weil der Beschuldigte trotz Androhung einer Beugestrafe nicht vor Gericht erschienen ist. Es handelt sich damit um eine zivilrechtliche Angelegenheit, ein Auslieferungsansuchen an Interpol gibt es damit nicht.

Kern der Vorwürfe der US-Justiz ist ein gescheitertes Immobilienprojekt in den Rocky Mountains. Für den Wiener Rechtsanwalt des Beschuldigten kamen die Neuigkeiten überraschend. „Ich halte das ganze Verfahren für hinterfragungswürdig. Es sind hier zu viele Interessen anderer im Spiel.“ Schon zum Prozessauftakt hatte der Anwalt erklärt, sein Mandant sei Opfer von kriminellen Handlungen geworden und von seinem Geschäftspartner übers Ohr gehauen worden.