Palästinenser bei Protesten im Gazastreifen getötet

Bei gewaltsamen Protesten an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel sind nach palästinensischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Ein Sanitäter sei gestern östlich der Stadt Rafah im Süden des Küstenstreifens von der israelischen Armee erschossen worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza der Nachrichtenagentur AFP.

In derselben Gegend sei auch ein 55-jähriger Mann getötet worden. 25 weitere Palästinenser seien durch israelische Schüsse verletzt worden, einer von ihnen lebensgefährlich.

Erneut demonstrierten nach israelischen Angaben mehrere tausend Palästinenser an mehren Orten in der Nähe der Grenze. Sie steckten Reifen in Brand und warfen Steine, wie AFP-Journalisten berichteten. Im Vergleich zu den vergangenen Wochen hätten sich jedoch weniger Menschen an den Protesten beteiligt.

Gefechte zwischen Hamas und Israel

Die Tage zuvor hatten sich Kämpfer der im Gazastreifen regierenden radikalislamischen Hamas und die israelische Armee heftige Gefechte geliefert. Mehr als 180 Raketen wurden von dem Palästinensergebiet nach Israel abgeschossen, dort wurden sieben Menschen verletzt.

Die israelische Armee antwortete mit massiven Luftschlägen im Gazastreifen. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Anschließend einigten sich Israel und die Hamas nach palästinensischen Angaben auf eine Feuerpause.