Simbabwe-Wahl bekommt juristisches Nachspiel

Die Opposition in Simbabwe geht gegen den Emmerson Mnangagwa bei der Präsidentschaftswahl zugesprochenen Sieg vor Gericht. Die Rechtsvertreter von Oppositionsführers Nelson Chamisa von der Partei MDC, habe eine Klage beim Verfassungsgericht eingereicht, sagte einer der Anwälte, Chris Mhike, heute.

Das Gericht hat nun 14 Tage Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Die für Sonntag geplante Amtseinführung für Mnangagwa wird vermutlich verschoben.

Die Abstimmung vergangene Woche war die erste Wahl, nachdem Langzeitpräsident Robert Mugabe im November infolge eines Militärputsches zurückgetreten war. Mnangagwa, Mugabes früherer Vize, entschied die Wahl nach Angaben der Wahlbehörde mit einer knappen Mehrheit für sich, Chamisa warf ihm aber Wahlbetrug vor. EU-Wahlbeobachter bezeichneten die Abstimmung insgesamt als frei, aber nicht fair - weil die Regierung auf staatliche Medien und Gelder zurückgreifen konnte.