Österreicher in der Schweiz in den Tod gestürzt

Ein 71-jähriger Wanderer aus Österreich ist im Schweizer Prättigau in den Tod gestürzt. Ein Hirte fand den Leichnam gestern Abend bei Seewis oberhalb der Schesaplanahütte auf über 2.100 Metern Seehöhe. Der Mann war allein unterwegs und muss im steilen und felsigen Gelände des überaus anspruchsvollen „Schweizerwegs“ ausgerutscht sein, wie die Polizei heute mitteilte.

Der Alpinist stürzte den Angaben zufolge ein hohes Felsband hinunter und blieb darunter liegen. Nach ersten Erkenntnissen war er vom Lünersee in Vorarlberg über die Totalphütte und die grüne Grenze in die Schweiz gewandert. Er hatte geplant, via Schesaplanahütte und das Cavelljoch wieder zum Lünersee zu gelangen.

Als er nicht wieder auf dem Campingplatz an seinem Ferienort in Nüziders (Bezirk Bludenz) eintraf, leitete die Österreichische Bergrettung zusammen mit der Polizei eine Suchaktion ein.

Mont Blanc: Vermisste Italiener tot

Am Mont Blanc in den französischen Alpen sind drei italienische Bergsteiger ums Leben gekommen. Wie die Behörden des Departements Haute-Savoie mitteilten, wurde am Fuß des Gipfels Aiguille Verte im Mont-Blanc-Massiv die Leiche des ersten Mannes gefunden. Die Bergrettung geht davon aus, dass sein Bruder und dessen Verlobte ebenfalls tot sind. Ihre Leichen konnten aber noch nicht geborgen werden.

Beide seien wahrscheinlich nicht weit vom Fundort der ersten Leiche unter Steinen und Eis verschüttet und ganz sicher nicht mehr am Leben, sagte ein Vertreter der Rettungskräfte. Die Gruppe war den Angaben zufolge in 3.400 bis 3.500 Metern Höhe verunglückt und von einem Grat in ein Geröllfeld gestürzt. Die Italiener waren vor drei Tagen zu einer Bergtour im Mont-Blanc-Massiv aufgebrochen. Als sie nicht zurückkehrten, alarmierte die Frau eines der Männer die Bergrettung.