Schlecker-Insolvenzverwalter scheitert mit Millionenklage

Der Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker ist vor dem Frankfurter Landgericht mit einer Schadenersatzklage über 212 Mio. Euro gegen ehemalige Lieferanten gescheitert. Das sagte eine Gerichtssprecherin gestern. Das Urteil sei den Parteien aber noch nicht zugestellt worden, daher könne sie keine Gründe für die Ablehnung der Klage nennen.

Schlecker soll jahrelang zu viel für Süßwaren, Waschmittel und Drogerieartikel bezahlt haben. Konsumgüterhersteller sollen sich in mehreren Fällen abgesprochen haben. Deshalb verklagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz den Nivea-Hersteller Beiersdorf, Glaxo-Smith-Kline, den Schuhcremeproduzenten Erdal, den Rasierklingenhersteller Gillette, die Kosmetikfirma L’Oreal, den Parfümhersteller Coty sowie Procter & Gamble.

Die ehemaligen Schlecker-Lieferanten waren vom deutschen Kartellamt und der EU-Kommission der Preisabsprache für schuldig befunden worden. Empfindliche Strafen waren verhängt worden. Die Vorgänge fielen in die Zeit vor der Schlecker-Insolvenz im Jänner 2012. Bei Schlecker verloren etwa 25.000 Menschen ihren Job. Die Gläubiger forderten rund eine Milliarde Euro.