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Festnahme nach Angriff in Wohnkomplex

In der kanadischen Provinz New Brunswick sind Freitagfrüh (Ortszeit) Schüsse gefallen und mindestens vier Menschen getötet worden. Zwei von ihnen waren Polizeibeamte. Das teilte die Polizei im Ort Fredericton mit. Ein Verdächtiger wurde wenig später festgenommen. Er wurde schwer verletzt.

„Schreckliche Nachrichten kommen aus Fredericton“, schrieb der kanadische Premierminister Justin Trudeau im Kurznachrichtendienst Twitter. „Im Herzen bin ich bei jedem, der von der Schießerei heute betroffen ist.“

Zeuge hörte etliche Schüsse

Die Schüsse fielen in einem Apartmentkomplex. Die Polizei hatte die Menschen in der Umgebung zuvor aufgerufen, die Gegend zu meiden, in ihren Häusern zu bleiben und die Türen zu versperren. In der betroffenen Gegend liegen eine Wohnsiedlung mit Einfamilienhäusern und einige Geschäfte. Zudem wurden die Menschen gebeten, die Standorte der Polizei nicht in Sozialen Netzwerken preiszugeben.

Mehrere Einsatzteams von Polizei, Feuerwehr und Rettung waren im Einsatz. „Es hat sich angehört wie popp, popp, popp“, sagte ein Einwohner des Ortes gegenüber dem kanadischen Sender CBC. Später habe er weitere Schüsse gehört, dieses Mal in einem anderen Teil der Nachbarschaft. Etwa drei Stunden nach den ersten Schüssen verkündete die Polizei, dass keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit bestehe. Die Untersuchungen dauerten an, doch seien keine weiteren Straßensperren nötig.

New Brunswick ist eine der ostkanadischen Atlantikprovinzen. Im Jahr 2014 gab es dort bereits eine Schießerei, bei der drei Mitglieder der Mounted Police getötet wurden. In Kanada aber sind die Waffengesetze streng. „Das ist nicht etwas, das wir hier erwarten“, so der Anwohner Bill Henwood zur Nachrichtenagentur AP. „Dass es Todesopfer gibt, ist ziemlich außergewöhnlich. Das passiert normalerweise einfach nicht.“

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